Eins zwitschern mit dem Ministerpräsidenten
Japans Ministerpräsident Yukio Hatoyama bloggt und twittert seit Anfang dieses Jahres. Er ist nicht der erste Politiker, der das tut. Das Besondere an Yukio Hatoyamas Auftritt ist eine Real-World-Komponente.
Der erste Tweet von Japans Premier klingt noch ein bisschen steif. Er wünscht einfach seinem Volk alles Gute zum neuen Jahr. Aber Hatoyama hat nicht nur seinen ersten Tweet abgesetzt, sondern auch schon gebloggt. Dabei geht er sogar noch einen Schritt weiter als sein Vorbild, US-Präsident Barack Obama: Er holt seinen Blog Hatocafe ins reale Leben.
Wem das Internet zu digital ist, der soll irgendwann in naher Zukunft ein regelmässig geöffnetes, reales Hatocafe im Kantei, dem Sitz des Ministerpräsidenten, besuchen können – Plausch mit dem Chef und Hatocafe-Tasse inklusive.
Im ersten Eintrag auf dem Hatocafe-Blog erklärt der Minister seine Motive. Er starte diesen Blog, um die Distanz zwischen Volk und Politik zu verringern und gemeinsam das Land zu verändern. Dabei stellt er sich folgende Arbeitsteilung zwischen den verschiedenen Internet-Kanälen vor: Während seine Politik in einem Mail-Magazin dargestellt wird, will er im Blog Dinge aus seinem Umfeld berichten. Für Twitter sind Eilnachrichten mit Links, zum Beispiel zu seinen Reden, und persönliche Bemerkungen über sein Befinden bestimmt.
Aber wo experimentiert wird, wird auch kritisiert. Der Oppositionspolitiker Koichi Kato ist der Meinung, dass ein Ministerpräsident Bessere zu tun haben müsse als zu twittern und zu bloggen. Diese Kritik wird jedoch wohl verpuffen. Hatoyama hat richtig erkannt, dass er alle Informationskanäle nutzen sollte, um seine Botschaft möglichst weit zu verbreiten. Gerade viele junge Japaner lesen keine Zeitung mehr, sondern surfen nur noch im Web oder am Handy.
Zudem wir der Premier das Regieren schon nicht vergessen. Ohne konkrete politische Erfolge droht ihm nämlich das Schicksal vieler Vorgänger, die bis auf ein paar Ausnahmen bereits nach einem Jahr wieder abgelöst wurden. Er hat aber etwas erkannt, was noch in vielen Köpfen einen Platz finden muss: Social Media – da muss man mitmachen. Aber online präsent zu sein, reicht nicht aus. Man muss rausgehen und die Leute treffen. Web 2.0 ist vorbei und Web 3.0 findet wieder am Holztisch statt. Mit echten Menschen.
Der Premier wird also sicher nicht websüchtig. Er will nämlich nur einmal täglich twittern und einmal die Woche bloggen. Ausserdem nimmt er das mit den Ruhezeiten sehr genau. Schon letzten Sonntag hat er eine Twitterpause eingelegt.
Ob das genügt? Oder macht er es so gerade richtig?



Dass der Low-Budget-Film „
Christina und Dirk beim Ansehen des
Für einmal wird’s tierisch: Die vom Aussterben bedrohten Berggorillas in Uganda suchen neue Freunde. Und das natürlich im trendigen Web 2.0. Egal ob auf Facebook, Twitter oder der Homepage von “
Was vielfach gerne vergessen geht, ist der Umstand, dass der Unterschied vom klassischen Web zum Web 2.0 („Mitmach-Web) genau der Faktor Zuhören ist. Das Web 2.0 lebt von der Kommunikation mit dem Internet-User. Diese sollte aber auf jeden Fall über ein Kontaktformular hinausgehen. Die Kommunikation sollte immer ein Dialog sein. Es sollten Mechanismen zu Verfügung stehen, die diesen Dialog auch nutzen und für Dritte Webnutzer auch transparent sind. Der Dialog sollte sich also auch verbreitern können. Nur so kann sich auch eine fruchtbare Diskussion entwickeln. Zudem lässt sich so die eigene Online Reputation besser steuern und man muss nicht immer auf die selben Anfragen eine Antwort geben.
Seit genau einer Woche ist Google Street View in der Schweiz nun online. Genau so lange dauert nun auch bereits das Hin und Her zwischen dem Schweizer Datenschutzbeauftragten und dem Internetkonzern Google. Während der Datenschützer schon mal lauthals die Einstellung des Dienstes fordert, versteckt sich Google hinter PR-Phrasen.
Mit dem Internet verlagern sich auch die Kontakte, oder zumindest die Kontaktverwaltung immer mehr in den digitalen Raum. Immer mehr Firmen bieten darum auch Dienste für das Veröffentlichen von Kontaktinformationen im Internet an. Nur: Sind diese Dienste wirklich nötig?
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