Aug 29

Es ist heute noch eine der klassischen Fragen bezüglich Social Media Marketing für Unternehmen: Wie soll man Social Media im B2C & B2B-Geschäft einsetzen? Wer auf diese Antwort in den letzen 1-2 Jahren keine konkreteren Antworten gefunden hat verliert langsam den Anschluss.

Innerhalb des Online-Marketings ist die Entwicklung weiter fortgeschritten. Auch beim Einsatz von Social Networks innerhalb des Marketing-Mix sind heute durchdachte und abgestimmte Massnahmen ein must. Nachfolgend eine Übersicht aus heutiger Sicht:

Quelle: D-Studie 2011 der Uni Leipzig/ Agentur Fink&Fuchs/Pressesprecher-Magazin

Quelle: D-Studie 2011 der Uni Leipzig/ Agentur Fink&Fuchs/Pressesprecher-Magazin

 

Die Zeiten von Ausprobieren und Testen sind also definitiv vorbei. Hier einige der Gründe:

1. Die Anspruchsgruppierungen der Unternehmen sind noch kompetenter geworden. Wer glaubwürdig bleiben und auf Augenhöhe kommunizieren will hat höheren Ansprüchen zu genügen, nur “dabei sein” reicht nicht mehr aus.

2. Der Grossteil der Informationen, Aussagen und Inhalte über Unternehmen erfolgt heute online und zunehmend auch über Social Networks.

3. Die Mitbewerbersituation wird auch innerhalb der neuen Medien laufend härter. Wer erst in ein paar Jahren eine wirkungsvolle  Strategie etabliert ist im Rückstand gegenüber einer schnell wachsenden Anzahl an Marktteilnehmern, welche bereits heute erfolgreich Social Media innerhalb des Marketings einsetzen.

4. Innerhalb des Online-Marketings nimmt Wirkung und Nutzen von Werbeformen wie Banners etc. weiter ab. Zusätzlich forciert wird dieser Umstand auch durch den Einfluss von Suchmaschinen wie Google (s. Panda-Update), welcher die Websitenbetreiber animiert das Volumen an Skyscrapern etc. zu beschränken um weiterhin bei den Suchmaschinen gefunden zu werden.

5. Wer heute auf Facebook, Twitter, Youtube und Co. überhaupt nicht gefunden wird findet zunehmend für die Zielgruppen gar nicht mehr statt.

Eines vorweg: Die Entwicklung des Social Media Marketings ist bei weitem noch nicht abgeschlossen. Die immer noch junge Kommunikationsdisziplin hat weiterhin einen “try & error”-Aspekt. Der Level, auf welchem heute noch Versäumnisse und Fehler gemacht werden dürfen, ist stark gesunken und die Qualitätsansprüche sind weiter gestiegen. Oder nicht?

 

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Aug 10

Letzte Woche gab das Wall Street Journal Entwicklungen zum neuen Newsfeed bekannt, indem massiv die Filterfunktionen von Facebook und der Google-Algorithmus ausgehebelt werden könnten und wir die tollen Beiträge unseren aktiven Farmville-Benutzer in voller Länge geniessen müssten. Bislang ist es aber noch in der Testphase und wir können hoffen, dass Facebook dies nicht in der Gänze so umsetzen wird. 

Auf allfacebook.de können wir bereits ein Beispiel eines Betroffenen Users ohne Filter-Stream bez. EdgeRank-Funktion  sehenfacebook newsfeed . Ich muss sagen, mir persönlich hatte es eigentlich immer recht gut gefallen, dass ich selbst zwischen dem Facebook Algorithmus (EdgeRange)  und eben den neuesten Meldungen (inkl. Filtern) wählen konnte. Wenn dies dann alles wegfallen würde, wäre dies eine echte Überflutung der Informationen in meinem Newsfeed und man müsste sich überlegen, mit was man sich in Zukunft vernetzen möchte (und die Fanpage-Support-Likes fallen sicherlich auch weg ;) ). Nun, ich hoffe mal schwer, dass dies nicht so ausgefahren wird und es sich nur um einen Test handelt. Oder vielleicht letztendlich nur eine dezente Version des EdgeRank Streams aufgegleist wird und die “neuesten Meldungen” wegfallen…wir werden sehen.

Neuste Entwicklungen zeigen eher den zweiten Weg. Auf Mashable kam die Meldung, dass Facebook den Newsfeed nach Themenfelder Gruppiert und diese gebündelt im Feed widergibt. Wenn nun mehrere deiner Freunde etwas über den neusten Film in Kino berichten, dann werden die verschiedenen Meldungen unter einer Gruppe angezeigt.  Hier das Beispiel von Mashable:

fb news feed

Wie auf Mashable beschrieben, will Facebook damit den Usern die wichtigsten und interessantesten Meldungen im Newsfeed anzeigen und bildet somit natürlich auch gleich die aktuelle Trends ab (ähnlich wie bei Twitter Trends). Somit sehen wir hier eher die Entwicklung in einen optimieren “Hauptmeldungen”-Feed, als in einen ungefilterten Newsfeed.

Was haltet ihr von den neusten Entwicklungen des Newsfeed? Habt ihr regen Gebrauch gemacht von den Filterfunktionen in den “neuesten Meldungen” oder geniesst ihr einfach den EdgeRank der Hauptmeldungen?

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Jul 25

Geplant war eigentlich, hier den Einsatz und Nutzen von Social Media im Spitzen- und Profisport etwas näher auszuleuchten und wie Schweizer und Internationale Topathleten diesbezüglich aufgestellt sind. Das war am Freitag. Dank der Vernetzung in den Social Media-Portalen wird man aber plötzlich von News überholt, welche die ursprüngliche Idee fast etwas dekadent erscheinen lassen.

Die Welt trauert mit Norwegen

Die Welt trauert mit Norwegen

Bei der Recherche über den Einsatz von Social Media Marketing bei der Tour de France wird in den Social Networks wie Facebook, Twitter, Tumblr etc. plötzlich über den Tod von Amy Winehouse berichtet. Zuerst spekuliert man auf einen “fluk” ähnlich der Todesmeldung von Barack Obama. Später wird klar: die begnadete Soul-Röhre und Skandal-Sängerin (siehe auch Beitrag vom 22. Juni) hat diese Welt wirklich verlassen, eine dramatische wie auch absehbare Tatsache. Bevor man sich aber so richtig klar wird was hier passiert ist erreicht uns via Twitter (#Osloattacks) eine Meldung, deren Ausmass nicht in 140 Zeichen passen. Ein 32-jähriger tötete in Norwegen kaltblütig mindestens 90 Menschen. Ins Auge gestochen sind dabei zwei Dinge: Erstens der Twitter-Account des Täters Anders B. Breivik: dort veröffentlicht der mutmassliche Massenmörder am 17. Juli einen einzigen Tweet mit einer menschenverachtenden Aussage, und rund 3’000 follower warten vermutlich immer noch auf weitere Tweets.  Zweitens: eine unglaubliche Aktion von Scammern, welche das Oslo-Attentat dazu nutzen, via Facebook mit einem nicht existierenden Video die User in die Falle zu locken. Ergebnis gemäss einem Beitrag von Mashable: 1 User pro Sekunde “gets infected”!

So spannend die digitale Welt ist und bleibt, manchmal wird man auch überholt und überfordert. Mit solchen Ereignissen rücken ursprüngliche Ideen rasch in den Hintergrund, obwohl es allein für die Schweiz, z.B. im Sport, viel Erfreuliches zu berichten gäbe: Caroline Steffen gewinnt die Ironman European Championship Germany,  mit BMC gewinnt ein US-Schweizerisches Team die Tour de France und Swann Oberson holt eine helvetische Schwimm-WM-Medaille, das einige Beispiele. Nur rückt das alles in den Hintergrund und verliert an Bedeutung. Leider! 

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Jul 18

Als 1997 der erste Harry Potter-Band veröffentlicht wurde sollte es noch rund 7 Jahre dauern bis 2004 Facebook gegründet wurde,Social Media gehörte damals eher zu den Fremwörtern. Die Fangemeinde des von Joanne K. Rowling kreierten Zauberlehrlings und seinen Freunden wuchs nicht nur parallel mit dem Titelhelden und seinen Freunden in 7 Büchern und 8 Filmen mit, sondern direkt ins Facebook-Zeitalter hinein. Nun sind alle Bücher veröffentlicht und mit Harry Potter and the Deadly Hallows kam vor wenigen Tagen das Filmfinale in die Kinos. Was passiert nun aber mit einer Community, die heute z.B. auf einer Facebook-Fanpage allein fast 30 Millionen Fans ausweist? 

Eines wird ganz sicher nicht passieren: dass die Harry Potter-Fangemeinde eingehen wird, und ganz sicher wird die Industrie entsprechende Ideen entwickeln wie es weitergehen soll. Fast 15 Jahre bildeten die Bücher und Filme den Kern der Bewegung, man wartete immer auf das nächste Buch oder den nächsten Film. Nun könnte das Social Media-Zeitalter dazu führen, dass nicht eine Autorin allein die Abenteuer weiter”spinnt”, sondern die ganze Community zusammen. Solch ein Ansatz würde die Nachhaltigkeit der Potter-Bewegung sicherstellen und vor allem auch Raum für neue Ideen schaffen. Ein erster Schritt in diese Richtung ist bereits im Oktober diesen Jahres zu erwarten. Mit Pottermore wird jeder User, jeder Fan, gemeinsam mit Autorin etc. rund um das Thema weiterschreiben, weiterlesen und weiterträumen können. Jjeder hat diesmal Chance, selber einen Teil zur Geschichte beizutragen. Wer hätte das 1997 gedacht.

 

Man muss kein Harry Potter-Fan sein um die Weiterentwicklung dieser Geschichte mit Spannung mitverfolgen zu wollen. Es dürfte sich meiner Meinung nach immer mehr anbieten, dass die User aktiv in die Entwicklung einer Geschichte eingebunden werden dank Social Media. In der Produktentwicklung z.B. ist das bereits gang und gäbe. Könntet ihr euch vorstellen dass irgendwann auch regelmässig Geschichten von Beginn weg durch eine Community gemeinsam und nicht durch eine einzelne Person geschrieben werden?   

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Jun 10

Die Diskussion findet täglich in etlichen Führungsetagen statt. Wie stark sind Mitarbeitende von den Social Networks abgelenkt bei der Arbeit? Sollen Zugänge zu Facebook, Twitter, Youtube etc. gesperrt werden? Eine kürzlich veröffentlichte Studie von harmon.ie bringt ein paar Zahlen auf den Tisch.

Ablenkung am Arbeitsplatz

Ablenkung am Arbeitsplatz

Schauen wir erst zurück. Es gab eine Zeit als das Telefon als Störenfried empfunden wurde, später kam die eMail-Diskussion, oder auch Internetzugang generell wurde anfänglich in etlichen Firmen gesperrt. Irgendwann haben sich dann die neuen Kommunikationsformen etabliert und sind heute gar nicht mehr wegzudenken. Es kommt aber auch immer wieder eine neue Form der Kommunikation dazu bei welcher die immergleiche Diskussion stattfindet: wie stark werden die Mitarbeiter von Ihrem Job abgelenkt, wie gross ist der Schaden (vom Nutzen wird selten gesprochen) und wie soll man damit umgehen (s. Blogbeiträge zu Facebook-Verbote oder SBB)

In der Studie wurden Mitarbeiter aus verschiedenen US-Unternehmen befragt, durch was und in welchem Ausmass sie von der Arbeit abgelenkt wurden. Und das Ergebnis ist nicht gerade revolutionär: am schädlichsten ist das ungenügende Bewirtschaften von E-Mails mit rund 23%. Das Wechseln von Oberfläche zu Oberfläche (oder Bildschirmen) macht ebenfalls etwa 10% aus und erst jetzt kommen persönlichen Online-Aktivitäten wie z.B. Facebook oder Youtube (aber auch SMS-Schreiben) mit 9%. Die Prozentzahlen spiegeln dabei nicht den Anteil zur Arbeitszeit, sondern den Anteil am Ablenkungsvolumen insgesamt. Instant-Messaging oder Websearch sind dabei noch weitere “distractors”.

Fazit: aus meiner Sicht geht die Diskussion meist in die falsche Richtung. Statt dass man auf die mehrheitlich ungenügende Mail-Bewirtschaftung eingeht und auch die Chancen neuer Kommunikationsformen wahrnimmt sind Verbote die einfachste, aber auch am wenigsten nutzenstiftende Massnahme. Ein Mitarbeiter wird immer einen Weg finden sich ablenken zu lassen wenn er will, und sei es nur durch das Bedienen seines Smartphones am Arbeitsplatz. Unternehmen die sich ehrlich und glaubwürdig den Disziplinen wie Social Media Marketing stellen wollen sind gefordert, diesbezüglich Ihren bisherigen Weg von Verboten und Einschränkungen zu überdenken. Denn wie sagt man so schön: die wichtigsten Botschafter jedes Unternehmens sind dessen Mitarbeiter.

Wäre es nicht sinnvoller dem Personal zu helfen, wie man mit eMails effizient umgeht, sich am Arbeitsplatz sinnvoll organisiert und wie man sich in Social Networks bewegen soll? Statt sich mit Verboten und Einschränkungen zu beschäftigen wären doch klare Zielstrukturen, Unterstützung bei der Arbeitsorganisation und Orientierungshilfen weitaus hilfreicher für die Unternehmen?

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