Sep 24

dosenphoneLetzte Woche habe ich hier einen kleinen Überblick gegeben, wie man mit Google Tools zuhört, was alles so über sich, seine Marke, Firma, Produkte etc. im Web so geredet wird. In aller Leute Munde sein ist ja schon recht, man will aber doch wissen, wie das Image ausschaut.
Diese Woche wird es ein wenig proaktiver. Mal schauen ob man den Puls nicht auch ohne Google fühlen kann. Ist es vielleicht sogar möglich, dass mir die User gleich direkt berichten, was sie von mir halten?

Das Problem der Dienste, die ich letzte Woche beschrieben habe, ist der Umstand, dass dies alles auf Suchmaschinen basiert. Diese können natürlich auch nur liefern, was auf dem Web schon vorhanden ist. Ist eigentlich logisch, was mache ich aber nun, wenn ich nicht die Informationen oder aber, was zunehmend der Fall sein wird, nur veraltete Informationen finde? Man bringt den Faktor Mensch ein und benutzt Social Networks.

Twitter

Dies ist ein wunderbares Tool um den Puls im Web zu fühlen. Zum Einen lässt es sich wie eine Suchmaschine benutzen und kommt so zu persönlichen Statements von Usern zu den gewählten Stichworten. Zum Anderen sollte man sich in Twitter mit anderen Usern vernetzen. Bis zu einem gewissen Grad lässt sich so auch die Themenbezogenheit steuern. Man followt User aus der gewünschten Zielgruppe und lässt sich auch von Usern aus der Zielgruppe followen. Hat man so mal eine Gruppe beisammen, heisst es geben und nehmen. Man wird viele persönliche Meinungen zu sehen kriegen und hat eine schöne Plattform, um seine Informationen unter die interessierten Followern zu bringen, die diese vielleicht sogar weiterverbreiten.
So einfach, wie Twitter funktioniert, so schwierig ist es, sich eine funktionierende Community aufzubauen und am Leben zu erhalten. Mehr über dieses Thema hatte Sam schon im April geschrieben:  Firmen müssen das Twittern lernen.

Facebook

Funktioniert grundsätzlich wie ein „Luxus-Twitter“. Auch hier gilt es zuerst, sich einen guten Stamm an interessierten Freunden aufzubauen. Hilfreich beim Zuhören sind die verschiedenen Gruppen in Facebook, die von jedem Mitglied erstellt werden können. Zum Einen kann hier auch wieder themenbezogen der Puls gefühlt werden, zum Andern bieten sie vielleicht die Möglichkeit, zielgruppengerechte User zu finden. Natürlich kann auch eine eigene Gruppe oder Unternehmensseite (Fanseite) eröffnet werden.  Auch hier sollte der Fluss immer in beide Richtungen gehen. Wenn es einseitig wird, funktioniert es nicht mehr.

Einen sehr guten Artikel über Online Monitoring in Social Medias hat Ralph Hutter im bernetblog veröffentlicht.

Braucht ihr die Social-Networks vor allem für die Selbstdarstellung oder setzt ihr sie auch zur Infobeschaffung ein? Habt ihr dort nützliche Inputs?

Im nächsten Teil gehe ich der Frage nach, ob sich das Zuhören auch auslagern lässt.

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Mai 20

dont-pokenVor einigen Monaten kamen niedliche, kleine Figürchen in den Handel, die eigentlich einen guten Nutzen boten. Diese Poken, wie sie sich nennen, dienen dazu, bei einem persönlichen Kontakt die Profile von den jeweiligen Social Networks auszutauschen. Diese Daten werden in den Poken gespeichert und können später per USB über das Web synchronisiert werden. Gibt es später Änderungen in den Profilen, werden diese automatisch auf dem Poken synchronisiert.

Nun hat das System in meinen Augen ein paar gewaltige Nachteile, die wohl auch verhindern, das sich die Pokens weiter verbreiten. Erstens ist man darauf angewiesen, das der Geschäftspartner ebenfalls im Besitze eines Pokens ist. Zweitens muss man den Poken immer mit sich herumtragen und drittens gibt es keine Poken, die nicht einen infantilen Touch haben. Diese Designs mögen vielleicht japanische Teenager begeistern, in der Businesswelt werden sich diese nicht durchsetzen können.

Nun ist die Abhilfe da, die sämtliche Nachteile zum verschwinden bringen und die ganze Funktionalität bewahren. Auf Mynameise.com kann man sich verschiedene Visitenkarten, mit den Profilangaben zu den wichtigsten Social Networks, definieren. Diese lassen sich dann über das Web mit anderen Usern von Mynameise.com tauschen. Dies ist an und für sich noch nicht spektakulär. Der wahre Nutzen ergibt sich daraus, dass dieser Vorgang auf einfachste Art und Weise mit jedem internetfähigem Handy möglich ist. In Planung sind auch angepasste Clients für das IPhone und andere Handys.

Dies ist wirklich ein Dienst, auf den ich gewartet habe. Man hat die ganzen Funktionalitäten von Poken, ist nicht unbedingt auf einen Face-to-Face Kontakt angewiesen und hat die aktuellsten Daten immer im Handy zur Hand. Und, dass ich es nicht vergesse, man muss kein Manga-Figürchen spazierenführen. Schenkt also die Poken euren Kindern und probiert diesen Dienst doch mal aus.

Was spricht noch für die Poken? Bieten sie wirklich noch Vorteile, die ich nicht sehe?

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Mai 11

dignat_onlineVor rund zwei Wochen habe ich in diesem Blog festgestellt, dass sich die jüngste Generation, die sich im Web bewegt, eher wenig für Twitter interessiert. Dieser Umstand hat mich neugierig darauf gemacht, was denn dieser Generation im Web wichtig ist. Bei den Recherchen bin ich auf eine Studie der Landesanstalt für Medien NRW (pdf) gestossen, deren Bericht gerade im April 2009 veröffentlicht wurde.

In der untersuchten Altersgruppe (12 bis 24 Jahre) hat sich gezeigt, dass 85% der Jugendlichen und jungen Erwachsenen das Internet mehrmals pro Woche benutzen. Die durchschnittliche Nutzungsdauer pro Tag beträgt fast zwei Stunden, wobei dies in etwa dem durchschnittlichen Fernsehkonsum entspricht. Bei den Aktivitäten im Netz zeigt sich, dass die Digital Natives vor allem Instant Messanger Dienste und Soziale Netzwerke benutzen. Beides nutzen ca. 69% der User.

Nachfolgende Grafik zeigt deutlich, in welchem Alter die Socialnetworks offenbar am interessantesten sind.

besuche

Der eine Teil der Jugendlichen nutzt die Social-Networks für das, wofür sie eigentlich stehen. Als Chance zum Beziehungsmanagement. Dieser Teil ergreift auch die Initiative in dem sie Gruppen gründen oder Inhalte produzieren.
Ein weiterer Teil nutzt die Netzwerke ganz einfach darum, weil es die anderen auch tun. Sie haben vor allem Interesse daran, Kontakt zu Gleichaltrigen zu halten und sich mit ihnen auszutauschen. Diese Gruppe ergreift eher weniger die Initiative, legt aber auch wert darauf, sich in der Gruppe Anerkennung zu verschaffen und somit auch die Kontakte zu erweitern.
Der dritte Teil sind mehr die „stillen Zuhörer”. Sie haben zwar ihren kleinen Freundeskreis, wobei sie aber nicht gross aktiv werden, um ihn zu erweitern. Diese Gruppe nutzt die Netzwerke vor allem zur Informationsbeschaffung und Unterhaltung.

Das Resultat der Studie hat mich eigentlich nicht gross erstaunt. Mich würde interessieren ob die Gruppe der 16 jährigen als 18 jährige immer noch so aktiv in den Socialnetworks sind. Wird sich dies weiter steigern? Oder flacht es ab auf das Niveau der heute 18 jährigen? Gerade für Werbetreibende die Jugendliche als Zielgruppe haben, könnte dies eine entscheidende Frage sein.

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Mai 05

ning_communityViele Firmen, Interessengruppen und Vereine vernetzen ihre Mitglieder in Sozialen Netzwerken wie Facebook, Netlog, StudiVZ und wie sie alle heissen. Warum nicht eine eigene kleine Social Community gründen? Wer jetzt denkt, dass dies nur mit viel Know How und unter hohem Zeiteinsatz möglich ist, kennt Ning.com noch nicht.

Gerade Facebook bietet für kleinere Interessengruppen die interessante Option, eine eigene Gruppe zu bilden, in der die Mitglieder sich zusammenschliessen können. Es ist mit wenigen Klicks bewerkstelligt, hat aber den Nachteil, das viele Gruppen in der Menge einfach untergehen und Facebook Mitglieder in vielen Gruppen angemeldet sind, aber dort nicht besonders aktiv in Erscheinung tretten. Wieso also nicht, mit ein wenig mehr Aufwand, ein eigenes Socialnetwork aufbauen, das sich aber dann dafür von den Facebookgruppen abhebt.

Ning.com bietet hierbei die nötigen Werkzeuge.  Alles was es braucht um loszulegen ist eine Registration bei Ning. Ist dies erledigt, kann man schon ans Werk gehen, um sich die Community zusammen zu stellen. Nach der Beantwortung einiger weniger grundlegenden Fragen steht sie auf einmal da – die eigene Community. Die Erstellung dauert kaum 2 Min. Danach kann noch das Layout angepasst werden. Es stehen einige Vorlagen zur Verfügung, die auch abgeändert werden können. Der CSS-Code kann ebenfalls direkt geändert werden. Somit ist es auch möglich, die Site komplet nach eigenen Wünschen zu gestalten.
Im weiteren werden diverse klassische Elemente für ein Socialnetwork angeboten. Dies geht von Foren über, Foto- und Video Uploads, Veranstaltungskalender, Blogs bis zur Gruppenerstellung. Die verschiedenen Module lassen sich per Drag and Drop auf der Seite anordnen. Es ist auch möglich, Widgets und Module von Drittanbietern einzubauen.
Gegen Entgelt ist es auch möglich, in verschiedenen Stufen, z. B. die Community unter einer eigenen Domaine erscheinen zu lassen oder die, von Ning, eingebledete Werbung wieder auszuschalten.

Das einrichten „seines” Sozialen Netzwerks ist in kürzester Zeit möglich und Kenntnisse in HTML oder CSS sind nicht nötig, um ein gutes Ergebnis zu erzielen.

Ning.com ist meiner Meinung nach das ideale Tool, um sich sein eigenes Soziales Netzwerk zu stricken. Wie das Beispiel von Christian Leu’s Westsiders zeigt, steht eine solche Kleincommunity Facebook eigentlich in nichts nach. Vor allem sehe ich den Vorteil darin, dass sich später die Mitglieder auch besser mit der Community identifizieren als wenn sie Mitglieder einer Gruppe im weitläufigen Facebook sind. Ich denke hier zeigt sich eine schöne Chance kleine lokale Social Communities zu gründen, die sich erst noch an den eigenen Bedürfnissen anpassen lassen.

Was meint ihr? Brauchts eine Alternative zu grossen Communities? Was habt ihr für Ideen, was man mit Ning noch so anstellen könnte? Wo wärt ihr eher aktiv? In einer Ning Community oder in einer Facebook Gruppe?

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Mrz 30

notenEiner der größten Motoren für das Web ist und war der Austausch von Musik. Ich denke, dass es einiges weniger Breitband Anschlüsse geben würde, wenn dadurch nicht der Austausch von Musik vereinfacht werden würde. In den Anfängen wurde Musik vorallem als MP3 Dateien Peer to Peer getauscht. Da diese Art des Austauschs nur durch Urheberrechtsverletzungen möglich ist, kommen in den letzten Jahren immer mehr Webdienste auf, die die Musik streamen.

Zum einen entstanden unzählige Internetradios, die mit geeigneten Radiogeräten, auch ohne Computer, direkt über W-Lan gehört werden können. Für User die dort die Interaktivität vermissen, entstanden Portale wie z.B. pandora.com. Diese brachten den Vorteil, dass der User sich sein Musikprogramm in Playlisten selber zusammenstellen konnte. Diese Playlisten konnten mit Freunden getauscht werden.

lastfm

LastFM ist ein Dienst der den Gedanken des Web 2.0 ziemlich weit verfolgt. Über eine spezielle Software kann der User die Infos seiner gespielten Musik, egal ob ab Computer, IPod oder IPhone, zu LastFM übertragen. In LastFM selber entstehen Listen, die aufzeigen was der User gehört hat. Es werden ihm von LastFM Vorschläge präsentiert, die seiner gespielten Musik ähnlich sind. Auch spielt der Social Media Gedanke mit, indem man dieselben Informationen seiner Freunde einsehen kann. Die verschiedenen Musikprofile werden auch untereinander verglichen und nach Gemeinsamkeiten gerated. Man sieht also welche Freunde den gleichen oder einen ähnlichen Musikgeschmack haben.

blipfm1

Blip ist ein Musikdienst, der sich sehr eng an Twitter anlehnt. Man braucht kein spezielles Login, sondern logt sich mit dem gleichen Benutzernamen wie in Twitter ein. Über die Suche findet man seine gesuchten Musikstücke oder Interpreten und kann sie sich gleich anhören. Gefallen sie einem und möchte man die Welt daran teilhaben lassen, werden sie “geblipt”. Das heißt, es öffnet sich ein Texteingabefeld, indem man einen Kurztext eingeben kann. Dieser Text wird dann, zusammen mit einem Link auf Blip, in Twitter veröffentlicht. In Blip selber kann der Song zu den Favoriten hinzugefügt werden, was dazu führt, dass man mit der Zeit über eine eigene Playlist verfügt. Von den anderen Usern kann man für das “blipen” mit sogenannten Props belohnt werden. Diese können und sollen natürlich wieder weitergegeben werden.

Ich selber benutze diese Dienste sehr gerne und immer mehr. Sie sind für mich die perfekte Verschmelzung von Musik und Web 2.0.

Wie haltet ihr es mit Musik und Internet? Kennt Ihr diese Dienste oder setzt ihr andere ein? Wie könnte sich das Musikhören im Internet weiterentwickeln?

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Mrz 19

Sie waren vor Facebook bekannt – die Business-Networking Plattformen XING und LinkedIn. Sind diese Portale in heutigen Facebook-Zeiten noch relevant? Werden sie längerfristig überleben?

Besucherzahlen steigen leicht
Wenn man die Besucherzahlen der beiden Networking-Portale XING und LinkedIn anschaut, merkt man: beide Websites haben steigende Zahlen – Benutzer wandern also noch nicht zu Facebook ab. Die folgende Grafik zeigt XING, LinkedIn und zum Vergleich auch die steilere Kurve von Twitter.

xing-linkedin

Im Vergleich zu Facebook: nichts
Setzt man statt Twitter Facebook als Vergleich in die Grafik, merkt man schnell, dass hier in unterschiedlichen Ligen gespielt wird:

xing-linkedin-facebook

Was heisst das wirklich?
So simpel funktioniert der Vergleich nicht. XING/LinkedIn werden oft zu salopp als “Social Networks” bezeichnet. Facebook unterscheidet sich davon stark, indem es dort (bisher) nicht primär ums Networking mit Branchenleuten geht. Facebook dreht sich um schon bestehende Kontakte. Ausserdem schränken XING wie auch LinkedIn die Funktionalität für Nichtzahlende ein. Bei XING so stark, dass die Plattform für “Normalos” unbrauchbar ist und die Profile brach herumliegen, um von Headhuntern abgegrast zu werden.

Chancen? Letzte sind noch da.
Facebook wird eine Rolle spielen in der Zukunft dieser beiden Plattformen. Man wird immer weniger bereit sein, fürs Besichtigen von toten XING-Profilen zu zahlen. Diese Plattformen müssen sich der heutigen Zeit anpassen und offener werden. Facebook hat alle Funktionalität eingebaut, um diese Websites auch im Business-Bereich abzulösen – nur hat man das noch nicht kapiert. XING & Co. müssen jetzt handeln.

Das schreibe ich als einer, der seine momentane Arbeitsstelle XING verdankt. Wie sind eure XING/LinkedIn-Erfahrungen? Seht ihr auch, dass Facebook immer mehr im Business-Bereich aufholt? Oder kann man Facebook wegen dem Sperr-Trend vergessen?

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Mrz 02

social-mediaVor einer Woche habe ich hier zwei Gründe aufgezählt, weshalb Social Media nicht mit anderen Online-Werbeformen verglichen werden kann. Meine Äusserungen gaben Anlass zu heftigen Diskussionen, weshalb ich hier zwei weitere Punkte nachschiebe, weshalb Social Media weit anspruchsvoller ist.
 

Social Media passt nicht in die bestehenden Strukturen
Wer in der Firma ist für Social Media Projekte verantwortlich? Gibt es in heutigen Strukturen einen klaren Bereich, dem Social Media zugewiesen werden könnte? Ich denke nicht.

Social Media gehört etwas ins Marketing, dann passt‘s natürlich auch in den Bereich PR und Kommunikation. Die Abteilung, welche sich um die Inhaltsproduktion und Pflege kümmert, würde ebenfalls zum Einsatz kommen und zu guter Letzt die Technik, die sich dem Aufbau und der Programmierung annimmt. Also kann sich definitiv keiner dafür verantwortlich fühlen.

Die Lösung: Der Chef bestimmt einen Verantwortlichen (Projektmanager) der Zugriff auf die verschiedenen Ressourcen und Abteilungen hat und lässt sich von einem externen Partner beraten, das in dem Bereich Erfahrung hat.

Die Inhalte in Communities kennen keine Grenzen
Im Marketing spricht man gerne von Zielgruppen und hofft damit die Leute gefunden zu haben, die als potentielle Kunden durch gehen sollten. Dumm nur, dass die Personen dieser Zielgruppe meist nicht wissen, dass sie dazu gehören und deshalb die Wirkung der Werbung ausfällt. Aber lassen wir das Thema.

Permission-Marketing, AdWords-Kampagnen, Bannerwerbung, Affiliates etc können strikt innerhalb von Landesgrenzen eingesetzt werden. Wie sich Communities entwickeln, lässt sich hingegen nur schwer steuern. Natürlich haben wir in Europa den Vorteil, dass wir unser gewünschtes Publikum über die Sprache leicht eingrenzen können (der Nachteil ist, dass dies die Userzahl stark limitiert), baue ich aber etwas in Englisch auf, wird meine mögliche Userschaft die Welt. Wieder ein Punkt, den ich meinem Chef beim Überzeugunggespräch für ein Social Media Projekt schlecht erklären kann.

Zwei weitere Punkte die belegen, dass es Mut und Pioniergeist braucht, um sich an Social Media heranzumachen. Aber wie sagt man so schön: Wer nichts wagt, der nichts gewinnt!

Welche Punkte seht ihr noch, die die Entwicklung der Zukunft im Internet hemmen?

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Feb 23

4 Social Media LügenDie Abonnenten dieses Blogs wissen: die sozialen Online-Netzwerke verändern die Dynamik im Internet für immer. Wer selbst Aktivitäten im Web durchführt, wird sie jetzt überdenken müssen. Dazu hier einige oft gemachten Annahmen, die nicht stimmen.
 

Lüge 1 – Guter Inhalt ist alles
Manche lernen aus Frustration: es reicht einfach nicht, einen guten Blogartikel zu schreiben. Eine Firmen-Website mit gutem CMS und hervorragenden Autoren – damit ist noch nicht “die Hälfte getan”. Ein Lauffeuer entfacht sich selten von alleine. Guter Inhalt kriegt nicht einfach so die Aufmerksamkeit, die es verdient.

Lüge 2 – Es gibt keine Regeln
Ich plädiere dafür, bewusst (und legal) Regeln zu brechen, kreativ zu sein. Regeln sind dennoch real. “Das Netzwerk” denkt mit menschlichen Gehirnen und hinterschaut deine Absichten besser als Software das könnte. Wer als Selbst-Promoter abgestempelt wird, ist weg vom Fenster – die Aufbauarbeit abzuschrieben.

Lüge 3 – Social Media Marketing ist einfach
Es ist schwer. Wer denkt, eine Kombination aus Blog, Facebook-Gruppe und Twitter-Stream reicht aus, irrt sich. Es wird nicht automatisch Besucher anziehen. Dass ein solcher Versuch nicht funktioniert, liegt nicht daran, dass die sozialen Netzwerke nicht funktionieren. Eher daran, dass du noch nicht darin funktionierst.

Lüge 4 – Die sozialen Netzwerke sind ein vorübergehender Hype
Einige sagen, die benötigte Zeit sei verschwendete Zeit. Der Hype würde enden. Fakt: das Internet ist in sich sozial. Die Plattformen werden sich verändern, sich gegenseitig ablösen. “Conversational Marketing” wird nicht verschwinden. Es wird seine hohe Glaubwürdigkeit behalten. Web 2.0-Plattformen werden das Normale werden bzw. bleiben.

Mehr über solche Lügen schreibt Eric Brantner in seinem Artikel “Don’t Believe these 10 Social Media Myths” (englisch) aus dem die hier erwähnten Lügen frei abgeleitet wurden.

Auch schon einer Social Media Lüge aufgesessen? Schon Dinge erlebt, die einfach nicht funktionieren wollten? Allenfalls schon durch bessere Partizipation das Ergebnis positiv verändern können? Bin um Antworten (und Fragen) in den Kommentaren dankbar.

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Feb 13

auktionImmer mehr scheint es so, dass der Nutzen von Twitter erkannt wird. Nun hat auch das größte Online-Auktionshaus der Schweiz, Ricardo.ch, das Potenzial erkannt, das in Twitter steckt.

Neu kann jede einzelne Aktion über einen Link direkt in Twitter publiziert werden. Dies ist nicht nur für den Inhaber der laufenden Auktion möglich, sondern kann von jedermann genutzt werden. So ist es möglich die eigenen Auktionen in Ricardo.ch direkt seinen Followern in Twitter schmackhaft zu machen. Wenn man nun in Ricardo auf eine Auktionen stößt, die für die eigenen Followern in Twitter interessant sein könnte, kann ebenfalls direkt aus Ricardo ein Tweet abgesetzt werden.

Gemäß Ricardo wird die neue Funktion bereits fleißig genutzt. Da der Microblogging-Dienst Twitter in der Schweiz immer mehr genutzt wird, ist abzusehen, dass das Auktionshaus vermehrt Besucher über Twitter generieren wird.

Ein anderer Dienst der neu von Ricardo zur Verfügung gestellt wird, ist ein neues Gadget für iGoogle. Dies kann auf der personalisierten Startseite von Google integriert werden. Dieses Gadget bietet einen Überblick über die neuen Auktionen, die Auktionen die bald beendet werden und weitere wichtige Informationen für Ricardo User.

Dieses Beispiel zeigt deutlich, wie Websites, die dem Web 2.0 zugeordnet werden, ihre User noch mehr einbeziehen können. Dies wäre vielleicht auch ein gutes Beispiel, für Dienste wie Exila oder für Shopping-Sites wie z.B. DayDeal.ch.

Was haltet ihr davon, dass die User immer mehr für Marketing eingespannt werden? Kennt ihr weitere kommerzielle Sites, die bereits Twitter oder Facebook verwenden um ihr Angebot im Web bekannt zu machen? Wird dieser Trend anhalten?

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Feb 03

FacebookObwohl Facebook viele Daten von den rund 150 Millionen Nutzer hat, konnte das Unternehmen keinen Profit daraus schlagen. Mit dem Umfrage-Tool “Engagement Ads” soll das nun anders werden.

Am WEF in Davos hat Facebook ein neues Toll vorgestellt. Mit dem können nun Unternehmen bei der gewünschten Zielgruppe Umfragen starten. Das Tool mit dem Namen “Engagement Ads” nutzt dabei die die bestehenden Daten der Facebook User wie Geburtstag, Herkunftsland, persönliche Informationen (zB. Familienstand) und die sexuelle Ausrichtung.

“Engagement Ads” wurde am WEF in Davon vorgestellt und eine erste Umfrage wurde präsentiert. Dabei wurde den palästinensischen und israelischen Facebook-Usern eine Frage über den Weltfrieden gestellt. Auch in den USA wurde ein Test bei 120‘000 Nutzern gestartet. Innert Minuten lagen die ersten Ergebnisse vor, also praktisch in Echtzeit.

Die Marktforscher sehen in dem neuen Tool grosses Potenzial, da die Umfrage sehr einfach bei der gewünschten Zielgruppe erfolgen kann und sehr schnell Ergebnisse liefert.

Kommen solche Umfragen bei den Facebook-Usern an oder ist das für ein Social Network bereits wieder zu kommerziell?

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