Zeitungsverleger sperrt Google aus – Sinn oder Unsinn?
Der Medienmogul Rupert Murdoch liess in den letzten Tagen verlauten, er wolle seine Nachrichtenseiten aus dem Google Index entfernen lassen. Zu seinem Imperium gehören zum Beispiel das „Wall Street Journal“, das Boulevardblatt „Sun“ sowie der Fernsehsender „Fox“.
Aktuell bekommen die Newsseiten ihre Besucher zu einem grossen Teil von Google zugeführt. In unseren Breitengraden macht dies zwischen 30 bis 50 Prozent aus. Im Beispiel des „Wall Street Journal“ sind es ca. ein Viertel der Besucher, die von Google vermittelt werden. Rupert Murdoch ist schon seit längerem der Meinung, dass Google seine Inhalte zu Unrecht im Internet verbreitet. In einem Interview auf dem eigenen Sender „Sky News“ verkündete er: „Wir haben dann vielleicht weniger Leute, die auf unsere Seite kommen, die zahlen aber dafür.“
Murdochs Ideen versetzen die Webgemeinde natürlich nicht gerade in Jubelrufe. Im Zeitalter, wo News ihre Leser über Links in Blogs, auf Facebook oder über Twitter finden, stellt sich natürlich die Frage, ob sich da die Presselandschaft ihre eigene Grube gräbt. Klar ist es so, dass eine Zeitung, die ihre Inhalte auf dem Web frei verfügbar macht an Abonnenten verlieren wird. Aber könnte es auf der anderen Seite nicht auch sein, dass sich mit der freien Verfügbarkeit des Newsangebotes andere Einnahmequellen erschliessen lassen, die erst noch rentabler sind?
Die Zukunft wird zeigen, mit welchen Modellen die Medien Geld verdienen werden. Wie seht ihr die Zukunft? Schiesst sich Murdoch ins eigene Knie? In welche Richtung wird sich der Newsmarkt bewegen? Habt ihr noch andere, interessante Ideen?


Old School Journalisten scheitern an ihrem Ego – nicht an neuen Inhaltsformen. Ihre Überforderung zu verstehen fällt mir wesentlich einfacher als verzweifelte Versuche, neue Medienformen zu diskreditieren.
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