Feb 19

hundfacebookDie jüngsten Entwicklungen zeigen: Soziale Medien sind nicht mehr länger nur ein Privileg des modernen Menschen. Auf Facebook, Twitter und Xing folgen nun Dogbook, Catster und Petster.

Lillika, Kitzekatze und Fluffytiger sind die besten Freunde. Virtuelle Freunde. Haarige Freunde. Und: Sie sind gehören zu den Top-Usern des Monats Februar. Ob Katze, Hund Meerschweinchen, Hamster oder Pferd – Soziale Netzwerke und Kontaktbörsen für Tiere sind der neue Renner unter den Netzwerkportalen.

Jedem Tier sein eigenes Profil
Wer «den besten Freund des Menschen» vernetzen will, dem sind so gut wie keine Grenzen gesetzt. Denn das Angebot an animalischen Social Networks ist gross. Tendenz steigend.  Erst in den Staaten etabliert, schwappte der neue Trend über den grossen Teich. Mit Erfolg: DoggySpace, MyCatSpace, Catster, Dogster, Petster und zu guter Letzt auch Dogbook und Catbook – als kostenlose Erweiterungen von Facebook – sind längst auch in Europa bekannt. Und beliebt.
Auf Dogbook beispielsweise kann jeder Hund seine eigene ganz persönliche Profilseite im Social Network bekommen. Ein individueller Steckbrief mit dem Geburtstag sowie den Vorlieben und Eigenschaften des Hündchens gehören ebenso dazu wie der eigene Fotoordner oder Videos. Zusätzlich erlauben spezielle Suchfunktionen, dass Besitzer einer bestimmten Rasse oder Hundebesitzer der gleichen Stadt bequem und einfach zu einander finden. Dogbook kann aber auch von unterwegs genutzt werden: Für iPhones und andere Smartphones gibt es hierfür spezielle Anwendungen.

Verzweifelte Suche nach Anschluss?
Das Potential der digitalen Tierfreundschaften ist wohl noch nicht einmal im Ansatz ausgenutzt. Doch warum vernetzen Tierbesitzer ihre Lieblinge und wie weit soll die Vernetzung noch gehen? Böse Zungen könnten behaupten, bei der Vernetzung des eigenen Haustieres könnte es sich eventuell um einen verzweifelten Versuch auf der Suche nach sozialem Anschluss und Kontakten handeln. Und somit um eine Instrumentalisierung des domestizierten 4-Beiners.
Eine etwas gemässigtere Sichtweise wäre wohl, dass es sich vielleicht einfach nur um eine weitere Ausprägung von Vernetzung handelt – und dem einen oder anderen Tierbesitzer einfach nur Spass bringt. Wie lange es aber noch geht, bis reale 4-Beiner tatsächlich  in der virtuellen angekommen ist, wird sich zeigen.

Und wie sieht es bei Euch aus? Habt ihr Eure tierischen Hausgenossen bereits sozial vernetzt? Oder was haltet Ihr von denjenigen Leuten, die Ihren Tieren in sozialen Netzwerken ein Profil erstellen?

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Feb 08

teenagerAmerikanische Teenies haben kein Interesse mehr an Blogs. Und mit Mikroblogging-Diensten können sie grad auch nichts anfangen. Das geht aus einer Studie des Pew Research Center hervor. Blogs sind für US-Jugendliche definitv Geschichte. 2006 waren noch 28 Prozent der Teenager für diese Publikationsform zu begeistern – letztes Jahr waren es nur noch schlappe 14 Prozent. Bei Twitter bahnt sich etwas Ähnliches an. Der Microbloggingdienst spielt für sie keine Rolle, nur 8 Prozent beschäftigen sich damit.

Dass die Teenies nicht mehr Bloggen wollen, bedeutet aber nicht, dass sie ihre Meinung nicht im Web preisgeben. Sie tun das einfach nur noch auf den sozialen Netzwerken. 86 Prozent aller Teenager, die auf Facebook und Co. aktiv sind, kommentieren dort auch die Aktivitäten ihrer Freunde, 83 Prozent hinterlassen ab und zu einen Kommentar unter Fotos.

Bei den Erwachsenen schaut es anders aus. Ein Fünftel von ihnen nutzt Twitter. 26 Prozent der Erwachsenen kommentieren online, 30 Prozent teilt über soziale Netzwerke oder Bookmarking-Dienste im Netz Inhalte mit Freunde, Bekannten und Interessenten. 73 Prozent der Erwachsenen haben ein Profil bei Facebook, nur 14 Prozent sind auf der Geschäftsplattform LinkedIn unterwegs. Mehr als 50 Prozent geben an, mehr als zwei Profile in Social Networks zu haben.

Eine Studie die wieder mal beweist, dass Teenies lieber konsumieren, statt produzieren. Und wenn sie produzieren dann nur etwas was sie ins helle Licht stellt. Bei den Erwachsenen ist es anders. Auch die konsumieren gerne, aber produzieren auch selber gerne etwas und sind auch daran interessiert, was andere über diverse Themen denken. Zwar ist der Anteil Blogger unter den jungen Erwachsenen auch ein bisschen gesunken, meine Wahrnehmung ist jedoch eine andere.

Und: Ich vestehe nicht ganz, warum so wenig Studenten auf Twitter sind. Ist der Platz zu beschränkt, um sich auszutauschen? Gerade während der Studienzeit kann so einen Plattform durchaus nützlich sein, um Kontakte für das bevorstehende Berufsleben zu knüpfen.

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Nov 18

Alle reden zur Zeit von Facebook, Xing, Second Life und Twitter. Sind solche sozialen Netzwerke eine Erscheinung der letzten Jahre? Dieser Frage will ich mittels einer kleinen Serie nachspüren, in dem ich die Geschichte um die Entwicklung der Social Networks aufrollen werde.

HanseGenau genommen kennen wir die sozialen Netzwerke schon lange bevor die Computer auftauchten. So sei nur mal an die Hanse erinnert, die bereits im 14. Jahrhundert ein Soziales Netzwerk unterhielt, das erstaunliche Parallelen hat zu dem was wir heute im Internet als Soziale Netzwerke bezeichnen. Dieser Kooperationsverbund von 70 Städten widmete sich dem Seehandel. Bei der Organisationsform denkt man gleich an Twitter & Co. Freiwillige Mitgliedschaft, lockere Organisationsformen, keine geschriebene Verfassung, keine gemeinsamen Finanzen, keine Exekutivorgane etc.

Soziale Kontakte über die Technik

Lange wurden dann die sozialen Kontakte in die Ferne vor allem per Brief gepflegt bis die Technik so einiges erleichterte. Nach Telefon und Funk wurde dann mal der Computer als Kommunikationsinstrument entdeckt.

Bulletin Board Systems

bbsDer Anfang zur sozialen Vernetzung mit dem Computer machte 1978 das „Computerized Bulletin Board System“ von Ward Christensen. Dies war ein elektronisches schwarzes Brett, im wahrsten Sinne des Wortes. Damit legte Christensen der Grundstein für die Social Networks. In den folgenden Jahren entstanden tausende solcher Bulletin Boards, die sich mit allen möglichen Themen beschäftigten. Thematisch lässt es sich in etwa mit den heutigen Foren, Facebookgruppen etc. vergleichen.

Technisch lief es noch ein kleinwenig anders ab, als man sich heute gewohnt ist. Das BBS war in der Regel auf einem privaten Rechner gehostet. Dieser hing an einer privaten Telefonleitung, so dass sich immer nur eine Person mit dem BBS verbinden konnte. Man wählte sich also dort ein, wenn man Glück hatte und es nicht besetzt war, konnte man eine Nachricht hinterlassen oder eine Datei hochladen. Danach kappte man die Verbindung um dem nächsten Platz zu machen.

In der heutigen Zeit kann man sich so ein System kaum noch vorstellen. Dennoch funktionierte es.

Habt ihr diese Zeit auch noch erlebt? Was Witziges oder Eindrückliches erlebt? Könntet ihr euch vorstellen, dass man sich heute noch so vernetzen würde?

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Nov 06

hoersaalDa haben die Wiener Studis den Politikern ein schönes Ei gelegt: Seit zwei Wochen halten sie  mehrere Räume der Universität besetzt. Sie protestieren gegen überfüllte Hörsäle und die Kommerzialisierung des Bildungssystems. Motto: „Die Uni brennt“.

Die Facebook-Fanseite “Audimax Besetzung in der Uni Wien – die Uni brennt!” hat mittlerweile fast 30’000 Fans. Auf der Pinnwand findet man Einträge, was grad wo passiert. Auch Twitter, Flickr und Youtube werden stark eingesetzt. Auf der Protest-Website sind  5 Live-Streams vom Geschehen im Audimax und in anderen Unis Österreichs zu sehen.

Die Studis haben sich über Social Networks in Windeseile zusammengeschlossen. Das überfordert die dafür verantwortlichen Politiker. Dabei sind die Wucht der Aktion und die direkte Ansprache, gerade der Politik, typisch für soziale Medien im Web.

Dank den Social Networks ist es den Studenten gelungen, einen unglaublichen Erfolg zu erzielen. Sie haben den Politikern bewusst gemacht, dass im Bildungssystem irgendwo der Wurm drin ist. Da es Internet  nicht nur in Österreich gibt, folgen nun auch schon deutsche Studis ihrem Beispiel.

Eine basisdemokratische Bewegung funktioniert nur dann, wenn sie sich rasch und gut vernetzen kann. Facebook und Twitter sind dafür ideal, da sie selbst nach einem demokratischen System funktionieren: Alle haben die gleichen Möglichkeiten, und die Community entscheidet, was gut ist und was nicht.

Diese Protestaktion zeigt mal wieder, was für eine enorme Kraft Social Media entfalten können. Ich bin jetzt schon gespannt, wann bei uns die ersten Hörsäle besetzt werden. Ist die Schweizer Politik gefasst darauf, was da auf sie zukommen könnte?

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Okt 30

Mädchen mit LaptopWeihnachten 1992. Mein grosser Bruder bekam damals seinen ersten PC geschenkt. Klein-Christina (6) war natürlich sofort Feuer und Flamme für das technische Gerät. Als man sich dann später ohne komplizierte Umwege ins Internet einwählen konnte, war es sowieso um mich geschehen. Eine grosse Liebe, die jetzt schon 18 Jahre andauert.

Und die einzige Frau scheine ich nicht zu sein, wie Brian Solis in seiner Studie “Revealing the People Defining Social Networks” herausgefunden hat:

SocialMatriarchat

Siehe da: Es sind deutlich mehr Frauen auf den Social Networks als Männer. Nur im Digg-Teich dümpeln im Moment noch mehr Männer vor sich hin und warten auf weibliche Gesellschaft.

Warum das so ist? Für mich besteht kein Zweifel: Frauen sind halt einfach ein bisschen kommunikativer und multitaskingfähiger als Männer. Die technischen Barrieren sind längst überwunden.

Der Statistik glaube ich aber trotzdem nicht so recht. Wenn ich selbst von Welle zu Welle surfe, fühle ich mich eher wie die Henne im Korb. All die Frauen, die mir die Studie verspricht, begegnen mir auffallend selten.

Melden sich Frauen auf Social Networks einfach nur an und nutzen sie dann nicht? Eröffnen viele Männer ein Fake-Profil und geben sich als Frau aus? Oder wie erklärt ihr euch diese Statistik? Wo verstecken sich all meine Geschlechtsgenossinnen?

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