Dez 16

Wie besser Kunden zu binden als mit einem Onlinevoting, das die Community aktiviert und perfekt die Social Media Mechanismen nutzt? Aber Vorsicht ist geboten, denn schnell kann der Schuss nach hinten los gehen. Was da losgetreten werden kann und wie darauf reagiert wird lest ihr im folgenden Beitrag.

Ich nehme hierzu den Adventskalender von AXE. Die Sache ist einfach: Unter http://www.axe.de/excite/ kann ich irgendeinen Begriff vorschlagen, für das andere dann voten. Der Begriff, der am Ende des Tages die meisten Stimmen erhält, wird von der AXE Filmcrew mit der Schauspielerin Sarah Brandner (ihres Zeichens die Freundin des Deutschen Fußballspielers Bastian Schweinsteiger) umgesetzt und drei Tage später veröffentlicht.

Solche Online Votings rufen jedesmal Hacker und Online Communities auf den Plan und als Einzelner hat man jeweils null Chancen zu gewinnen. Besonders die Gamer Communities können innerhalb von wenigen Minuten Hunderte von Votes sammeln (“Votings riggen“), und deshalb stehen dann am Ende des Tages Namen wie “Creeper”, “Salazar” oder “Gronkh”, und Begriffe wie “Isomorphismus“, “DerGerät” (basierend auf dem Ausschnitt in TV Total) oder “Rüttelplatte” zuoberst. Dies sind Begriffe aus Online Games, Namen von in der Szene bekannten Zockern und unmögliche Wörter, die von diesen Communities vorgeschlagen wurden, um dann zu sehen, wer mehr Teilnehmer aktivieren konnte. Da einige dieser Jungs und Mädels natürlich auch technisch was auf dem Kasten haben, versuchen sie auch auf unerlaubten Wegen zu mehr Stimmen zu kommen. Dabei muss man einfach nur den Datenverkehr zwischen dem Flash Frontend und dem Server analysieren, die Antwort vom Server im JSON-Format auseinandernehmen, die Verschlüsselung aufgrund des Actionskripts in dekompilierten SWF-Datei knacken, das Flashteil als Script nachbauen und somit unendlich vielmal voten, da so auch das Captcha übergangen wird  (detailliert beschrieben in Online Foren).

Unilever hat auf diese Aktionen reagiert und auf ihrer Facebook Fanpage ein Statement platziert, das aber eher unbeholfen wirkt und mit ihrer Provokation wohl das Gegenteil bewirken wird (s. rechts). Komisch dabei ist nur, dass diese Aktion bereits letztes Jahr durchgeführt worden ist und es zu unglaublichen Kreationen wie Schokomettigel (plus Reverse Version), Tafflyer oder Kackeldackel geführt hat, die dann tatsächlich verfilmt worden sind.  Anscheinend kümmert es Unilever wenig, dass am Zielpublikum vorbei Werbung gemacht wird, ausser die Mitglieder dieser Communities sind tatsächlich ihr Zielpublikum. Und weiter: “Diese Community soll sowohl eine Plattform für eure Selbstdarstellung bieten als auch AXE Effekt’s Werte reflektieren.” Na wenn Kackeldackel AXE’s Werte reflektieren soll…

Wie geht ihr als Auftraggeber mit solchen Votings um? Was für Massnahmen trefft ihr als Programmierer um solche Missmanipulationen zu verhindern? Gibt es überhaupt ein allbewährtes Mittel gegen Spamming? Macht ihr noch bei Online Votings mit, oder denkt Ihr euch, dass eh alles nur Lug und Betrug ist?

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Dez 12

Wedding Entrance Dance auf YoutubeVon der Erfindung der Sozialen Netzwerke profitierte anfangs vor allem eine Marketingform: das virale Marketing. Hierzu einige Facts und Beispiele. Die primären Ziele einer viralen Marketing-Kampagne sind: Image, Kundenakquisition, Kundenzufriedenheit und Bekanntheitsgrad. Also in erster Linie alles ausserökonomische Ziele.

Definition

Ein unterhaltsames, nützliches und überraschendes Kampagnengut dient als Köder, welcher dann von den Empfängern selbstständig weiterverbreitet wird. Ein kurzer Clip, ein lustiges Bild – jeder hat doch schonmal eine virale Nachricht, die Teil einer geplanten Kampagne war, weitergeleitet. Sei es per Mail oder wie eingangs erwähnt, eben in einem sozialen Netzwerk. Gerade die sozialen Netzwerke sind ein ideales Medium für solche Botschaften, da die Weiterverbreitung an Freunde oder Follower sehr einfach ist.

Verbreitung:

Hierbei ist v.a. das Seeding rsp. das Aussäen der Botschaft entscheidend. Sehr selten wird eine Botschaft von alleine viral. Mittlerweile gibt es sehr viele Inhalte, welche ein virales Potential besitzen. Nur werden diese nicht alle viral. Es kommt also auf das zielgruppengerichtete Platzieren des Inhalts an. Meistens werden hier einige Opinion Leaders ausfindig gemacht, und zur Verbreitung der Botschaft animiert. Allerdings besteht nie die Garantie, dass eine Kampagne viral wird. Und wie erfolgreich eine Kampagne wird, kann erst recht nicht gesteuert werden. Was man aber tun kann, ist mit einem gezielten Seeding die Voraussetzung für Viralität schaffen.

Kritikpunkt

Virale Kampagen lassen sich wie erwähnt irgendwann nicht mehr steuern. Sobald eine Botschaft wie ein Lauffeuer verbreitet wird, kann nicht mehr eingegriffen werden. Zudem kommt die eigentliche Botschaft nicht immer an. Und, obwohl es mittlerweile im Onlinebereich gute Tools gibt, ist es schwierig, eine Erfolgskontrolle durchzuführen.

Beispiel:

Eine der erfolgreichsten Kampagnen mit viralem Marketing im Jahr 2009 war das YouTube-Video “JK Wedding Entrance Dance“. Auf Youtube verzeichnet der Clip mittlerweile über 70 Millionen Views. Eigentlich sollte für den Titel “Forever” von Chris Brown geworben werden. Nur wenige User erkannten den Werbezweck dahinter, der Song wurde aber dennoch einigermassen bekannt.

Versteht ihr jeweils die Botschaft hinter den viralen Kampagnen?

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Jul 06

Social Media und Mineralwasser mögen auf den ersten Blick nicht zwingend zusammenpassen. Wie man aber eine im wahrsten Sinne des Wortes “heisse” Social Media-Kampagne auffährt zeigt uns Perrier. Herauszuheben ist dabei der Ansatz, dass die Kampagne die User resp. Viewer involvierte, und das auf eine einfache wie clevere Art und Weise.

Die französische Ur-Marke des Getränkehandels schuf auf seinem Youtube-Kanal den “Club Perrier” und produzierte dafür sechs wirklich gelungene Videos. Während das erste Video zwar cool, aber eher zurückhaltend aufgebaut war, steigert sich die Stimmung bei jedem Video. Die Idee im Hintergrund: Es ist nicht möglich alle Videos auf einmal zu schauen. Erst mit der steigenden Anzahl views steigert sich die Atmosphäre von einem coolen Ambiente zu einer heissen Party.

 

Bereits in der ersten Woche waren rund 1 Million views zu verzeichnen, bis heute sind es über 11 Millionen. Hier kommt natürlich der Ur-Gedanke von Social Media als Austauschplattform voll zur Geltung. Damit man sich möglichst rasch das nächste Video zu Gemüte führen kann shared man den “Le Club Perrier” auf Facebook, Twitter oder per Mail.

Ich wüsste nicht ob und wann ich mal Perrier getrunken habe, trotzdem finde ich die Kampagne sehr gelungen. Vor allem die Verbindung der einzelnen Elemente, die Einbindung der Besucher und das cross-mediale Potential verdienen Beifall. Was haltet ihr davon? Welche Kampagnen gefallen euch am besten?

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Mrz 23

Kaum wurden die ersten Videos von “Doug” im Internet veröffentlicht ist er bereits ein Star. Doug, eine kleine orange Puppe, welche frech und witzig den neuen Ford 2012 Focus in den Mittelpunkt stellen soll.

In den letzen paar Wochen hat Ford versteckt ein paar Videos über die Heldentaten von Doug auf Youtube veröffentlicht und über die Social Media Kanäle gestreut. Das eindeutig erfolgreichste Video zeigt Doug bei der Vereitelung eines Raubüberfalles. Diese Videos wurde bereits über 396`000 Mal angeschaut.

Nach der Einführung der “Amateur” Videos wurden vorgestern auf dem offizielle Youtube Channel focusdoug Videos von “Doug” veröffentlicht. Auch diese verzeichneten nach nur 24h mehrere tausend Views. Des weiteren ist Doug auch auf Twitter und bald auch auf Facebook vertreten.

Ford zeigt mit dieser Kampagen auf, wie Social Media zur Perfektion getrieben werden kann. Ich empfinde die Kampagne echt gut durchdacht, besonders die im Vorfeld gestreuten Videos über die Heldentaten von Doug sind genial umgesetzt.

Mehr zum Thema Videos bezogen auf Unternehmensvideos könnt Ihr auch beim Web & Breakfast erfahren. Für die Termine am Mittwoch (13.04.2011) und Donnerstag (19.05.2011) sind noch Plätze frei :)

Was ist eure Meinung zur Ford Kampange? Ist das ein Best Practice Beispiel?

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Jan 19

Lightcycle aus TRON LegacyAuch erstklassige Games bleiben ohne Wirkung, wenn die Community im wahrsten Sinne des Wortes nicht mitspielt. Ein passendes Beispiel aus dem Bereich Games, Internet und Social Media liefert dabei die Facebook App TRON Challenge.

Kennt ihr den Science Fiction-Klassiker aus dem Jahr 1982 noch? Damals kannte man weder das Internet und schon gar nicht Facebook oder andere Social Networks. Aber das Thema Mensch-Maschine/Computer ist aktueller denn je, und im Vorfeld zum in Kürze erwarteten Remake wurde mit der Tron-Challenge auf Facebook ein kostenloses Game lanciert. Möglich sind dabei verschiedene Spielmodi: allein spielen, gegen seine Freunde auf Facebook antreten oder sich unbekannten Gegnern aus dem Internet stellen. Die TRON Challenge ist nun doch seit einiger Zeit verfügbar, und doch wächst die Community eher bescheiden. Einer der Gründe könnte darin zu finden sein dass man lange, und meist vergeblich, wartet bis man einen Gegner online findet. Auch der Einstiegslevel dürfte für weniger versierte Spieler mit ein Grund sein, trotz Interesse rasch wieder auszusteigen. Also auch keine gute Ausgangslage für die virale Verbreitung.

Auch wenn dieses Spiel nicht alle zu begeistern vermag und seine Startschwierigkeiten hat: Es ist ein weiteres Beispiel wie man die Community vernetzen und eine breite Angebotspalette von Movies, Games und Apps promoten kann. Habt ihr euch am Game schon die Zähne ausgebissen oder wartet ihr lieber auf die Film-Premiere von TRON – Legacy?

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Apr 26

Facebook und ein ungeschickt agierender Konzern führen den ersten Krieg, der in die Geschichte des Web 2.0 eingehen wird. Alles begann mit diesem Video von Greenpeace – Dirk hat hier schon darüber geschrieben. Doch was lief genau ab?

Innerhalb weniger Tage verbreitete sich das Greenpeace-Video tausendfach. Greenpeace hat die Botschaft, dass Nestlé nicht ganz tierfreundliches Palmöl für KitKat verwendet wird, auf dem Youtube-Kanal und den eigenen Seiten verbreitet. Auf Facebook wurde es frech auf der offiziellen Fanseite von KitKat gepostet. Nach dem Nestlé reklamiert hatte, nahm YouTube den Spot vom Web. Der Konzern monierte “Urheberrechtsverletzungen”, setzte damit aber einen Sturm der Entrüstung in Gang. Aus KitKat wurde “Killer”. Auch die KitKat-Fanseite auf Facebook war vorübergehend nicht mehr erreichbar, damit all die bösen Kommentare der User gelöscht werden konnten. Das war wohl genau der Auslöser, der für die noch raschere Verbreitung des Spots gesorgt hat.

Ohoh. Das sind ein paar der grössten Fehler, die man im Social Media-Bereich machen kann. Ein Video auf YouTube sollte man nicht löschen lassen. Damit springt man schon ein erstes mal von der Brücke. Der zweite Sprung folgte dann mit der Zensur auf Facebook. Nestlé selber hat dann noch auf ihrer eigenen Facebook-Page folgenden Satz gepostet: “Thanks for the lesson in manners. Consider yourself embraced. But it’s OUR page, we set the rules, it was ever thus.” Und der dritte Sprung: Nestle hat die Diskussion auf ihre Corporate Webseite umgeleitet – anstatt sie dort zu führen, wo sie stattfindet.

Dass nach dem ersten Krieg ein zweiter folgen wird, wissen wir alle ganz genau. Dass dabei auch wieder die sozialen Plattformen eine tragende Rolle spielen werden, ist auch klar. Letzte Woche haben sich Greenpeace-Aktivisten vor der deutschen Nestlé-Zentrale in Frankfurt positioniert. Auf einer Leinwand sind alle Tweets, die über den Greenpeace-Kanal eingehen, zu sehen.

Der Clou: Mittlerweile werden auch Stimmen laut, die sagen, Greenpeace missbrauche das Web 2.0, indem die Organisation Propaganda ohne Rücksicht auf Verluste mache. Greenpeace nimmt diese Kritik ernst. Schliesslich wollen sie nicht vom Jäger zum Gejagten werden.

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Apr 21

Wie schafft man es mit kleinem Budget Millionen von Menschen zu erreichen um auf ein unangenehmens Thema aufmerksam zu machen? Ja ja, das Internet. Einfach mal was auch Youtube stellen und schon gehts ab.

Das man genauso gut sagen könnte ich schütte ein Glas Rotwein in den Atlantik und alle Fische werden betrunken trifft den Kern der Sache. Es gibt sie aber doch, die herzerwärmenden Geschichten, in denen es doch funktioniert, ohne dass man Agenturen dafür bezahlt künstlichen Hype zu erzeugen und so alle Aufmerksamkeit auf sich zu ziehen auf Youtube & Co. Nämlich durch eine gute Idee, einen Hintergrund über den die Presse schreibt und ein Thema das emotional bewegt.

So geschehen beim Providence St. Vincent Medical Center in Portland, Oregon. Die wollten nämlich die Aktion unterstützen die von einem Hersteller pinker Untersuchungshandschuhe für den medizinischen Bereich herstellt. Ein Teil der erlöse wird gespendet für Mammographien zur Erkennung von Brustkrebs – für Frauen, die sich die Untersuchung nicht leisten können. Also produzierte das Klinikum ein Video, in dem wirklich alle Angestellten mittanzen, vom Chefarzt bis zur Reinigungskraft. Und alle tragen die signalfarbenen pinken Handschuhe.

EinErfolg? Schaut man sich die Views an auf Youtube, verschlägt es dem abgebrühtesten Viral Marketer die Sprache: in 5 Monaten wurde das Video 9.157.000 mal geschaut. Und somit ein riesen Erfolg für alle. Für den Handschuh Hersteller, das Klinikum und natürlich auch für die Frauen, die sich die Untersuchung nicht hätten leiten können.

Da kann ich nur noch zwei Dinge sagen. Hut ab und viel Spass beim anschauen, es ist wirklich gelungen:

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Apr 14

Sie schiessen wie giftige Pilze aus dem Boden: Selbstgedrehte Videoclips. Doch was muss so ein Clip beinhalten, um es bis ganz nach oben zu schaffen? Die drei Jungs von “Y-Titty” haben einiges richtig gemacht. Sie sind inzwischen mit ihren Youtube-Videos so erfolgreich, dass sie möglicherweise den Sprung von Youtube auf den Fernsehbildschirm schaffen könnnen.

Aus purem Spass an der Freude haben sie eine Parodie auf die Vampirsaga “Twilight” gedreht und wurden so auf YouTube quasi über Nacht einen riesigen Publikum bekannt. Jetzt planen sie eine Comedy-Serie über ihr eigenes Leben. Bereits ist eine Produktionsfirma auf sie aufmerksam geworden.

Die Jungs haben YouTube ausgesucht, weil sie dort genau das machen können, was sie wollen. Niemand redet ihnen drein. Und dabei können sie sogar Geld verdienen: Wenn die drei Jugendlichen mit ihren kurzen Webclips für genug Aufrufe sorgen, beteiligt YouTube sie an den auf den mit ihren Clips generierten Werbeeinnahmen.

Doch wieviel verdient man denn, wenn ein Video ein paar Millionen mal auf YouTube angeschaut wird? Das weiss niemand so genau, denn die Partner sind vertraglich dazu verpflichtet, es niemandem zu verraten. Weltweit hat YouTube mehrere tausend Partner. Viele von ihnen haben inzwischen ihren eigentlichen Beruf an den Nagel gehängt. Diese Nutzer haben nach Angaben der Firma die Videos gedreht, die mit am häufigsten angeklickt wurden.

Die ETH hat zum Thema Erfolg von YouTube-Videos geforscht. Mehr dazu gibts hier.

Meiner Meinung nach gibt es aber den Kit der ein erfolgreiches Video ausmacht nicht. Die Videos, die Erfolg haben, entstehen meist nicht aus kommerziellen Gründen, sondern aus Spass an der Sache.

Nun bleibt mir nur noch zu sagen: Warum bin ich nicht auf die Idee gekommen von Charlie, The Annoying Orange, David …. ?

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Nov 05

leve-toiGleichzeitig mit der Verleihung des Fischhof-Preises 2009, der dieses Jahr an Robert Huber und den Rapper Stress gingen, wurde von der GRA (Stiftung gegen Rassismus und Antisemitismus) eine Social Media Kampagne gestartet.

Die Kampagne mit dem Namen „LÈVE-TOI“ (Steh auf) hat zum Ziel einen Film zu produzieren, in dem sich Stress zusammen mit Social-Media-Usern gegen Rassismus erhebt.
Die Mitglieder von verschiedenen Social Communities haben die Möglichkeit, ihr kurzes Statement gegen Rassismus in Form eines Videos oder eines Portraits auf eine Microsite hinauf zu laden.
Laufend werden von den Produzenten die Videos bewertet und zu einem Film zusammengeschnitten, der neben den Beiträgen der Social Media Akteuren auch Statements von Stress beinhaltet.
Die ganze Aktion dauert 3 Wochen und die Initianten erhoffen sich durch den viralen Effekt eine möglichst grosse Breitenwirkung um ihre Botschaft zu den Leuten zu bringen.

Die Idee den viralen Effekt mit einem populären Rapper und den Social Communities viral zu verbreiten finde ich top. Da die Kampagne schon seit dem 29. Oktober läuft und im Moment erst 16 Beiträge aus den Communities eingegangen sind, vermute ich mal, dass die Kampagne zum Start zu wenig heftig gepusht wurde.

Seht ihr das auch so? Was läuft sonst so, wie es nicht sollte? Interessiert das Thema zu wenig? Oder sind gar die Schweizer Web-User noch nicht bereit für so etwas?

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Sep 03

„Eine richtig gute Marketingkampagne kostet richtig Geld!“ Diese Aussage hört man öfters. Dies mag vielleicht mal allgemein gültig gewesen sein, in der heutigen Zeit lässt sich aber sehr viel Geld durch Kreativität ersetzen.

Guerilla Marketing, Erfahrungsmarketing und Word of Mouth Marketing unterscheiden sich nur durch Nuancen voneinander.  Eines haben sie jedoch gemeinsam. Sie benutzen als Mechanismen zum Erfolg einen Träger, der bei geschicktem Vorgehen mit wenig Aufwand einen grossen Erfolg bringen kann. Das einzige das zählt, ist Kreativität. Schauen wir doch mal zwei Beispiele an:

Tribis Hundeschule

Als die Hundebesitzer in der Umgebung von Bubikon nach dem Einkauf zu ihren, vor dem Laden angebundenen Lieblingen zurückkehrten, traf sie ein ordentlicher Schrecken. Hatte doch der Hund einen Fetzen Stoff in der Schnauze, der einem Hosenbein ähnelte. Bei näherem Hinsehen stellte sich heraus, dass der Jeansstoff bedruckt war. „Glück gehabt, das ist nur ein Fetzen Werbung. Falls Sie aber ernsthaft an den Manieren Ihres Lieblings gezweifelt haben, wird es Zeit für einen Termin bei uns.“

Die Kurse an der Hundeschule waren in kürzester Zeit ausgebucht und die Aktion wurde vorzeitig abgebrochen. Das Ziel war bei kleinem Budget voll erreicht.

Edi Manseredimanser

Erst letzte Woche tauchte Edi Manser in der Welt des Internets auf. Seines Zeichens hat er kürzlich im Lotto gewonnen und verschenkt nun sein Hab und Gut um eine Südamerikareise zu unternehmen. Er hat eine herrlich, veraltete Webpage und ist zeigt sich seit ca. einer Woche sehr umtriebig im Netz, wenn auch noch mit eher mässigem Erfolg. Gestern hat er sich auch per Twitter am Twitterbier in Pfäffikon SZ angemeldet. Wie jedoch unser Korrespondent aus Pfäffikon berichtete, ist er dort nicht aufgetaucht.

edimanser_twitter

Hier noch eine kleine Auflistung, wo ich Edi Manser schon im Web getroffen habe:

Homepage
Facebook
Twitter
YouTube
Westsiders

Man darf also gespannt sein, wie sich die Sache entwickelt. Ich bin überzeugt, das Edi Manser die Figur einer Werbekampagne ist. Eine dunkle Ahnung habe ich auch schon, die werde ich aber noch mal für mich behalten.

Was haltet ihr von solchen Aktionen? Ist dies eine Alternative zu klassischer Werbung? Kennt ihr noch andere schöne Beispiele? Wird man Edi Manser mal im richtigen Leben treffen?

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