Feb 15

tvnoirHeisse Tunes, Videos und Social Media: Die Mischung aus diesen drei Elementen hat die Web-TV Sendung “TV Noir” zum Erfolg gemacht. Aber bei TV Noir wird Social Media nicht nur zum Aufbau der Marke eingesetzt. Das Publikum soll via Facebook und Twitter selbst eine Konzert-Tour organisieren.

5000 Videos werden auf TV Noir täglich angeschaut – ein grosser Erfolg für eine monatliche Musik-Web-TV-Sendung. Im “Wohnzimmer der Künstler und Songwriter” erzählen bekannte und nocht nicht so bekannte Musiker von ihrem Sound und spielen live Songs ein.

Tex Drieschner ist Gastgeber, Moderator, Gründer und Anchorman von TV Noir. Sein Konzept gründet auf drei Pfeilern: Liveshow, Blog und Web-Fernsehen. TV Noir findet jeden ersten Sonntag im Monat live in Berlin-Neukölln statt. Nach jeder Show werden Mitschnitte von Songs und Talk-Segmente auf Youtube veröffentlicht. Die komplette Show gibt es jeweils auf Vimeo.

Geld verdient das 11-köpfige Team mit der Websendung allerdings noch nicht. Überlegungen dazu gibt es zwar, aber das Risiko, User durch Paid-Content zu verlieren, hindert sie daran. Bezahlinhalte können eben nur funktionieren, wenn sie das kostenlose Grundangebot sinnvoll ergänzen.

Dem Macher ist derzeit aber eh wichtiger, seine eigene Marke “TV Noir” weiter aufzubauen. Und dafür nutzt er Social Media. Drischner ist sich sicher: Soziale Netzwerke funktionieren wie Verlängerungen von normalen menschlichen Verhaltensweisen. “Du machst zunächst mit einem ganz kleinen Kreis von deinen Freunden das, was du auch machen würdest, wenn sie neben dir sässen”, meint er gegenüber Welt.de.

Social Media spielt auch bei Drieschners kommendem Projekt eine Rolle. Er will nämlich als als Songwriter auf Tour durch Städte gehen und dabei Acoustic-Konzerte im kleinen Rahmen spielen – begleitet von den TV-Noir-Kameras. Wo diese Konzerte stattfinden, wird das Publikum mitbestimmen – über Facebook und Twitter.

Ich bin kürzlich auf diese Web-TV-Sendung gestossen und muss sagen: Bravo, grossartiges Konzept! Gute Musik und Social Media sind zwei, die sich mögen. Auch sehr sympathisch finde ich, dass die Macher damit nicht sofort Geld verdienen wollen. Der Erfolg kommt nämlich von selbst, wenn man erst Herzblut investiert und daran glaubt. Und Anerkennung ist den Musikern eh wichtiger.

Kennt ihr weitere solch tolle Projekte?

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Feb 05

BMWHireKaum eine Website kommt in der heutigen Zeit ohne Webvideos aus. Ganz spannend ist auch, welche Fortschritte die Werbetreibenden machen: WEB-TV und Online-Clips verändern die Kommunikation zwischen Menschen und Marken.

Jede Minute werden 20 Stunden Video auf Youtube geladen. Den Grossteil machen da zwar private Videos aus. Doch auch immer mehr Unternehmen nutzen Youtube für Marketingzwecke. Über 100 deutsche Firmen haben im vergangenen Jahr Markenfernsehen ins Netz gestellt.

Web-Videos von Unternehmen vermitteln nicht nur Information, sondern dienen auch dazu, Emotionen zu wecken, Stimmungen zu schaffen und die Marke zu stärken.

Die Autoindustrie ist da schon ganz weit voraus.  Bekannt sind die acht aufwändigen Kurzfilme aus der Reihe “The Hire“,  wo Madonna und Marilyn Manson mitspielen. Später gabs dann BMW TV. Doch nicht nur grosse Produktionen erfüllen ihren Zweck. Es kommt nämlich nicht auf die Perfektion an, sondern auf die Glaubwürdigkeit.

Etwas darf man aber nicht vergessen: Die Webvideos sind auch den Launen der User unterworfen. So startete die Doku-Soap “Candygirls” über MySpace im 2008. Anfangs schauten über 180’000 zu. In der zweiten Staffel waren es dann noch weniger als 30’000.

Anhaltender Beliebtheit erfreut sich hingegen die Doku-Soap „Pietshow“ von StudiVZ mit inzwischen 35 Folgen, die von der Ufa-Tochter Grundy produziert und in Kooperation mit der Telekom-Tochter „3min“ erscheint. Schon nach 12 Folgen gab es über 2.5 Millionen Klicks. Und darum jetzt auch schon eine zweite Staffel.

Videos wirken übrigens noch effektiver, wenn bei virale Effekte ins Spiel kommen, die Clips also so beliebt sind, dass sie von Fans spontan verbreitet werden. Filmchen wie der Roller-Baby-Clip von Evian oder die “Walk-in Fridge”-Serie von Heineken werden dann plötzlich Millionen Mal angeschaut. Es gibt für Werbetreibenden kaum eine günstigere Art, so viele Leute zu erreichen. Aber die Idee muss gut sein.

Gehören Videos heute einfach dazu? Wo sind Videos unerwünscht?

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