Jan 07

Am letzen Dienstag präsentierte Google im Stammsitz in Mountain View sein erstes in Eigenregie gefertigte Stück Hardware in Form eines Smartphones. “Nexus One” heisst das gute Stück und wie die technischen Daten zeigen, wird es sich zweifellos um ein Handy handeln, das ohne weiteres mit dem vielgepriesenen iPhone konkurrieren kann. Darüber was es kann und wie es aussieht war in den letzen Tagen genügend auf dem Web zu lesen. Was mich viel mehr interessiert ist die Frage, warum Google nun in den Hardwaremarkt einsteigt.

Es wird Google kaum darum gehen, Apple die Marktanteile im Mobilfunk Markt abzujagen. Dafür unterscheiden sich die Zielmärkte viel zu stark. Was viel mehr im Focus des Suchmaschinenbetreibers stehen wird, ist der Werbemarkt auf den Mobilen Devices. Wie Google selber betont, ist das “Nexus One” erst der Anfang von einer Reihe von Geräten. Angefangen hatte es mit dem Betriebssystem für Mobiltelefone namens “Android”, auf das in logischer Folge nun die dazugehörige Hardware entwickelt wurde.

Wie geht es weiter?

Google hat ja bereits ein Betriebsystem für Netbooks angekündigt, welches aus der Android Plattform weiter entwickelt wird. Gleichzeitig leistet Google auch vermehrt Lobbyarbeit in Washinton und Brüssel um die Zukunft der Mobilfunkbranche mit zu gestalten. Dies alles zum Handys zu verkaufen? Wohl kaum.

Wo sind die Ziele von Google?

Meiner Meinung nach wird Google weiterhin seine Kernkompetenz, die Online Werbung, verkaufen wollen. Wenn Google nun anfängt Hardware zu produzieren, geht es nur darum, die Präsenz im mobilen Online Markt zu festigen. Wer dort die Betriebsysteme und Programme für die Devices gestaltet, hat auch den besten Startplatz im Rennen um den Kunden.
Obwohl in den letzten Tagen überall diskutiert wurde, ob das “Nexus One” nun ein iPhone-Killer ist oder nicht, ist der grösste Konkurrent für Google nicht Apple. Vielmehr zielen die Anstrengungen von Google auf den Mobile Werbemarkt und somit auf Konkurrenten wie Microsoft und Yahoo.

Was denkt ihr? Hat Google wirklich nur das Ziel das perfekte Handy zu liefern? Oder steckt da mehr dahinter? Freue mich auf eure Kommentare.

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Nov 03

Man schlendert durch ein Möbelhaus und findet da eine Tischchen, dort ein Regal und drüben auch noch einen schönes Sideboard. Was nun? Einfach drauflos-kaufen und hoffen, dass das neu erstandene Möbelstück dann schon – irgendwie – zum Rest der Einrichtung passt? IKEA probierte mit der „Einrichtungskamera“ mal was ganz neues.

Die Strategen des schwedischen Möbelhauses IKEA haben das Problem natürlich längst erkannt. Das Überwinden der Kaufbarriere „Vorstellungskraft“. Dafür entwickelte man eine Applikation für das Mobiltelefon, mit der es möglich ist, Möbel mittels der integrierten Handycam in den eigenen häuslichen Räumen zu betrachten. Der Kunde wählt aus dem in der „IKEA Einrichtungskamera“ gespeicherten Einrichtungen sein gewünschtes Möbelstück aus, aktiviert die Handykamera und kann nun auf dem Display seines Handys das Möbelstück im Raum positionieren.

IKEA Einrichtungsplaner

Leider handelt es sich bei der „Einrichtungskamera“ des Möbelkonzerns nur um einen „Use-Case“, der von Februar bis August 2009 in Deutschland lief. Verbreitet wurde die Applikation per Bluetooth Säule in den IKEA-Läden, durch einen SMS-Download (WAP) und auf der Webseite von IKEA Deutschland.

Endlich ein Best-Practice-Beispiel, dass ich mir in der Realität durchaus vorstellen kann. Denn was gibt’s schlimmeres, als ein Möbelstück nach Hause zu schleppen um dann festzustellen, dass es doch nur so halb zur vorhandenen Einrichtung passt?

Fändet ihr solche “Einkaufs-Entscheidungshilfen” sinnvoll und würdet ihr sie nützen? In welchen anderen Konsumgebieten könntet ihr euch eine solche Applikation vorstellen?

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Jan 29

Seit das iPhone vor gut zwei Jahren auf den Markt kam, erlebt es im Handy-Bereich einen Hype sondergleichen. Die Web-Applikationen sind mitunter ein Grund dafür und ein Vorteil, welcher Nokia, Sony Ericsson & Co auf die Ränge verwiesen hat. Geschickt eingesetzt, lässt sich so auch Online- oder eben Mobile-Marketing betreiben.

Als ehemals treuer Nokia Communicator Kunde kann ich hier sagen, dass ich von den alt eingesessenen Handy-Produzenten enttäuscht bin. Weder Nokia noch Sony Ericsson haben es geschafft, in den letzten zwei Jahren ein vergleichbares Produkt zum iPhone auf den Markt zu bringen (wir berichteten hier u.a. über das Nokia N97).

Nicht nur die Usability, die Geschwindigkeit oder das Design überzeugen, sondern, und vor allem, die iPhone Applikationen.
Applikationen sind kleine Programme, welche kinderleicht heruntergeladen und installiert werden können. Sie werden dann vom iPhone Desktop aufgerufen und holen sich die Informationen, welche vom User gewünscht werden, wie eine Website, von der Datenbank. Klar, dass so ein schnellerer und benutzerfreundlicherer Zugriff als über einen Browser auf dem Handy gewährleistet ist.

Solche Applikationen können von jedermann entwickelt und nach Prüfung von Apple auf den Applikations-Store gestellt werden. Die INM entwickelt derzeit eine Applikation für Universaljob, welche das Abrufen von offenen Stellen auch unterwegs im Handumdreh ermöglicht.

Auch klar, dass solche Applikationen gebrandet (mit Firmenlogo etc) werden können und man so, nebenbei, einen Marketingnutzen erzielt. Nützliche Applikationen verbreiten sich, ähnlich wie Videos auf Youtube, im Eiltempo und helfen dem Hersteller seinen Brand in die Welt zu tragen.

Stellt sich also die Frage, ob Nokia & Co den Rückstand wieder wett machen können? Und bringen iPhone Applikationen marketingmässig wirklich ‘was?

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