Dez 22

Viele versuchen es, doch nur wenige investieren genug Geld und Zeit in Digital Campaigns, um damit grosse Wellen zu schlagen. Warner Bros. hingegen hat mir ihrer letzten Kampagne zum Film “The Dark Knight Rises”, dem dritten und letzten Teil von Christopher Nolans Batman Trilogie, einen Grosserfolg erzielt. Doch die Kampagne war auch so flächendeckend angelegt, dass nichts anderes zu erwarten war. 

Begonnen hat die Online-Sage bereits im letzten Juli mit einem kurzen Teaser, welcher exklusiv über Facebook veröffentlicht wurde, gefolgt von verschiedenen Filmpostern und dem aufwändigen Kultivieren der Fancommunity. Ab sofort  ist nun auch der Trailer zum Film über iTunes erhältlich.

An diesem Beispiel lässt sich gut erkennen, wie die einzelnen Plattformen für digitale Kampagnen optimal genutzt werden können. Die erste Frage, welche man sich hierbei stellen sollte, ist wen man ansprechen möchte und was man mit der Kampagne genau zu erreichen versucht. Darauf können die Netzwerke ausgewählt, und die Schritte geplant werden. Wie wir jedoch auch bereits beim Thema Krisenmanagement gesehen haben, können die Reaktionen nie genau vorausgeplant werden, daher heisst es auch hier gutes Monitoring auf allen Kanälen. Dies ermöglicht auch, die Fancommunity auf einer anderen Plattform abzuholen, und weiter zu kultivieren, wenn man erkennt, dass man vielleicht auf das falsche Netzwerk gesetzt hat.

Was einen nicht erspart bleibt, ist Zeit und Geld zu investieren, um die Kampagne ins Rollen zu bringen. Kein Social Media “Hype” passiert heute noch von alleine und auf ein Wunder zu warten, ist hier sicherlich keine brauchbare Strategie.

Was würdest du bei einer Kampagne online begrüssen? Was wäre für dich ein Grund, dich einer Community von z.B. einer Filmkampagne anzuschliessen? 

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Nov 20

spiegelshibbyWer nur noch vor dem Computer sitzt, vereinsamt. Im Internet sind nur Masken unterwegs, die nichts mit den Menschen dahinter zu tun haben. Kritiker werden nicht müde, mit diesen Vorurteilen gegenüber sozialen Medien zu hausieren.

Dumm nur: Sie stimmen nicht. Alles erstunken und erlogen. Psychologen haben mal wieder richtig tief im Sand gewühlt und dabei folgenden Schatz gefunden: In Web-Profilen zeigen wir, wie wir tatsächlich sind – und nicht, wie wir gerne wären. Selbst die Forscher waren von Ergebnis einigermassen überrascht.
Sie liessen Online-Profile von Fachpersonen beurteilen. Bestimmte Eigenschaften kann man durch einen kurzen Einblick in ein fremdes Profil sofort erkennen: Wie kommunikativ jemand ist etwa, oder wie sehr er oder sie seine Online-Kontakte mag. Auch die musischen Begabungen und allgemeinen Interessen liegen mehr oder weniger offen. Ob die Webfreaks anfällig auf Sorgen, Nervosität und Stress sind, bleibt hingegen schon eher verborgen.

Dennoch: So wie die Profis eine Person rein aufgrund des Online-Profils einschätzten, war sie dann erstaunlicherweise meistens auch. Der Drang zur Person, die man ist, ist also stärker als der Wunsch, sich eine andere Maske aufzusetzen.  Das tragen einer Maske ist im Internet ja sowieso nicht so einfach, da auf das Tun und Sein im Web oft eine Reaktion aus der Community oder dem Freundeskreis kommt. Und wer will schon seine Freunde für dumm verkaufen?

Auf Web-Profile ist, laut der Zeitschrift „Psychological Sience“, also Verlass. Sehe ich auch so. Aber so ganz eng dann irgendwie doch wieder nicht.

Ein bisschen darf auch bei Online-Profilen geflunkert werden. Und wenn es zu viel ist, dann berichtigt das die Community ganz von alleine.

Wie schaut es bei euch aus? Seid ihr im Web die Person, die ihr auch im realen Leben auslebt?

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