Mai 20

Spätestens seit dem ersten tragischen Todesfall haben wir alle die skurrlien Bilder aus allen Gegenden der Welt gesehen: Tausende Menschen haben sich in letzter Zeit flach auf den Boden, auf Gegenstände oder Gebäudeteile gelegt, um das dadurch entstandene Foto danach auf Facebook oder Youtube zu stellen. Keine Frage, Planking ist Kult! Doch wie entstehen solche Trends?

Das Phänomen ein Paradebeispiel für jeden Social Medianer, denn es verbreitet sich viral mit Lichtgeschwindigkeit auf der ganzen Welt. Angeblich starteten zwei Engländer namens Gary Clarkson und Christian Langdon den weltweiten Hype, als sie begannen das “Lying Down Game” zu spielen, und sich in diversen Häusern hinlegten. Als das Spiel immer populärer wurde, eröffneten sie eine Facebook-Gruppe und startete damit eine weltweite Welle. 

Globale Aufmerksamkeit erhielt das Spiel jedoch erst, als es vom Land der verrückten Ideen aufgegriffen wurde: Australien. Dort wird Planking bereits so extrem praktiziert, dass es kürzlich zu einem tragischen Unfall gekommen ist, als ein junger Mann vom Balkon stürzte. Nun findet sich auf jeder Facebook-Seite eine Warnung, welche die Fans auffordert, nicht ihr Leben für einen Facebook-Post zu riskieren.

Doch was können wir für unsere Social Media Aktivitäten und vor allem Facebook-Kampagnen mitnehmen?

Planking braucht kein Training, Fotos entstehen mit minimalem Zeitaufwand und jeder kann teilnehmen. Eine erfolgreiche Kampagne muss also nicht kompliziert oder aufwändig sein, sondern Spass machen einfach herzustellen sein und möglichst viele (oder möglichst viele richtige) Personen ansprechen. Wer also zum Beispiel vor hat, einen Fotowettbewerb zu lancieren sollte das Thema zugänglich machen wenn er viele Teilnehmer anstrebt. Zudem muss man den Hobby-Fotografen möglichst ihre Freiheit lassen. Kreativität ist gefragt.

Nachdem ich den Artikel verfasste, konnten wir es auch bei uns nicht lassen, und gingen selbst “planken”. Das Ergebnis wollten wir euch nicht vorenthalten….

Planking, ein neuer Trend?

Planking Fotos erobern das Internet

Was haltet ihr von Planking? Habt ihr auch schon “geplankt”? Kennt ihr ähnliche Trends?

Share |

\\ tags: , , , , ,
1 Kommentar »

Dez 15

Facebook hat gestern auf ihrem Blog eine Auswertung über die Entwicklung der Statusmeldungen präsentiert. Dabei stellte sich heraus, dass ein bisher unbekanntes Kürzel alle anderen Statusmeldungen überrollt hat… was bitte bedeutet HMU? Dies haben sich sicherlich die meisten Mitarbeiter von Facebook gefragt, als sie die Auswertung auf dem Tisch hatten.

Die Grafik von Facebook zeigt schön auf, über welche Themen am meisten gesprochen wurde. Platz eins visualisiert aber leider nicht gerade eine vollbeschäftigte Community auf Facebook. “HMU” bedeutet “hit me up” und kann salopp übersetzt werden als “unternimm etwas mit mir”. Bei ein paar hundert Freunden sollte man ja zumindest einen finden, der etwas mit einem unternimmt. Dies dachten wie es aussieht die meisten 500 Mio FB User und posteten dieses Kürzel mit Abstand am meisten auf ihre Pinnwand. Jetzt könnten natürlich wieder ein paar Hobby-Soziologen von einer Vereinsamung der digitalen Gesellschaft reden. Ich hoffe nun mal, dies ist nicht so, sondern einfach ein Resultat der schnellen und spontanen heutigen Kommunikation.

Des Weiteren wurde stark über die Fussball WM und über Apples Mobile Geräte diskutiert. Bei Filmen wurde am meisten über  “Toy Story 3″, “The Twilight Saga: Eclipse”,  “Inception”  “Alice in Wonderland” und “Iron Man 2″ eine Meinung abgegeben.

Interessant ist auch das “Bieber-Fieber”… Er erscheint als einziger Musiker in der Hitliste, welches sicherlich auf seinen Welthit “Baby” zurückzuführen ist. Auch der Begriff “Airplane” hat mehr mit Musik zu tun als mit der Aviatik. Der Begriff wurde aufgrund des Songs von B.o.B mit dem Titel “Airplanes” hochgewirbelt.

Beinhaltet das neue Kürzel effektiv reine Langeweile unserer digitalen Jugend? Oder seht ihr darin auch nur einfach den Wandel der Zeit?

Share |

\\ tags: , , , ,
3 Kommentare »

Mai 07

Im Web brodelt es: Selten war es so einfach, Texte, Audiobeiträge oder Bilder zu verbreiten. Darauf wird auch der Online-Journalismus reagieren müssen.

Bereits im letzten Blogpost zum Thema Social Media Newsroom wurde klar: Unternehmungen müssen ihre Kommunikation an die Realität 2.0 anpassen. Denn: die neue Medienwelt ist interaktiv und kollaborativ. Die Informationen fliessen nicht mehr nur unilateral vom Journalisten zum Rezipienten. Der Journi verliert nach und nach seine Gatekeeper-Funktion. Und die User erschliessen sich Wissen über nutzergenerierte Inhalte.
Doch genauso, wie sich Firmen an diese Entwicklungen anpassen müssen, werden sich auch die Journalisten und Medienunternehmen neu erfinden müssen – als Anpassung ans Web 2.0.

Die Nachricht wird mich finden
«Wenn die Nachricht wichtig ist, dann wird sie mich finden», zitierte die New York Times im März 2008 einen Studenten zum Thema Journalismus im Web 2.0. Diese Aussage bringt die Entwicklungen, auf die es zu reagieren gilt, auf den Punkt. Doch was müssen die Medien leisten, um den neuen Erwartungen der User gerecht zu werden?

Die neue Form der Partizipationskultur im Internet verlangt von den Medienunternehmen grundlegende Änderungen des traditionellen Einbahnstrassen-Status. Sicherlich tun die Medienunternehmen grundsätzlich gut daran, „Share-Funktionen“ einzubauen – egal ob bei Videoclips oder Zeitungsartikel. Des Weiteren sollten sie sich in bestehende soziale Netzwerke einbringen oder idealerweise selber zu sozialen Netzwerken werden.
Auch sollte der Tatsache Rechnung getragen werden, dass User vor allem den Empfehlungen aus ihren persönlichen Netzwerken vertrauen und folgen. In den USA führen mittlerweile mehr Links von Facebook als von Google auf Nachrichten-Websites. Zudem weckt das Echtzeitnetz Erwartungen beim Nutzer, die dann auf klassische Medien übertragen werden.

Dementsprechend werden sich natürlich auch die journalistischen Darstellungsformen anpassen. Will heissen, die klassische Berichterstattung in Form von Artikeln wird durch Blogs, Videoplattformen, Audio-Slideshows, Augmented Reality, Datenvisualisierung oder Geotagging ergänzt. Da wird es der traditionelle Print-Journalismus über kurz oder lang schwer haben, sich gegen diese Art von News-Konkurrenz zu behaupten.

Und was glaubt ihr, wird sich der Online Journalismus den Print Journalismus irgendwann vollkommen ersetzen?

Share |

\\ tags: , ,
2 Kommentare »

Switch to our mobile site