Nov 21

Vom 27. Juli 2012 bis 12. August sind alle sportinteressierten Augen nach London gerichtet, auf die olympischen Sommerspiele in London. Was in der Antike als Fest für die Götter begann ist heute das grösste Sportspektakel der Welt. Neben der Faszination für Ergebnisse, Rekorde und Emotionen ist immer interessant zu beobachten, wie die neuen Medien wie Facebook, Youtube oder Twitter eingebunden werden. Sind die Olympic Games 2012 auch die ersten wahren Social Media-Games? 

Im ersten Moment könnte man  sagen: Moment, erst kommt noch der Winter, die Sommerspiele sind noch weit weg. Na ja, der Vorverkauf läuft seit März 2011 und die meisten Athleten bereiten sich bereits seit Jahren auf den Event vor. Auch in der Kommunikation ist langsam Bewegung zu spüren. Die offizielle Facebook-Fanpage oder der Twitter-Account zeigen bereits ein beachtliches Involvement der Community, nicht zuletzt auch dadurch bedingt dass man nicht nur einfach Vorverkaufs-Informationen streut sondern auch spannende Inhalte, Beiträge, News und Informationen integriert.  Erste Emotionen werden unter anderem durch den Einsatz von Bild- und Filmwelten vermittelt. Das Beispiel in der Folge ist aber nicht vom offiziellen London 2012-Youtube-Channel, sondern entstammt einer Promo-Idee aus den USA, wie man leicht bemerkt.

Neben den offiziellen Social Media-Kanälen eröffnen sich natürlich etliche Nebenschauplätze, u.a. durch unabhängige Facebook-Fanpages wie Olympia 2012. Einige kann man durchaus als wertvoll bezeichnen, andere hingegen wiederum als Ärgernis. Ganz interessant ist jedoch die Tatsache, dass Social Media nicht einfach ein Teil des Online-Marketings der Organisation darstellt, sondern wirklich auch Thema für Beteiligte, Athleten etc. ist. Folgender Beitrag von Julio Romo informiert über die Bemühungen des olympischen Komitee’s, Social Media-Guidelines für London 2012 aufzubereiten. Aktuell kann man sicherlich noch bilanzieren, dass London 2012 in der digitalen Welt noch keine Rekorde oder Bestergebnisse erziehlt hat, man könnte sagen die Olympia-Norm betreffend Social Media wurde knapp erfüllt. Bleibt abzuwarten ob man die Chancen nützt, welche sich auf Grund der Vielfalt an Themen, Emotionen, Siegen & Niederlagen, Tragödien, komischen Erlebnissen etc. anbieten werden. Wir werden regelmässig über das Sport-Highlight des kommenden Jahres berichten und seinen Weg, auch als Social Media-Games in die Geschichte einzugehen.

Inwieweit ist ein Anlass wie die olympischen Spiele, egal ob Sommer oder Winter, überhaupt die geeignete Plattform für den Einsatz der Social Networks, aus Sicht des Veranstalters? Wird es auch bezüglich Social Media Marketing wieder heissen: “I declare the olympic games 2012 in London as the best games ever”?

 

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Okt 31

Social Media = Austauschplattform! Das war und ist der Grundgedanke und gilt auch für den Austausch resp. Dialog bei Kritik und negativem Feedback. Ein Dialog erfolgt nach wie vor zwischen Menschen, nur die Tools (Facebook, Twitter etc.) haben sich in den vergangenen Jahren verändert. Der Mensch mit seinen Emotionen kann jedoch nicht immer so einfach in Prozesse und Strukturen eingeordnet werden, das gilt auch für die Kommunikation als Ganzes und Social Media im Speziellen. Oder kann man Krisenkommunikation in einem Ablauf-Schema abhandeln?  

In den ersten drei Beiträgen sind wir bereits auf die Handlungsfelder der Social Media-Krisenkommunikation eingegangen: Allgemein, Kritik von Kunden und die Torpedierung durch die Konkurrenz. Bei der weiteren Vertiefung des Themas bin ich auf einen Blogbeitrag mit dem Titel “Troll dich – das Social Media- Reaktions-Flussdiagramm” gestossen. Dabei geht es um den Ansatz, mittels Flussdiagramm den Entscheidungsprozess bei Social Media-Reaktionen und Feedbacks zu visualisieren und in einem Prozess-Schema zu standardisieren.

Social Media-Reaktions-Flussdiagramm

Social Media-Reaktions-Flussdiagramm

Was im ersten Moment wie ein praktischer und hilfreicher Ansatz aussieht muss aber bei näherer Betrachtung kritisch hinterfragt werden. Wenn es so einfach wäre menschliche Regungen in Standardschemas zu pressen hätten wir vermutlich alle keine Freude, und Emotionen fördern nicht selten die erstaunlichsten Reaktionen zu Tage. Zum Glück können wir ja auch nicht in einer privaten Beziehung ein Schema aufbereiten welches mir die Lösung zuliefert, so à la bei dieser Reaktion bringe ich am besten Blumen nach Hause. Man kann sicherlich die Abläufe in einen solchen Prozess einfliessen lassen, es geht aber nach wie vor nicht ohne das Fingerspitzengefühl und das Verständnis eines Kommunikationsverantwortlichen, um die jeweilige Reaktion richtig zu interpretieren. Und in einzelnen Fällen dürfte es sich anbieten das Standardschema zu verlassen, um Kritik und Feedback ohne nachhaltige Probleme korrekt zu behandeln. Fazit: Ein Prozessschema kann zwar helfen eine grobe Struktur zu schaffen, aber schlussendlich muss doch ein Mensch die richtigen Entscheidungen treffen. Immer! Und diese sind halt manchmal auch falsch. Zum Glück!

Was haltet ihr von einem solchen Ablaufschema? Würde in eurem Unternehmen ein solcher Ansatz nützen? Welche Ansätze und Lösungen haltet ihr aus eurer Sicht als sinnvoll?

 

 

 

 

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Okt 10

Die politischen Aufstände und Revolutionen in Tunesien, Ägypten oder Lybien gehörten 2011 zu den prägenden Geschehnissen des Jahres. Nun gewinnt eine weitere, vorerst friedliche Protestbewegung in den USA an Masse: OccupyWallStreet. Erneut eine massgebende Rolle spielen dabei wieder das Web und Social Networks wie Facebook, Twitter und Youtube. 

#OccupyWallStreet

#OccupyWallStreet

Firmen, Organisationen und Medien sehen sich seit einigen Jahren einer neuen Ausgangslage gegenüber. Schwache Leistungen, falsche Infos oder Mängel werden nicht mehr nur mit dem kalkulierbar-überschaubaren Faktor x15 multipliziert bezüglich negativer Viralwirkung. Social Media hat die Potenzierung verein- und vervielfacht. Politisch haben das in den vergangenen Monaten einige Regimes und Diktatoren zu spüren bekommen. Ausgelöst durch die Ereignisse der jüngsten Vergangenheit fokussiert sich nun in den USA ein Wiederstand gegen die Finanzindustrie, getrieben durch die immer grösser Schere bei der Verteilung des Wohlstandes, betitelt mit dem Motto: “Wir sind die 99 Prozent”. Unter dem gleichen Titel findet sich auch ein Tumblr-Blog. Der Ärger über die soziale Ungerechtigkeit und die Wut über Gier und Misswirtschaft zeigt sich auch in diversen Facebook-Pages oder auf Youtube.

 

Die Protestbewegung wird dabei auch sofort von Politikern für Wahlzwecke verfolgt, wie hier am Beispiel vom Kongressabgeordneten Dennis Kucinich. Gut vorstellbar dass die Protestbewegung, welche sich in den USA mittlerweile von New York auf weitere Städte ausweitet, u.a. auch auf das regierende Washington, über die US-Grenzen hinaus verbreiten wird. Erste Beispiele im kleinen Rahmen konnte man ja bereits in London oder Madrid wahrnehmen.

Für wie realistisch haltet ihr die Möglichkeit dass eine solche Bewegung auch in der Schweiz Basis hat und Nahrung findet? Sind die USA wirklich so weit weg von uns oder wird die aktuelle Diskussion sozial-politisch und wirtschaftlich, auch hierzulande stark fokussiert auf die Bankensituation, zu einer Protestbewegung führen?


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Okt 03

Ausdauersport und Social Media passen gemäss gängigem Cliché nicht direkt zusammen. In Tat und Wahrheit spielen aber die Möglichkeiten des Webs, vor allem verbunden mit mobilen Anwendungen und Applikationen, eine immer grössere Rolle auch bei der Organisation und Durchführung von Events wie dem Swiss Olympic Gigathlon.

Social Media-Richtung am Gigathlon etwas unklar

Social Media-Richtung am Gigathlon etwas unklar

Dass man sich im Sportumfeld den Möglichkeiten der Social Networks genau so bedient wie andere Anbieter, Brands und Marketing-Organisationen ist nichts Neues. Auch der populärste Multisport-Anlass der Schweiz präsentiert sich auf Facebook, Twitter, XING oder YouTube. Leider sind hier noch Schwachstellen erkennbar. Zum Beispiel der Youtube-Channel des Gigathlons: der aktuellste Beitrag ist der Streckenbeschrieb der letzten Durchführung im Juli 2011. Trotz einer Unmenge an möglichen Beiträgen, Reportagen und in Bewegtbild festgehaltenen Erlebnissen und Eindrücken ist leider sehr wenig Content vorhanden, deshalb abonniert man diesen Kanal auch nicht. Kontinuität ist das Stichwort, ein Thema oder eine Interessengebiet muss laufend gepflegt und am Leben erhalten werden. Hier verpasst man die Chance die Community näher an sich zu binden und zu vergrössern. Man hat zwar alle passenden Social Networks berücksichtigt, nun fehlt aber die kontinuierliche Bewirtschaftung und die optimale Verbindung/Vernetzung. Mit einer Verbesserung diesbezüglich könnten zum Beispiel auch die Partner und Sponsoren ganzjährig verstärkt integriert und dabei auch näher an den Event gebunden werden. Hoffnung macht der Kommunikationsstart für die Austragung 2012. Die heiss erwartete Bekanntgabe der Strecke erfolgt via Livestream am 5. Oktober. Auf Facebook können während der Informationsveranstaltung direkt Fragen gestellt werden. Sofern die Gigathlon-Organisation nun auch die anderen Channels abgestimmt einbindet und laufend mit spannendem, weiterführendem Content befruchtet kann sich die Sportler-Gemeinschaft freuen. Dann nähmlich beginnt die spektakulärste Reise durch die Schweiz bereits Monate vor dem eigentlichen Start erfolgreich im Internet.

Viele Firmen und Organisationen absolvieren Lehrjahre im Social Media-Zeitalter, warum also nicht auch nicht die Gigathlon-Organisation. Kennt ihr Beispiele aus dem Sport-Event-Umfeld, welche wirklich als “Best Practise” bezeichnet werden könnten und von welchen die Gigathlon-Organisation noch etwas lernen könnte?

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Aug 29

Es ist heute noch eine der klassischen Fragen bezüglich Social Media Marketing für Unternehmen: Wie soll man Social Media im B2C & B2B-Geschäft einsetzen? Wer auf diese Antwort in den letzen 1-2 Jahren keine konkreteren Antworten gefunden hat verliert langsam den Anschluss.

Innerhalb des Online-Marketings ist die Entwicklung weiter fortgeschritten. Auch beim Einsatz von Social Networks innerhalb des Marketing-Mix sind heute durchdachte und abgestimmte Massnahmen ein must. Nachfolgend eine Übersicht aus heutiger Sicht:

Quelle: D-Studie 2011 der Uni Leipzig/ Agentur Fink&Fuchs/Pressesprecher-Magazin

Quelle: D-Studie 2011 der Uni Leipzig/ Agentur Fink&Fuchs/Pressesprecher-Magazin

 

Die Zeiten von Ausprobieren und Testen sind also definitiv vorbei. Hier einige der Gründe:

1. Die Anspruchsgruppierungen der Unternehmen sind noch kompetenter geworden. Wer glaubwürdig bleiben und auf Augenhöhe kommunizieren will hat höheren Ansprüchen zu genügen, nur “dabei sein” reicht nicht mehr aus.

2. Der Grossteil der Informationen, Aussagen und Inhalte über Unternehmen erfolgt heute online und zunehmend auch über Social Networks.

3. Die Mitbewerbersituation wird auch innerhalb der neuen Medien laufend härter. Wer erst in ein paar Jahren eine wirkungsvolle  Strategie etabliert ist im Rückstand gegenüber einer schnell wachsenden Anzahl an Marktteilnehmern, welche bereits heute erfolgreich Social Media innerhalb des Marketings einsetzen.

4. Innerhalb des Online-Marketings nimmt Wirkung und Nutzen von Werbeformen wie Banners etc. weiter ab. Zusätzlich forciert wird dieser Umstand auch durch den Einfluss von Suchmaschinen wie Google (s. Panda-Update), welcher die Websitenbetreiber animiert das Volumen an Skyscrapern etc. zu beschränken um weiterhin bei den Suchmaschinen gefunden zu werden.

5. Wer heute auf Facebook, Twitter, Youtube und Co. überhaupt nicht gefunden wird findet zunehmend für die Zielgruppen gar nicht mehr statt.

Eines vorweg: Die Entwicklung des Social Media Marketings ist bei weitem noch nicht abgeschlossen. Die immer noch junge Kommunikationsdisziplin hat weiterhin einen “try & error”-Aspekt. Der Level, auf welchem heute noch Versäumnisse und Fehler gemacht werden dürfen, ist stark gesunken und die Qualitätsansprüche sind weiter gestiegen. Oder nicht?

 

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Aug 10

Letzte Woche gab das Wall Street Journal Entwicklungen zum neuen Newsfeed bekannt, indem massiv die Filterfunktionen von Facebook und der Google-Algorithmus ausgehebelt werden könnten und wir die tollen Beiträge unseren aktiven Farmville-Benutzer in voller Länge geniessen müssten. Bislang ist es aber noch in der Testphase und wir können hoffen, dass Facebook dies nicht in der Gänze so umsetzen wird. 

Auf allfacebook.de können wir bereits ein Beispiel eines Betroffenen Users ohne Filter-Stream bez. EdgeRank-Funktion  sehenfacebook newsfeed . Ich muss sagen, mir persönlich hatte es eigentlich immer recht gut gefallen, dass ich selbst zwischen dem Facebook Algorithmus (EdgeRange)  und eben den neuesten Meldungen (inkl. Filtern) wählen konnte. Wenn dies dann alles wegfallen würde, wäre dies eine echte Überflutung der Informationen in meinem Newsfeed und man müsste sich überlegen, mit was man sich in Zukunft vernetzen möchte (und die Fanpage-Support-Likes fallen sicherlich auch weg ;) ). Nun, ich hoffe mal schwer, dass dies nicht so ausgefahren wird und es sich nur um einen Test handelt. Oder vielleicht letztendlich nur eine dezente Version des EdgeRank Streams aufgegleist wird und die “neuesten Meldungen” wegfallen…wir werden sehen.

Neuste Entwicklungen zeigen eher den zweiten Weg. Auf Mashable kam die Meldung, dass Facebook den Newsfeed nach Themenfelder Gruppiert und diese gebündelt im Feed widergibt. Wenn nun mehrere deiner Freunde etwas über den neusten Film in Kino berichten, dann werden die verschiedenen Meldungen unter einer Gruppe angezeigt.  Hier das Beispiel von Mashable:

fb news feed

Wie auf Mashable beschrieben, will Facebook damit den Usern die wichtigsten und interessantesten Meldungen im Newsfeed anzeigen und bildet somit natürlich auch gleich die aktuelle Trends ab (ähnlich wie bei Twitter Trends). Somit sehen wir hier eher die Entwicklung in einen optimieren “Hauptmeldungen”-Feed, als in einen ungefilterten Newsfeed.

Was haltet ihr von den neusten Entwicklungen des Newsfeed? Habt ihr regen Gebrauch gemacht von den Filterfunktionen in den “neuesten Meldungen” oder geniesst ihr einfach den EdgeRank der Hauptmeldungen?

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Jul 25

Geplant war eigentlich, hier den Einsatz und Nutzen von Social Media im Spitzen- und Profisport etwas näher auszuleuchten und wie Schweizer und Internationale Topathleten diesbezüglich aufgestellt sind. Das war am Freitag. Dank der Vernetzung in den Social Media-Portalen wird man aber plötzlich von News überholt, welche die ursprüngliche Idee fast etwas dekadent erscheinen lassen.

Die Welt trauert mit Norwegen

Die Welt trauert mit Norwegen

Bei der Recherche über den Einsatz von Social Media Marketing bei der Tour de France wird in den Social Networks wie Facebook, Twitter, Tumblr etc. plötzlich über den Tod von Amy Winehouse berichtet. Zuerst spekuliert man auf einen “fluk” ähnlich der Todesmeldung von Barack Obama. Später wird klar: die begnadete Soul-Röhre und Skandal-Sängerin (siehe auch Beitrag vom 22. Juni) hat diese Welt wirklich verlassen, eine dramatische wie auch absehbare Tatsache. Bevor man sich aber so richtig klar wird was hier passiert ist erreicht uns via Twitter (#Osloattacks) eine Meldung, deren Ausmass nicht in 140 Zeichen passen. Ein 32-jähriger tötete in Norwegen kaltblütig mindestens 90 Menschen. Ins Auge gestochen sind dabei zwei Dinge: Erstens der Twitter-Account des Täters Anders B. Breivik: dort veröffentlicht der mutmassliche Massenmörder am 17. Juli einen einzigen Tweet mit einer menschenverachtenden Aussage, und rund 3’000 follower warten vermutlich immer noch auf weitere Tweets.  Zweitens: eine unglaubliche Aktion von Scammern, welche das Oslo-Attentat dazu nutzen, via Facebook mit einem nicht existierenden Video die User in die Falle zu locken. Ergebnis gemäss einem Beitrag von Mashable: 1 User pro Sekunde “gets infected”!

So spannend die digitale Welt ist und bleibt, manchmal wird man auch überholt und überfordert. Mit solchen Ereignissen rücken ursprüngliche Ideen rasch in den Hintergrund, obwohl es allein für die Schweiz, z.B. im Sport, viel Erfreuliches zu berichten gäbe: Caroline Steffen gewinnt die Ironman European Championship Germany,  mit BMC gewinnt ein US-Schweizerisches Team die Tour de France und Swann Oberson holt eine helvetische Schwimm-WM-Medaille, das einige Beispiele. Nur rückt das alles in den Hintergrund und verliert an Bedeutung. Leider! 

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Jul 18

Als 1997 der erste Harry Potter-Band veröffentlicht wurde sollte es noch rund 7 Jahre dauern bis 2004 Facebook gegründet wurde,Social Media gehörte damals eher zu den Fremwörtern. Die Fangemeinde des von Joanne K. Rowling kreierten Zauberlehrlings und seinen Freunden wuchs nicht nur parallel mit dem Titelhelden und seinen Freunden in 7 Büchern und 8 Filmen mit, sondern direkt ins Facebook-Zeitalter hinein. Nun sind alle Bücher veröffentlicht und mit Harry Potter and the Deadly Hallows kam vor wenigen Tagen das Filmfinale in die Kinos. Was passiert nun aber mit einer Community, die heute z.B. auf einer Facebook-Fanpage allein fast 30 Millionen Fans ausweist? 

Eines wird ganz sicher nicht passieren: dass die Harry Potter-Fangemeinde eingehen wird, und ganz sicher wird die Industrie entsprechende Ideen entwickeln wie es weitergehen soll. Fast 15 Jahre bildeten die Bücher und Filme den Kern der Bewegung, man wartete immer auf das nächste Buch oder den nächsten Film. Nun könnte das Social Media-Zeitalter dazu führen, dass nicht eine Autorin allein die Abenteuer weiter”spinnt”, sondern die ganze Community zusammen. Solch ein Ansatz würde die Nachhaltigkeit der Potter-Bewegung sicherstellen und vor allem auch Raum für neue Ideen schaffen. Ein erster Schritt in diese Richtung ist bereits im Oktober diesen Jahres zu erwarten. Mit Pottermore wird jeder User, jeder Fan, gemeinsam mit Autorin etc. rund um das Thema weiterschreiben, weiterlesen und weiterträumen können. Jjeder hat diesmal Chance, selber einen Teil zur Geschichte beizutragen. Wer hätte das 1997 gedacht.

 

Man muss kein Harry Potter-Fan sein um die Weiterentwicklung dieser Geschichte mit Spannung mitverfolgen zu wollen. Es dürfte sich meiner Meinung nach immer mehr anbieten, dass die User aktiv in die Entwicklung einer Geschichte eingebunden werden dank Social Media. In der Produktentwicklung z.B. ist das bereits gang und gäbe. Könntet ihr euch vorstellen dass irgendwann auch regelmässig Geschichten von Beginn weg durch eine Community gemeinsam und nicht durch eine einzelne Person geschrieben werden?   

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Jun 10

Die Diskussion findet täglich in etlichen Führungsetagen statt. Wie stark sind Mitarbeitende von den Social Networks abgelenkt bei der Arbeit? Sollen Zugänge zu Facebook, Twitter, Youtube etc. gesperrt werden? Eine kürzlich veröffentlichte Studie von harmon.ie bringt ein paar Zahlen auf den Tisch.

Ablenkung am Arbeitsplatz

Ablenkung am Arbeitsplatz

Schauen wir erst zurück. Es gab eine Zeit als das Telefon als Störenfried empfunden wurde, später kam die eMail-Diskussion, oder auch Internetzugang generell wurde anfänglich in etlichen Firmen gesperrt. Irgendwann haben sich dann die neuen Kommunikationsformen etabliert und sind heute gar nicht mehr wegzudenken. Es kommt aber auch immer wieder eine neue Form der Kommunikation dazu bei welcher die immergleiche Diskussion stattfindet: wie stark werden die Mitarbeiter von Ihrem Job abgelenkt, wie gross ist der Schaden (vom Nutzen wird selten gesprochen) und wie soll man damit umgehen (s. Blogbeiträge zu Facebook-Verbote oder SBB)

In der Studie wurden Mitarbeiter aus verschiedenen US-Unternehmen befragt, durch was und in welchem Ausmass sie von der Arbeit abgelenkt wurden. Und das Ergebnis ist nicht gerade revolutionär: am schädlichsten ist das ungenügende Bewirtschaften von E-Mails mit rund 23%. Das Wechseln von Oberfläche zu Oberfläche (oder Bildschirmen) macht ebenfalls etwa 10% aus und erst jetzt kommen persönlichen Online-Aktivitäten wie z.B. Facebook oder Youtube (aber auch SMS-Schreiben) mit 9%. Die Prozentzahlen spiegeln dabei nicht den Anteil zur Arbeitszeit, sondern den Anteil am Ablenkungsvolumen insgesamt. Instant-Messaging oder Websearch sind dabei noch weitere “distractors”.

Fazit: aus meiner Sicht geht die Diskussion meist in die falsche Richtung. Statt dass man auf die mehrheitlich ungenügende Mail-Bewirtschaftung eingeht und auch die Chancen neuer Kommunikationsformen wahrnimmt sind Verbote die einfachste, aber auch am wenigsten nutzenstiftende Massnahme. Ein Mitarbeiter wird immer einen Weg finden sich ablenken zu lassen wenn er will, und sei es nur durch das Bedienen seines Smartphones am Arbeitsplatz. Unternehmen die sich ehrlich und glaubwürdig den Disziplinen wie Social Media Marketing stellen wollen sind gefordert, diesbezüglich Ihren bisherigen Weg von Verboten und Einschränkungen zu überdenken. Denn wie sagt man so schön: die wichtigsten Botschafter jedes Unternehmens sind dessen Mitarbeiter.

Wäre es nicht sinnvoller dem Personal zu helfen, wie man mit eMails effizient umgeht, sich am Arbeitsplatz sinnvoll organisiert und wie man sich in Social Networks bewegen soll? Statt sich mit Verboten und Einschränkungen zu beschäftigen wären doch klare Zielstrukturen, Unterstützung bei der Arbeitsorganisation und Orientierungshilfen weitaus hilfreicher für die Unternehmen?

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Jun 08

Vergleicht man die Entwicklung in der Musik- zur Filmindustrie steht man vor der Frage: Kommt es zu einer Wiederholung? Die Musiklabels verarbeiten noch immer die verpassten Chancen des Internetzeitalters, auch wenn sich die digitalen Medien mittlerweile etabliert haben, wie u.a. folgender Blogpost zu Linkin Park zeigt.

The Dark Knight on Facebook

The Dark Knight on Facebook

Jahrelang sperrte sich die Musikindustrie verbittert gegen jegliche Vertriebsform im Bereich “digitaler Downloads” und versuchte sich in der Besitzstandswahrung im Rahmen eines auf den Verkauf von CD’s (physische Distribution) aufgebauten Geschäftsfeldes. Mit Apples “iTunes” als einem der Vorreiter sind in der Zwischenzeit etliche Musikdienste entstanden (und teilweise auch wieder verschwunden). Kürzlich lanciert wurden u.a. Googles “music beta” und auch Facebook plant in diese Richtung.

Die Filmindustrie scheint aber gewillt zu sein, nicht die gleichen Fehler machen zu wollen, zumal Konzerne wie Warner Bros. sowohl in der Musik- als in der Filmindustrie zu den Majors gehören. Social Media Marketing hat sich in beiden Branchen rasch etabliert, berichtet haben wir u.a. bereits auch über die Lancierung von TRON-the legacy, einem absoluten Kultprojekt. Vermarktung war dabei also weniger eine Hürde, sondern der Vertrieb über digitale Kanäle. Hier startete diesen Frühling ein spannendes Projekt: Batman – the Dark Knight konnte als erster Film direkt via Facebook konsumiert werden. Bezahlt wird dabei mit Facebook Credits.

Angesichts der Tatsache dass ein grosser Anteil der jüngeren Generation in den USA bereits Facebook als das Internet generell betrachtet könnte das Modell Pioniercharakter haben. Haben solche Modelle das Potential sich durchzusetzen?

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