Dez 15

Facebook hat gestern auf ihrem Blog eine Auswertung über die Entwicklung der Statusmeldungen präsentiert. Dabei stellte sich heraus, dass ein bisher unbekanntes Kürzel alle anderen Statusmeldungen überrollt hat… was bitte bedeutet HMU? Dies haben sich sicherlich die meisten Mitarbeiter von Facebook gefragt, als sie die Auswertung auf dem Tisch hatten.

Die Grafik von Facebook zeigt schön auf, über welche Themen am meisten gesprochen wurde. Platz eins visualisiert aber leider nicht gerade eine vollbeschäftigte Community auf Facebook. “HMU” bedeutet “hit me up” und kann salopp übersetzt werden als “unternimm etwas mit mir”. Bei ein paar hundert Freunden sollte man ja zumindest einen finden, der etwas mit einem unternimmt. Dies dachten wie es aussieht die meisten 500 Mio FB User und posteten dieses Kürzel mit Abstand am meisten auf ihre Pinnwand. Jetzt könnten natürlich wieder ein paar Hobby-Soziologen von einer Vereinsamung der digitalen Gesellschaft reden. Ich hoffe nun mal, dies ist nicht so, sondern einfach ein Resultat der schnellen und spontanen heutigen Kommunikation.

Des Weiteren wurde stark über die Fussball WM und über Apples Mobile Geräte diskutiert. Bei Filmen wurde am meisten über  “Toy Story 3″, “The Twilight Saga: Eclipse”,  “Inception”  “Alice in Wonderland” und “Iron Man 2″ eine Meinung abgegeben.

Interessant ist auch das “Bieber-Fieber”… Er erscheint als einziger Musiker in der Hitliste, welches sicherlich auf seinen Welthit “Baby” zurückzuführen ist. Auch der Begriff “Airplane” hat mehr mit Musik zu tun als mit der Aviatik. Der Begriff wurde aufgrund des Songs von B.o.B mit dem Titel “Airplanes” hochgewirbelt.

Beinhaltet das neue Kürzel effektiv reine Langeweile unserer digitalen Jugend? Oder seht ihr darin auch nur einfach den Wandel der Zeit?

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Jun 18

Das Internet ist voller Fakten und Daten. Klar, dass da auch einen Haufen Emotionen transportiert werden. Facebook nutzt schon seit einiger Zeit die Daten, um das Bruttonationalglück für 18 Länder zu berechnen. Auch für Firmen werden die geäusserten Emotionen im Web immer wichtiger.

Schon im Oktober 2009 führte Facebook das “Bruttonationalglück” für die USA ein. Seither kamen noch 17 weitere Länder hinzu. Bruttonationalglück? Dafür werde die Status-Updates der User anhand eines Kriterienkatalogs anonym ausgewertet. Gezählt werden Wörter, die auf eine positive oder negative Stimmungslage hindeuten. Fröhliche Gemüter verwenden besonders häufig Wörter, die etwas Positives ausdrücken – das hat Facebook mit einer Stichprobe unter den Usern herausgefunden.

Interessant sind vor allem die Tage, an denen der Barometer besonders tief oder eben hoch ist. Der unglücklichste Tag bisher war der 22. Januar 2008. Da fiel der Tod von Heath Ledger zufällig mit dem Crash der asiatischen Märkte zusammen. Michael Jacksons Tod war der zweittraurigste Tag. Freudig hingegen war der Tag nach der Wahl von Barack Obama im November 2009.

Welches Land nun am glücklichsten ist, lässt sich aber doch nicht messen. Jedes Land wird nämlich gesondert analysiert, um Effekte wegen Sprachunterschieden zu reduzieren.

Allerdings wird nun jedes dieser Länder einer Trendanalyse unterworfen, um festzustellen, ob die User insgesamt zufriedener oder unzufriedener werden.

Die Auswertung von Emotionen im Social Web könnte auch für Unternehmen spannend werden. Auf einzelne Personen heruntergebrochen funktioniert die Software (zum Glück?) noch nicht sonderlich gut. Mit aggregierten Auswertungen lassen sich jedoch wertvolle Informationen darüber gewinnen, welche Empfindungen Kunden mit einer Marke oder einem Unternehmen verbinden.

Und was sagen Deine Status-Updates über Deinen Gemütszustand aus?

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Mai 31

Es ist wieder mal soweit: Retrevo hat eine Umfrage gemacht und dabei kam raus, dass viele Nutzer es im Nachhinein bereuen, Kommentare auf Social Networks hinterlassen zu haben. Zwei Drittel schämen sich für ihre peinlichen Postings – besonders wenn es um Themen wie den eigenen Chef oder die Arbeit geht.

Laut der Umfrage ist die Reue über peinliche Postings bei Smartphone-Usern und den jungen Zielgruppen noch grösser als beim Durchschnitt. 54 Prozent der Smartphone-Nutzer – und sogar 59 Prozent der iPhone-Nutzer – sagten, sie würden sich für bestimmte Kommentare schämen. Offenbar fällt es einem doch leichter, von einem Handy aus mal schnell einen blöden Kommentar oder eine kurlige Statusmeldung zu posten.

Bei den unter 25-jährigen bereuen 54 Prozent verfängliche Kommentare, während das nur für 27 Prozent der über 25-jährigen zutrifft. Das sagt aus, dass jüngere Menschen leichtfertiger einen Kommentar im Web abgeben und mit der Öffentlichkeit teilen.

All diese Zahlen erinnern mich an einen Blogpost, den ich Ende 2009 verfasst habe. Damals fanden Psychologen raus, dass wir im Web die Person sind, die wir auch im richtigen Leben sind.

“Der Drang zur Person, die man ist, ist also stärker als der Wunsch, sich eine andere Maske aufzusetzen. Das Tragen einer Maske ist im Internet ja sowieso nicht so einfach, da auf das Tun und Sein im Web oft eine Reaktion aus der Community oder dem Freundeskreis kommt.”

Laufen Kommentare und Statusmeldungen nicht genau in das rein? Warum sollten sie dann peinlich sein? Warum sollte sich das über ein halbes Jahr geändert haben?

Fragen über Fragen. Wer weiss eine Antwort?

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