Sep 23

Immer mehr User teilen Ihr Privatleben über das Internet mit Freunden und empfinden dies als eine sehr praktische und schnelle Kommunikation um alle auf den neuesten Stand zu halten. So positionieren sich auch die Anbieter von Social Media Plattformen.

Doch in letzter Zeit hört man immer öfter davon, welche Fehler dabei passieren. Stimmen werden laut über mangelnden Datenschutz bei Facebook und täglich gibt es neue Firmen, die Reputationsmanagement im Internet anbieten und für teures Geld meine digitalen Spuren verwischen. Auf Userseite scheint man gerne zu vergessen, dass Dinge die nur für den engsten Freundeskreis bestimmt sind, auch von anderen gefunden werden können. Und plötzlich wird man damit in Situationen konfrontiert, in denen man glänzend dastehen möchte – wie z.B. bei der Bewerbung. Auf Unternehmensseite werden solche Dinge gerne überbewertet und fachlich passende Kandidaten u.U. deshalb gar nicht mehr eingeladen. Meine Meinung dazu im folgenden Video.

Wie hoch bewertet Ihr solche privaten Dinge und Faux Pas? Wurdet Ihr schonmal damit in einem Gespräch konfrontiert?

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Sep 11

Meiner bescheidenen Meinung nach ist die Antwort ein deutliches Ja. Online-Reputation wird für Unternehmungen und Personen im Zeitalter des Web2.0 immer wichtiger.

Viele Firmen haben bereits schon schmerzlich erfahren, dass eine eigene informative Website ein gutes Marketinginstrument sein kann. Heute, in der Zeit des Jekami-Webs mit seinen Blogs und Social-Networks, wird es aber immer schwieriger, Nachrichten über das Unternehmen oder seine Produkte zu kontrollieren. Die schlechten Nachrichten können sich auf dem Web verbreiten, bevor das Unternehmen überhaupt Zeit hat, darauf zu reagieren. Erschwerend kommt dazu, dass solche Badnews sich kaum mehr aus dem Gedächnis des Webs tilgen lassen. Auch Jahre später können solche schlechte Informationen noch abgerufen werden und sind wenn möglich bei einer Google-Abfrage noch vor der eigenen Website platziert. Ein schönes Beispiel von Dell dafür zeigt Malte Landwehr in seinem Blog.

Was interessiert mich das als Privatperson?

Haben sie schon mal daran gedacht, dass ein zukünftiger Personalchef, bei dem sie sich für ihre Traumstelle bewerben, eine Online-Recherche über sie durchführen könnte? Genau dies wird heute schon häufig gemacht und wird wohl in Zukunft noch häufiger gemacht werden. Stellen sie sich vor, er findet in Facebook Fotos von einer wilden Party, an der sie teilgenommen haben und bildet sich so seine Meinung über sie. Sie werden unter Umständen nicht mal die Möglichkeit haben, sich zu rechtfertigen. Dabei kann es gut sein, dass die Bilder vor mehreren Jahren in jugendlichem Überschwang entstanden und sie schon lange vergessen haben, dass sie überhaupt dort waren.
Es besteht natürlich auch die Möglichkeit, dass eine andere Person unter ihrem Namen für eine schlechte Online-Reputation besorgt ist. Im anonymen Web ist es ein Leichtes mit fremdem Namen sein Unwesen zu treiben. Hier hilft nur, sich von Zeit zu Zeit selber zu googeln, damit man keine böse Überraschung erlebt.

Was kann ich für meine Reputation tun?

  • Achten sie darauf, was sie im Web hinterlassen
  • Was heute cool ist, könnten sie in einem Jahr schon bereuen. Denken sie daran; Das Web vergisst nicht
  • Überprüfen sie die Sicherheitseinstellungen bei ihren Social Communities (FacebookXing, etc.). Wer sieht was?
  • Denken sie immer an ihre Reputation, wenn sie ihren Namen unter einen Kommentar in einem Blog setzen.
  • Überprüfen sie regelmässig, was die Suchmaschinen zu ihrem Namen ausspucken

Auf was sollte man sonst noch achten?
Mehr zum Thema gibt es im Blog Crossmediale Kommunikation von Karsten Füllhaas

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