Zuhören im Web 2.0 – Wie geht das? – Teil 3
Im Teil 2, letzte Woche, habe ich über aktives Zuhören in den Social Networks geschrieben. Ich wies auch daraufhin, dass der Aufbau einer Community (Follower, Freunde, Fans etc.) nicht ganz einfach ist. Nun fragt sich natürlich so mancher, ob sich dies nicht outsourcen lässt.
Eine berechtigte Frage, liessen sich doch so von Anfang an genauer kalkulieren, wieviel einem der Spass kostet. Man muss sich allerdings auch im klaren über die Ziele des Crowdsourcings sein. Hat man spezifische Fragen an die Internetuser, auf die sie antworten können? Oder aber geht es mehr um Trendforschung und allgemeines „Pulsfühlen“?
Geht es um zweiteres, dann gestaltet sich das Outsourcing schon schwieriger, da mit der Crowd interagiert werden muss. Dies bedingt in den meisten Fälle eine gewisse Fachkompetenz über ein Produkt, eine Philosophie etc. Eine solche Fachkompetenz extern aufzubauen kann langwierig und schwierig sein.
Crowdsourcing als Outsourcing
Ein Outsourcing ist sehr gut möglich, wenn man konkrete Fragen an die Crowd richten kann, die zu Antworten führen, die man einfach einsammeln kann. Wenn das ganze noch als grosses Brainstorming funktioniert, kann man eigentlich nur gewinnen. Eine ideale Plattform dafür ist atizo.com.
Atizo benützt eine eigene Community für das Crowdsourcing. Jederman kann sich bei atizo ein Profil eröffnen, in dem er seine Interessen angibt. Dieses Profil dient dazu, dass der User jeweils nur bei den Kampagnen mitmachen kann, für die er sich auch interessiert. Dies ist später ein wichtiger Faktor für die Zielgruppenerreichung.
Die Kunden von Atizo können so also eine Community nutzen, in der Sie die interessierten User direkt ansprechen können. So entstehen in der Community Diskussionen und Bewertungen die der Auftraggeber abschöpfen kann. Auf der anderen Seite haben die User die Möglichkeit, ihre Kreativität und Ideen in bare Münze zu verwandeln.
Ich halte atizo.com für eine sehr gute Möglichkeit, um an Ideen ranzukommen. Was haltet ihr davon? Hat jemand schon Erfahrung damit gemacht, auf der einen oder anderen Seite?


Was vielfach gerne vergessen geht, ist der Umstand, dass der Unterschied vom klassischen Web zum Web 2.0 („Mitmach-Web) genau der Faktor Zuhören ist. Das Web 2.0 lebt von der Kommunikation mit dem Internet-User. Diese sollte aber auf jeden Fall über ein Kontaktformular hinausgehen. Die Kommunikation sollte immer ein Dialog sein. Es sollten Mechanismen zu Verfügung stehen, die diesen Dialog auch nutzen und für Dritte Webnutzer auch transparent sind. Der Dialog sollte sich also auch verbreitern können. Nur so kann sich auch eine fruchtbare Diskussion entwickeln. Zudem lässt sich so die eigene Online Reputation besser steuern und man muss nicht immer auf die selben Anfragen eine Antwort geben.
Viele Werbetreibende sehen den Sinn von Online Marketing in erster Linie darin, den Konsumenten zum Kaufabschluss zu bringen, mit welchen Mitteln ist egal, nur schnell muss es gehen. Dabei wird oft übersehen, dass das Internet zahlreiche Mechanismen zu Verfügung stellt, die es erlauben, seine Kunden kennen zu lernen.
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