Apr 08

Die Schweiz machte vor kurzem Schlagzeilen mit dem Prozessgewinn des “Watchdogs” und Eidgenössischen Datenschutzbeauftragten Hanspeter Thür gegen den weltweiten Giganten Google. Ab sofort muss der Konzern mehr investieren, um alle Personen auf Google Street View zu “verpixeln”. Was bedeutet dieser Entscheid genau?

Google Street View ist seit Mitte 2009 auch für die Schweiz erhältlich. Seit der Lancierung werden immer wieder Stimmen für und gegen das Angebot laut. Das Lager der Befürworter spricht sich für den technologischen Fortschritt aus, das Lager der Datenschützer und co. möchte die Privatsphäre so gut als möglich auch im Internet wahren. Die gesunde Wahrheit liegt wohl irgendwo in der Mitte.

Diese Woche nun jedoch hat Hanspeter Thür, Eidgenössischer Datenschutzbeauftragter den Prozess gegen Google gewonnen und mit dem Urteil in der ganzen Welt Wellen geschlagen. Google muss ab sofort die Anonymisierung von Gesichtern und Autonummern vollständig gewährleisten. Doch welche Konsequenzen hat dieses Urteil für den Service?

Ausgeschaltet wird Google Street View in der Schweiz vorläufig nicht. Doch sollte sich Google nicht an das Urteil halten, wird der Service eingestellt. Google würde dadurch nicht nur einen finanziellen, sondern auch einen enormen Image-Schaden erleiden. Zudem würde bei einer Abschaltung, so Google, vor allem auch die Tourismus-Branche leiden, da viele Touristen die Orte zuerst online anschauen, bevor sie buchen.

Die Kosten für die Umsetzung des Urteils gehen für Google jedoch in die Millionen. Google berät in den nächsten 30 Tagen, ob die Weiterführung so noch sinnvoll ist, oder ob das Urteil nochmals angefochten wird. Die Bevölkerung diskutiert derweilen intensiv über die Vor- und Nachteile des Services. Ein genannter Vorteil ist, dass man Häuser und Strassen zuerst online anschauen kann, und sich danach “live” besser orientieren kann. Ein Argument des Lagers der Gegner hingegen besteht darin, dass ein Einbrecher schon im Voraus die Fluchtwege eruieren kann, ohne die Gegend vorher besuchen zu müssen, und dass sich jeder ungestört unser Haus anschauen kann, ohne dass wir ihn bemerken.

Bis in der Sache Klarheit herrscht, bleibt uns der Service erhalten. Sollte der Entscheid jedoch endgültig rechtskräftig werden, bringt dieses Urteil nicht allein für Google Veränderungen mit sich, sondern für jeden Anbieter, welcher Bilder von Personen veröffentlicht. Wie realistisch dies umsetzbar ist, bleibt noch offen.

Was hältst du von Google Street View? Benützt du den Service? Wo liegen deiner Meinung nach die Chancen und Gefahren von Google Street View? Würdest du es begrüssen, wenn das Angebot eingestellt wird oder würde es dir im Alltag fehlen?

Share |

\\ tags: , , , , , , , , ,
8 Kommentare »

Okt 21

twitterverbotTwitter eroberte den Promihimmel im Nu. Jetzt soll das Twittern und Facebooken vom Set aber schon bald Geschichte sein. Hollywood hat einen speziellen Social Media-Verbotsvertrag aufgesetzt.

Die ersten beiden, die ihn unterschrieben haben, sind Cameron Diaz und Mike Myers. Die beiden Schauspieler haben vom Set zu „Shrek 4“ den einen oder anderen Tweet zu viel rausgelassen. Hollywood hat reagiert und den Vogel abgeschossen. Mit dieser konsequenten Massnahme will die Filmindustrie verhindern, dass die Schauspieler verfrüht Geheimnisse über Filmprojekte ausplaudern.

Cameron Diaz und Mike Myers

Dass Filmstudios ihren Schäfchen auf die Finger schauen und sie einschränken ist ja eine alte Geschichte. Aber ob Disney und DreamWorks damit eine gute Falle machen, ist sehr fragwürdig.

Der Angriff der Filmindustrie auf die sozialen Medien lässt uns jetzt nicht vom Stuhl fallen. Vor zwei Monaten gab es schon mal eine ähnliche Geschichte im Sport.  Die Debatte ist nun eröffnet:

Habt ihr die Schnauze voll von Promis und seid froh über das Verbot?

Wird dies Twitter in seinen Nutzerzahlen merken, da die Schauspieler die Profile mit den meisten Followers haben?

Sind viele Nutzer nur wegen der Promis auf Twitter?

Share |

\\ tags: , , , , , , ,
14 Kommentare »

Switch to our mobile site