Mai 13

Facebook SecurityFacebook hat heute Morgen in einem Blog-Post neue Sicherheitsmassnahmen vorgestellt, welche uns in Zukunft vor Spam, Scam und Hacker-Attacken schützen sollen. Nach den zahlreichen WOW-Pleiten und ähnlichem bringt der neue Ansatz hoffentlich wieder Ordnung auf unser aller Pinnwände. Doch was genau  bedeuten die neuen Bestimmungen für die einzelnen User?

Um Hacker-Angriffe zu vermeiden, kann man die Sicherheitseinstellungen so konfigurieren, dass jedem Facebook-User eine Nachricht per SMS zugestellt wird, sollte er sich von einem “ungewohnten” Gerät anmelden. Das heisst also, Facebook “merkt” sich, von welchen Geräten wir uns normalerweise anmelden. Die Idee, uns so vor Hacker-Angriffen zu schützen scheint effizient, jedoch bedeutet dies auch, dass ich mich ohne mein Mobilgerät nicht mehr auswärts einloggen kann.

Facebook Sicherheit

Die Einstellungen dazu können unter dem Tab “Kontosicherheit” geändert werden.

Auf der anderen Seite sollen Self-XXS und Clickjacking, wozu auch das WOW-Problem zählte, in Zukunft von Facebook blockiert werden, und es wird ein zusätzlicher Warnhinweis angezeigt, sollte man auf einen versteckten Wurm geklickt haben.  Zudem hat sich Facebook professionelle Hilfe gesucht und ging eine Partnerschaft mit der Firma “Web of Trust” ein. Klicken wir in Zukunft auf einen Link, welcher auf eine als nicht sicher eingestufte Seite führt, zeigt Facebook wiederum eine Warnung an.

Die Reaktionen von Seiten von Facebook waren zu erwarten, nachdem diese Woche u.a. BBC News einen Artikel publizierten, worin sie behaupteten, Facebook hätte private Daten “aus Versehen” durch Fehler in Applikationen weitergegeben.

Ob und wie sehr sich die Sicherheitsmassnahmen bewähren werden, sehen wir in naher Zukunft. Es bleibt die Frage ob, wenn Facebook anscheinend Lücken in der Datensicherung aufweist, noch jemand gerne seine Mobilnummer hiterlegen möchte?

Mehr zum Thema: Facebook How To 1/15 – Sicherheit, Datenschutz & Privatsphäre

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Nov 17

Facebook hat am Montagabend die neuen Facebook Messages bekannt gegeben. Facebook Messages verbindet alle Kanäle zu einem Ganzen. Egal ob Email, Chat oder SMS, alles wird unter einem Element bzw. einer Person gespeichert.


Wie es aussieht hat uns Facebook nun endlich eine Lösung für unser Kommunikationschaos auf den Tisch gelegt. Egal ob der andere über das Telefon, Chat oder Email erreicht werden will, man braucht dazu nur noch seinen Namen auf Facebook. Faceboook stellt somit nun auch für jeden Benutzer die Möglichkeit bereit,  eine @Facebook.com Email Adresse zu beantragen. Beantragen könnt ihr dies auf der Facebook Messages Seite am unteren rechten Rand (siehe Bild)

Facebook will mit “Messages” nicht wieder eine Email-Inbox zur allgemeinen Kommunikation bereitstellen, sonder Facebook Messages stellt eine Social Inbox dar, wo man als “default”-Einstellung nur die Nachrichten seiner Freunde angezeigt bekommt. Wenn man aber nun externe Kontakte (welche nicht auf Facebook sind) in die normale Inbox integriert, erscheinen diese Personen ab diesen Zeitpunkt an auch in der Inbox. Zusätzlich hat man über die Privateinstellungen stets die Möglichkeit, Nachrichten bzw. Personen zu blocken oder wieder zuzulassen.

Sicherlich der grösste Unterschied zum “normalen” Email ist die Organisation der Inbox. Facebook Messages organisiert die Nachrichten nicht mehr nach “Betreff” sonder eben nach Personen. Wenn ich das richtig verstanden habe, fällt in Zukunft das Betreff-Feld komplett aus der Kommunikation bei Facebook.

Etwas sehr schönes an dem Ganzen ist eigentlich, dass damit ein kompletter Lebenslauf einer Konversation bezogen auf eine bestimmten Person gebündelt in einem einzigen Kanal betrachten werden kann.

Denkt ihr Facebook wird damit Google überrennen?

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Jun 14

Seit wir alle mit unseren Smartphones durchs Leben rennen, verabreden wir uns auch ganz anders. Kaum noch ein Treffen kommt beim ersten Versuch zustande.

Weil die schnelle und kurze Kommunikation immer mehr zu einem festen Bestandteil in unseren Leben wird, nehmen wir es auch mit den Verabredungen nicht mehr so genau. Sachen wie: “Komm – entscheiden wir doch spontan” oder “ich rufe dich an, wenn ich einen freien Slot finde” verlassen täglich unser Sprechorgan. Heute gilt nur noch als unhöflich, wer sich gar nicht meldet.

Gut – sie bietet sich ja auch geradezu an, diese Unverbindlichkeit. Wenn man sich den traurigen Augen des Gegenübers nicht mehr stellen muss, sinkt die Hemmschwelle. Und doch ist die Verbindlichkeit ist wichtig, vor allem unter Freunden.

Früher – als wir noch keine Handys hatten – haben wir uns darauf verlassen, dass der Andere pünktlich zu einem Treffen erscheint. Wenn man dann nicht kam oder zu spät erschien, hat man jemanden enttäuscht oder zumindest seine Zeit vergeudet.

Heute ist es anders. Wenn alle davon ausgehen, dass man immer eine SMS oder einen Tweet schreiben kann, dass man erst eine halbe Stunde später kommt, dann ist das nicht weiter schlimm. Weil es dann alle machen. Aber solange das noch nicht fix in unseren Köpfen ist, funktioniert es einfach noch nicht.

Wie alles andere mit der Zeit geht, so ist es auch mit dem Verständnis für die Verbindlichkeit. Es hat sich mittlerweile schon an die aktuelle technische Kommunikation angepasst. Der Mensch ist heutzutage mit den Mitteln ausgestattet, um seinen Tag ganz flexibel zu gestalten. Der Umbruch ist schon passiert – und noch nicht alle verstehen die Verbindlichkeit bereits auf die neue Art und Weise. Etwas hat noch einen höheren Stellenwert als sonst eingenommen: Der Respekt. Er drückt sich nämlich darin aus, zu erkennen, ob der andere Mensch schon für die neue Art der Terminvereinbarung ist, oder eben noch nicht.

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Feb 26

SpracheViele Studien belegen: die Kommunikation via E-Mail, SMS oder über soziale Netzwerke ist beliebter als das persönliche Gespräch – vor allem bei Kindern und Jugendlichen. Doch wie beeinflusst das Internet die Sprache, deren Wandel und Gebrauch tatsächlich? Ein Erklärungsversuch.

«Das Internet lässt die Sprache verkümmern». Diese These würden wohl viele Linguisten ohne zu zögern unterschreiben. Ihre Argumente: per SMS wird bestenfalls noch in Satzfragmenten kommuniziert. In Chats trifft der Leser mehr auf so genannte «Inflektive» – *knuddel*, *dich liebhab* – als auf vollständige Satzkonstruktionen. Ganz zu schweigen von den Emoticons.

Es gibt jedoch auch Sprachwissenschaftler, die die sprachlichen Entwicklungen unter dem Einfluss des Internets mit weniger Argwohn betrachten. Denn eines ist klar: Sprachwandel gehört zum Wesen einer lebendigen Sprache.

Internet: Konventionelle Regeln ohne Bedeutung

In unserem Alltag sind Gespräche auf eine bestimmte Art und Weise organisiert. Es existieren Regeln, die die meisten Menschen mehr oder weniger intuitiv beherrschen: Wer eröffnet ein Gespräch, wie verläuft dieses, wer hat das Rederecht, wann erfolgt ein Sprecherwechsel.

Auch geschriebene Texte folgen – meistens jedenfalls – klaren Regeln. Sie bestehen aus ganzen Sätzen. Sind in sich geschlossen. Wohlgeordnet. Linear. Meist mit einem Anfang, einem Hauptteil und einem Schluss.

Und nun das Internet: Alle aus der Sprachwendung bekannten Regeln verlieren hier ihre Geltung. Und zwar uneingeschränkt. Die Frage ist nun: entsteht hier gar eine eigene Sprachform? Und wie soll diese heissen? Wie so oft im Netz zu lesen: Weblish, Netspeak oder Techno-Babble?

Neue Sprachelemente

Natürlich ist das Internet auch voll von höchst konventionellen und klassischen Textformen. Aber eben nicht in sozialen Netzwerken, Chats oder Newsgroups. Hier kommen absolut neue Sprach-Elemente hinzu. Dominiert wird diese Art der Kommunikation vor allem von der so genannten konzeptionellen Mündlichkeit. Der Schreiber mimt die gesprochene Sprache. «Hoi du, lass’ uns ins Kino gehn’». Hier wird «hallo» durch «hoi», «in das» durch «ins» oder «gehen» durch «gehn‘» ersetzt. Und genau hier findet der Sprachwandel statt.

Oft dominieren die neuen Elemente die hergebrachten sprachlichen Regeln. Oder sie ersetzen, durchdringen oder entwerten sie gar. Auch Abkürzungen wie «lol» (laughing out loud) oder «btw» (by the way) gehören zum täglich Sprachgebrauch der User. Insgesamt geht es bei der konzeptionellen Mündlichkeit oder beim Gebrauch der bereits erwähnten Inflektive darum, Nähe zwischen den beiden «Gesprächspartner» zu schaffen. Und die fehlt im Netz bekanntlich ganz und gar.

Sprache als Zeichensystem

Doch der Sprachwandel wird natürlich nicht nur durch die Sprache und deren Gebrauch in sozialen Netzwerken statt. Denn die Sprache und deren Nutzung wird ebenso durch die Hypertextualität sowie durch eine gut durchorganisierte Mischung und Anordnung von Sätzen, Bildern, Logos und weiteren grafischen Elementen des Internets geprägt. Daher ist es wohl dringend nötig, die Sprache künftig nicht mehr nur als Schrift, sondern eben als komplexes Zeichensystem zu verstehen. Doch davon mehr im nächsten Blogpost von kommendem Freitag, 4. März 2010.

Und was denkt ihr? Führt das Internet und seine Sprache zum Verderbnis derselben? Oder ist es viel eher eine Bereicherung für die Sprache und ihre Entwicklung?

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