Dez 12

Wedding Entrance Dance auf YoutubeVon der Erfindung der Sozialen Netzwerke profitierte anfangs vor allem eine Marketingform: das virale Marketing. Hierzu einige Facts und Beispiele. Die primären Ziele einer viralen Marketing-Kampagne sind: Image, Kundenakquisition, Kundenzufriedenheit und Bekanntheitsgrad. Also in erster Linie alles ausserökonomische Ziele.

Definition

Ein unterhaltsames, nützliches und überraschendes Kampagnengut dient als Köder, welcher dann von den Empfängern selbstständig weiterverbreitet wird. Ein kurzer Clip, ein lustiges Bild – jeder hat doch schonmal eine virale Nachricht, die Teil einer geplanten Kampagne war, weitergeleitet. Sei es per Mail oder wie eingangs erwähnt, eben in einem sozialen Netzwerk. Gerade die sozialen Netzwerke sind ein ideales Medium für solche Botschaften, da die Weiterverbreitung an Freunde oder Follower sehr einfach ist.

Verbreitung:

Hierbei ist v.a. das Seeding rsp. das Aussäen der Botschaft entscheidend. Sehr selten wird eine Botschaft von alleine viral. Mittlerweile gibt es sehr viele Inhalte, welche ein virales Potential besitzen. Nur werden diese nicht alle viral. Es kommt also auf das zielgruppengerichtete Platzieren des Inhalts an. Meistens werden hier einige Opinion Leaders ausfindig gemacht, und zur Verbreitung der Botschaft animiert. Allerdings besteht nie die Garantie, dass eine Kampagne viral wird. Und wie erfolgreich eine Kampagne wird, kann erst recht nicht gesteuert werden. Was man aber tun kann, ist mit einem gezielten Seeding die Voraussetzung für Viralität schaffen.

Kritikpunkt

Virale Kampagen lassen sich wie erwähnt irgendwann nicht mehr steuern. Sobald eine Botschaft wie ein Lauffeuer verbreitet wird, kann nicht mehr eingegriffen werden. Zudem kommt die eigentliche Botschaft nicht immer an. Und, obwohl es mittlerweile im Onlinebereich gute Tools gibt, ist es schwierig, eine Erfolgskontrolle durchzuführen.

Beispiel:

Eine der erfolgreichsten Kampagnen mit viralem Marketing im Jahr 2009 war das YouTube-Video “JK Wedding Entrance Dance“. Auf Youtube verzeichnet der Clip mittlerweile über 70 Millionen Views. Eigentlich sollte für den Titel “Forever” von Chris Brown geworben werden. Nur wenige User erkannten den Werbezweck dahinter, der Song wurde aber dennoch einigermassen bekannt.

Versteht ihr jeweils die Botschaft hinter den viralen Kampagnen?

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Nov 21

Vom 27. Juli 2012 bis 12. August sind alle sportinteressierten Augen nach London gerichtet, auf die olympischen Sommerspiele in London. Was in der Antike als Fest für die Götter begann ist heute das grösste Sportspektakel der Welt. Neben der Faszination für Ergebnisse, Rekorde und Emotionen ist immer interessant zu beobachten, wie die neuen Medien wie Facebook, Youtube oder Twitter eingebunden werden. Sind die Olympic Games 2012 auch die ersten wahren Social Media-Games? 

Im ersten Moment könnte man  sagen: Moment, erst kommt noch der Winter, die Sommerspiele sind noch weit weg. Na ja, der Vorverkauf läuft seit März 2011 und die meisten Athleten bereiten sich bereits seit Jahren auf den Event vor. Auch in der Kommunikation ist langsam Bewegung zu spüren. Die offizielle Facebook-Fanpage oder der Twitter-Account zeigen bereits ein beachtliches Involvement der Community, nicht zuletzt auch dadurch bedingt dass man nicht nur einfach Vorverkaufs-Informationen streut sondern auch spannende Inhalte, Beiträge, News und Informationen integriert.  Erste Emotionen werden unter anderem durch den Einsatz von Bild- und Filmwelten vermittelt. Das Beispiel in der Folge ist aber nicht vom offiziellen London 2012-Youtube-Channel, sondern entstammt einer Promo-Idee aus den USA, wie man leicht bemerkt.

Neben den offiziellen Social Media-Kanälen eröffnen sich natürlich etliche Nebenschauplätze, u.a. durch unabhängige Facebook-Fanpages wie Olympia 2012. Einige kann man durchaus als wertvoll bezeichnen, andere hingegen wiederum als Ärgernis. Ganz interessant ist jedoch die Tatsache, dass Social Media nicht einfach ein Teil des Online-Marketings der Organisation darstellt, sondern wirklich auch Thema für Beteiligte, Athleten etc. ist. Folgender Beitrag von Julio Romo informiert über die Bemühungen des olympischen Komitee’s, Social Media-Guidelines für London 2012 aufzubereiten. Aktuell kann man sicherlich noch bilanzieren, dass London 2012 in der digitalen Welt noch keine Rekorde oder Bestergebnisse erziehlt hat, man könnte sagen die Olympia-Norm betreffend Social Media wurde knapp erfüllt. Bleibt abzuwarten ob man die Chancen nützt, welche sich auf Grund der Vielfalt an Themen, Emotionen, Siegen & Niederlagen, Tragödien, komischen Erlebnissen etc. anbieten werden. Wir werden regelmässig über das Sport-Highlight des kommenden Jahres berichten und seinen Weg, auch als Social Media-Games in die Geschichte einzugehen.

Inwieweit ist ein Anlass wie die olympischen Spiele, egal ob Sommer oder Winter, überhaupt die geeignete Plattform für den Einsatz der Social Networks, aus Sicht des Veranstalters? Wird es auch bezüglich Social Media Marketing wieder heissen: “I declare the olympic games 2012 in London as the best games ever”?

 

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Okt 31

Social Media = Austauschplattform! Das war und ist der Grundgedanke und gilt auch für den Austausch resp. Dialog bei Kritik und negativem Feedback. Ein Dialog erfolgt nach wie vor zwischen Menschen, nur die Tools (Facebook, Twitter etc.) haben sich in den vergangenen Jahren verändert. Der Mensch mit seinen Emotionen kann jedoch nicht immer so einfach in Prozesse und Strukturen eingeordnet werden, das gilt auch für die Kommunikation als Ganzes und Social Media im Speziellen. Oder kann man Krisenkommunikation in einem Ablauf-Schema abhandeln?  

In den ersten drei Beiträgen sind wir bereits auf die Handlungsfelder der Social Media-Krisenkommunikation eingegangen: Allgemein, Kritik von Kunden und die Torpedierung durch die Konkurrenz. Bei der weiteren Vertiefung des Themas bin ich auf einen Blogbeitrag mit dem Titel “Troll dich – das Social Media- Reaktions-Flussdiagramm” gestossen. Dabei geht es um den Ansatz, mittels Flussdiagramm den Entscheidungsprozess bei Social Media-Reaktionen und Feedbacks zu visualisieren und in einem Prozess-Schema zu standardisieren.

Social Media-Reaktions-Flussdiagramm

Social Media-Reaktions-Flussdiagramm

Was im ersten Moment wie ein praktischer und hilfreicher Ansatz aussieht muss aber bei näherer Betrachtung kritisch hinterfragt werden. Wenn es so einfach wäre menschliche Regungen in Standardschemas zu pressen hätten wir vermutlich alle keine Freude, und Emotionen fördern nicht selten die erstaunlichsten Reaktionen zu Tage. Zum Glück können wir ja auch nicht in einer privaten Beziehung ein Schema aufbereiten welches mir die Lösung zuliefert, so à la bei dieser Reaktion bringe ich am besten Blumen nach Hause. Man kann sicherlich die Abläufe in einen solchen Prozess einfliessen lassen, es geht aber nach wie vor nicht ohne das Fingerspitzengefühl und das Verständnis eines Kommunikationsverantwortlichen, um die jeweilige Reaktion richtig zu interpretieren. Und in einzelnen Fällen dürfte es sich anbieten das Standardschema zu verlassen, um Kritik und Feedback ohne nachhaltige Probleme korrekt zu behandeln. Fazit: Ein Prozessschema kann zwar helfen eine grobe Struktur zu schaffen, aber schlussendlich muss doch ein Mensch die richtigen Entscheidungen treffen. Immer! Und diese sind halt manchmal auch falsch. Zum Glück!

Was haltet ihr von einem solchen Ablaufschema? Würde in eurem Unternehmen ein solcher Ansatz nützen? Welche Ansätze und Lösungen haltet ihr aus eurer Sicht als sinnvoll?

 

 

 

 

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Okt 19

Youtube lanciert den Merch Store. Der Merch Store ermöglicht dem Musiker seine Songs, Merchandise Artikel, Event-Ticktes und noch mehr direkt auf dem Youtube Channel zu verkaufen. Somit bündelt Youtube alle Verkaufsbereiche von Musikern auf einem Channel.

YouTube Merch Store

Gut für Musiker und auch gut für die Youtube Plattform, welche damit noch mehr die zentrale Anlaufstelle für Musiker und Fans wird und damit auch den Traffic und die damit verbundenen Werbeeinnahmen erhöhen kann. Ich gehe mal davon aus, dass sich Herr Timerberlake eine echt gute Strategie für Myspace ausdenken muss, sonst wirds das wohl gewesen sein.

Youtube wird in seinen Store nicht direkt selbst die Produkte, Songs etc. anbieten, sondern arbeitet mit verschiedenen Anbietern zusammen. Amazon und iTunes beliefern den Merch Store mit den entsprechenden Songs. Bei Topspin kann man sich Merchandise Artikel und Tickets ergattern.  Und bei Songkick kann man die Tour seines Lieblingskünstlers tracken und auch hier natürlich wieder die jeweiligen Tickets dazu kaufen.

Wieviel Chancen gebt ihr Herrn Timberlake noch? Was haltet ihr vom neuen Youtube Store? Kauft ihr überhaupt noch Songs, wenn ihr sowieso alles jederzeit auf Youtube anhören könnt?

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Okt 17

In den vergangenen Jahren sind parallel zur Entwicklung im Internet sowie dessen Zunahme an Bedeutung für Marketing & Kommunikation verschiedene neue Berufsbilder entstanden, unter anderem das des Social Media Managers. Aber was genau macht ein Social Media Manager eigentlich? Und was sollte ein Kandidat für eine solche Funktion mitbringen?

Den ganzen Tag auf Facebook am chatten, Youtube-Videos anschauen, Blogposts schreiben und Tweets verschicken. Kann man so Geld verdienen? Mittlerweile ist nach dem ersten Hype rund um Social Media Marketing eine gewisse Ernüchterung spürbar bei den Auftraggebern, aber auch Knowhow und Kompentez nehmen zu. Gefordert sind heute auch bei Social Media-Spezialisten ganzheitliches Denken und ein vernetztes Verständnis von Kommunikation. Einfach nur zu wissen wie man Social Network-Accounts aufsetzt und bewirtschaftet reicht nicht, obwohl ein kompetenter Social Media Manager hier ein vertieftes Fachwissen haben muss bezüglich Technik, Funktionen und (Inhalts-) Gestaltung. Und bereits bewegen wir uns in Richtung der vielzitierten “eierlegenden Wollmilchsau”.

Die Erfahrung zeigt dass es einfacher ist sich fachliches/technisches Know-How anzueignen als Verständnis für Kundenbedürfnisse und zielorientierte Lösungen zu entwickeln, ergo ist eine Basis in Marketing- und Kommunikation notwendig für eine erfolgreiche Tätigkeit. Je mehr Erfahrung und technisches Wissen über Social Media Marketing, der Portale, Möglichkeiten und technischen Funktionen vorhanden sind natürlich umso besser. Das wichtigste Merkmal jedoch ist die absolute Leidenschaft für die digitale Kommunikation, die Gier nach Trends, Entwicklungen und neuen Möglichkeiten und vor allem auch Kreativität in Idee und Umsetzung.

Da diese Funktion stark durch die Dynamik der Zielgruppe bestimmt wird, und die ist immer online, ist 8-5-Denken betreffend der Arbeitszeit ein Hindernis. Gefordert sind ein hohes Mass an Flexibilität. Teamplay und Integrationsfähigkeit, u.a. für Abstimmung mit anderen Abteilungen wie PR-Office etc.(Hey, es gibt immer noch etliche Firmen welche z.B. PR-Abteilung und Digital Departement ohne Schnittstelle zueinander unterhalten, das kann ja nicht funktionieren) machen den Social Media Manager erst zum vollwertigen Member einer Kommunikationsabteilung. Stefan Keuchel von Google beschreibt in einem Video diese Aufgabe wie folgt:

 

Nicht jedes Unternehmen braucht in der Regel das gleiche Profil eines Social Media Managers, aber der Kern sollte sich hier vergleichen lassen. Wurde etwas vergessen? Dann bitte unbedingt hier den Input platzieren, vielen Dank.

 

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