Feb 02

Stimme resp. Ton ist ja nichts Revolutionäres im Internet, Youtube-Videos etc. stammen ja nicht aus der Stummfilmzeit. Social Media Posts mit Stimm- resp. Ton-Kommentaren zu versehen sind dabei aber noch nicht Standard. Blurts ist dabei eine Möglichkeit, zum Beispiel seinen Bildern auf Facebook eine Stimme zu geben.

Das Prinzip ist einfach: Sobald du bei Blurts eingeloggt bist kannst du einen Kommentar oder eine andere Form von Tonhintergrund aufnehmen, speichern und bei deinen Bildern, Tweets, Posts etc. anhängen.

 

Technisch ist dabei nicht viel mehr nötig als ein Mic am Computer, und das dürfte mittlerweile der Standard sein. Gut beachten sollte man bei Blurts aber die Einstellungen, z.B. was will man öffentlich/public machen und was nicht. Auch das Handling ist nicht in jedem Fall selbsterklärend, aber doch ohne grössere Probleme rasch verstanden. Unter dem Strich kann man mit Blurts seine Internet-Leidenschaft etwas spielerisch erweitern. Vielleicht werden aber in absehbarer Zukunft in Social Networks wie tumblr oder Facebook solche Aufnahmefunktionen eingebunden, was solche Dienste  absolet machen würde.

Angebote wie Blurts sind ja nicht gänzlich neu und revolutionär. Kennt ihr ähnliche Plattformen in diese Richtung? Oder habt ihr Blurts selber ausprobiert und damit Erfahrungen gemacht?


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Sep 29

Friend a GorillaFür einmal wird’s tierisch: Die vom Aussterben bedrohten Berggorillas in Uganda suchen neue Freunde. Und das natürlich im trendigen Web 2.0. Egal ob auf Facebook, Twitter oder der Homepage von “Friend-a-gorilla“, schnell hat man auch einen Gorilla als Freund. Gegen eine Spende versteht sich. Und die soll helfen, die bedrohten Tiere zu beschützen.

Wer sich wie wir tagelang hinter Computermonitoren versteckt, verliert manchmal den Sinn fürs Wesentliche. Zum Beispiel, dass die Zivilisation auch in Afrika den Lebensraum der tierischen Urbewohner immer mehr bedroht. Etwa die der Berggorillas, von denen es weltweit nur noch rund 720 geben soll. Etwa 340 von ihnen leben im Bwindi Impenetrable Forest National Park, was in etwa soviel heisst wie der undurchdringliche Bwindi-Wald-Nationalpark. So undurchdringlich scheint dieser Wald allerdings nicht mehr zu sein, denn die Tiere werden nicht nur durch Bauern und Holzkohle-Hersteller ihres Lebensraums beschnitten, sondern sind auch immer wieder Ziel von Wilderern, die die Gorillas wegen ihres Fleisches töten.

Friend-a-Gorilla Screenshot

Die Naturschutzbehörde Ugandas setzt nun ganz auf die Stärken des Web 2.0 um die weltweite Aufmerksamkeit für die Gorillas zu gewinnen. Gegen eine kleine Spende kann nun nämlich jeder zum Freund eines Berggorillas werden. Dafür kann man seinen haarigen Freund dann durch Dutzende Kameras, die die Behörde im Nationalpark installiert hat, beobachten oder ihm mittels eines GPS-Signals sogar verfolgen. Einzig den Volkssport chatten scheinen die Gorillas noch nicht zu beherrschen. Aber das tut man im Urwald schliesslich auch auf andere Weise.

Die Naturschutzbehörde hofft, mit der Aktion im Internet genügend Freunde für die Gorillas zu finden, die diesen auf Facebook , MySpace oder Twitter für ein Minimum von einem Euro pro Jahr folgen. Mit dem Geld sollen dann neue Ranger eingestellt werden, die die Tiere vor ihren unnatürlichen Feinden schützen.

Was haltet ihr von solchen Aktionen? Kann “Friend-a-Gorilla” zum Erfolg werden? Oder werden die Gorillas hier einfach nur zum Affen gemacht?

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Jul 07

compuserve-fensterWer 1979 bereits eine Nutzerkennung in der Art 61438,3243 besass, war ein Vorreiter. Der wählte sich mit einem Akustikkoppler schon damals in eine Art Internet ein und war online. Lange bevor “die Welt” online war. Nach 30 Jahren ist nun Schluss mit Compuserve Classic.

Wer vor 30 Jahren schon wusste, wovon er sprach, wenn er Begriffe wie E-Mail, Onlinechat in Echtzeit, Foren, Archive, oder Online-Shops benutzte, war wohl ein Freak – und womöglich einer der ersten Abonnenten von Compuserve. 1979 startete der Dienst in den USA für Privatkunden, 1980 wurde der CB-Simulator, ein Echtzeit-Chat, angeboten. Als ebenfalls 1980 eine Steuerberatungsfirma das noch junge Compuserve für 23 Millionen Dollar kaufte, war der Grundstein für die weltweite Expansion gelegt. Elektronik-Handelsketten nahmen das “Compuserve Starter Kit” in ihr Sortiment auf und 1985 gab es bereits 260 Einwahlknoten in den USA. Mit dem Erreichen der 500’000-Mitglieder-Grenze begann 1989 dann die Expansion nach Europa.

Das machte sich vor allem mit der massenhaften Verteilung dieser “Starter Kits” bemerkbar. Ob auf der Strasse, im Laden oder als Beilage in beinahe jeder Computerzeitschrift – an Compuserve (oder zumindest den Starter Kits mit den kostenlosen “Probierstunden”) kam keiner vorbei. Und der amerikanische Online-Dienst hatte es relativ einfach, denn etwa in der Schweiz und Deutschland hielten die staatlichen Telekommunikationskonzerne an heute so abenteuerlich klingenden Diensten wie Videotex oder BTX fest.

Compuserve-Werbung aus dem Jahr 1983

Die Idee eines geschlossenen Systems, quasi ein eigenes Internet zu betreiben, stiess jedoch an Grenzen, denn schon bald wollte kein Nutzer für ein paar Extradienste mehr die hohen Abogebühren von Compuserve bezahlen.  Da nutzte man schon lieber einen der immer zahlreicher werdenden Internet-Provider und bekam für kleineres Geld das ganze Internet zu sehen. Daran konnte auch die Übernahme durch AOL im Jahr 1998 nichts mehr ändern.

Und so hiess es am Anfangs Juli 2009 für den Wegbereiter der heutigen Internetverbreitung:  Stecker raus! Rest in peace, Compuserve Classic…

Habt ihr das Compuserve-Zeitalter noch miterlebt? Erinnert ihr euch an Akustikkoppler und Co.? Oder ist das alles nur altmodisches Zeugs für euch?

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Dez 31

Nach dem gestrigen Rückblick auf das Jahr 2008 möchte ich ein paar Prognosen für das Jahr 2009 wagen. Sehr verlässlich werden sie ja nicht sein, da sich das Web ja immer ein wenig eigenwillig entwickelt. Aber ein paar Trends sollte man schon aufzeichnen können.

Gestern kursierten in den Medien Gerüchte, die besagten, dass Facebook sich überlegt eine Benutzergebühr einzuführen. Diese Meldung sorgte für eine gewisse Aufruhr und Diskussion in den Blogs (z.B. bei Ricdes.com). Auch hatte Philipp Sauber (Autor in diesem Blog) Gelegenheit sich kurz auf DRS 3 zu diesem Thema zu äussern. Fact für Facebook ist, dass sie sich was für die Finanzierung der ständig höheren Kosten unternehmen müssen. Ob dies nun eine Nutzungsgebühr für die User sein wird oder Facebook an den Konzepten für die Werbung schraubt, so oder so wird sich Facebook verändern müssen um die ständig wachsenden Userzahlen zu verkraften.

Das gleiche Problem wird der andere Shootingstar Twitter haben. Auf Grund der Einfachheit der Anwendung werden die Kosten zwar nicht so schnell ansteigen wie bei Facebook, jedoch hat Twitter noch nie einen Cent Umsatz gemacht. Wird also bis jetzt rein nur von Investoren am Leben erhalten. Dies ist in der kommenden Zeit ein denkbar schlechter Businessplan. Hier warte ich also gespannt, wie Twitter dieses Problem bewältigen wird.

Im neuen Jahr wird sich der Trend zu mobilen Diensten weiter fortsetzen. Gerade der IPhone Hype hat dazu geführt, das immer mehr mobil über das Web kommuniziert wird. Dazu kommt, dass die Kosten für mobilen Datentransfer im Rutschen sind.  Die Leute wollen immer mehr ihre Social Networks über ihre mobilen Geräte, seien dies nun Netbooks oder Handys, pflegen.

Im weiteren wird auch der Trend zum Customizing beim Online Einkauf weiter anhalten. D. h. der Kunde will mehr und mehr seine gewünschten Produkte individuell zusammenstellen. Gute Beispiele sind mymuesli.com und chocri.de.

Ich für meinen Teil bin neugierig, was ich nächstes Jahr in der Wundertüte Web so alles finden werde.  Es warten sicher wieder viele Überraschungen auf die Internet-Community.

Im Namen von website-marketing.ch danke ich allen Lesern und „Kommentierern” für die regen Besuche und freue mich, euch und hoffentlich auch viele „Neuleser”, im neuen Jahr wieder zu begrüssen.

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Dez 30

Das Jahr 2008 neigt sich auch im Internet dem Ende zu. Grund genug für website-marketing.ch heute eine kleine Rückschau zu halten und morgen einen Ausblick ins Jahr 2009 zu wagen.

Das ausklingende Jahr stand im Web ganz im Zeichen von Web 2.0. Darunter ist zu verstehen, dass die Internetnutzer vermehrt die Interaktion im Internet suchten und somit auch die Plattformen nutzten, die dies bieten.

Der grosse Gewinner in aller Munde war natürlich Facebook. Steil aufwärts mit den Userzahlen in der Schweiz ging es ab Anfangs März. Bis zu diesem Zeitpunkt konnte diese Socialmedia Plattform nur in englisch genutzt werden. Nach einem Aufruf des Facebookgründers Mark Zuckerberg hatten 2000 User die Oberfläche von Facebook innerhalb von 2 Wochen eingedeutscht. Ab diesem Moment verzeichnete Facebook in der Schweiz einen riesigen Zuwachs. Im Dezember wurde das millionste Mitglied aus der Schweiz registriert.
Anders als in der Schweiz, kommt Facebook in Deutschland nicht so richtig vom Fleck. In ganz Deutschland ist die Mitgliederzahl in etwa gleich hoch, wie in der Schweiz. Grund dafür ist studiVZ.net. Diese Plattform hatte sich schon früh in Deutschland etabliert und profitiert dort von der Rolle des „Erstgeborenen“.

Der andere Überflieger im Sozial Media Bereich, wenn auch mehr in den Insiderkreisen, war Twitter. Diese Plattform erlaubt es, einen kurzen Status (max. 140 Zeichen) im Web zu publizieren. Diese Kurzmitteilungen können auch direkt zur Aktualisierung des Facebookstatuses (Was machst du gerade?) verwendet werden. Wenn auch viele den Sinn und Zweck von Twitter (noch) nicht sehen können, habe ich den Eindruck, dass sich diese Plattform besser zur sozialen Vernetzung eignet, als die eher überfrachteten Sozial Networks wie Facebook und Xing. Durch das, dass Twitter ziemlich spartanisch auf die reine Funktion ausgelegt ist, geschieht der soziale Austausch viel spontaner und schneller. Twitter entwickelt sich immer mehr zur unkomplizierten Drehscheibe im Web. Etwas für das z. B. Facebook schon wieder zu schwerfällig ist.

Diese zwei Social Communities haben mir dieses Jahr am meisten Eindruck gemacht. Natürlich tauchten auch andere Rosinen auf und einige verschwanden auch wieder. Ich finde gerade in diesem Jahr hat das Web dank der Social Communities eine spürbare Veränderung durchgemacht.

Was hat euch dieses Jahr im Webbereich Eindruck gemacht? Waren die Veränderungen positiv oder negativ?

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