Jun 25

Mit Werbung soll immer eine bestimmte Zielgruppe angesprochen werden. Die Firma Eppendorf lässt eine Boy-Group ein Pipettier-Gerät besingen. Zielgruppe: Laboranten. Na ja.

Das Ziel ist relativ simpel: mit Werbung soll Absatzförderung erreicht werden. Und so ist die Werbung – in diesem Fall die Wirtschaftswerbung – ein Instrument der betrieblichen Absatzpolitik. Soweit so gut. Damit diese Absatzförderung auch erreicht wird, muss aber so einiges beachtet werden.

Werbung muss immer Aufmerksamkeit erregen. Soviel ist klar. Und dies dann idealerweise bei der zuvor definierten Zielgruppe. Kommt es nicht zur gewünschten Aufmerksamkeit, so hat die Werbung auf allen Ebenen versagt. Denn nur durch besagte Aufmerksamkeit, kann die Zielgruppe letztlich zur Kaufentscheidung motiviert werden.

Und so existiert in der Werbung ein breites Spektrum an Strategien und Inszenierungen, um das an die Zielgruppe zu bringende Produkt anzupreisen. Vor allem auch im Online-Bereich.

Von Boygroups und Pipettier-Systemen
Einen Versuch, ihr Produkt an den Mann – oder in diesem Fall an die Frau – zu bringen, hat die Firma Eppendorf gemacht. Eppendorf ist ein Unternehmen der Biotechnologie und entwickelt, produziert und vertreibt Systeme für die Life-Science-Forschung für den Einsatz in Laboren weltweit. Eine etwas trockene Materie, um diese zu bewerben. Sollte man meinen. Nun Eppendorf macht das Beste daraus. Nebst einem ansprechenden Internetauftritt, Online-Spielen und –Wettbewerben, ist die Unternehmung auch bei Facebook, Twitter und Youtube vertreten.

Und: um die jüngste Pipettier-System anzupreisen, liess sich Eppendorf etwas Ungewöhnliches einfallen. Fünf mehr oder weniger knackige Jungs besingen als klassische Boygroup in einem Musikvideo eine junge Laborantin. Gesungen wird von einem neuartigen, vollautomatischen Pipettier-System, mit dem natürlich alles besser wird. Kein mühsames Pipettieren mehr bis in die Nacht hinein. Die besungene holde Blonde hätte wieder mehr Freizeit. Weiter singen die fünf dann auch im Refrain von DNA, RNA, Proteinen und Zellkulturen.

Nebst dem Musikvideo kann auf der Internetseite der Soundtrack als MP3 oder als Ringtone fürs Handy herunter geladen werden. Der Songtext steht als PDF zur Verfügung. Und es existieren sowohl eine umfassende Wallpaper-Gallery mit Bildern der Boygroup sowie eine Making of-Gallery zum Video. Weiter kann bei Gefallen das Video direkt an Freunde weiter empfohlen werden.

Sicher mal eine witzige und ungewöhnliche Werbe-Idee für ein solches Produkt. Doch natürlich drängt sich hier ganz schnell die Frage auf, ob Eppendorf damit die Zielgruppe auch erreicht. Denn es ist schon fraglich, ob sich Menschen, die in einem Labor beschäftigt sind, von einer Boy-Group angesprochen fühlen. Denn das Konzept einer solchen zielt ja in erster Linie auf die Teenie-Generation ab. Von daher bleibt hier nur als abschliessendes Urteil: zwar mal etwas anderes, aber eben voll an der Zielgruppe vorbei.

Und was glaubt Ihr, erreicht  Eppendorf damit die Menschen, die mit dieser Werbung hätten angesprochen werden sollen?

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Mai 19
Digital Marketing Compass 7 NeoOgilvy

Der neue Digital Marketing Compass 7 ist gerade vorgestellt worden, bei dem die Meinungen und Pläne der Marketingleiter der drei Länder zusammengefasst sind. Schöne Aussichten für den Online Bereich, doch ich bin auch ein bisschen skeptisch.
Bild von Maik Baird.

Online ist das grosse Ding, da sind sich alle Marketingexperten einig, da muss das Geld hin! 80% der Befragten gaben an auch im Kriesenjahr 2009 die Online Etats gesteigert zu haben, nur 5% hätten zurückgeschraubt. Allerdings will man bei TV und Aussenwerbung jetzt nicht gerade sparen, weil, so die fast einstimmige Meinung, die Bedeutung der Fernsehwerbung kaum auf dem Abstellgleis zu sehen sei. Dafür spricht natürlich naiv gesehen die Tatsache, dass der Durchschnittskonsument täglichg 3 Stunden TV sieht, aber nur 15 Minuten auf Youtube verbringt.
Vergessen wird dabei meiner Meinung nach, dass er aber nichtmal 15 Sekunden Fernsehwerbung anschaut, weil er wegzappt oder neues Bier holen geht. Hingegen schaut er sich die 15 Minuten  Youtube freiwillig und wirklich an.

Social Media skeptisch betrachtet
Das wundert mich nun gar nicht. Das Gros der Marketingverantwortlichen sieht den Erfolg nicht und hat Hemmungen auf das Soziale Pferd zu setzen.
Das man sich an komplett anderes Konsumentenverhalten in der Informationsbeschaffung von Marken, Produkten und Services gewöhnen muss geht ja auch nicht über Nacht. Mehr als ein Jahrhundert Erfahrung und Erfolg  in der Klassik und nun soll alles anders werden?  Das braucht Zeit, Mut und ganz neue Konzepte. Und da lässt man gern mal der Konkurrenz den Vortritt im Ausprobieren.

Werbetreibende verlangen Multichannel Experten
Der Wunschwerber von heute soll sowohl die mitreissende klassische Kampagne konzipieren und gleichzeitig eine Koryphäe sein bei der Ansprache von Kleinstsegmenten mit Kommunikation auf Augenhöhe. Auch und Massen-Mobile Faszination muss natürlich auch noch drin sein. Wer so etwas in Personalunion leisten soll ist mir allerdings schleierhaft.

Der grosse Graben
Denn bedauernswerter Weise sieht die Realität noch immer ganz anders aus. Seit dem Webhype der Endneunziger, indem  jede Webklitsche versuchte Markenführungsetats an sich zu reissen (und scheiterten aus Mangel an Kompetenz), die Klassiker Online Units aus dem Boden stampften (mit ähnlich erfolglosen Versuchen), hat sich nicht viel geändert. Die Big Player in der Werbung haben sicherlich erfolgreiche Online Ableger. Aber eben Ableger, Agenturen die als eigene Unternehmen am Markt sind und sich oft nur den Namen teilen. Die Zusammenarbeit zwischen unabhängigen Agenturen aus Klassik und Online hat sich in etwas genauso gut entwickelt wie die Annährung von West- und Ostdeutschland.

Für mich ist die vernünftige, integrierte Zusammenarbeit mehr als überfällig, denn Online ist schon lange kein Gimmick mehr, sondern ein fester Bestandteil des Konsumentenlebens. Es muss endlich ein Ruck durch beide Lager gehen und die Vereinigung aller Kompetenzen im friedlichen Miteinander funktionieren. Das schulden wir den Konsumenten und damit auch dem Erfolg unserer Kampagnen für die, die uns die Etats freigeben.

Was denkt ihr, bekommen die Klassiker und Onliner diesen Schulterschluss nochmal hin oder wird es noch weitere Jahrzehnte ein Kompetenzgerangel bleiben?


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Mai 06

Gestern fand unsere Shibby einen wirklich köstlichen Artikel eines Wirtschaftsredakteurs zu einer unserer Arbeiten. Auch wenn er wenig schmeichelhaft und recht realitätsfremd ist, wir haben uns alle echt amüsiert. Daher erstmal Danke an den Autor, er hat uns den Tag versüsst.

Es ging um unsere letzte Kampagne www.mein-kinderzimmer.ch für die ÖKK. Die Beschreibungen der Kreativprozesse sind zwar schon etwas abgegriffen aber dennoch lustig. Ich denke, hätte der Verfasser mal 99 Francs von Frédéric Beigbeder gelesen, dann wäre die Beschreibung noch um etliche halluzinogene Drogen erweitert worden.

Das wir Phishing Attacken starten mit solchen Aktionen ist ein wenig polemisch. Der Autor geht wohl auch hier vom Klischee aus, dass der Konsument strutzdumm ist und nicht erkennen kann, dass ein Unternehmen hier Werbung macht.

Nichtsdestotrotz, es war eine schöne Kampagne aus unserer Sicht und die Akzeptanz in der Zielgruppe war gross. Ganz entgegen der Meinung “das wir beschmierten Cüpli Säufer nicht schnallen, dass doch da keiner mitmacht”, gab es massig Beteiligung: über 700 Bewerbungen für ein neues Kinderzimmer und 250.000 Votes,  Usergruppen auf Social Networks und hier die Zahlen aus Analytics für einen Monat, klicken zum Vergrössern.

Von daher sind wir doch ganz zufrieden. Sowohl mit der Kampagne, als auch mit solch erheiternden Blogposts von Journis. Und damit wir auch mit den etwas angestaubten Klischees aufräumen können (können wir nicht, aber wir versuchens dennoch gerne wieder), hier Original und Fälschung wie es aussieht:

Original

In Wahrheit sitzen wir in grossen, düsteren Kartonbehausungen und grübeln uns die Gehirne wund.

Fälschung

Wie manche Journalisten uns gerne bei der Arbeit darstellen.

Nun frag ich mich, oder besser Euch, sind diese klischeehaften Falschdarstellungen der Kreativschaffenden immer noch so im Umlauf? Denkt ihr, liebe Leser, auch so? Wollt ihr mehr Einblick in das wahre Agenturleben?

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Apr 15

Springer und Jacobi, S&JLetzte Woche war ich mal wieder in Hamburg, der schönsten Stadt Deutschlands. Die Stimmung bei den Freunden und Kollegen aus der Werbung war gedrückt. Das deutsche Urgestein der Werbung S&J hat Insolvenz angemeldet.

30 Jahre grosse Werbung und bekannt als die Kreativschule Deutschlands für Werber. Viele haben sich dort ihre Sporen verdient, darunter Leute wie  die Gründer von Jung von Matt, KemperTrautmann, Oysterbay, Philipp und Keuntje. Irgendwann, so scheint es, waren sie alle mal da. Und darum werden 9 von 10 der deutschen Top Ten Agenturen von Ex SJ’lern geführt.
Auch ein paar bekannte Schweizer Namen gibt es, wie Alexander Jaggy der Jung von Matt / Limmat führt oder Pius Walker von Walker Werbeagentur.

Bekannt war SJ in der breiten Masse, die sich fürs Business interessiert vor allem für den Etat von Mercedes, den sie 16 Jahre betreuten. Solch lange Unternehmens-Agentur Beziehungen sind sehr selten, wechseln Marketingleiter im Durchschnitt alle 3 Jahre den kreativen Dienstleister.

Zu Spitzenzeiten beschäftigte man 300 Mitarbeiter, eine weitere beeindruckende Zahl für eine Inhaber geführte Agentur. Doch der Sinkflug begann nicht lange nach dem Ausstieg der Gründer Reinhard Springer und Konstantin Jacoby – für viele die Ziehväter der Werberkarriere. Als man dann den Mercedes Etat verlor und damit ein Drittel des Umsatzes, ging es steil bergab. Bis am vorvergangenen Dienstag der Insolvenzantrag von Lutz Schaffhausen beim Amtsgericht Hamburg gestellt wurde.

Wer ein bisschen S&J Luft schnuppern will, kann sich ja einfach mal die Facebook Gruppe “Sind wir nicht alle ein bisschen S&J” anschauen und ein paar ehemalige kennenlernen. 591 Leute sind dabei.

Auch wir sagen an dieser Stelle good bye.
Springer und Jacobi insolvent - good bye

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Dez 09

twitter110909_726fotDen privaten Twitter-Account in bare Münze verwandeln – das machen nicht nur Promis und Blogger, sondern immer mehr Menschen wie du und ich. Sie lassen Webagenturen den direkten Draht zu ihren Freunden nutzen und werden dafür bezahlt: Je mehr Follower, desto mehr Kohle.

In den USA bieten Start-Up-Unternehmen wie Ad.ly, Izea, oder Peer2 diese zusätzliche Verdienstmöglichkeit an. Werbetreibenden öffnet sich damit ein völlig neuer Weg, Menschen zu erreichen. Empfehlungen von Freunden sind ungleich wirksamer als wenn ein Unternehmen selbst über ein neues Produkt twittert. Immer mehr Internet-Unternehmen springen auf diesen Zug auf. So hat Amazon angekündigt, Provisionen an User auszuzahlen, die Kunden via Twitter auf die Amazon-Seite bringen.

Die grössten Chancen für ein Unternehmen, Werbung an den User zu bringen, liegen jedoch in den „Influencers“. Influencers, also Beeinflusser, sind bekannte Twitter-User, die in der Regel auch besonders vielen Follower haben. Promis haben für die Aussendung eines Tweets schon bis zu 10’000 Dollar bekommen.

Bringen solchen Tweets wirklich etwas? Würden die Unternehmen diese Geld nicht gescheiter in eine tolle Social Media Kampagne stecken, als die Promis (die eh schon in Geld schwimmen), dafür einzuspannen?

Ich denke, dass diese Tweets unter all den anderen doch untergehen. Die Conversion Rate dürfte bedenklich tief sein. Und wer ist als User – und ganz besonders als Influencer – schon bereit, seine Unabhängigkeit und Glaubwürdigkeit mit Werbetweets aufs Spiel zu setzen. Du etwa?

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Nov 03

Man schlendert durch ein Möbelhaus und findet da eine Tischchen, dort ein Regal und drüben auch noch einen schönes Sideboard. Was nun? Einfach drauflos-kaufen und hoffen, dass das neu erstandene Möbelstück dann schon – irgendwie – zum Rest der Einrichtung passt? IKEA probierte mit der „Einrichtungskamera“ mal was ganz neues.

Die Strategen des schwedischen Möbelhauses IKEA haben das Problem natürlich längst erkannt. Das Überwinden der Kaufbarriere „Vorstellungskraft“. Dafür entwickelte man eine Applikation für das Mobiltelefon, mit der es möglich ist, Möbel mittels der integrierten Handycam in den eigenen häuslichen Räumen zu betrachten. Der Kunde wählt aus dem in der „IKEA Einrichtungskamera“ gespeicherten Einrichtungen sein gewünschtes Möbelstück aus, aktiviert die Handykamera und kann nun auf dem Display seines Handys das Möbelstück im Raum positionieren.

IKEA Einrichtungsplaner

Leider handelt es sich bei der „Einrichtungskamera“ des Möbelkonzerns nur um einen „Use-Case“, der von Februar bis August 2009 in Deutschland lief. Verbreitet wurde die Applikation per Bluetooth Säule in den IKEA-Läden, durch einen SMS-Download (WAP) und auf der Webseite von IKEA Deutschland.

Endlich ein Best-Practice-Beispiel, dass ich mir in der Realität durchaus vorstellen kann. Denn was gibt’s schlimmeres, als ein Möbelstück nach Hause zu schleppen um dann festzustellen, dass es doch nur so halb zur vorhandenen Einrichtung passt?

Fändet ihr solche “Einkaufs-Entscheidungshilfen” sinnvoll und würdet ihr sie nützen? In welchen anderen Konsumgebieten könntet ihr euch eine solche Applikation vorstellen?

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Okt 06

Noch dauert es etwas mehr als 2 Wochen bis zum offiziellen Verkaufsstart von Microsofts neuem Betriebssystem Windows 7. Noch etwas Zeit also, um kräftig die Werbetrommel dafür zu rühren. In Deutschland aufgetauchte Werbespots dürften aber eher für Stirnrunzeln führen.

Wer erinnert sich nicht an die fast schon legendäre Spülmittelwerbung, wo Villarriba im Paellapfannen-Abwaschtest gegen Villabajo antrat und erstere bereits wieder feiern konnten während Villabajo noch immer die Pfanne schrubbte? Bei Microsoft heisst das dann: Während Villarriba mit Windows 7 schon feiert, wird in Villabajo (mit einem anderen Betriebssystem) noch gebootet:

Und in diesem Stil gehts weiter. Egal ob mit Überraschungsei, Käse oder Gemüse. Überall scheint Windows 7 drin zu sein:

Bleibt nur die Frage, was diese Spots eigentlich sollen. Der österreichische “Standard” behauptet, dass die Spots offiziell von Microsoft Deutschland bei der Agentur Planworx in Auftrag gegeben wurde. Wirklich glaubwürdig scheint das aber nicht zu sein, dafür sind die Spots nun wirklich nicht professionell genug. Viel eher dürfte da die Einschätzung des Computermagazins Chip zutreffen, wonach die Videos Teil einer inoffiziellen Werbekampagne von kreativen Microsoft-Mitarbeitern sind. Damit wär ja dann auch klar, wer hier Windows 7 liebt ;-)

Genial oder einfach nur peinlich? Was haltet ihr von den jüngsten Werbemühen des Softwareriesen?

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Apr 30

facebookWir haben schon über die Werbemöglichkeiten bei Facebook berichtet und auch wie interessant dieser Kanal ist. Jedoch müssen sich die Werber noch mit Kinderkrankheiten herumschlagen. So funktioniert die regionale Begrenzung auf Städte überhaupt nicht.

Neben den textbasierten Werbeanzeigen Google AdWords hat sich Facebook zu einem sehr interessanten Online-Werbemedium entwickelt. Bei Facebook hat man die Möglichkeit soziodemografische Merkmale (Alter, Geschlecht, usw.) zu berücksichtigen.

facebook-zielgruppe

Seine Werbung konnte man früher nur auf Länder einschränken. Seit April ist das für Städte möglich. Ich fand die Erweiterung auf anhin sehr nützlich und so begrenzte ich eine laufende Kampagne auf die Stadt Zürich. Facebook berechnete, dass die Anzeige nun bei etwas über 600’000 Personen angezeigt wird. Das war etwa die Hälfte von der ursprünglichen Zielgruppe Schweiz.

facebook-einblendungen

Doch bald darauf folgt die grosse Überraschung. Die Einblendungen brachen völlig ein. Ursprünglich gab es pro Tag ca. 60’000 Einblendungen, danach nur noch gerade 1 Prozent davon. Obwohl sich meine Zielgruppe um nur 50 Prozent reduziert hatte. Nachdem ich die regionale Begrenzung wieder auf die ganze Schweiz ausgeweitet hatte, bewegten sich die Einblendungen wieder im normalen Rahmen.

Facebook hat die regionale Begrenzung noch nicht im Griff und die Funktion ist mit Fehler behaftet. Hat noch jemand eine solche Erfahrung gemacht?

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Mrz 13

twitter-dell-guyTwitter ist im Vormarsch und Firmen setzen immer mehr darauf. Beispielsweise der Hardware-Hersteller Dell, der schon beachtlichen Umsatz direkt durch Twitter erzielt hat. Schauen wir dieses Beispiel hier mal genauer an. Daraus ergeben sich Fragen für Firmen, die jetzt einsteigen wollen.

Übersicht der 32 Dell-Twitter-Accounts
Dell verwendet mehrere Twitter-Accounts. Ich habe 32 gezählt. Auf ihrer Website haben sie eine Übersichtsseite eingerichtet: Dell on Twitter. Diese Accounts sind teilweise moderierte Diskussionen, teilweise automatische Broadcasts der diversen Dell-Blogs.

Frage: veröffentlicht ihr eure Geschäfts-Twitter-Accounts auf eurer Website? Habt ihr auch einen Twitter-Account für euren Firmenblog?
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Mrz 03

skittlesIch habe schon etliche gute Social Media Kampagnen gesehen – zum Beispiel die Burgerking-Kampagne in Facebook. Morgen berichte ich hier über Twitter-Experimente einer Medienfirma in der Schweiz. Was Bonbon-Hersteller Skittles gestern aber lanciert hat, stellt vieles in den Schatten. Eine clevere, hochwirksame Kombination von Web 2.0-Diensten.

Twitter als “Viral-Multiplikator”
Skittles nutzt die Twitter-Suchmaschine als Motor. Wer Skittles.com aufruft, wird mit Tweets in Echtzeit zu “Skittles” beliefert. Die Folge: es wird über Skittles getwittert, um ebenfalls zu erscheinen. Diese Tweets bringen wiederum neue Website-Besucher. So läuft der Motor rund. Und zwar so gut, dass Twitter deswegen Performance-Probleme kriegt.

Facebook, Wikipedia, Youtube und Flickr für nachhaltige Kontakte
Skittles blendet eine rote Steuerungsbox mit Menupunkten ein. Beim Klick auf “Products” beispielsweise, wird im Hintergrund eine Skittle-Wikipedia-Seite geöffnet. Unter “Media – Videos” öffnet sich ein Youtube-Videochannel, bei “Pics” ein Flickr-Photostream. Facebook wird bei “Friends” eingebunden – da tummeln sich bereits über 580’000 Fans.

Durch Nutzung mehrerer Web 2.0 Plattformen hoher Viral-Wert
Nun geht die Kampagne um die Welt und durch die Medien. Diese gelungene Mischung wurde noch nie in dem Ausmass genutzt – das wird zu zusätzlicher Aufmerksamkeit führen. Die neuen Mitglieder und Fans in Film-Channels, Photostream und Facebook-Page können danach praktisch kostenlos weiterhin beworben werden.

Simpel, günstig und effektiv
Aus technischer Sicht ist die Implementation eine eher simple Applikation, die nun einschlägt wie eine Bombe und den “Return of Investment” wohl schon am ersten Tag erreicht hat. Bravo!

Welche Art von Kombi-Kampagnen werden wir bald auch in der Schweiz, als starkes Facebook- aber bisher schwaches Twitter-Land, sehen? Wird hier der Motor eher in Facebook zu finden sein? Kann das funktionieren – oder müssen wir auf Twitter warten?

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