Mrz 02

social-mediaVor einer Woche habe ich hier zwei Gründe aufgezählt, weshalb Social Media nicht mit anderen Online-Werbeformen verglichen werden kann. Meine Äusserungen gaben Anlass zu heftigen Diskussionen, weshalb ich hier zwei weitere Punkte nachschiebe, weshalb Social Media weit anspruchsvoller ist.
 

Social Media passt nicht in die bestehenden Strukturen
Wer in der Firma ist für Social Media Projekte verantwortlich? Gibt es in heutigen Strukturen einen klaren Bereich, dem Social Media zugewiesen werden könnte? Ich denke nicht.

Social Media gehört etwas ins Marketing, dann passt‘s natürlich auch in den Bereich PR und Kommunikation. Die Abteilung, welche sich um die Inhaltsproduktion und Pflege kümmert, würde ebenfalls zum Einsatz kommen und zu guter Letzt die Technik, die sich dem Aufbau und der Programmierung annimmt. Also kann sich definitiv keiner dafür verantwortlich fühlen.

Die Lösung: Der Chef bestimmt einen Verantwortlichen (Projektmanager) der Zugriff auf die verschiedenen Ressourcen und Abteilungen hat und lässt sich von einem externen Partner beraten, das in dem Bereich Erfahrung hat.

Die Inhalte in Communities kennen keine Grenzen
Im Marketing spricht man gerne von Zielgruppen und hofft damit die Leute gefunden zu haben, die als potentielle Kunden durch gehen sollten. Dumm nur, dass die Personen dieser Zielgruppe meist nicht wissen, dass sie dazu gehören und deshalb die Wirkung der Werbung ausfällt. Aber lassen wir das Thema.

Permission-Marketing, AdWords-Kampagnen, Bannerwerbung, Affiliates etc können strikt innerhalb von Landesgrenzen eingesetzt werden. Wie sich Communities entwickeln, lässt sich hingegen nur schwer steuern. Natürlich haben wir in Europa den Vorteil, dass wir unser gewünschtes Publikum über die Sprache leicht eingrenzen können (der Nachteil ist, dass dies die Userzahl stark limitiert), baue ich aber etwas in Englisch auf, wird meine mögliche Userschaft die Welt. Wieder ein Punkt, den ich meinem Chef beim Überzeugunggespräch für ein Social Media Projekt schlecht erklären kann.

Zwei weitere Punkte die belegen, dass es Mut und Pioniergeist braucht, um sich an Social Media heranzumachen. Aber wie sagt man so schön: Wer nichts wagt, der nichts gewinnt!

Welche Punkte seht ihr noch, die die Entwicklung der Zukunft im Internet hemmen?

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Feb 16

facebookAuf Facebook werben kann jedermann. Immer mehr nutzen die clevere Art, ihre Produkte und Dienstleistungen auf Facebook anzupreisen. Was Facebook allerdings verbietet, ist das Verwenden des Wortes “Facebook”, sei es als Text, Logo oder URL. Eine Regel die nicht immer nachvollziehbar ist.

Wir haben bereits letzte Woche intensiv zum Thema Facebook-Werbung berichtet und heftige Diskussionen angeregt. Für mich ist Facebook-Werbung die ganz klar bessere Werbeform als klassische Online-Werbung, sprich Bannerwerbung. Zum einen kann sich jeder seine eigene Werbung auf Facebook zusammenstellen, man braucht dazu lediglich einen Mitglieder Account. Zum andern kann die Werbung sehr zielgerichtet geschaltet werden. Allerdings muss Facebook Werbung zuerst freigeben und diese Hürde gilt es zu nehmen.

facebook-applikationenAls Full Service Agentur entwickelt die INM AG auch Facebook Applikationen (hier ein Beispiel) und hätte dafür bei Facebook gerne mit nebenstehender Anzeige Werbung geschaltet.

Die Werbung wurde mit folgender Begründung abgewiesen:
Diese Werbeanzeige oder die Seite auf die darin verwiesen wird enthält Hinweise auf Facebook. Den Abschnitten 2 und 11 der Werberichtlinien von Facebook zufolge ist es Werbeanzeigen nicht gestattet, in dessen Titel, Inhalt, Bild oder URL auf Facebook hinzuweisen. Dies schließt zudem Abkürzungen des Wortes Facebook in Gutscheincodes und Hinweise auf bestimmte Facebook-Funktionen mit ein. Solltest du diese Werbeanzeige noch einmal einreichen, nimm bitte zuvor die erforderlichen Änderungen an dieser vor, damit sie alle Werberichtlinien von Facebook befolgt.

Nun scheint das Problem im Bereich des Bildes zu liegen, da dort das Wort “Facebook” verwendet wird. Für mich ein krasser fehler seitens Facebook. Denn erstens verdienen sie mit dem Ad Geld und zweitens ist es das Ziel von Facebook, möglichst viele Mitglieder zu haben (steigert den Wert der Plattform) und das erreiche ich unter anderem mit Applikationen.

Ich sehe also keinen Grund, weshalb hier so entschieden wurde und die Werbung nicht online ging. Was sind eure Erfahrungen mit Facebook Ads? Und wie wirbt man auf Facebook um Aufmerksamkeit zu erlangen?

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Feb 12

online-shopWir hatten letztes Jahr in einem Beitrag die Werbung auf den grossen Newsportalen analysiert. Inzwischen haben sich die Newsportale weiter verändert und werden immer mehr zu OnlineShops.

In der heutigen Ausgabe hat persoenlich.com die Newsportale von Blick, Tagi, 20 Minuten und NZZ bezüglich der kommerziellen Angebote analysiert. Diese vier Portale kämpfen mit sinkenden Einnahmen bei der klassischen Bannerwerbung. Deshalb setzten die Verlagshäuser immer mehr auf andere Geschäftsmodelle, um mit der Online-Ausgabe Geld zu verdienen.

Der Trend bei den Portalen ist ganz klar zu erkennen. Neben den klassischen Werbebannern werden immer mehr Produkte oder Dienstleistungen zum Kauf angeboten. Die Newsportale waren in den letzten Monaten kräftig auf Einkaufstour oder schlossen Partnerschaften zu Drittanbietern ab. Ringier gehört geschenkidee.ch und man hat Beteiligungen an BettyBossi. Auch der Tagesanzeiger hat diverse Beteiligungen abgeschlossen.

Alle Portale setzten also auf das gleiche Pferd, bei der Umsetzung gibt es jedoch einige Differenzen. So findet man bei 20 Minuten fast einen klassischen OnlineShop. Blick und NZZ haben die kommerziellen Angebote sehr gut in die Seite integriert. Beim Tagi gehen die Angebote neben dem redaktionellen Content fast etwas unter.

Haben die Newsportale die richtige Strategie gewählt und lassen sich über diese kommerziellen Angebote genug Einnahmen generieren. Oder müssten die Portale viel mehr auf das Web 2.0 setzten?

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Jan 12

Die klassische Werbung schaut einem harten Jahr entgegen. Dies war unter anderem in der Woche im Cash zu lesen.
Das wird auch die Internet-Werbung treffen. Erstens wegen der aktuellen Wirtschaftlage und zweitens weil im Web, und gerade dort, die Unterbrechungs-Werbung (Banner etc) immer weniger goutiert werden. Eine Chance für die Agenturen, allerdings eher für die Online Marketer als für die Klassiker.

Seit etwa 2000 erleben wir einen Wandel im Marketing, der von den Marketer Flexibilität und schnelle Anpassungsfähigkeit erfordert. Dass hier die klassischen Werber mit Ihren starren Führungsstrukturen ins Schleudern kommen ist offensichtlich. Sagt der Art Director grün, machen alle grün. Schreit er nach links, laufen alle nach links. Klar, dass hier Innovationen und schnelle Reaktionszeiten nur eine kleine Chance haben.

Die Online Marketer
Im Online Marketing und in den Online Agenturen sieht das anders aus. Die fachliche Hierarchie ist flach, vom CEO bis zum Sachbearbeiter kann sich jeder einbringen. Denn dort weiss man, dass Ideen und Innovationen nicht nur von einer Person aus kommen, das Internet ist viel zu komplex und ändert sich laufend. Aber auch im Online-Markt werden nur die einen als Sieger aus der bevorstehenden Wirtschaftslage herausgehen.
Das klassische Unterbrechungs-Marketing hat ausgedient, Banner-Werbungen werden als störend betrachtet und verlieren an Wert. Dies wirkt sich stark auf die Art aus, wie im Internet um User geworben werden kann. Die User definieren sich selber, gehören Gruppen und Communities an und erlauben nur zielgerichtetes Marketing. Aufmerksamkeit erlangt man nicht mehr über Nacht. Aufmerksamkeit will hart erarbeitet sein und baut sich über eine längere Zeit auf. Der Konsument nimmt einen Service an und gibt im Gegenzug seine Aufmerksamkeit hin. Wird er zu stark bedrängt, sucht er sich den Service woanders.

Diese Art von Marketing erfordert spannende Ideen (die INM hat u.a. mit dem Gentlemen Game ein solches Projekt gestartet) und die Bereitschaft zu Experimenten. Zudem, und das ist der Vorteil der Kunden, sind die Kosten im Vergleich zu Banner-Werbung gering.

Wem es also gelingt, diese Herausforderung zu meistern, wird am Ende der Baisse als Gewinner da stehen. Nur wem gelingt das? Und wird es für die Klassiker tatsächlich so viel härter sein als für die Online Marketer?

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Nov 24

Das Internet und deren Werbemöglichkeiten ändern sich aktuell dramatisch. Was vor 5 Jahren noch perfekt funktionierte, läuft heute nicht mehr oder geht am User vorbei.
Die klassische Online-Werbung, welche mit grossen Marketing-Budgets noch die gewünschten Besucherzahlen brachte, verliert seine Wirkung. Werber und Marketers stellt das vor ein Problem, das sich nicht einfach lösen lässt.

Das Verhalten der User ändert sich momentan komplett. Wir erleben einen extremen Informations-Overload, in welchem sich die User genau das raussuchen, was sie interessiert. Banner-Werbung und bald auch Adsense verlieren ihre Wirkung und werden immer weniger beachtet. Im Mitmachweb lässt sich so immer weniger erfolgreich werben und das stellt Online-Werber vor Probleme. Möglich, dass dies ein Mitgrund für den Stellenabbau von 250 Mitarbeitern bei der PubliGroupe war.

Woher kommt das?
Das erste „A“ in AIDA (Attention/ Interest/ Desire/ Action) birgt die entscheidende, schier unüberwindbare Hürde. Die „Attention“. Aufmerksamkeit der User lässt sich heute nicht mehr so einfach holen. Innovationen sind gefragt, welche nicht nur oder nicht mehr mit grossen Budgets gekauft werden könnn.
Kampagnen breiten sich viral aus. Das geschieht durch die Internet User und das lässt sich nur indirekt steuern und braucht Zeit. Die Big Bang Strategien gelingen nur noch denen, die die Mechanismen des Web 2.0 und Social Media beherrschen.

Was denkt ihr zur Entwicklung im Online-Werbemarkt? Scheitert der klassisch Marketer an den Anforderungen des neuen Internets? Welche Auswirkungen hätte das für die Branche, deren Unternehmen und Mitarbeiter?

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Okt 15

Die Finanzkrise ist noch im vollen Gange. Die Börsenkurse steigen und sinken immer noch in atemberaubendem Tempo. In der Wirtschaft herrscht noch immer Verunsicherung und die Auswirkungen auf andere Branchen sind noch nicht absehbar.

In solch schwierigen Zeiten wird bei den Unternehmen schnell der Rotstift angesetzt. Leider oft auch bei der Werbung. Die Marketingverantwortlichen müssen ihre Budgets zusammenkürzen und setzten nur noch auf Massnahmen und Instrumente, die effizient und die beste Wirkung bei der Zielgruppe zeigt. Und genau das könnte die Chance für die Online Werbung sein. Viele Marketingfachleute wissen, dass Online Marketing sehr effizient und kostengünstig betrieben werden kann. Die Zielgruppen können einfach und präzise erreicht werden. Deshalb wird bei der Online Werbung kaum der Rotstift angesetzt. Eher im Gegenteil, das Wachstum könnte sich dadurch noch beschleunigen.

Was denken andere dazu? Wird das Online Marketing von der Finanzkrise betroffen sein? Wenn ja, im positiven oder negativen Sinn?

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Sep 05

Die Newspaper Association of America (NAA) hat die neusten Zahlen zum amerikanischen Werbemarkt veröffentlicht. Die Printmedien befinden sich im freien Fall. Das Online Marketing wächst jedoch noch immer, wenn auch nicht mehr so schnell.

Im ersten Quartal mussten die Prinmedien einen Rückgang von 16 % im Vergleich zum Vorjahr hinnehmen. Auch im zweiten Quartal schrumpften die Umsätze um 14 %. Seit der Aufzeichnung der Daten im Jahre 1950 wurden keine solch hohen Umsatzeinbussen festgehalten. Die ganze Branche der Printmedien ist im freien Fall und steht vor einer sehr schwierigen Zukunft.

Ein anderes Bild zeigt sich bei den Onlinemedien. Zwar wurde in Amerika im ersten Quartal ein kleiner Rückgang von etwas mehr als 2 % verzeichnet. Im zweiten Quartal betrug das Wachstum im Vergleich zum Vorjahr jedoch über 7 %. De goldenen Jahre mit 35 % Zuwachs sind vorbei, trotzdem kann ein Wachstum verzeichnet werden.

Interessant zu beobachten wird sein, ob dieser Trend auch in Europa so heftig einsetzten und den Printmedien eine dementsprechend turbulente Zukunft bevorstehen wird.

Werden die Printmedien weiter an Boden verlieren und werden sie sogar einmal von den Onlinemedien überholt? Ich bin gespannt auf Eure Einschätzungen.

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Mai 28

Kürzlich warf Anuschka Roshani für das „Das Magazin“ einen Blick in die wundersame Welt der Werber.

Sie beschreibt ziemlich gut die aktuelle Befindlichkeit der Werbebranche. Wie Werber probieren herauszufinden, wie die Zielgruppen ticken und dabei immer mehr Mühe bekunden, die Konsumenten wirklich zu erreichen. Sie übersehen dabei, dass die Konsumenten zunehmend von Werbung übersättigt sind und vielfach gar nicht mehr erreicht werden wollen. Dies ist der Punkt, unter dem die klassische Werbung leidet. Plakate, Inserate, Radio- und Fernsehwerbung etc. werden je länger je weniger von den Zielgruppen beachtet. Den Werbern kommt zu gute, dass niemand nachweisen kann, wie viel mal ein Inserat wirklich angeschaut wird und welche Plakate nicht mal den Weg ins Unterbewusstsein der Konsumenten finden. Banner Blindness gibt es nicht erst seit es das Internet gibt, sie existiert auch und vor allem in den klassischen Werbeformen.

Was wäre nun die Lösung für die Werber in der Schweiz? Es wäre langsam an der Zeit, wenn sie sich auch mit Onlinewerbeformen auseinandersetzen würden. Bannerwerbung, die ja nichts anderes ist, als Anzeigenwerbung, ist schon lange nicht mehr die einzige Werbeform auf dem Internet. Es wäre an der Zeit, dass die Werbebranche mehr auf das Pferd Web 2.0 und Social Communities auf dem Web setzt. Es kann just in time gemessen werden, wie sich die Kampagne entwickelt und nötigenfalls auch während der Kampagne Korrekturen angebracht werden. Natürlich sind auch Kombinationen mit den klassischen Werbeformen möglich. Der Lead sollte aber das Internet haben.

Nun wieso sträuben sich die Werbeagenturen in der Schweiz so dagegen? Haben sie Angst, dass sie das Zepter aus der Hand geben und Werbung bei den Kunden eine Eigendynamik entwickelt, die sie nicht mehr im Griff haben? Oder scheuen sie den Moment, in dem sie keine Ausreden für den Misserfolg einer Kampagne haben?

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Mai 26

Bannerwerbung gibt’s schon lange und die Wirkung war noch nie so umstritten. Trotzdem wird immer mehr Geld in die grossen Portale gepumpt und die verdienen damit ein gutes Geld.

Wir konnten kürzlich für einen guten Kunden (Weltkonzern im Bereich Unterhaltungselektronik) eine Bannerkampagne bei eben den Grossen wie blick.ch, 20min.ch oder search.ch fahren. Die Links führten auf Microsites, auf welchen es etwas zu gewinnen gab. Der Anreiz war also gegeben, die Banner in Flash designed und auf den Punkt gebracht.
Das Resultat war ernüchternd: Klickraten von 0,5% und weniger! Und das durch’s Band. Natürlich erklärt man dann dem Kunden, dass es vor allem um die Sichtkontakte ginge aber das glauben auch nur die, die noch nichts von banner blindness gehört haben.
Darum frage ich mich, ist der Vergleich mit dem Radio zeitgemäss (gelesen auf netzwertig.com) und wie lange geht das mit der Bannerwerbung so weiter?

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