Aug 20

Forscher haben über einen Zeitraum von drei Jahren 300 Millionen Tweets analysiert. Kriterium: emotionale Reizwörter. Fazit: über Mittag und Mitte der Woche sind die Twitterer schlecht drauf.

Amerikanische Forscher haben drei Jahre lang das Vokabular von Twitterern untersucht. Der Fokus lag hierbei auf emotionalen Reizwörtern. Drei Jahre lang wurde das emotionale Vokabular von 300 Millionen Twitterern analysiert. Das Ergebnis: über die Mittagszeit sowie in der Mitte der Woche sind die User deutlich schlechter gelaunt, als in der übrigen Zeit. Am glücklichsten zwitschern die Amis am Sonntagmorgen. Wen mag’s verwundern. Zudem ist die Situation früh morgens und spät abends positiver als am über den Tag hinweg. Dann, wenn die meisten Menschen bei der Arbeit sind.

Stimmungsbarometer auch bei Facebook
Die negativen Wörter bekamen bei der Untersuchung wenig Punkte. Die positiv besetzten Wörter wurden dafür mit mehr Punkten bewertet. Dieser Stimmungsbarometer gibt es aber nicht nur bei Twitter. Denn auch Facebook versucht über die Statusmeldungen ihrer Mitglieder das kollektive Glücksgefühl einzelner Nationen zu bestimmen. Dieser nennt sich dann Happiness-Index.

Und wie seht ihr das, liebe Twitterer? Könnt ihr diese Ergebnisse aufgrund Eurer täglichen Twitter-Laune bestätigen?

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Jul 14

Die Aufregung beim Online Einkauf, die früher ebay verursachte erlebt ihren zweiten Frühling beim Group Buying. Als sei der gemeinsame Einkauf die neue Entsprechung des gemeinsamen Shopping Trip mit der besten Freundin. Portale schiessen aus dem Boden und die Erfolge sind Schwindelerregend. Dieses Geschäft wollen sich Facebook und Twitter auch nicht entgehen lassen.

Seiten wie Groupon und Vente Privee haben es vorgemacht und erfreuen sich nicht nur grosser Beliebheit, sondern auch an prall gefüllten Bankkonten. Start Ups gibt es zu genüge und auch diese scheinen sich noch dicke Scheiben vom neuen Kuchen abschneiden zu können.

Das Schweizer Startup deindeal bietet einen ganz ähnlichen Service wie Goupon. Man macht Partnerschaften mit Anbietern in den grossen Städten der Schweiz und bietet ein Produkt oder einen Service zu massiv reduzierten Preisen an. Gestern waren es Kontaktlinsen und Pflegemittel zu 50% des Ladenpreises. Kaufen genügend User (Mindestanzahl ist vordefiniert) kommt der Deal zustande. Kommt die Mindestkäuferanzahl nicht zusammen, platzt der Deal und keiner muss irgendetwas bezahlen.

Auch das vor 18 Monaten gegründete Portal Naked Wines legte gerade Zahlen vor die beeindruckend sind. Man verkauft im ähnlichen Prinzip Wein online. Nach diesen 1,5 Jahren zählt man 80.000 Mitglieder, 25.000 davon bezahlen 20 £ im Jahr als Unterstützung für derzeit 22 kleine Winzer ihr Business aufzubauen. Aktuell versendet man 35.000 Flaschen Wein in der Woche – das ist eine Flasche alle 17,5 Sekunden.

Facebook und Twitter springen auf den Zug
Auch die momentanen Giganten der Social Media Welt wollen mitspielen (=mitverdienen) und haben jüngst die Türen und APIs für das Gruppen Shopping Erlebnis geöffnet.

So stellte Twitter gerade @earlybird vor, bei ausgewählte Partner (wer ist bis dato noch nicht klar) leckere Angebote durchs Web zwitschern kann. Im gleichen Strickmuster soll es auch hier danach gehen, dass möglichst viele “Freunde” zusammenkaufen und damit der virale Mitmacheffekt gleich eingebaut ist. Ausserdem ist dies das erste sinnvolle Modell das ich gesehen habe, um für Twitter Geld zu verdienen, ohne alle bisherigen Nutzer zu vergraulen.

Facebook hat sich nichtmal selbst den Kopf zerbrochen und die Entwicklung der ersten vollintegrierten App Wildfire überlassen. Das System arbeitet derzeit mit PayPal, ich bin gespannt wann die Facebook eigenen virtuelle Währung hinzukommt. Wie genau Facebook mitverdient war zum “Redaktinsschluss” noch nicht bekannt.

Wie findet Ihr das Thema Group Shopping? Überraschen Euch die Erfolge oder seit Ihr selbst so gebannt vom Thema, dass Ihr den Erfolg gleich mitbegründet?

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Jul 13

Googles grosse Geldmaschine sind die Adwords. Ohne Adwords könnte der Suchmaschinenriese nicht existieren! Nun fragt man sich natürlich von was Twitter lebt und ob man auch da werben kann. Die Antwort ist ja, es gibt einen Service der sich Magpie nennt. Allerdings verdient Twitter damit kein Geld.

Wie man auf Twitter werben kann oder seinen Account für Werbung zur Verfügung stellt, wie immer im Video.


Social Media Marketing How To, die Themen der Serie im Überblick

1.) Attention statt Interruption, 2.) Community Building, 3.) 4Cs der Social Media Kommunikation, 4.) Social Media Funnel, 5.) 5 Hürden des Social Media Marketings, 6.) Vermarktung & Traffic generieren, 7.) Social Media Kampagne, 8.) Social Lead generieren, 9.) Facebook Site Dos & Donts, 10.) Youtube richtig nutzen, 11.) Slideshare – Leads Dank Präsi, 12.) Werben auf Twitter, 13.) Suche in Social Networks 14.) Social Media Monitoring

Habt Ihr mit Magpie Erfahrungen gesammelt oder glaubt Ihr, dass das eh nichts bringt?

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Jun 07

Schnell mal bei Farmville ein paar Kühe melken oder Karotten anbauen ist für viele User auf Facebook der Spass zwischendurch. Doch es gibt nicht nur so kleine Spiele auf Facebook – nein, das Social Network hat einiges mehr zu bieten.

Ursprünglich war ja Facebook zum Kontakte knüpfen, austauschen und präsentieren gedacht. Doch immer mehr User nutezn Social Networks zur persönlichen Unterhaltung. Bei Facebook ist es sogar noch deutlicher als bei anderen wie zum Beispiel StudiVZ.

Doch wie schon erwähnt in den tiefen Facebooks sind einige Apps verborgen die wirklich für den Alltag brauchbar sind.

User können mit der App “Picnik” bei Facebook online eigenen Bilder bearbeiten: Farbkorrekturen, Zuschneiden oder rote Augen entfernen beherrscht das Tool bereits. Dann wäre da noch die Applikation Fileshare. Mit dieser können Nutzer Dateien austauschen. Files ist das Tool für den Speicherplatz – eine virtuelle Festplatte mit bis zu einem Gigabyte Speicherkapazität – wer sagt da schon Nein dazu. Mit Roomster können sich Wohnungssuchenden und Anbietern schon vor dem ersten Treffen ein Bild des Gegenübers zu machen. Zimride ist eine Mitfahrzentrale bei der man sich vor dem gemeinsamen Roadtrip schon beschnuppern kann.

Der Nachteil – diese Apps funktionieren alle erst in den USA, Kanada und Grossbritannien.

Bei den Apps setzen die Netzwerke auf das Open-Source-Konzept. Jeder und jede kann eine App erstellen, sofern er deren Programmierung beherrscht. Ob eine App erfolgreich ist hängt weniger vom Budget ab als von einer guten Idee. Ein gutes Beispiel dafür ist die App “Langenscheidt Audio Sprachkurs Englisch”. User die diese App installiert haben bekommen jeden zweiten Tag einen Audiokurs inklusive Vokabeln und Grammatik. Das Angebot ist natürlich gratis – gleichzeitig nutzt es der Marke Langenscheidt.

Künftig soll es noch mehr solcher Apps geben. Geplant sind auch kollaborative Werkzeuge, wo man gemeinsam Dokumente bearbeiten kann. Und irgendwann müssen wir gar nicht mehr aus Facebook raus und können alles in einem Social Network tätigen.

Welche Apps sind für dich unabkömmlich?

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Jun 04

Gedankenlos bei Twitter & Co. drauflos zu zwitschern kann weitreichende rechtliche Konsequenzen haben. So wurde ein Twitterer erstmals wegen eines Tweets mit einer einstweiligen Verfügung bestraft.

Vor kurzem setzte ein Twitterer einen Link auf eine andere Website. So, wie das unzählige andere Twitterer tagtäglich auch tun. Nichts Aussergewöhnliches also. Sollte man meinen. Das hätte er aber besser mal gelassen. Denn: Das Landgericht Frankfurt am Main verpasste ihm für diesen Tweet kurzerhand eine einstweilige Verfügung.

Unternehmen wehrt sich
Hintergrund der Geschichte: Auf der vom Twitterer verlinkten Website befanden sich Falschaussagen über eine Unternehmung. Dieses betroffene Unternehmen wehrte sich und ging rechtlich gegen die besagte Website vor. Doch nicht nur das. Denn das Unternehmen wollte natürlich auch nicht, dass auf diese falschen Informationen verlinkt wird. Und so ging es im gleichen Zuge gegen den Twitterer vor, der den Link gesetzt hatte. Mit Erfolg. Wie bereits bekannt: Gegen ihn wurde eine einstweilige Verfügung erwirkt.

Rechtliche Grundlagen
Doch wie weit kann eine Linkhaftung gehen? Dass ein User für gesetzte Links verantwortlich gemacht werden kann, ist an und für sich nichts Neues. Wer also kein Risiko eingehen will, sollte auf keinen Fall auf Seiten mit rechtswidrigem Inhalt verlinken. Und ist sich der User über die Inhalte nicht im Klaren, lässt er es besser ganz bleiben.

Grundsätzlich macht es aber sicherlich Sinn, sich beim Vorgehen auf Twitter & Co. auch auf den gesunden Menschenverstand zu verlassen. Um jedoch Konflikte mit dem Gesetz generell zu vermeiden, sollte vom User zusätzlich immer auf Folgendes geachtet werden: Die Wahl des Account-Namens darf keine Marken- und Namensrechte verletzen. Und in den Social Media eingesetztes Bildmaterial sollte in jedem Fall immer lizenziert sein.
Wer nun all diese Dinge beachtet, kann sich auch weiterhin unbeschwert in den Social Media tummeln – ohne dabei gleich verklagt zu werden.

Und wie handhabt ihr das in eurem digitalen Alltag, spielen rechtliche Vorlagen und das Gesetz darin für euch überhaupt eine Rolle?

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Jun 03

Tolle Sprüche, Alter!

Twitter | Autor: Christina Schmid 1 Kommentar »

Es liest sich fast wie ein Märchen – oder ist sogar eines. Justin Halpern, knapp 30, wollte Drehbuchautor in Los Angeles werden. Er konnte aber nur ein ganz kleines Skript verkaufen, welches dann nicht mal verfilmt wurde. Schlussendlich musste er wieder zu seinen Eltern nach San Diego ziehen. Was fatale Folgen hatte.

Justins Vater heisst Sam und ist 74 Jahre alt. Früher hat er an der Universität in Kalifornien in der Forschung gearbeitet und war Arzt im Vietnamkrieg.

Ein Diplomat war er also nie und liess Sprüche los wie: “Weisst du, manchmal ist es schön, dich hier zu haben. Aber jetzt gerade nicht. Und nun gib mir die Fernbedienung, wir gucken diesen Bullshit nicht.” Und so hiess er dann seinen Sohn willkommen: “Ich will nur meine Ruhe. Das heisst nicht, dass ich dich nicht mag. Das heisst nur, dass ich jetzt im Moment meine Ruhe mehr mag.”

Ein Kumpel von Justin überredete ihn schliesslich, die Bonmots seines Vaters Sam bei Twitter zu veröffentlichen. Das war Anfang August 2009. Im September hatte er schon 200’000 Follower.

Die ersten Verlage erkannten das Potenzial, welches in den Sprüchen von Sam steckte. Justin hätte schon ein Buch über seinen Vater schreiben können, als er erst 30 Sprüche getwittert hatte. Mittlerweile steht er bei 120, seine Followerzahl ist auf 1.3 Millionen gestiegen und das Buch ist letztes Wochenende auf Platz 8 der Bestsellerliste der New York Times gelandet.

Justins Vater scheint nicht sehr beeindruckt: “Du – ein Autor? Internet zählt nicht. Jedes A**** kann da seinen Sch**** rauslassen.”

Dem Sohnemann ist das aber recht egal. Er hüpft jetzt nämlich von US-Show zu US-Show und ist endlich ein gefragter Drehbuchautor. Der Sender CBS will Justins Vater ab Herbst zu einer Fernsehfigur machen und ihm eine Sitcom widmen. Die Hauptrolle übernimmt William Shatner.

Wieder einmal mehr ein schönes Beispiel, dass Social Media jemanden dort hinbringen kann, wo er gerne sein möchte. Die Basis ist gelegt. Jetzt bin ich gespannt, was Justin Halpern damit anfangen wird. Wird es bei dieser einen Show bleiben oder werden wir auch noch in ein paar Jahren wissen, wer Justin Halpern ist?

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Mai 05

10 Milliarden Tweets wurden in den letzten 4 Jahren getippt. Obwohl die meisten davon banal sind wie “Ich muss aufs Klo”, sehen Historiker sie bereits heute als wertvolles Archiv.

Twitter funktioniere im Moment dann, wenn die Menschen am ehrlichsten sind, sagt Daniel J. Cohen, Geschichtsprofessor an der George Mason University.

Bereits letzten Monat schon liess Twitter verkünden, sein Archiv der US-amerikanischen Kongressbibliothek zu Verfügung zu stellen. Wenn man sich Tweet für Tweet ansehe, könnte man das Archiv für Müll halten. Es liessen sich aber auch wichtige Informationen drin finden und daraus ableiten, so Amy Murrell Taylor, Professorin an der State Universtiy of New York.

Ein weiterer Vorteil des Twitter-Archivs ist die vollständige Digitalisierung der Nachrichten. Während alte Dokumente zu grossen Teilen nur auf Papier zur Verfügung stünden, sind die neuen Informationen einfach zu durchsuchen und brauchen zudem nur wenig Speicherkapazität. Fünf Terabyte wiegen die zehn Milliarden Tweets. Das hat quasi unter einem Tisch Platz.

Die Privatspähre der Twitter-User soll durch das Projekt nicht gefährdet sein (worüber einige von uns sicher froh sind…). Private Nachrichten werden weggelassen. Ausserdem werden lediglich statistische Daten an die Einträge geknüpft, jedoch keine persönlichen Informationen, die es erlauben würden, Rückschlüsse auf einen bestimmten User zu ziehn.

Mir gefällt das. Ich stelle mir nämlich den Geschichtsunterricht in ein paar Jahren folgendermassen vor: Dozent steht vorne und erzählt von den Wahlen in den USA. Und sagt dann – ja der Obama ist der erste Präsident, der seinen Wahlkampf durch Twitter vorantreiben konnte. Oder damals, als die Erde auf Haiti bebte: Leute, die dort waren, haben Bilder hochgeladen. Sie waren schneller als alle anderen Medien.

Oder wie stellst du es dir vor?

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Apr 22

Zug, Bus, Fähre, zwei Tage, einige Länder und eine Menge Kohle: So beschreibt eine meiner Facebook-Freundinnen ihre Heimreise von Irland nach Zürich. Und sie ist nicht die einzige, die ihre vulkanbedingte Odyssee über ein Social Network dokumentiert.

Auch bei Twitter kann das Schicksal der Masse nachgelesen werden. In den letzten paar Tagen sind Stichwörter wie Aschewolke, Vulkan und Flugverbot im Gebrauch wie nie zuvor. Auf diese Art können sich die Nutzer, die unter dem selben Schicksal leiden, schnell untereinander austauschen.

Die Reiseplattform Lonely Planet ist ebenfalls auf Twitter vertreten. Sie versucht zur Zeit, die Geschichten der Gestrandeten sammeln. Mittels dem Stichwort “Ipash” werden alle Nachrichten versehen, die eigene Leidensgeschichten erzählen. In diesem Zusammenhang wird klar, wie viele Personen derzeit versuchen, mit Bus, Bahn und Boot nach Hause zu gelangen.

Passend dazu entdecken nun auch Hotels, dass sie über Twitter Zimmer verticken können. Ebenfalls werden den Usern Fahrgemeinschaften sowie Privatunterkünfte angeboten. Aktuelle Infos zu Flughäfen und Airlines sind machmal auch nicht leicht zu finden, und die Hotlines sind immer besetzt. Doch einige gehen mit guten Beispiel voran. Ganz vorne liegt zur Zeit die Swiss. Die Swiss lässt ihre Fluggäste nicht im Stich und informiert sie täglich einige Male via Facebook. Social Media beweist auch hier wieder seine Vorzüge. Die Vernetzung von jenen, die Hilfe suchen und Hilfe anbieten, funktioniert im Fall des Vulkans erstaunlich gut. Die meisten dieser Berichte werden wohl in kurzer Zeit zu unterhaltsamen Reisegeschichten avancieren.

Was aber auch noch spannend ist: Auf Facebook wurden mehrere Fangruppen für den Vulkan gegründet. Auch auf Twitter hat der Vulkan schon fast 2000 Follower. Wozu, frage ich da nur.

Langsam beruhigt sich die Lage ja wieder. Jetzt bin ich gespannt auf eure Geschichten. Sitzt ihr immer noch fest? Wurde euer Heimweg dank den Sozialen Netzwerken beschleunigt?

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Apr 19

Flugbegleiterinnnen tun es via Twitter, Lehrerinnen via Facebook: Lästern. Mitarbeiter die sich in sozialen Netzwerken tummeln, sind für Firmen eine Herausforderung. Um Schaden vom Arbeitgeber abzuwenden und die Internetlust sogar zu nutzen, braucht es klare Social Media-Richtlinien. In den USA sind sie gang und gäbe – doch wie schaut es in Europa aus?

Intel hat solche Richtlinien schon im 2009 veröffentlicht. Ein Auszug daraus zeigt, dass das Unternehmen den Mitarbeitern nichts verbietet. Die Richtlinien machen aber deutlich, was alles passieren kann. Bevor Angestelle Web 2.0 benutzen dürfen, werden sie geschult. Zentraler Punkt: Die Mitarbeiter dürfen juristische Angelegenheiten und den firmeninternen Flurfunk nicht nach aussen tragen. Sie sollen auf den Social Networks aber auch nur über Themen sprechen, in denen sie sich auskennen. Wer sich nicht dran hält, für den wird Web 2.0 während der Arbeitszeit tabu.

Regeln wie diese sind auch für Unternehmen in Europa unabdingbar. Laut einer Bitkom-Studie surft jeder zweite Arbeitnehmer im Job auch privat – nicht selten auf Twitter und Facebook. Aber noch tun sich die Unternehmen schwer mit Richtlinien. Dabei wären klare Regeln vorteilhaft, denn es bringt jedem Unternehmen etwas, wenn über seine Produkte und Angebote online diskutiert wird.

Jetzt bin ich aber gespannt auf eure Erfahrungen mit Social Media im Büro. Twittert ihr über Eure Arbeit? Wissen eure Chefs das? Gibt es Regeln?

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Apr 12

Filmorakel Hollywood

Twitter | Autor: Christina Schmid 1 Kommentar »

Wer hätte das gedacht: Mit Twitter lässt sich das Einspielergebnis von Kinofilmen am marketingtechnisch wichtigen Startwochenende exakt voraussagen. Zu diesem Schluss kommen zwei Wissenschaftler aus den HP Labors in Palo Alto. Mithilfe von Algorithmen und einem speziellen Trackingsystem, das Tweets zu neu startenden Kinofilmen auswertete, konnten die Forscher laut eigenen Aussagen den Kassenerfolg einiger Filme mit fast 100% Genauigkeit voraussagen.

Im Verlauf des Experiments hat das HP Lab fast 3 Millionen Tweets zu den 24 grössten Filmstarts der letzten drei Monate untersucht. Aus den Erkenntnissen, die über Filme wie “Avatar”, “Alice im Wunderland” und “Twilight New Moon” gewonnen wurden, konnte das Einspielergebnis von “Dear John” und “The Crazies” genau vorausgesagt werden.

“Dear John” spielte 30.71 Mio. Dollar ein – das Analysetool hatte 30.46 berechnet. Auch bei “The Crazies” lag man mit vorhergesagten 16.8 Mio. Dollar – tatsächlich 16.07 Mio. Dollar – nur knapp daneben.

Hollywood ist schon lange auf der Suche nach solchen Tools, da aufwändige Methoden wie Test-Screenings und Telefon-/Onlineumfragen nicht sehr viele Früchte tragen. Dass die automatisierte Analyse von Web 2.0-Communitys hier einen zukunftsträchtigen Weg aufzeigt, ist allerdings nicht erst seit dieser neuen Twitterstudie bekannt.

Bei der erfolgreichen Vermarktung eines Produkts geht es immer mehr darum, die richtigen Trendsetter innerhalb der sozialen Netzwerke herauszufiltern und diese für sich zu gewinnen.

Und ich bin wieder einmal sehr gespannt: Ob sich das auch auf Fernsehsendungen, Musik etc übertragen lässt? Was meinst du?

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