Feb 12

online-shopWir hatten letztes Jahr in einem Beitrag die Werbung auf den grossen Newsportalen analysiert. Inzwischen haben sich die Newsportale weiter verändert und werden immer mehr zu OnlineShops.

In der heutigen Ausgabe hat persoenlich.com die Newsportale von Blick, Tagi, 20 Minuten und NZZ bezüglich der kommerziellen Angebote analysiert. Diese vier Portale kämpfen mit sinkenden Einnahmen bei der klassischen Bannerwerbung. Deshalb setzten die Verlagshäuser immer mehr auf andere Geschäftsmodelle, um mit der Online-Ausgabe Geld zu verdienen.

Der Trend bei den Portalen ist ganz klar zu erkennen. Neben den klassischen Werbebannern werden immer mehr Produkte oder Dienstleistungen zum Kauf angeboten. Die Newsportale waren in den letzten Monaten kräftig auf Einkaufstour oder schlossen Partnerschaften zu Drittanbietern ab. Ringier gehört geschenkidee.ch und man hat Beteiligungen an BettyBossi. Auch der Tagesanzeiger hat diverse Beteiligungen abgeschlossen.

Alle Portale setzten also auf das gleiche Pferd, bei der Umsetzung gibt es jedoch einige Differenzen. So findet man bei 20 Minuten fast einen klassischen OnlineShop. Blick und NZZ haben die kommerziellen Angebote sehr gut in die Seite integriert. Beim Tagi gehen die Angebote neben dem redaktionellen Content fast etwas unter.

Haben die Newsportale die richtige Strategie gewählt und lassen sich über diese kommerziellen Angebote genug Einnahmen generieren. Oder müssten die Portale viel mehr auf das Web 2.0 setzten?

Share |

\\ tags: ,
4 Kommentare »

Jan 12

Die klassische Werbung schaut einem harten Jahr entgegen. Dies war unter anderem in der Woche im Cash zu lesen.
Das wird auch die Internet-Werbung treffen. Erstens wegen der aktuellen Wirtschaftlage und zweitens weil im Web, und gerade dort, die Unterbrechungs-Werbung (Banner etc) immer weniger goutiert werden. Eine Chance für die Agenturen, allerdings eher für die Online Marketer als für die Klassiker.

Seit etwa 2000 erleben wir einen Wandel im Marketing, der von den Marketer Flexibilität und schnelle Anpassungsfähigkeit erfordert. Dass hier die klassischen Werber mit Ihren starren Führungsstrukturen ins Schleudern kommen ist offensichtlich. Sagt der Art Director grün, machen alle grün. Schreit er nach links, laufen alle nach links. Klar, dass hier Innovationen und schnelle Reaktionszeiten nur eine kleine Chance haben.

Die Online Marketer
Im Online Marketing und in den Online Agenturen sieht das anders aus. Die fachliche Hierarchie ist flach, vom CEO bis zum Sachbearbeiter kann sich jeder einbringen. Denn dort weiss man, dass Ideen und Innovationen nicht nur von einer Person aus kommen, das Internet ist viel zu komplex und ändert sich laufend. Aber auch im Online-Markt werden nur die einen als Sieger aus der bevorstehenden Wirtschaftslage herausgehen.
Das klassische Unterbrechungs-Marketing hat ausgedient, Banner-Werbungen werden als störend betrachtet und verlieren an Wert. Dies wirkt sich stark auf die Art aus, wie im Internet um User geworben werden kann. Die User definieren sich selber, gehören Gruppen und Communities an und erlauben nur zielgerichtetes Marketing. Aufmerksamkeit erlangt man nicht mehr über Nacht. Aufmerksamkeit will hart erarbeitet sein und baut sich über eine längere Zeit auf. Der Konsument nimmt einen Service an und gibt im Gegenzug seine Aufmerksamkeit hin. Wird er zu stark bedrängt, sucht er sich den Service woanders.

Diese Art von Marketing erfordert spannende Ideen (die INM hat u.a. mit dem Gentlemen Game ein solches Projekt gestartet) und die Bereitschaft zu Experimenten. Zudem, und das ist der Vorteil der Kunden, sind die Kosten im Vergleich zu Banner-Werbung gering.

Wem es also gelingt, diese Herausforderung zu meistern, wird am Ende der Baisse als Gewinner da stehen. Nur wem gelingt das? Und wird es für die Klassiker tatsächlich so viel härter sein als für die Online Marketer?

Share |

\\ tags: , , , ,
6 Kommentare »

Nov 24

Das Internet und deren Werbemöglichkeiten ändern sich aktuell dramatisch. Was vor 5 Jahren noch perfekt funktionierte, läuft heute nicht mehr oder geht am User vorbei.
Die klassische Online-Werbung, welche mit grossen Marketing-Budgets noch die gewünschten Besucherzahlen brachte, verliert seine Wirkung. Werber und Marketers stellt das vor ein Problem, das sich nicht einfach lösen lässt.

Das Verhalten der User ändert sich momentan komplett. Wir erleben einen extremen Informations-Overload, in welchem sich die User genau das raussuchen, was sie interessiert. Banner-Werbung und bald auch Adsense verlieren ihre Wirkung und werden immer weniger beachtet. Im Mitmachweb lässt sich so immer weniger erfolgreich werben und das stellt Online-Werber vor Probleme. Möglich, dass dies ein Mitgrund für den Stellenabbau von 250 Mitarbeitern bei der PubliGroupe war.

Woher kommt das?
Das erste „A“ in AIDA (Attention/ Interest/ Desire/ Action) birgt die entscheidende, schier unüberwindbare Hürde. Die „Attention“. Aufmerksamkeit der User lässt sich heute nicht mehr so einfach holen. Innovationen sind gefragt, welche nicht nur oder nicht mehr mit grossen Budgets gekauft werden könnn.
Kampagnen breiten sich viral aus. Das geschieht durch die Internet User und das lässt sich nur indirekt steuern und braucht Zeit. Die Big Bang Strategien gelingen nur noch denen, die die Mechanismen des Web 2.0 und Social Media beherrschen.

Was denkt ihr zur Entwicklung im Online-Werbemarkt? Scheitert der klassisch Marketer an den Anforderungen des neuen Internets? Welche Auswirkungen hätte das für die Branche, deren Unternehmen und Mitarbeiter?

Share |

\\ tags: , , ,
8 Kommentare »

Okt 15

Die Finanzkrise ist noch im vollen Gange. Die Börsenkurse steigen und sinken immer noch in atemberaubendem Tempo. In der Wirtschaft herrscht noch immer Verunsicherung und die Auswirkungen auf andere Branchen sind noch nicht absehbar.

In solch schwierigen Zeiten wird bei den Unternehmen schnell der Rotstift angesetzt. Leider oft auch bei der Werbung. Die Marketingverantwortlichen müssen ihre Budgets zusammenkürzen und setzten nur noch auf Massnahmen und Instrumente, die effizient und die beste Wirkung bei der Zielgruppe zeigt. Und genau das könnte die Chance für die Online Werbung sein. Viele Marketingfachleute wissen, dass Online Marketing sehr effizient und kostengünstig betrieben werden kann. Die Zielgruppen können einfach und präzise erreicht werden. Deshalb wird bei der Online Werbung kaum der Rotstift angesetzt. Eher im Gegenteil, das Wachstum könnte sich dadurch noch beschleunigen.

Was denken andere dazu? Wird das Online Marketing von der Finanzkrise betroffen sein? Wenn ja, im positiven oder negativen Sinn?

Share |

\\ tags:
8 Kommentare »

Sep 05

Die Newspaper Association of America (NAA) hat die neusten Zahlen zum amerikanischen Werbemarkt veröffentlicht. Die Printmedien befinden sich im freien Fall. Das Online Marketing wächst jedoch noch immer, wenn auch nicht mehr so schnell.

Im ersten Quartal mussten die Prinmedien einen Rückgang von 16 % im Vergleich zum Vorjahr hinnehmen. Auch im zweiten Quartal schrumpften die Umsätze um 14 %. Seit der Aufzeichnung der Daten im Jahre 1950 wurden keine solch hohen Umsatzeinbussen festgehalten. Die ganze Branche der Printmedien ist im freien Fall und steht vor einer sehr schwierigen Zukunft.

Ein anderes Bild zeigt sich bei den Onlinemedien. Zwar wurde in Amerika im ersten Quartal ein kleiner Rückgang von etwas mehr als 2 % verzeichnet. Im zweiten Quartal betrug das Wachstum im Vergleich zum Vorjahr jedoch über 7 %. De goldenen Jahre mit 35 % Zuwachs sind vorbei, trotzdem kann ein Wachstum verzeichnet werden.

Interessant zu beobachten wird sein, ob dieser Trend auch in Europa so heftig einsetzten und den Printmedien eine dementsprechend turbulente Zukunft bevorstehen wird.

Werden die Printmedien weiter an Boden verlieren und werden sie sogar einmal von den Onlinemedien überholt? Ich bin gespannt auf Eure Einschätzungen.

Share |

\\ tags:
3 Kommentare »

Switch to our mobile site