Okt 23

Ich sitze mitten im Saal mit rund 200 anderen Besuchern der Web 2.0 Expo und folge mit einem Auge dem Vortrag. Das andere beschäftigt sich mit dem Notebook das ich auf meinen Knien habe. Und wenn ich mich in der Halle umschaue, geht das fast jedem so. Twittern, mailen, bloggen, Facebook, Xing oder sonst wo im Web surfen.

Ist das das Zielpublikum dieser Messe? Und warum zahlt einer über EUR 1’000 für die 3 Tage, wenn er auch im Büro arbeiten könnte?

Die Web 2.0 Expo bietet eine Serie von Vorträgen und Keynotes rund um’s neue Internet mit Social Media, Communities, Mobile Marketing, SEO und den dazugehörigen Techniken.
Normalerweise werden solche Kongresse von Marketing- und Kommunikations-Leitern besucht, würde man denken.

Aber hier sitzen ein Haufen Social Media Freaks, die nicht dafür sorgen, dass die Web 2.0 Geschichten in ihren Unternehmen zum Einsatz kommen. Eigentlich müsste doch genau das das Ziel sein, Die Umsetzung und Anwendung von Social Media Instrumenten aufgrund der Learning der Web 2.0 Expo., wie das z.B. beim ODMF geschieht.

Dazu kommt, dass die 3 Tage, mit zum teil dürftigen Vorträgen (ich kann mich an einen richtig guten erinnern) über EUR 1’000 kosteen (ausser man kommt wie ich Dank Bloggingtom pressemässig da hin), was sicherlich nicht als Schnäppchen bezeichnet werden kann. Zuzüglich Anreise mit Hotel etc. Aber offenbar ist das den Besuchern das Geld wert, denn die Hörsäle waren meist voll, was zeigt, dass das Interesse gross ist und genug Leute kommen.

Haben also die Veranstalter ihr Ziel punkto Besucherzahlen, Umsatz und Zielpublikum erreicht? Gehören an solche Web 2.0 Events die Freaks (natürlich nicht ausschliesslich) und reicht Zuhören mit einem Ohr?

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