Nov 25

tchiboideasDerer guten Ratschläge gibt es viele für Aktionen im Web und besonders im Social Media Bereich. Attention, Involvement, Fans, … Doch wie solche Lösungen handfest funktionieren, da ist oft Schweigen im Walde. Deshalb stelle ich hier ein Projekt vor, das nicht ur von A bis Z durchdacht und erfolgreich ist, sondern das Thema “in die Zielgruppe reinhören” zur Perfektion bringt.

Denn was der Tchibo Konzern mit “Ideas” aufgesetzt hat, ist nicht nur Mitmachweb par excellence, sondern auch ein Geniestreich mit grossem Vorbild.

Tchibo Ideas – ein Konzept wie aus einem neuen Lehrbuch
www.tchibo-ideas.de ist eine Seite die sich mit Alltagsproblemen und deren Lösungen beschäftigt. Nicht etwa als Angebot, sondern als Erfinder Plattform. Und das funktioniert so:
Jeder kann seine kleinen oder grossen Wehwehchen aus dem täglichen Leben als zu lösendes Problem einstellen. Meist sind es Umstände die uns allen bekannt sind und unsere Nerven strapazieren.
Alle diese Wünsche nach Lösungen für derartige Probleme werde gesammelt und auf der Seite vorgestellt. Und die User können entscheiden, wer in die Topliga der dringend zu lösenden Probleme kommt.

Shritt 2: Die Gewinnerprobleme
- werden nun ausgeschrieben, damit jeder Erfinder oder der, der sich zu einem solchen mit oder ohne Talent dazu berufen fühlt, im stillen Kämmerlein eine geniale Lösung dazu aushecken kann. Da werden Skizzen gezeichnet, Prototypen gebaut und stolz präsentiert auf der Website. Und wieder voted und entscheidet die Zielgruppe, wer das Rennen macht und die ihrer Meinung nach beste Lösung präsentiert.

Schritt 3: Wir verkaufen Dir was Du willst
Und dann kommt meines Erachtens nach der echte Clou an der Geschichte. Tchibo lässt die von den Usern als beste Lösung auf die Alltagsnerver gewählten Produkte herstellen und in die Regale stellen. Man leistet sich also einfach keine Flops mehr. Man lässt die Käufer über Probleme reden, Lösungen dafür finden und produziert nur noch auf Kundenwunsch. Sag mir was du kaufen willst und ich lass es für dich herstellen.

Kennt man das nicht irgendwoher?
dsds4_motto1_003Doch, kennt man. Vom Engländer Simon Fuller, dem Erfinder von Pop Idol, auch bekannt als lizensierte Version Deutschland sucht den Superstar oder Superstars von 3+ in der Schweiz. Alle Kids wollen Superstar werden, man kreiert einen riesen Hype, bekommt Unsummen an Werbeeinnahmen mit der Show und lässt den Konsumenten entscheiden was er denn morgen im CD Regal kaufen will. Und ich will weder Fuller noch Tchibo in ein schlechtes Licht stellen. Beide Konzepte bedeuten eine echte Win-Win Situation. Nämlich der Kunde bekommt was er will und der Produzent setzt kein Geld mehr mit Ladenhütern in den Sand. Nicht uneigennützig von den Herstellern, aber effektiv.

Seid Ihr mit mir einer Meinung? Oder denkt Ihr das ist trotzdem nur beschönigte Abzocke? Ist das System genial oder müsste man noch einige Schritte weiter gehen und wenn ja, welche fehlen Euch?

\\ tags: , , ,
10 Kommentare »