Okt 10

Die politischen Aufstände und Revolutionen in Tunesien, Ägypten oder Lybien gehörten 2011 zu den prägenden Geschehnissen des Jahres. Nun gewinnt eine weitere, vorerst friedliche Protestbewegung in den USA an Masse: OccupyWallStreet. Erneut eine massgebende Rolle spielen dabei wieder das Web und Social Networks wie Facebook, Twitter und Youtube. 

#OccupyWallStreet

#OccupyWallStreet

Firmen, Organisationen und Medien sehen sich seit einigen Jahren einer neuen Ausgangslage gegenüber. Schwache Leistungen, falsche Infos oder Mängel werden nicht mehr nur mit dem kalkulierbar-überschaubaren Faktor x15 multipliziert bezüglich negativer Viralwirkung. Social Media hat die Potenzierung verein- und vervielfacht. Politisch haben das in den vergangenen Monaten einige Regimes und Diktatoren zu spüren bekommen. Ausgelöst durch die Ereignisse der jüngsten Vergangenheit fokussiert sich nun in den USA ein Wiederstand gegen die Finanzindustrie, getrieben durch die immer grösser Schere bei der Verteilung des Wohlstandes, betitelt mit dem Motto: “Wir sind die 99 Prozent”. Unter dem gleichen Titel findet sich auch ein Tumblr-Blog. Der Ärger über die soziale Ungerechtigkeit und die Wut über Gier und Misswirtschaft zeigt sich auch in diversen Facebook-Pages oder auf Youtube.

 

Die Protestbewegung wird dabei auch sofort von Politikern für Wahlzwecke verfolgt, wie hier am Beispiel vom Kongressabgeordneten Dennis Kucinich. Gut vorstellbar dass die Protestbewegung, welche sich in den USA mittlerweile von New York auf weitere Städte ausweitet, u.a. auch auf das regierende Washington, über die US-Grenzen hinaus verbreiten wird. Erste Beispiele im kleinen Rahmen konnte man ja bereits in London oder Madrid wahrnehmen.

Für wie realistisch haltet ihr die Möglichkeit dass eine solche Bewegung auch in der Schweiz Basis hat und Nahrung findet? Sind die USA wirklich so weit weg von uns oder wird die aktuelle Diskussion sozial-politisch und wirtschaftlich, auch hierzulande stark fokussiert auf die Bankensituation, zu einer Protestbewegung führen?


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Jun 23

Tumblr überholt WordPressWenn ich jemanden in meinem Umfeld nach einem Blogging-Service fragen würde, käme bei den meisten bestimmt als erste Antwort WordPress, vielleicht noch gefolgt von Blogger by Google. Nur wenige habe sich bei uns bisher mit der Plattform Tumblr auseinandergesetzt, welcher im Moment in den USA boomt. Diese Woche hat Tumblr jedoch auch bei uns Schlagzeilen gemacht: Mit über 20 Millionen Blogs hat der Service WordPress überholt, obwohl WordPress schon 4 Jahre länger besteht.

Zugegeben, ein Direktvergleich der Anbieter ist etwas gewagt.  Erstens werden viele WordPress-Blogs nicht beim Service selbst gehostet, und wurden bei dieser Auswertung gar nicht mitgezählt. Zweitens bietet Tumblr eine weitere Dimension an, welche über einen reinen Blogging-Service hinausgeht: ein soziales Netzwerk. Doch auch auf dieser Ebene brilliert der Service und landete an erster Stelle der “5 Social Networks on the Rise”.

Was genau ist jedoch Tumblr eigentlich und was macht es so spannend? Ich kann mich noch gut an die Anfänge von Facebook erinnern. Ich hatte meinen süssen MySpace-Account, worin ich Stunden für die Gestaltung investiert hatte und war gar nicht begeistert von dem kühlen, blauen Antlitz des Neuankömmlings. Lange forderte die Facebook-Community eine Möglichkeit, Profile zu gestalten, doch Facebook blieb bei den Standardfarben.

Tumblr setzt nun bei unserem Bedürfnis nach Selbstdarstellung an. Wie bei den meisten Blog-Services kann der Blog beinahe unbegrenzt verändert werden, mit hunderten von Skins und einem HTML-Editor. Dazu kommt jedoch, dass ich mich mit der Tumblr-Community vernetzen kann. Wie bei Twitter kann ich anderen Usern folgen und erhalte deren Updates auf meiner Pinnwand. Ich kann Posts meiner Followings direkt “liken”  und mit einem Klick auf meinem Blog veröffentlichen, alias “rebloggen”. Diese Features machen es einem neuen Blogger viel einfacher, sich in der Community zu etablieren.

Schaut man sich Tumblr an setzt bei den meisten der “Apple-Effekt” ein: Man will es auch haben, weiss aber noch nicht so genau, wofür man es braucht. Wie und ob sich der Service jedoch auch bei uns etablieren wird, werden wir in den nächsten Monaten sehen. Ich bin auf jeden Fall auf den Zug aufgesprungen, und hab mir meinen eigenen Tumblr-Account erstellt.

Benützt du WordPress oder einen anderen Blogging-Service? Würdest du Tumblr verwenden? Was gefällt dir am Service, was nicht? Glaubst du, die Plattform könnte Erfolg haben bei uns? Was fehlt dir an den bisherigen Services?

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Aug 16

Wer sich entschlossen hat, einen eigenen Blog zu starten, steht vor der Frage, mit welchem System dies zu erfolgen hat. Enscheidet man sich für den Königsweg mit einer eigene WordPressinstallation, wählt man zwar den Weg mit den flexibelsten Möglichkeiten, wird aber mit einem erhöhten Administrationsaufwand konfrontiert. Man muss die Software installieren, die richtigen Adons auswählen und integrieren, sich für ein passendes Theme entscheiden und dafür sorgen, das am Schluss alles rund läuft. Bevor überhaupt erst der erste Artikel in den Blog gestellt werden kann, vergehen so ein paar Stunden Arbeit.

Nun sagt sich mancher, für die paar Gedanken und Links, die ich in meinen Blog posten will, ist mir dies zu viel Aufwand, ich mache das mit dem Microbloggingsystem Twitter. Ist durchaus ein gutes System, für kurze und schnelle Nachrichten, die nicht sehr nachhaltig sein sollen und keinen Anspruch an das Layout haben. Nach ein paar Tweets denkt man, dass es doch nicht schlecht wäre, man könnte ein wenig mehr Text posten oder vielleicht mal eine Grafik oder einen Video in den Eintrag integrieren.

In diese Lücke springen Dienste wie Tumblr und Posterous. Sie bieten beide die Möglichkeit, selber einen kleinen Blog einzurichten und auch Bilder und Videos zu Posten.

Tumblr

Nach der Registrierung auf Tumblr besteht die Möglichkeit gleich loszulegen. Auf dem Dashboard kann gleich der erste Beitrag erfasst werden. Mann wählt die Art des Eintrages (Text, Photo, Video etc.) und erhält einen “Fragebogen” der ausgefüllt wird. Wenn man nun auf Create Post klickt ist es schon geschehen, der erste Blogbeitrag ist für die weite Internetwelt unter username.tumblr.com sichtbar. Mit dem Customize-Link auf dem Dashboard kann der Blog noch seinen Designbedürfnissen angepasst werden.

Posterous

Einen ähnlichen Weg wie Tumblr beschreitet Posterous. Im Wesenlichen unterscheidet er sich von Tumblr durch drei Punkte. In Posterous kann kein Individuelles Design gewählt werden. Dafür kann der Blog über Emails gefüttert werden. Man verfasst den neuen Beitrag in seinem E-Mail programm und schickt ihn an post@posterous.com. Thats it. Man kommt ein EMail zurück, mit einem Link, wo der neue Eintrag zu finden ist. Aufgrund der eigenen Absenderadresse werden die nächsten Beiträge auch immer dem richtigen Blog zugeordnet. Der Betreff des Mails wird zum Titel und ein angefügter Anhang (Grafik, Audio, Video etc.) wird in den Beitrag integriert. Eine Registration ist nicht zwingend nötig, wenn aber die Beiträge verwaltet werden sollen, ist dies zu empfehlen. Mailadresse und Passwort eingegeben und schon ist registriert.
Einen grossen Vorteil sehe ich bei Posterous in der Möglichkeit, dass auch ein normaler Blog, Facebook, Twitter und andere Dienste mit dem neuen Posterous-Eintrag bedient werden können. Dies geschieht je nach Wahl der E-Mailadresse, die beim Versand des Postes gewählt wird. Es kann also jeder Post individuell verteilt werden.

Wie seht ihr das? Kann ein solcher Blogdienst einen richtigen Blog ersetzen, ist es nicht zu gebrauchen oder kann das eine sinnvolle Ergänzung sein? Ich sehe es vor allem als Letzteres.

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