Okt 20

Der Kollege Paul Marsden von socialcommercetoday hat mal wieder ein echtes Fundstück zutage gefördert, dass hier Erwähnung finden sollte. Denn was der englische Modeladen French Connection sich hat einfallen lassen um seinen Online Shop mit Social Media zu promoten ist ein echtes Paradebeispiel.

Vor einiger Zeit hatte ich schon über www.booneoakley.com berichtet, eine Werbeagentur, die keine Webseite mehr hat, sondern nur noch Youtube Videos. Wie die Verlinkung der Videos technisch funktioniert hatte ich in diesem Post beschrieben. Nun ist French Connection auf diesen Zug aufgesprungen und hat es nochmals ein paar Schritte weiter gebracht. Und nebenbei auch noch einen chicen neuen Namen für das Konzept geprägt: Youtique!

Der Shop von French Connection ist zwar nicht in Youtube integriert (was auf dem Video Portal auch nicht wirklich möglich ist), aber jede Menge Videos, die sozusagen den Katalog der Kollektionen als Bewegtbild zeigen – http://www.youtube.com/frenchconnection

Über die annotation und links haben sie sehr elegant die einzelnen Kleidungsstücke markiert, per click gelangt man dann zur website mit dem online shop in dem man bestellen kann.
Neben den Kataloginhalten  gibt es natürlich auch noch stimmungsvolle Werbeclips und eine eigene Fashionshow, in der neue Trends und Kleidungsstücke vorgestellt werden, Tipps wie man die Sachen schön kombinieren kann und welche Accessoires dazu passen.

Auch wenn ich nicht der grosse Fashionshopper bin, eine beeindruckende Lösung wie ich finde. Das Model wird sicher Schule machen und bald werden wir noch mehr Brands sehen die das Konzept übernehmen.

Wie findet ihr die Idee? Eine vorausdenke Lösung um Klamotten richtig in Szene zu setzen oder Spielkram?

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Aug 25

Es ist wohl der Traum eines jeden Unternehmers: Das Geld kommt schon bevor man überhaupt angefangen hat und die Arbeit eines Jahres ist schon verkauft. Dann hat man noch Business Angels, die zwar bezahlen, aber keine Anteile am Unternehmen damit erwerben. Und um Marketing, Akquise, Logistik und Rechnungswesen kümmert sich auch noch jemand anderes. Klingt wie ein Traum, ist aber wahr. Und funktioniert auch in diesem Beispiel.

Naked Wines ist die Geschichte von sieben Freunden, die alle ihre Jobs geschmissen haben und all ihre Erspanisse, Zeit und Herzblut in eine Idee investierten. Naked Wines. Es sollte etwas ganz anderes werden als einfach grosse Labels zu verkaufen und die reichen noch reicher zu machen. Die Idee war viel mehr, kleine Winzer das machen zu lassen was sie am besten können: Wein!

Also haben die Jungs von Naked Wines kleinere Winzer gesucht. Wer bisher guten Wein gemacht hat und ins Programm aufgenommen wurde hat ein feines Leben. Die gesamte Produktion wird abgekauft und sofort komplett bezahlt. Damit haben die Winzer den Kopf und den Terminkalender frei um die nächste tolle Ernte einzufahren und sich in den Kellern um die Eichenfässer zu kümmern.

Bei Naked Wines kann jeder Mitglied werden als Käufer und diese auserlesenen Weine bestellen. Ein weiterer interessanter Punkt ist das Business Angel Modell. Wir alle können Business Angels werden und einen kleinen Betrag im Jahr bezahlen. Damit kauft man aber keine Anteile (man will vermeiden, dass irgendwer den Winzern ins Tagesgeschäft reinredet), sondern bekommt dafür Vergünstigungen beim Weinkauf. Das Geld steckt sich aber nicht Naked Wines in die Tasche, sonderm wird an die Winzer ausgeschüttet.

Warum “nackte Weine” als Namen? Weil Dafür gesorgt wird, dass man soviel wie möglich über die Winzer erfährt. Ihr Geschichte, Ihre Leidenschaften und Ideen. Als Business Angel kann man jederzeit die Winzer besuchen und sich vor Ort ein Bild machen. Alles soll ganz transparent sein und man will die Menschen, die hinter dem Wein stecken in den Vordergrund stellen.

Das klingt natürlich alles sehr ritterlich und nach einem sehr gewagten Business Modell. Doch es funktioniert. Nach 18 Monaten hat Naked Wines 80.000 registrierte User, 25.000 sind Business Angels geworden und spenden im Durchschnitt 20 Pfund im Jahr. Nach nur 1,5 Jahren verschickt Naked Wines 35.000 Flaschen pro Woche.

Ich muss sagen, meine Verbeugung und mein Kompliment! Was haltet Ihr von dem Modell und dem Erfolg?

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Aug 09

3 C of e-commerce content community commerceBereits vor Jahren wurden die 3 C’s für erfolgreiches Online Verkaufen propagiert: Content, Community, Commerce. Doch der Erfolg blieb aus. Mittlerweile ist die Basis für die einfache Umsetzung der 3 C’s vorhanden – und die Geschäfte florieren.

Die Formel klingt ganz einfach. Ständig interessante Inhalte liefer die Mehrwert schaffen, dadurch hält man User langfristig bei Laune und das Interesse hoch. Eine starke Gemeinschaft bilden, die durch Empfehlungen, Bewertungen und Rezensionen Kaufanreize schafft, sowie schlussendlich ein einfaches und spannendes Shopping erlebnis auf der Seite selbst.

Doch die Umsetzung der “einfachen” Formel gestaltete sich schwierig. Zum einen ist städinges Content liefer zeitaufwändig – und somit teuer. Für den kleinen Händler der als one man show agiert ein schier unlösbares Problem, weil weder die Zeit da ist, oft die Umsätze den Aufwand nicht refertigen konnten.
Ebenso der Aufbau einer starken Community: nicht einmal Amazon, obwohl meisterhaft im Bereich Vorschlagssytem, Empfehlungen und Rezensionen, hat es bis heute geschafft eine echte Community aufzubauen, im Sinne von Usern die sich direkt austauschen (daher auch der Schritt zur Facebook Zusammenarbeit). Der letzte Punkt war für viele der einzige, der realistisch umsetzbar war.

Nun ist alles anders und der Einfluss der 3 C’s bringt Umsatzzuwächse die jeder Kriese trotzen. Die Verbindung von Shopping Erlebnis und Social Networks funktioniert hervorragend. Die Communities sind schon da und die nötigen Plattformen mit all ihren  Funktionen für Empfehlungen und virale Verbreitung machen es den Händlern leicht. Wer seine Community richtig aufzubauen weiss, der wird auch beim Content entlastet, weil die User in vielen Fällen gerne eigenen Content beisteuern – den viel beschworenen UCG. Ein weiteres Beispiel sind die aufblühenden Groupbuying Seiten. Fröhliches miteinander Shoppen zu Discountpreisen boomt wie kaum ein anderes e-commerce Thema.

Ein weiterer Faktor ist natürlich auch der demografische Aspekt. Die ersten Digital Natives sind mittlerweile in Lohn und Brot, haben also Geld zum ausgeben. Sie sind ans online Shopping gewöhnt und haben keine Berührungsängste wie viele aus den Generationen davor. Allerdings  ist die neue Zielgruppe anspruchsvoll und erwartet mehr als nur einen simplen Shop. Es darf gerne ein ein bisschen mehr Entertainment und Spass dabei sein.

Dadurch hat e-commerce seit geraumer Zeit jährliche Zuwachsraten von 19%. Selbst im Kriesenjahr 2009, als der Handel -2% oder schlimmer verzeichnete hatte e-commerce noch ein Plus von 1,4%.

Die 3 C’s, eine klare Sache – was denkt ihr fehlt noch? Was boostet den e-commerce noch?

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Aug 04

Liest man Facebook und Amazon zusammen, denkt man als erstes an die Konkurrenten im Shopping Bereich. Amazon, der Übershop mit jahrlelanger Erfolgsquote und Facebook, der Aufsteiger mit frischer Eigenwähnrung. Warum in aller Welt sollten die beiden sich zusammenschliessen, wenn zunächst auch nur für diesen Pilot mit Max Factor von Procter & Gamble? Weil es ein win-win-win Coup ist!

Schaut man sich den neuen Shop von Max Factor auf Facebook an, sieht man schnell, dass der eigentliche Einkaufsprozess (Warenkorb, Bezahlung, Logistik) nicht eigenständig ist, sondern von Amazon UK gehandelt wird.

Warum Procter & Gamble mit macht
Die Kunden des Kosmetik, et al. Giganten sind zum weitaus grössten Teil Händler und nicht Endkonsumenten. Warum diese vergraulen mit dem Direktangriff auf den Endkunden? Weil man es oberflächlich gesehen schon lange macht. Die Produkte sind schon seit geraumer Zeit bei Amazon erhältlich. Da man aber Amazon benutzt um den Facebook Shop zu betreiben, stärkt man die Beziehung zum Online Shopping Urgestein. P&G verkaufen weiter an den Händler und nicht an den Endkunden. Nur nutzt man nun gemeinsam die weltgrösste Internetplattform.

Warum Amazon gerne mitspielt
Eigentlich sollte man denken, Amazon will sich nicht von den Social Media Flegeln in die Suppe spucken lassen, die sie seit so langer Zeit erfolgreich kochen. Auch wenn Amazon ein sehr ausgeklügeltes und gutes Empfehlungsmarketing hat, so sehe ich immer nur was “Andere” gekauft haben, nicht aber was meine direkten “Freunde” kaufen, bewerten und empfehlen. Die Social Networking Komponente ist ein Mauerblümchen bei Amazon. Somit nutzt man gerne diese Stärken von Facebook mit seinen 500 Millionen Nutzern und wird freudestrahlend und kasseklingelnd Erfüllungsgehilfe für alles was f-commerce ist.

Warum Facebook auf den Zug springt
Gerade hat Facebook seine eigene Währung in Umlauf gebracht, warum sollte man da einen Partner suchen, der das Shopping handelt und echtes Geld statt Facebook Gold an Amazon bezahlt wird? Weil Facebook ebenfalls etwas fehlt. Die enormen Ressourcen und Tools von Amazon zu Lagerhaltung, Logistik und Abrechnung. Somit kann Facebook diesen aufwändigen und kostspieligen Teil einfach dem Branchenriesen überlassen und sich weiter aufs Kerngeschäft Networking konzentrieren, aber dennoch seinen zahlenden Kunden – den Shopbetreibern – einen enorm umfangreichen Service bieten.

Was es für all die anderen grossen und kleinen Händler bringt
Wenn das System Schule macht und als Komplettpaket angeboten wird, mit nahtloser Integration, bedeutet das, dass wir alle das beste aus beiden Welten nutzen können um unsere Produkte loszuschlagen. Auf dem grössten und meistbesuchten Portal des Internets. Mit all den tollen Social Commerce Vorteilen. Mit Word of Mouth und was “Andere” gekauft haben. Mit einer Shop Infrastruktur im Hintergrund die seines Gleichen sucht.
Plus ein einfaches Shoppingerlebnis für den Endkunden bedeutet, ohne dass er seine liebste Seite -Facebook- verlassen muss.

Ein Geniestreich wie ich finde, wer denkt anders? Die Diskussionsrunde ist eröffnet.

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