iPhones überlasten Mobilfunkanbieter

Swisscom kommt noch nach. Aber in den USA, wo sich der Mobilfunk-Anbieter AT&T einen Exklusiv-Vertrag mit Apple gesichtert hat, scheint das Netz des Anbieters überlastet zu sein.
Millionen von iPhone-Benutzern verwenden ihre Geräte nicht einfach nur ein bisschen für SMS. Sie checken Mails und Wetter, loggen sich via Apps in Facebook und Twitter ein, suchen ein gutes Restaurant in der Nähe und in Google Maps auch gleich die Route dazu. Ein solcher Benutzer verbraucht schnell die 200-fache Datenmenge eines “SMSlers”. Dank Daten-Abos vergisst man, wieviel Daten man unterwegs transferiert.
Nun scheint diese Veränderung des Nutzungsverhalten Auswirkungen zu zeigen auf die Geschwindigkeit der Netze. Kunden reklamieren laut einem Bericht der New York Times über Geschwindigkeiten, die damals in den Modem-Zeiten. Sogar SMS seien scheinbar massiv verzögert angekommen.
“It’s been a challenging year for us,” said John Donovan, the chief technology officer of AT&T. “Overnight we’re seeing a radical shift in how people are using their phones,” he said. “There’s just no parallel for the demand.”
Wird dieses Problem auch bald die Schweiz betreffen?
Da die Schweiz keine grossen Städte beherbergt, wird das Problem sicher vorerst nicht gleich akut sein. Hierzulande verkauft auch nicht nur ein Anbieter iPhones. Der Trend geht aber schon ganz klar in Richtung “Information Everywhere”. Man will die Zeit reduzieren, die man zu Hause vor dem PC verbringt und ist unterwegs ständig online.
Sobald Leute merken, dass man heute problemlos am Seeufer mit dem Notebook online sein kann (Tethering), wird eine neue Daten-Welle auf die Netze zukommen. Dann werden wir wohl mit Bandbreiten-Problemen kämpfen und die Kapazität der Mobilfunk-Netze wird ein viel entscheidenderes Kriterium sein als bisher.
Wieviele MB verbraucht ihr monatlich? Verwendet ihr auch schon Tethering, um unterwegs mit dem PC online zu gehen?
Foto: InsaneNinja





Neuste Kommentare