FMCG Marketing – funktioniert das im Web?
Fast Moving Comsumer Goods – also all die Produkte, die wir haben müssen, weil sie zum normalen Tagesablauf dazu gehören, sind eine der härtesten Marketing- und Werbeherausforderungen die es gibt. Und es hat seine ganz eigenen Mechanismen. Sind diese auf das Web, den Bereich Social Media und die neue Form der Verbraucherkommunikation übertragbar?
Das grosse Problem: Produkte die wir haben müssen, wie Seife, Milch, Waschmittel, Wasser, Zahnpasta, stehen mit unglaublich vielen Marken in Konkurrenz. Wir haben keine Zeit uns lange über die Kaufentscheidung Gedanken zu machen, das Zeug muss in den Einkaufswagen. Man steht vor dem Regal. Welches Waschmittel soll ich kaufen. Verpackungsgrössen, Wirkversprechen, Produkterfahung was es ungefähr leistet im Vergleich mit der Erwartung, was es leisten soll, sogar der Preis – alles ist so nah beieinander, dass es ein einziger, aus Marketingsicht grauenhafter Sumpf ist.
Im Regal gibt es einen Ansatz. Denn eine Entscheidung zu treffen ist nicht leicht, einen Anreiz bei Verbrauchsprodukten in dieser Preisklasse zu bieten ist extrem schwer. Was es aus psychologischer Sicht braucht, ist eine winzige rechtfertigung für die Entscheidung und den Kauf. Das kleine extra Päckchen vom neuen “Bergfrühlingsduft”, die 20% Extra! in der Flasche, die nun noch bessere Weisskraft – obwohl jedem klar ist, mittlerweile müssten weisse Hemden im Dunkeln leuchten, wäre das versprechen wahr. Aber man hat einfach einen Grund warum man nun zu diesem und nicht zum anderen gegriffen hat.
Doch wie macht man das im Internet? Erst einmal werden Fast Moving Consumer Goods so gut wie gar nicht online eingekauft. Und zweitens, ich erwische den Konsumenten bei der Produktauswahl immer mit viel mehr Zeit, in seiner Wohlfühlatmosphäre, mit Vergleichsportalen die in übersichtlichen Charts alle Vor-und Nachteile auflisten. Deren Unterschiede dennoch so minimal sind, dass man sich den Vergleich auch schenken könnte.
Also habe ich mal gesucht. Wie versucht es eine sehr erfolgreiche Marke wie Persil auf Facebook? Eigentlich gar nicht. Eine Persil Seite aus Bulgarien strampelt sich ab und liefert tatsächlich eine Menge schönen Inhalt. 561 Fans ohne jegliche Beteiligung.
Eine deutsche, von Usern generierte Persil Seite ist mit ein paar Einträgen alter, aber erfolgreicher Persil Claims befüllt, 140 Fans, vom Unternehmen selbst nicht beachtet.
Daher frage ich mal ganz frech Euch alle: Sind FMCG einfach nicht wirklich zu vermarkten und optimieren im Social Media Universum und den Gesetzten des Web 2.0?
Comments please!



Das Internet wächst schneller als Shanghai, bringt uns ungeahnte Fortschritte und zeigt auch immer wieder seine Tücken. Glücklicherweise schaffen diese mitunter auch neue Dienstleistungzweige und damit Arbeitsplätze – selbst in grössten Krisenzeiten. In diesem Beispiel sogar für Kunden die nicht mehr in den Genuss der Services kommen.



Neuste Kommentare