Dez 19


Microsoft steigt nach Google auch ins Social Network Business ein. Jedoch nicht als Konkurenz zu Facebook, wie das G+ versuchte, sondern in einer Kooperation mit dem Netzwerk-Giganten. Das ganze nennt sich So.cl und wurde von den FUSE Labs in der Microsoft Forschungsabteilung entwickelt. So.cl soll jedoch die tratditionellen Netzwerke nicht ersetzten, sondern gilt vorerst als “Lernplattform”, was von Microsoft noch nicht näher definiert wurde…

Dass wir alle nicht noch ein neues Social Network brauchen, scheint offensichtlich. Selbst Google Plus muss sich erst einmal längerfristig im Feld behaupten. Socl will den Kampf anders angehen. Bisher scheint uns die Plattform jedoch noch nicht viel Neues zu bieten: Nutzer können Fotos, Videos und Nachrichten posten, andere Mitglieder mit ähnlichen Itneressen finden und Gruppen bilden.

Collagen sind bisher die eigentliche Neuheit, wobei Microsoft ihr Tool “Montage” zur Verfügung stellt. Das Feature macht es möglich, gemeinsam Medienangebote zu sammeln und gemeinsam anzuschauen. Die Suchfunktion basiert – wie zu erwarten war – auf Microsofts Suchmaschinenanbieter Bing.

Die Verknüpfung mit Facebook wird auch für Socl die Frage nach den Datenschutz- und Privatsphäreeinstellungen aufwerfen, da diese zum grössten Teil auf Facebook basieren. Doch diese Sorgen müssen wir uns noch nicht machen, denn bisher ist Socl erst für die Studenten der Washington University und der New York University geöffnet. Man kann sich jedoch bereits hier vorregistieren.

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Nov 06

hoersaalDa haben die Wiener Studis den Politikern ein schönes Ei gelegt: Seit zwei Wochen halten sie  mehrere Räume der Universität besetzt. Sie protestieren gegen überfüllte Hörsäle und die Kommerzialisierung des Bildungssystems. Motto: „Die Uni brennt“.

Die Facebook-Fanseite “Audimax Besetzung in der Uni Wien – die Uni brennt!” hat mittlerweile fast 30’000 Fans. Auf der Pinnwand findet man Einträge, was grad wo passiert. Auch Twitter, Flickr und Youtube werden stark eingesetzt. Auf der Protest-Website sind  5 Live-Streams vom Geschehen im Audimax und in anderen Unis Österreichs zu sehen.

Die Studis haben sich über Social Networks in Windeseile zusammengeschlossen. Das überfordert die dafür verantwortlichen Politiker. Dabei sind die Wucht der Aktion und die direkte Ansprache, gerade der Politik, typisch für soziale Medien im Web.

Dank den Social Networks ist es den Studenten gelungen, einen unglaublichen Erfolg zu erzielen. Sie haben den Politikern bewusst gemacht, dass im Bildungssystem irgendwo der Wurm drin ist. Da es Internet  nicht nur in Österreich gibt, folgen nun auch schon deutsche Studis ihrem Beispiel.

Eine basisdemokratische Bewegung funktioniert nur dann, wenn sie sich rasch und gut vernetzen kann. Facebook und Twitter sind dafür ideal, da sie selbst nach einem demokratischen System funktionieren: Alle haben die gleichen Möglichkeiten, und die Community entscheidet, was gut ist und was nicht.

Diese Protestaktion zeigt mal wieder, was für eine enorme Kraft Social Media entfalten können. Ich bin jetzt schon gespannt, wann bei uns die ersten Hörsäle besetzt werden. Ist die Schweizer Politik gefasst darauf, was da auf sie zukommen könnte?

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