Meiner bescheidenen Meinung nach ist die Antwort ein deutliches Ja. Online-Reputation wird für Unternehmungen und Personen im Zeitalter des Web2.0 immer wichtiger.
Viele Firmen haben bereits schon schmerzlich erfahren, dass eine eigene informative Website ein gutes Marketinginstrument sein kann. Heute, in der Zeit des Jekami-Webs mit seinen Blogs und Social-Networks, wird es aber immer schwieriger, Nachrichten über das Unternehmen oder seine Produkte zu kontrollieren. Die schlechten Nachrichten können sich auf dem Web verbreiten, bevor das Unternehmen überhaupt Zeit hat, darauf zu reagieren. Erschwerend kommt dazu, dass solche Badnews sich kaum mehr aus dem Gedächnis des Webs tilgen lassen. Auch Jahre später können solche schlechte Informationen noch abgerufen werden und sind wenn möglich bei einer Google-Abfrage noch vor der eigenen Website platziert. Ein schönes
Beispiel von Dell dafür zeigt Malte Landwehr in seinem Blog.
Was interessiert mich das als Privatperson?
Haben sie schon mal daran gedacht, dass ein zukünftiger Personalchef, bei dem sie sich für ihre Traumstelle bewerben, eine Online-Recherche über sie durchführen könnte? Genau dies wird heute schon häufig gemacht und wird wohl in Zukunft noch häufiger gemacht werden. Stellen sie sich vor, er findet in Facebook Fotos von einer wilden Party, an der sie teilgenommen haben und bildet sich so seine Meinung über sie. Sie werden unter Umständen nicht mal die Möglichkeit haben, sich zu rechtfertigen. Dabei kann es gut sein, dass die Bilder vor mehreren Jahren in jugendlichem Überschwang entstanden und sie schon lange vergessen haben, dass sie überhaupt dort waren.
Es besteht natürlich auch die Möglichkeit, dass eine andere Person unter ihrem Namen für eine schlechte Online-Reputation besorgt ist. Im anonymen Web ist es ein Leichtes mit fremdem Namen sein Unwesen zu treiben. Hier hilft nur, sich von Zeit zu Zeit selber zu googeln, damit man keine böse Überraschung erlebt.
Was kann ich für meine Reputation tun?
- Achten sie darauf, was sie im Web hinterlassen
- Was heute cool ist, könnten sie in einem Jahr schon bereuen. Denken sie daran; Das Web vergisst nicht
- Überprüfen sie die Sicherheitseinstellungen bei ihren Social Communities (Facebook, Xing, etc.). Wer sieht was?
- Denken sie immer an ihre Reputation, wenn sie ihren Namen unter einen Kommentar in einem Blog setzen.
- Überprüfen sie regelmässig, was die Suchmaschinen zu ihrem Namen ausspucken
Auf was sollte man sonst noch achten?
Mehr zum Thema gibt es im Blog Crossmediale Kommunikation von Karsten Füllhaas
\\ tags: Online-Reputation, Social Media
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