Die Social Media Diät
Kaum klingelt der Wecker, werfe ich einen kurzen Blick auf Facebook. Es könnte über Nacht ja etwas Spannendes passiert sein. Auf dem Weg zur Arbeit checke ich alle zwei Minuten meine Mails, ohne die Augen von Twitter zu lassen. So zieht sich das den ganzen Tag durch, bis abends spät kurz vor dem Einschlafen noch ein letzter Tweet in die Nacht hinausgeht.
Kommt dir das bekannt vor? Fakt ist: Wir konsumieren zu viele Informationen aus zu vielen verschiedenen Medien. Überall sind sie, diese bösen Informationen – und wollen verarbeitet werden. Kann man von zu viel Medienkonsum geistig dick werden?
Erst wenn einem alles über den Kopf wächst oder die Waage zu viel anzeigt, unternimmt man etwas. Meist radikal. Doch die Abstinenz für einen bestimmten Zeitraum bringt auf die Dauer nichts. Zu schnell ist man wieder drin und kommt nicht mehr weg.

Mal kurz bei Twitter reinschauen – ist fast wie ein Riegel Schokolade zwischendurch. Beides dehnt sich nämlich aus. Noch viel schlimmer wird es dann, wenn man sagt: “So, ich surfe jetzt mal ein bisschen”. Denn wir wissen ganz genau, ein bisschen geht nicht. Meist hängt man dann eine Stunde fest. Ist wie mit einer Tüte Chips. Einmal angefangen, muss sie geleert werden.
Wer beruflich viel mit dem Web zu tun hat, muss sich in beiden Welten, der digitalen und der realen, behaupten. Der Tag hat nur 24 Stunden. Verbringt man einen grossen Teil dieser Stunden online, bleibt am Ende keine Zeit mehr für einen selbst.
Wenn man zu schwer wird, sollte man weniger essen und sich sportlich betätigen – doch wenn die Zeit für das reale Leben aufgrund von Online-Aktivitäten zu knapp wird, muss man dafür sorgen, den Social Media Konsum zu optimieren.
Ich behaupte: Mit einem Diätplan kann man sein Essverhalten kontrollieren – mit einem Nutzungsplan kann man den Social Media Überkonsum in den Griff bekommen.
Doch wie könnte so ein Social Media Diät-Plan aussehen?
Ist es zwischendurch nicht einmal schön zu wissen, dass iPhone und Computer ausgeschaltet sind und man sich einfach den schönen Dingen in der echten Welt widmen kann?


Der amerikanische Fernseh-Star Conan O’Brien darf bis im September 2010 weder Interviews geben noch im Fernsehen auftreten. Das hatte er – natürlich gegen eine Abfindung in Millionenhöhe – mit seiner Arbeitgeberin NBC vereinbart, als seine Late-Night-Sendung eingestellt wurde. Aber von Social Networks war dabei offenbar nicht die Rede. Und so hat O’Brien Twitter für sich entdeckt.
Wer unterwegs ist und seinen aktuellen Aufenthaltsort via Web bekannt gibt, verrät damit gleichzeitig, dass er gerade nicht zu Hause ist.
Ihr Wachstum ist rasant. Ihre Bedeutung nimmt ständig zu. Und ihre Nutzer verbreiten sich wahrscheinlich schneller als die Schweinegrippe. Soziale Netzwerke boomen. Und: in England können sich seit vergangenem Herbst Studierende gar einen Master für soziale Medien holen.
Twitter wird immer mehr zum besten Kumpel vieler Jobsuchender. Die immense potentielle Reichweite eines Tweets können E-Mail, Jobplattformen und selbst Facebook nie aufbringen. Es gibt praktisch keine Zielgruppe, die man auf Twitter nicht findet – ein Nutzen, den sowohl Personalvermittler wie auch Jobsuchende erkannt haben.
Weinverkostungen fanden bisher meist in einem Weinkeller oder in der guten Stube statt. Nun gibt es eine Online-Variante davon: Seit einiger Zeit verabreden sich ein paar Nasen aus Deutschland reglmässig auf Twitter, um zur gleichen Zeit den gleichen Wein zu degustieren.
Nun ist es also soweit. Bill Gates, einer der Gründer und langjähriger CEO von Microsoft hat Twitter entdeckt. Nachdem sich schon mehrere Male Twitter-User als Bill Gates ausgegeben haben, ist es nun offenbar wirklich die Microsoft Ikone.
Den Spielen der Fussball-WM in Südafrika wird mehr als die halbe Weltbevölkerung zuschauen. Die offiziellen Sponsoren investieren riesige Summen in mobile Kampagnen und Social Media. Fans sollen ihre Teams sozusagen zum Sieg twittern.
2008 war es Facebook. 2009 war es es Twitter. Und was kommt 2010? Dienste wie Gowalla sollen der Trend von morgen sein. Gowalla was?
Japans Ministerpräsident Yukio Hatoyama bloggt und twittert seit Anfang dieses Jahres. Er ist nicht der erste Politiker, der das tut. Das Besondere an Yukio Hatoyamas Auftritt ist eine Real-World-Komponente.
Neuste Kommentare