Feb 01

Am WEF, dem World Economic Forum in Davos, finden sich aktuell wieder die Mächtigen dieser Welt ein um über die Entwicklungen und Lösungen dieser Welt zu debattieren, aber natürlich auch um vor allem hinter den Kulissen Beziehungen zu pflegen und Entscheidungen zu treffen. Hat sich die Unnahbarkeit des Anlasses für Normalsterbliche durch Social Media verändert oder sind Facebook, Twitter, Pinterest oder Tumblr auch bei der Eingangskontrolle hängen geblieben?

Social Media am WEF Davos 2012

Wie fast jede Veranstaltung von Rang und Namen findet sich das World Economic Forum in den verschiedenen Social Media Channels wieder, wie die Beispiele auf Facebook, Google+Twitter oder Youtube zeigen. Zum Beispiel folgen auf Twitter fast 2 Millionen User den Tweets aus Davos. Noch wichtiger resp. interessanter wäre aber mehr über das “Involvement” der User zu erfahren, speziell jener welche das WEF nur aus der Distanz verfolgen können mangels Einladung. Matthias Lüfkens als Social Media-Verantwortlicher des WEF äussert sich auf NZZOnline über die Massnahmen, mit welchen man sich dank Facebook und Twitter der Aussenwelt öffnet. Dabei werden sogar aus geschlossenen Events Informationen via Twitter publiziert. Damit soll Transparenz geschaffen und die schwelende Kritik eingedämmt werden, das World Economic Forum verschliesse sich der Aussenwelt. Dank den neuen Medien können sich jetzt alle in die Gedanken und Meinungen des Veranstalters und der Teilnehmer einklinken. Zum Beispiel sollen gemäss Berichten von news.ch und Allvoices am vergangenen Mittwoch rund 460 Delegierte über 4400 Tweets abgeschickt haben, mit über 8000 Antworten resp. fast 19’000 Rückantworten.

Wir haben also jetzt die Öffnung für die Aussenwelt und die Möglichkeit, dass sich die User aktiv via Social Media einbringen können. Wie gross ist aber die Chance damit auch wirklich etwas bewegen können in den Köpfen der Mächtigen dieser Welt? Werden die Meinungen ungehört im Internet versickern oder werden diese in den Dialog am WEF Davos aufgenommen?

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Jan 26

Pinterest Logo

Pinterest – das neue Social Network polarisiert. Und das zu Recht. Mit wenig Aufwand findet man sich sehr schnell zurecht und begreift umgehend die Grundfunktionen. Pinterest ist meiner Meinung nach die Innovation, die ich eigentlich von Google für Google+ erwartet hätte. Wie funktioniert Pinterest?

Anmeldung:

Zuallererst muss man – wer hätte das gedacht -  sich anmelden. Allerdings kann man sich momentan nur bei Pinterest anmelden, wenn man eine Invitation kriegt. Leute die bereits bei Pinterest registriert sind können Invitations versenden, oder ihr könnt euch selber eine Invitation über diesen Link bestellen. Bei mir dauerte es allerdings eine ganze Woche, bis ich die Einladung erhielt.

Bei der Anmeldung muss man entweder einen Twitter- oder Facebookaccount mit dem Login verlinken. Diese Verlinkung kann aber nachträglich wieder entfernt werden.

Funktionalität:

Pinterest ist ein soziales Netzwerk mit welchem virtuelle Pinnwände erstellt werden. An diese Pinnwände können Bilder-Kollektionen, Videos etc.  mit Beschreibungen angeheftet werden. Diese können öffentlich oder privat abgespeichert werden. Die Idee hinter Pinterest ist der gemeinsame Austausch über verschiedene Hobbys, Interessen und Einkaufstipps mithilfe virtueller Pinnwände.

Die meisten Pinnboards widmen sich bestimmten Themen. Dazu kommen die sozialen Funktionen. Man kann den Pinnwänden von Freunden folgen oder gar zusammen Pinnwände bewirtschaften. Für die Viralität sorgen Funktionen wie der ♥-Button oder der Repin rsp. Resharebutton.

Das TIME Magazine wählte Pinterest zu den “50 besten Websites” des Jahres 2011.

Wird Pinterest das neue Facebook?

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Jan 19

Social Media ist immer dabei – vor allem wenn es zu Katastrophen kommt. Was bei 9/11 noch den Handyverkehr lahmlegte, erfolgt heute über Twitter und Facebook: Nachrichtenfluten berichten über Details und Hintergründe. So sah man es zum Beispiel bei der Notlandung  im Hudson River oder beim DC Erdbeben, wo Twitter-User vom Beben hörten, bevor es bei ihnen ankam. Beim neusten Unglück könnte Social Media sogar Teil der Ursache gewesen sein. Wie The Telegraph schreibt, könnte ein Facebook-Post den Kapitän zu einem ungewöhnlichen Manöver verführt haben.

Wie entwickelt sich eine Welt, in welcher Social Media nicht mehr abbildet, was passiert, sondern Situationen bewusst für Social Media generiert werden? Was für Folgen könnte eine solche Entwicklung haben? Die Concordia ist hierfür wohl kein Paradebeispiel: Angeblich soll Antonello Tievolli über Facebook seiner Schwester mitgeteilt haben, dass sie bald an seiner Heimatinsel vorbeifahren, was den Kapitän der Concordia dazu bewegte, näher an die Insel heranzuschippern. Der kleine “Social Media-Stunt” hatte daraufhin die Kollision mit den Unterwasserfelsen und den Schiffsuntergang zur Folge.

Publicity Events gehören in Bezug auf Print und TV zum Alltag, doch auch Social Media zieht hierbei nach. Mit Aktionen wie Topping und Planking werden gezielt Aktionen gestartet, um diese später auf den Plattformen zu verbreiten, was auch je länger je mehr zu Werbezwecken genutzt wird. Gerade hier ist wichtig, dass Firmen ihre Chancen wahrnehmen. Durch gezielte Aktionen können nicht nur im Online-Bereich, sondern auch in den traditionellen Medien grosse Schlagzeilen und somit Publicity ohne grossen Aufwand erzielt werden.  Jedoch – wie gerade das Beispiel der Concordia zeigt – ist auch hier mit Vorsicht und gesundem Menschenverstand  zu walten, denn schon die Titanic sank 1912, weil Mr. Ismay sein Werk in den New Yorker Schlagzeilen sehen wollte.

Welche Gefahren siehst du in Bezug auf gestagete Events für Social Media? Welche Chancen? Wer hat seine Möglichkeiten am effektivsten genutzt?

 

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Jan 09

Lauberhornrennen in Wengen - Didier CucheAls Schweizer, Skisport-Fan und Social Media Manager freue ich mich riesieg auf dieses Higlight. Und natürlich habe ich nach “Lauberhornrennen” auf diversen Social Media Plattformen gesucht. Und ich wurde fündig: Die Channels existieren, haben aber noch Potential, v.a. im Bereich Content und Community Management.

Die Channels sind zwar auf der Webseite vom Lauberhornrennen verlinkt, haben haber praktisch noch keinen Inhalt und nur wenig Followers. Auf Facebook sind es deren lediglich 99, auf Twitter ist noch gar nix los. Lediglich in ihrem Youtube-Channel befinden sich einige Videos.

Da all diese Communities an prominenter Stelle auf der offiziellen Website verlinkt wurden, gehe ich davon aus dass hier in Kürze “die Post abgehen” wird. Ich freue mich auf Hintergrundinfos, Interviews,.. kurzt gesagt, auf Content. Und darauf, dass dann auf diesen Plattformen eine angeregte Diskussion entsteht und u.a. auch Fragen der Fans direkt beantwortet werden. Toll wären neben aktuellen Infos auch kleine Extras, wie z.Bsp. ein Kalender-Tab auf der Facebook Page, worin sämtliche Austragungszeiten der Wettkämpfe ersichtlich sind – Dinge, die einen konkreten Nutzen stiften. Und ganz wichtig ist auch das Involvement der Protagonisten. Ich hoffe diese werden in die Diskussion mit eingebunden.

Lauberhorn Rennen und Social Media

Was nützt der Social Media Auftritt den Veranstaltern?

1. Social Media macht attraktiv

Neben der Gewinnung von neuen Fans steigert der Schritt zum Social Web den Bekanntheitsgrad und kurbelt so den Umsatz an: Mehr Besucher kommen an die Rennen. Davon profitiert nicht nur der Veranstalter, sondern auch sämtliche Sponsoren und das Lokale Gewerbe (mehr Hotelübernachtungen etc.).

2. Entscheidungen gemeinsam treffen

Die Interaktivität gestattet es Außenstehende ihr Fachwissen einzubringen. Die Communities bieten einen ausgezeichneten Zugang für Partner und Skifans zum Event “Lauberhornrennen”. Das Publikum rsp. die Community Mitglieder können so direkt in die Entscheidungsfindung eingebunden werden (Crowdsourcing).

3. Werbung und PR

Die Communities können für Werbung und PR genutzt werden.

4. Fanbindung

Die Fans werden so an diesen jährlichen Event gebunden und erhalten auch in Zukunft Informationen über Skirennen in Wengen.

5. Mitarbeitersuche

Ich kann mir vorstellen dass ein solch grosser Event nur mit vielen motivierten Helfern durchführbar ist. Und gerade weil dieses Rennen ja lediglich 1mal im Jahr stattfindet, ist es sicher schwierig genug Helfer zu finden. Die Social Media Plattformen könnten genau in diesem Punkt helfen.

Fazit: Ich bin gespannt auf die Rennen am Lauberhorn. Und auf deren Resonanz in Social Media. Hier scheint sich was anzubahnen. Und das Schönste an solchen Communities ist deren Nachhaltigkeit. Social Media Communites – sind sie einmal aufgebaut – können mit einem Minimum an Community Management am Leben erhalten werden und stiften so über Jahre hinweg Nutzen.

Würden sie Social Media Communites von grossen Sportveranstaltungen beitreten?

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Jan 05

Mit 250 Tweets pro Minute hat sich die Nachricht vom Tod des “Máximo Lider” von Kuba, Fidel Castro über Twitter verbreitet und hielt sich trotz Gegenberichten für eine geraume Zeit unter den Top Tweets auf. Das Spezielle daran? Der Ex-Staatspräsident soll angeblich noch quietschFidel sein…

Es brauchte einen Blogpost von Yohandry Fontana, eines “regierungsnahen” kubanischen Bloggers, um das Gerücht, wenn auch langsam, von Twitter zu verbannen. Mit einem kurzen “Fidel Castro estudia, analiza, y se ríe de las bolas de Twitter. La CIA lo intentó matar más de 700 veces y Twitter anda por ese camino” (in Kürze: Castro hätte sich über die Tweets amüsiert. Nachdem der CIA 700 Mal versuchte ihn zu töten, würde Twitter nun den gleichen Weg einschlagen) stellte er die Situation richtig, und konnte dem Tweet-Sturm den Wind aus den Segeln nehmen.

Eigentlich alle Jahre wieder verbreitet sich das Gerücht über den Tod des Diktators, sei es als Virus oder als Nachricht in Zeitungen,  doch Twitter hat dem ganzen noch mehr Power verliehen. Als Gerüchteküche fungiert der Service äusserst effizient, was je länger je mehr auch von Unternehmen genutzt wird. Bereits im Juni 2011 wurde in einer Studie mit einem System namens “Trumor” untersucht, welche Twitterer einflussreich sind und weshalb ihre Tweets besser verbreitet werden. Dass ein erfolgreicher Twitterer nicht alleine an seinen Follower-Zahlen erkannt werden kann, ist mittlerweile kein Geheimnis mehr. Jedoch zu determinieren, wer auf Twitter den Ton angibt, ist kein einfaches Unterfangen.

Ein Marketing-Konzept, welches Informationen über Twitter-Leader verbreitet, könnte Zielgruppen innert kürzester Zeit, zum Beispiel vor einer gesponserten Veranstaltung, erreichen und würde so für eine gezielte Informationsstreuung sorgen. Mir persönlich jedoch gefällt vor allem die Geschwindigkeitsangabe von mehreren Newsportalen in “Tweets/min“. Diese öffnet Tür und Tor für neue Ausdrücke wie “mit 10’000 Stundentweets” oder “er ist schnell wie ein Tweet!”. Ich freue mich bereits auf die ersten Geschwindigkeitsüberschreitungen… (#FailWale)

Verfolgst du Gerüchte über Twitter? Was hältst du von der Informationsform über Opinion-Leader, welche über Twitter vermehrt an Bedeutung gewinnt? Welche Konsequenzen könnte eine solche Verbreitung auf die gesellschaftlichen Entwicklungen haben?

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Dez 23
Mural in Kairo

Mural in Kairo, 2011

Twitter ist meiner Meinung nach das soziale Netzwerk der Gegenwart. Twitter ist unglaublich mächtig und Twitter ist unglaublich viral. Twitter widerspiegelt die Realität, und dies erst noch in “Real Time”. Twitter ist die Disussionsplattform im Internet. Meinungen werden auf Twitter gemacht. Diese werden erst via Twitter und danach über Blogs verbreitet. Irgendwann greifen die grossen online Tageszeitungen diese Texte auf und Tage später “verebben” diese Artikel im Print. Für mich steht Twitter ganz am Anfang der Informationsverbreitung. Twitter ist neben Google die zweitgrösste Suchmaschine. Zudem existieren über 50’000 Anwendungen die via Twitter API (Programmier-Schnittstelle) auf Twitterinhalte zugreifen. Wenn sie Twitter noch nie genutzt haben, dann empfehle ich: Eröffnen sie einfach mal einen Account und testen sie dieses Netzwerk aus. Als kleine Hilfe habe ich hier für sie eine kurze Einführung zusammengestellt:

Home Timeline
Eine Echtzeit-Liste der Tweets denen Sie folgen. Sie befindet sich auf Ihrer Twitter-Homepage.

Handle
Der Nutzername den jemand ausgewählt hat und die dazugehörige URL, zum Beispiel: http://twitter.com/username.

Suche (Integrierte Suche)
Eine Box auf Ihrer Twitter Startseite, mithilfe derer Sie nach allen öffentlichen Tweets, Stichworten, Nutzernamen, Hashtags oder Themen suchen können. Suchbegriffe können auch bei search.twitter.com eingegeben werden.

Geschützte/Private Accounts
Twitter-Accounts sind per Grundeinstellung zunächst öffentlich. Die Entscheidung, Ihren Account zu schützen bedeutet, dass Ihre Tweets nur von zugelassenen Followern gesehen werden, und nicht in der Suche auftauchen.

Interaktion:

Folgen
Jemandem auf Twitter zu folgen bedeutet, dessen Updates für die eigene Timeline zu abonnieren.

Entfolgen
Aufhören, einem anderen Twitter-Nutzer zu folgen. Die Tweets werden nicht mehr in der eignen Timeline angezeigt.

Follower
Ein Follower ist ein Twitter-Nutzer, der Ihnen folgt.

Gelistet
Sich in einer Liste eines anderen Nutzers befinden

Listen
Listen sind Gruppen von Twitter-Nutzern. Sie werden verwendet, um bestimmte Personen in einer Gruppe innerhalb des Twitter-Accounts zu verbinden. Die Funktion wird oft zum filtern von wichtigen und unwichtigen Followings verwendet bei grossen Accounts.

Favorisieren (Fave)
Einen Tweet zu favorisieren bedeutet, ihn als einen Ihrer Favoriten zu markieren, indem Sie auf den gelben Stern neben der Nachricht klicken.

Top Tweets
Tweets, die von einem Algorithmus bestimmt werden. Top Tweets sind die beliebtesten Tweets zu einem bestimmten Zeitpunkt.

Kommunikationsmöglichkeiten

Tweet
Eine Nachricht, die auf Twitter gepostet wird und 140 Zeichen oder weniger lang ist.

Reply
Ein Tweet als Antwort auf einen Tweet eines anderen Nutzers, indem Sie auf “Antworten” neben dem Tweet in Ihrer Timeline klicken. Beginnt immer mit @Nutzername.

Retweet
Ein Tweet, der weitergeleitet wird. Er wird oft verwendet, um Nachrichten mit anderen zu teilen oder wertvolle Erkenntnisse zu verbreiten.

RT
Kurzform für Retweet (Antwort). Wird vor einen Text gestellt, wenn der Nutzer manuell eine Nachricht „retweetet“.

Direktnachricht
Wird auch DM (von Direct Message) oder einfach “Nachricht” genannt. Diese Tweets sind nur für Absender und Empfänger sichtbar.

# (Hashtag)
Begriffe, denen ein Hashtag vorangeht werden mit Tweets zusammengebündelt, die das gleiche Hashtag tragen. Wenn Sie auf ein Wort mit Hashtag klicken, sehen Sie alle Tweets, die denselben Hashtag tragen in der Timeline. Hashtags können überall im Tweet erscheinen. Wörter mit Hashtags, die sehr beliebt werden, werden oft zu Twitter Trends.

@ (Mention)
Das @-Zeichen wird benutzt, um Nutzernamen in Tweets auszurufen, etwa so: Hallo @Twitter! Wenn einem Nutzernamen ein @-Zeichen vorangestellt ist, wird dieser zum Link zu einem Twitter-Profil.

#FF
#FF steht für “Follow Friday”, was soviel bedeutet wie Folge Freitag. Twitter-Nutzer verwenden es oft, um andere Nutzer vorzuschlagen, indem sie mit dem Hashtag #FF tweeten.

Was halten Sie von Twitter? Nutzen sie dieses Social Network?

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Dez 13

Die Zeiten als solche Ankündigungen über wissenschaftliche Entdeckungen noch aus verstaubten Hörsälen ans Nachmittagsfernsehen weitergeleitet wurden sind vorbei. Auch die Wissenschaft schafft heute  Social Media Grossereignisse. Und ein solches wird für heute erwartet. Heute um 14.00 Uhr wird die Pressekonferenz zur Entdeckung (oder nicht-Entdeckung) des Higgs Bosons weltweit live übertragen.

Dem Twitter-Account des CERN folge ich nun schon seit die ersten Kollisionen gemeldet wurden. Rein die Vorstellung, dass ich bei einer weltbewegenden Entdeckung “live” dabei sein kann, löst bei mir eine gewisse Faszination aus. Und auch heute werde ich um 14.00 Uhr wohl den besten Link suchen, um die Pressekonferenz aus Genf mitzuverfolgen. Doch wo schaue ich am besten rein?

Die beste Quelle wird wohl der Webcast des CERN selbst sein. Sollte diese überlastet sein, bleibt die Facebook-Seite des CERN oder 20Minuten online für Updates. Als “Backup” bleibt der Blog Quantum Diaries, welcher uns Live-Updates vor Ort verspricht.

Die Vorstellung eines wissenschaftlichen Social Media Ereignisses scheint mir faszinierend und öffnet Tür und Tor für eine kreative Anwendung der Kanäle für weitere Bereiche aus Wissenschaft, Wirtschaft und co. Zudem zeigt sich auch hier, dass sich Quellen wie Twitter als Informationsmedium längst etabliert haben und sich auch in Zukunft weiter entwickeln werden. Ich werde mir den Social Media Event auf  keine Fall entgehen lassen.

Schaust du auch rein? Was hältst du von Social Media Events für wissenschaftliche Themen? Must-have oder nutzlos? Interessiert dich ein Account wie der CERN Twitter?

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Dez 12

Wedding Entrance Dance auf YoutubeVon der Erfindung der Sozialen Netzwerke profitierte anfangs vor allem eine Marketingform: das virale Marketing. Hierzu einige Facts und Beispiele. Die primären Ziele einer viralen Marketing-Kampagne sind: Image, Kundenakquisition, Kundenzufriedenheit und Bekanntheitsgrad. Also in erster Linie alles ausserökonomische Ziele.

Definition

Ein unterhaltsames, nützliches und überraschendes Kampagnengut dient als Köder, welcher dann von den Empfängern selbstständig weiterverbreitet wird. Ein kurzer Clip, ein lustiges Bild – jeder hat doch schonmal eine virale Nachricht, die Teil einer geplanten Kampagne war, weitergeleitet. Sei es per Mail oder wie eingangs erwähnt, eben in einem sozialen Netzwerk. Gerade die sozialen Netzwerke sind ein ideales Medium für solche Botschaften, da die Weiterverbreitung an Freunde oder Follower sehr einfach ist.

Verbreitung:

Hierbei ist v.a. das Seeding rsp. das Aussäen der Botschaft entscheidend. Sehr selten wird eine Botschaft von alleine viral. Mittlerweile gibt es sehr viele Inhalte, welche ein virales Potential besitzen. Nur werden diese nicht alle viral. Es kommt also auf das zielgruppengerichtete Platzieren des Inhalts an. Meistens werden hier einige Opinion Leaders ausfindig gemacht, und zur Verbreitung der Botschaft animiert. Allerdings besteht nie die Garantie, dass eine Kampagne viral wird. Und wie erfolgreich eine Kampagne wird, kann erst recht nicht gesteuert werden. Was man aber tun kann, ist mit einem gezielten Seeding die Voraussetzung für Viralität schaffen.

Kritikpunkt

Virale Kampagen lassen sich wie erwähnt irgendwann nicht mehr steuern. Sobald eine Botschaft wie ein Lauffeuer verbreitet wird, kann nicht mehr eingegriffen werden. Zudem kommt die eigentliche Botschaft nicht immer an. Und, obwohl es mittlerweile im Onlinebereich gute Tools gibt, ist es schwierig, eine Erfolgskontrolle durchzuführen.

Beispiel:

Eine der erfolgreichsten Kampagnen mit viralem Marketing im Jahr 2009 war das YouTube-Video “JK Wedding Entrance Dance“. Auf Youtube verzeichnet der Clip mittlerweile über 70 Millionen Views. Eigentlich sollte für den Titel “Forever” von Chris Brown geworben werden. Nur wenige User erkannten den Werbezweck dahinter, der Song wurde aber dennoch einigermassen bekannt.

Versteht ihr jeweils die Botschaft hinter den viralen Kampagnen?

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Dez 05

US Wissenschaftler zeigten in einer Studie den Zusammenhang zwischen Tweets und Impfverhalten auf. Einmal mehr kommt eine Studie zum Schluss: Tweets widerspiegeln die reale Welt.

Im Speziellen wollten die Wissenschaftler herausfinden, wie über eine Impfung getwittert wird. Dafür analysierten sie ein halbes Jahr lang die Tweets, in welchen es um die Schweinegrippeimpfung ging. Sie werteten fast eine halbe Million Tweets aus. Und zwar überprüften sie die Tweets auf ihre inhaltliche Tendenz: Pro Impfung, neutral und impfkritisch. So erhielten sie ein Stimmungsbarometer, mit einer zeitlichen und räumlichen Achse, zur Haltung der twitternden Bevölkerung gegenüber der Schweinegrippeimpfung in den USA.

In der Analyse stellten sie dann fest, dass der ermittelte Impfscore relativ gut mit den tatsächlichen Durchimpfungsraten in der jeweiligen Region korrelierte: Also an den Orten wo eher positiv über diese Impfung getwittert wurde, wurde auch öfters geimpft.

Was nützt uns das?

Wie Anfangs erwähnt, zeigt uns diese Studie: Twitter widerspiegelt die reale Welt. Konkret könnte diese Erkenntnis nützlich für Präventionskampagnen sein. Dank einer derartigen Twitteranalyse lassen sich in Echtzeit die Orte finden, wo weniger geimpft wird. Dort kann man dann mittels gezielter Präventionskampagnen korrigierend eingreifen.

Sieht jemand von euch weitere Anwendungsmöglichkeiten der Erkenntnis, dass Twitter die reale Welt widerspiegelt?

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Dez 02

BlogDerzeit entscheiden sich diverse Unternehmen für ein Social Media Monitoring. Meistens beginnt es mit dem Aufsetzen von einigen Google Alerts. Doch wer Social Media Monitoring professionell betreiben möchte, kommt mit Google Alerts alleine nicht weit.

 

Warum sind Google Alerts allein nicht genug?

Die Suchergebnisse hängen von diversen Faktoren ab. Unter Anderem spielt die eigene Suchchronik eine grosse Rolle. Diese berücksichtigt Google Alerts jedoch nicht. Es ist offensichtlich, dass keine brauchbaren Werte erzielt werden, wenn die eigene Suchchronik irrelevant für eine neue Anfrage ist. Dazu kommt, dass Google selber über die Relevanz der Resultate bestimmt. Aber für ein Unternehmen sind nicht die Suchmaschinenoptimierten Seiten und Blogs wichtig, sondern oftmals sind es gerade die Fachblogs und Social Media Channels der Meinungsführer, welche für ein Unternehmen von grosser Bedeutung sind.

Wie wird ein professionelles Social Media Monitoring aufgesetzt?

1. Definieren Sie Ziele: Was möchten Sie mit Social Media Monitoring erreichen? (Marktforschung, Krisenerkennung, Serviceverbesserung, Neukundenakquise, Evaluierung von Social Media Aktivitäten, etc.)

2. Definieren Sie, von welchen Social Media Plattformen Sie Informationen beziehen möchten.

3. Definieren Sie Keywords. Je nach Resultat und Erfahrung können sie die Keywordliste dann fortlaufend anpassen und so präzisere Resultate erhalten.

4. Setzen Sie für das Monitoring die geeigneten Tools auf. Auf diesem Gebiet gibt es mittlerweile ein grosses Angebot. Viele der Tools bieten einen kostenlosen, dafür aber zeitlich beschränkten Testaccount an. Hier ein Link zu einer Liste mit Tools: A Wiki of Social Media Monitoring Solutions. Nutzen Sie einige dieser Trial Accounts um erste Erfahrungen zu sammeln. Dieses Know-How hilft Ihnen dann beim Aufsetzen der finalen Installation. Alternativ können sie auch eine Agentur damit beauftragen, eine geeignete Lösung zu finden und zu installieren. (INM AG) Dies erspart viel Zeit und gerade beim Aufsetzen einer Lösung ist der Expertenrat Gold wert. Ein professionell aufgesetztes Tool liefert Ihnen längerfristig genau die für ihr Unternehmen relevanten Resultate und Auswertungen.

Ich setze Social Media Tools seit geraumer Zeit ein. Und aus eigener Erfahrung kann ich sagen: Die Unternehmen profitieren besonders von der Sentiment Analyse, welche in den meisten Tools integriert ist. Auch wenn es oft zusätzlich manuelle Überwachung rsp. Interpretation benötigt, hilft die Stimmungsanalyse, Meinungensänderungen rsp. Krisen- oder Problemsituationen rechtzeitig zu erkennen. So kann ein Unternehmen frühzeitig reagieren und aufkeimende Diskussionen beeinflussen.

Betreiben Sie / Ihr Unternehmen Social Media Monitoring und wenn ja, mit welchem Tool?

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