Jan 28

Wie in der “Business Week“, unter Berufung auf zwei mit der Sache vertrauten Personen, zu lesen ist, schmieden die beiden Erzrivalen Microsoft und Apple einen Pakt gegen den führenden Suchmaschinenanbieter Google. Wo liegen wohl die Gründe dafür, dass sich die beiden Big Player des Computermarktes auf einmal so lieb haben?

Seit einigen Wochen führen Apple und Microsoft Verhandlungen in denen es darum geht, dass Apple Microsofts Suchmaschine Bing zum Standard auf dem iPhone macht. Auch über die Integration von Bing in Apples Browser (Safari) für Desktop-Computer und Laptops soll verhandelt werden. Das würde dazu führen, dass der iPhone-Nutzer oder Mac User nur über eine Änderung der Einstellungen auf die Google Suche wechseln könnte. Erfahrungsgemäss nutzt der durchschnittliche User die Suchmaschine, die ihm von der Software vorgegeben wird. Das verhält sich gleich wie die Wahl des Browsers. Wenn ein Internet Explorer vorinstalliert ist, wir dieser in der Regel auch verwendet.

Im Moment nutzen die mobilen User auf ihren Handys zu 86% Google und nur zu 11% Bing für ihre Recherchen.

Wo liegen die Ziele dieser Koalition?

Ganz klar verfolgen beide Partner dieses Pakts verschiedene Ziele. Bei Microsoft (MS) liegt der Grund ganz klar in der Stärkung ihrer neuen Suchmaschine Bing. MS hat in den letzten Monaten ziemlich in die Suchmaschine investiert und zahlreiche Neuerungen implementiert. Dennoch führt Bing ein ziemliches Schattendasein neben Google. Mit der Nutzung der jeweiligen Suchmaschine sind natürlich auch immer die Werbeeinahmen direkt damit verbunden, um die es schlussendlich bei Microsoft geht.

Obwohl Apple keine eigene Suchmaschine anbietet, stehen die Werbeeinahmen bei Apple sicherlich auch nicht gerade im Hintergrund. Bloomberg hatte sich auch schon dahingehend geäussert, dass Apple nach Mitteln und Wegen sucht, auf den iPhones Werbung plazieren zu können. Obwohl Googles Smartphone “Nexus One” das iPhone direkt konkurrenziert, denke ich nicht, dass dies der Grund ist, dass sich Apple mit MS verbündet. Immerhin ist MS auf dem Handymarkt mit Windows Mobile auch sehr aktiv.

Ich persönlich glaube noch nicht so richtig daran, dass sich die beiden Konzerne, jetzt auf einmal, ganz fest lieb haben. Es würde mich auch nicht wundern, wenn Apple plötzlich mit Google eine Koalition eingeht. Immerhin würden sie von der Philosophie her besser harmonieren und letztlich entscheidet auch immer das liebe Geld. Wie seht ihr die Sache? Freue mich auf eine spannende Diskussion.

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Jan 21

Nun ist es also soweit. Bill Gates, einer der Gründer und langjähriger CEO von Microsoft hat Twitter entdeckt. Nachdem sich schon mehrere Male Twitter-User als Bill Gates ausgegeben haben, ist es nun offenbar wirklich die Microsoft Ikone.

Das jetzige Twitterprofil @BillGates gehört offenbar dieses Mal wirklich dem Schöpfer von Windows und der sprechenden Büroklammer. Der Account wurde von Twitter verifiziert und ist auch so auf der Profilseite ausgewiesen.

Laut der Info auf dem Profil will er auf Twitter coole Dinge teilen und hat einiges durch seine Stiftung gelernt. Ich schätze mal, dass seine Stiftung auch der Grund für seine Twitteraktivitäten sein wird. Seine soziale Ader zeigt sich auch in den ersten vier Tweets seiner Twitterkarriere. Dass er kein aufdringlicher Twitter-Spammer ist, zeigt sich in den Following/Follower Zahlen. Während er 40 Twitterern folgt, folgen ihm nach noch nicht mal 2 Tagen, seit Eröffnung des Accounts, bereits über 260′000 User. Diese Zahl steigt jede Minute um Hunderte an.

Wenn man die Liste der Profile anschaut, denen Bill Gates followt, fällt auf, dass er eigentlich wenigen Prominenten folgt, dafür vielen Accounts von Newssites und wohltätigen Organisationen. Das macht mir den ehemaligen Microsoft Chef gleich wieder symphatisch. Auch nehme ich ihm voll ab, dass er wirklich selber in Twitter aktiv ist und dies nicht an PR-Leute delegiert hat.

Ich kann ja in der Regel nichts mit den “Promitwitterern” anfangen. Meist ist nicht besonders spannend, was sie zu sagen haben und es geht vor allem um die Selbstdarstellung. Bill Gates ist mir da ein wenig symphatischer. Mal schauen wie er sich in der Twitterspäre schlägt.

Was haltet ihr von Promis die Twittern? Finde nur ich das langweilig?

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Okt 06

Noch dauert es etwas mehr als 2 Wochen bis zum offiziellen Verkaufsstart von Microsofts neuem Betriebssystem Windows 7. Noch etwas Zeit also, um kräftig die Werbetrommel dafür zu rühren. In Deutschland aufgetauchte Werbespots dürften aber eher für Stirnrunzeln führen.

Wer erinnert sich nicht an die fast schon legendäre Spülmittelwerbung, wo Villarriba im Paellapfannen-Abwaschtest gegen Villabajo antrat und erstere bereits wieder feiern konnten während Villabajo noch immer die Pfanne schrubbte? Bei Microsoft heisst das dann: Während Villarriba mit Windows 7 schon feiert, wird in Villabajo (mit einem anderen Betriebssystem) noch gebootet:

Und in diesem Stil gehts weiter. Egal ob mit Überraschungsei, Käse oder Gemüse. Überall scheint Windows 7 drin zu sein:

Bleibt nur die Frage, was diese Spots eigentlich sollen. Der österreichische “Standard” behauptet, dass die Spots offiziell von Microsoft Deutschland bei der Agentur Planworx in Auftrag gegeben wurde. Wirklich glaubwürdig scheint das aber nicht zu sein, dafür sind die Spots nun wirklich nicht professionell genug. Viel eher dürfte da die Einschätzung des Computermagazins Chip zutreffen, wonach die Videos Teil einer inoffiziellen Werbekampagne von kreativen Microsoft-Mitarbeitern sind. Damit wär ja dann auch klar, wer hier Windows 7 liebt ;-)

Genial oder einfach nur peinlich? Was haltet ihr von den jüngsten Werbemühen des Softwareriesen?

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Aug 20

stop_ie

Wie Microsoft (MS) kürzlich bekannt gegeben hat, sollen für den Internet Explorer 6 (IE6) noch bis ins Jahr 2014 Sicherheits-Updates zu Verfügung gestellt werden. Was bedeutet dies? Hat Microsoft diesen Webbrowser so gerne, dass sie ihm ein Denkmal setzten will oder bringt MS seine User einfach nicht dazu, auf eine neuere Version umzusteigen.

Der IE6 wurde von Microsoft im Jahre 2001 lanciert. Schon zu dieser Zeit war er nicht in der Lage, Webseiten, die den W3C Standard erfüllten, richtig darzustellen. Dies führte dazu, dass Webdesigner dauernd eine Gratwanderung machen mussten, um die Seiten in allen Browsern richtig anzeigen zu können. Dies führte soweit, dass Websites in einer eigenen Version für IE6 erstellt werden mussten und der User dann beim öffnen im IE6 einfach eine speziell optimierte Seite vorgesetzt bekam.

Weiter kam dazu, dass wohl kein Browser so viele Sicherheitslücken aufweist, wie der IE6. Diese mussten bis anhin von Microsoft dauernd mit Sicherheitspatches und Service Packs zugestopft wurden.

Microsoft wollte ursprünglich den IE6 bis 2010 mit Updates unterstützen. Aus mir unbegreiflichen Gründen wurde nun für weitere vier Jahre, bis 2014, Unterstützung in Form von Sicherheitsupdates zugesagt.

Es wurde auch Zeit, dass sich langsam Widerstand gegen diese alte Version des IE bildet. Z. B. Facebook, Google oder YouTube haben sich dahingehend geäussert, dass er von ihnen nicht mehr unterstützt wird. Ausserdem hat sich schon eine Petition auf Twitter formiert.

Was meint ihr? Was hat MS zu diesem Schritt bewogen? Sind es die 27% Marktanteil des IE6? Warum bringt Microsoft ihre User nicht auf den aktuellen Browser? Fürchtet Microsoft das die User auf Firefox oder Opera umsteigen?

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Jul 28

Yahoo's neue Startpage - bald mit Bing Logo?

Yahoo's neue Startpage - bald mit Bing Logo?

Die Gerüchteküche brodelt mal wieder wie schon seit langem nicht mehr. Es wird gemunkelt, dass Microsoft und Yahoo kurz vor Abschluss des Such- maschinendeals schlechthin stehen. Aber noch ist das letzte Wort nicht gesprochen, denn bei Geld hört ja bekanntlich der Spass auf.

Und Geld ist ein Thema, da können beide Unternhemen mit grossen Zahlen um sich werfen. So soll laut Informationen, die Ad Age aus Insiderkreisen haben will, Yahoo von einer Einmalzahlung im 9-Stelligen Bereich geträumt haben. Microsoft sieht den Deal eher als attraktiv an, wenn Yahoo an den Werbeeinnahmen in den Suchmaschinenergebnissen beteiligt wird. Was auf die geplanten Laufzeiten des Vetrages schon Beträge in Milliardenhöhe ausmacht.

Warum ist Yahoo so gesprächsbereit?
Auch wenn Google sich nicht wirklich sorgen machen muss, dass Bing Sie vom Thron zerrt, so hat Microsoft doch im ersten Monat nach launch seinen Marktanteil im Gesamtsuchbereich um 0,4% steigern können. Und abgezwackt wird das nicht etwa bei Google, sonder bei den kleineren Mitstreitern. Yahoo’s Anteil sank in der gleichen Zeit um 0,5% Marktanteil. Ausserdem ist das Suchgeschäft teuer. Man braucht für die Ausweitung Partner um z.B. im mobilen Bereich Markanteile auszubauen, Yahoo’s AdWords Pendant “Panama” hat schon lange Zeit keine Weiterentwicklung erfahren.
Obendrein liess Steve Balmer verlauten, er sei bereit 5-10% des operativen Einkommens von Microsoft in das Suchmaschinenbusiness zu investieren – in Zahlen, 5,5 – 11 Milliarden Dollar – für bis zu fünf Jahre. Das ist eine Menge Geld, da kann selbst ein Riese wie Yahoo mitziehen.

Noch markiert Yahoo dicke Muskeln
Man sei in Verhandlungen, so Frau Bartz, aber es müsse ein Deal sein, dem sie vertrauen könne, …, und der Geld bringt. Es sei sehr komplex, in etwa so als würde Yahoo die Office Suite von Microsoft kaufen wollen. In Anbetracht der Zahlen, der Tatsache, dass Microsoft Prognosen von bis zu 30% Marktanteil vorausgesagt werden und der wachsenden Bedrohung für Yahoo vom Suchmaschinen Markt weiter verdrängt zu werden, erscheinen solche Worte allerdings etwas dünn.

Nachdem die Twitter Gerüchte tot waren und der Start von Bing zwar gut lief, aber selbst zusammen mit Live Search lächerliche Marktanteile hatte, war ich sehr gespannt, wie Microsoft das in den Griff bekommen will. Was denkt Ihr zu dem Thema? Denkt Ihr Yahoo hat das nötige Standing doch noch den Deal platzen zu lassen?

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Jul 14

Microsoft Office 2010Was Microsoft schon im Oktober letzten Jahres ankündigte, wird nun Wirklichkeit. Das Bürosuiten-Flaggschiff Office wird mit der neuen Version 2010 (endlich) webfähig und kostenlos – zumindest die abgespeckte Version namens Office Web Applications.

Lange Zeit hatte Platzhirsch Google das Internet in Sachen Büroanwendungen für sich alleine gepachtet. Den kleinen Mitbewerbern wie etwa Zoho, Think Free oder HyperOffice blieben da nur die Krümel der Google-Verweigerer. Ähnlich dem Muster bei der Einführung des Internet Explorers scheint man in Redmond endlich erkannt zu haben, dass die Zukunft der Bürosuite Office (auch) im Web liegt. Ebenfalls erkannt hat man, dass Browser-Unabhängigkeit gefragt ist. Und so versichert Microsoft auch, dass die Online-Versionen von Office neben dem Internet Explorer auch auf Browsern wie etwa Firefox und Safari laufen sollen.

Excel - Office Web Applications 2010

Grenzen verwischen
Office 2010 ist, nach Leseart von Microsoft, “die erste durchgängige Lösung für produktives Arbeiten mit PCs, Mobiltelefonen und Web-Browsern”. Unter dem Namen “Office Web Applications” sollen nun auch Word, Excel, PowerPoint und OneNote online verfügbar sein und, zumindest mit der Zeit, die Grenzen zwischen Internet, der PC-Software und den Windows-Mobile-basierten Applikationen verwischen.

Word - Office Web Applications 2010

Datenschutz und -sicherheit durch Hosting im eigenen Unternehmen
Durchaus interessant sind die Vertriebsmodelle für das webbasierte Office. Während Privatpersonen Office Web kostenlos via Windows Live nutzen können, erhalten Unternehmenskunden (gegen Entgelt, versteht sich) die Möglichkeit, eine bei Microsoft gehostete Version zu nutzen. In Zeiten von Datenschutz und Co. könnte aber die dritte Variante für Unternehmen interessant werden: Nämlich das im eigenen Unternehmen gehostete “Office-Web”, bei der sich kein CTO mehr Gedanken um die Datensicherheit machen muss. Zumindest das scheint derzeit ein grosses Plus von Office Web Applications zu sein, denn die Cloud-gehosteten Lösungen der Mitbewerber könnten das eine oder andere Unternehmen nach wie vor davon abhalten, solche Lösungen zu nutzen.

Powerpoint - Office Web Applications 2010

Allerdings ist noch etwas Geduld angesagt. Wie Microsoft an der derzeit in New Orleans stattfindenden Partnerkonferenz nämlich sagte, soll die erste Beta von Office Web Applications erst gegen Ende des Jahres verfügbar sein.

Wird es Microsoft gelingen, mit Office Web signifikant Marktanteile von Google zurückzuerobern? Oder hat Microsoft, wie damals beim Internet Explorer, die Wichtigkeit der Online-Applikationen unterschätzt, und hechelt Konkurrent Google nun ewig hinterher? Eure Meinung ist gefragt!

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Jun 24

Vor knapp drei Wochen hat Microsoft seine Suchmaschine Bing an den Start geschickt. Erklärtes Ziel ist es, sich endlich ein Stück vom Suchmaschinenmarkt abzuschneiden. Und Bing schlägt sich erstaunlich gut.

Glaubt man den Marktforschern von ComScore, so hat Bing seinen Marktanteil in den USA auch in der zweiten Woche steigern können. So würden derzeit rund 12,1 Prozent der Suchabfragen in den Vereinigten Staaten über Microsofts neue Suchmaschine abgewickelt. Damit ist Bing im Vergleich mit Yahoo (21,1 Prozent) und dem Platzhirsch Google (65 Prozent) zwar immer noch etwas abgeschlagen, doch die Prognosen zeigen weiter nach oben.

Microsoft Bing

Dennoch, Bing als ernsthaften Google-Konkurrenten zu bezeichnen, ist verfrüht. Das sieht sogar Microsoft-CEO Steve Ballmer so, auch wenn es sein erklärtes Ziel ist, eines Tages Google zu verdrängen. Realistischerweise sei daran in den kommenden Jahren jedoch nicht zu denken, aber man werde hartnäckig sein und ein hohes Tempo bei der Entwicklung und Implementierung von Neuerungen an den Tag legen, heisst es aus Redmond.

Geduld wird man in der Tat haben müssen, schliesslich beziehen sich die obigen Zahlen auf die USA. Im Schweizer Markt sehen die Marktanteile sicherlich anders aus, denn hier gibts statt Bing derzeit lediglich die alte Live-Suche in neuem Gewand. Gemäss Microsoft Schweiz kann es bis zu einem Jahr dauern, bis auch hierzulande die neuen Bing-Features erhältlich sein werden, denn: “Die Schweiz ist nicht in der ersten Lancierungswelle”. Der Grund dafür sind die semantischen Konzepte innerhalb der Suchmaschine, die für den deutschsprachigen Markt angepasst werden müssen.

Wie schätzt ihr die Chancen ein, dass Bing einen ernsthaften Marktanteil erringen kann? Wie gefallen euch die neuen Suchmöglichkeiten mit Bing (die man zumindest in der US-amerikanischen Version sehen kann)?

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Jun 23

Auch wenn die Erwartungen nicht besonders hoch waren, die Menge schaute auf den Tag des Release von Microsofts IE8. Um ihre geringen Erwartungen ein weiteres mal vernachlässigt zu sehen wie rothaarige Stiefkinder. Es scheint, Browser machen ist einfach nicht der richtige Sport in Redmond.

Schmeiss Deinen alten Browser weg oder verpiss Dich

Werbekampagne mit folgender Entschärfung
Für den Launch in Australien dachte sich die Marketing Abteilung was ganz tolles aus. 10,000 Australische Dollars irgendwo im Internet versteckt, man muss nur den Hinweisen auf twitter und der Seite www.tengrandisburriedhere.com folgen, um dann möglicherweise eine Seite mit einem “claim” Button zu finden und das Geld einzusacken. Einzige (und peinliche) Bedingung: Das alles geht nur mit dem IE8, (andere sind über eine Scriptabfrage ausgeschlossen). Das ist schon ein starkes Stück. Wer allerdings so unverfroren war, die Microsite mit  z.B. dem Firefox zu öffnen bekam die Meldung (hier übersetzt): “Schmeiss Deinen Firefox vom Rechner oder verpiss Dich”. Nicht übel für einen Laden aus dem puritanischen Amerika. Grundsätzlich ausgeschlossen waren  natürlich Mac und Linux User, denn für die gibt es den IE8 gar nicht.

Nach heftigen Reaktionen schwenkte Microsoft dann um und entschärfte die Kampagne. Nunmehr darf man gnädigerweise auch mit anderen Browsern suchen und finden, empfohlen wird dennoch der hinterherhinkende IE8 für vollen Spielspass.

Im Vergleich

Der Schuss ins eigene Knie

Der Schuss ins eigene Knie

vergleichMS_cssDa stellt sich Microsoft gleich wieder in Ecke der Polemiker, jubelt ihrem IE8 mit zum Teil wirklich lächerlichen Argumenten zu. Man schaue sich die Liste an die Sie als Vergleich auf der eigenen Seite veröffentlicht haben. Chrome und FF unterstützen zwar CSS3 und HTML5, aber der IE8 leiste volle Kompatibiltät für CSS2.1! Und das Private Browsing, dass Sie sich beim FF 3,5 abgeschaut haben, könne der Release 3 vom FF ja auch nicht (Wusstet Ihr, dass der IE7 das auch nicht konnte?). Geschwindigkeit sei ja auch nicht alles, denn die wahre Grösse des IE8 erkennt man, wenn man Slow-Motion-Videos anschauen würde. Verstehe, dass ist ja auch eine der Hauptbeschäftigungen der User im Web. Hier also ein Kompliment an Microsoft. Das Vergleiche mit Opera und Safari gänzlich fehlen, ist bezeichnend. So ist auch die Twittergemeinde ist nicht begeistert.

Im gängigen Sunspider-Test betrachtet, macht der IE8 eine gute Figur auf dem letzten Platz, der folgende Screenshot spricht Bände. Dem ich einfach nichts mehr hinzuzufügen habe.

Top Platzierung auf Position 5 von 5

Top Platzierung auf Position 5 von 5

Liebe Marketing Amateure von Microsoft, wärt Ihr nicht Microsoft, würde ich Euch glatt meine Unterstützung anbieten und zeigen wie es richtig geht. Aber trotz des enormen Budgets sage ich nein. So dringend muss ich nicht in den Billionaires Club.

Was haltet Ihr von diesem Geniestreich? Wart Ihr enttäuscht oder vorher darauf gefasst?

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Jun 02

Der ignorierte Pinguin - wahrzeichen der öffentlichen Vergabepraxis

Der ignorierte Pinguin - Wappentier der öffentlichen Vergabepraxis?

Gleich zwei grosse Aufträge aus dem Verwaltungsbereich beschäftigen die Open Source Gemeinde, Presse und Gerichte. Neben dem Auftrag des Bundesamt für Bauten und Logistik (BBL)  in Höhe von 42 Millionen Franken, schob auch die Berner Kantonalsverwaltung einen 80 Millionen Franken Auftrag an Microsoft. Begründung sei, das fehlen von valablen Alternativen.

Gegen die Vergabepraxis des BBL gingen umgehend 18 Klägerparteien vor Gericht, einige zusammengeschlossen im Verein Swiss Open Systems. Blossgestellt sind die Ausreden der Vergabeverantwortlichen schnell, immerhin betreiben der Kanton Solothurn, die Stadt Zürich, das Bundesamt für Informatik und Telekommunikation (BIT), das Eidgenössische Institut für Geistiges Eigentum und andere Bundesämter Open-Source-Lösungen von Red Hat Linux.

Im Fall Bern hat EVP-Grossrat Marc Jost mit der parlamentarischen Gruppe digitale Nachhaltigkeit dringliche Interpellation eingereicht, um Klarheit darüber zu schaffen, warum zwar ausgeschrieben, aber ohne Zögern der Auftrag direkt an Microsoft vergeben wurde. Möglicherweise lag es schlicht an der “haben wir immer so gemacht” Gewohnheitsproblematik, dass sich niemand vorstellen mochte, dass es auch mit anderen Systemen funktionieren kann. Vielleicht lag die Entscheidungsgrundlage auch ganz anders.

Steuergelder durch den Schornstein

Ob hierbei Villen am Genfer See den Besitzer gewechselt haben oder die Vergabeverantwortlichen mit den falschen (richtigen) Leuten Golf spielen bleibt sicher spekulativ – unzweifelhaft ist, dass Millionen von Steuergeldern eingespart werden könnten, wenn man statt teurer Monopolisten Lizenzen auf Open Source Lösungen zugreifen würde. Hier beschränken sich die Kosten auf Implementierung und Support. Als Teil der Klageschrift hätte man gleich aufnehmen sollen, dass die Bürger der entsprechenden Kantone aufgerufen werden, einen Monat Steuerzahlung auszusetzen, sollte man trotz valabler Alternativen dem Megakonzern Microsoft das Geld hinterher werfen.

Wie steht Ihr zu Open Source Lösungen im Enterprise Bereich? Und zur Vergabepraxis im Bereich Software durch die öffentliche Hand?

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Mai 29

Microsoft lanciert mit Bing eine neue Suchmaschine. Am nächsten Mittwoch, 3. Juni 2009. Man kann sagen: die müssen einfach Marktanteil gewinnen in diesem wichtigen Sektor und kopieren von Google & Co. – interessanter ist jedoch, die Maschine mal anzusehen. Microsoft baute tatsächlich viele nützliche Funktionen ein:

  1. Hintergrund wählbar
    tönt banal, für Mainstream-Startseitentauglichkeit aber hilfreich
  2. Navigation links
    automatisch gefundene, passende “Kategorien”, um die Suche zu verfeinern
  3. Kategorisierung der Resultate
    Gruppierung der gefundenen Seiten nach Unterthemen
  4. Vorschau
    beim Drüberfahren mit der Maus erscheint ein Zusammenzug der Ziel-Website
  5. Sofort-Anworten
    zB für Flugdaten, Währungsberechnungen, Wetter, Kinofilm-Start
  6. Speicherung von Suchen
    und in Facebook oder als E-Mail mit Freunden teilen
  7. Video- und Bilder-Suche
    soll intuitiver sein als in Live! Search
  8. Sentiment-Extraction
    Stimmung gegenüber Firmen und Diensten anhand Kundenfeedbacks
  9. Produktsuche
    komplett mit Reviews, technische Details, Preisvergleiche
  10. Reisen buchen
    umfangreiche Preisanalyse inkl. Preistrends
  11. Hotelreservationen
    Langzeit-Preisvergleich von Hotelzimmern u.v.m.
  12. Gesundheits-Informationen
    direkte, ausführliche Informationen zu Krankheiten

Einige Bing-Screenshots:

Man kann halten von Microsoft, was man will. Etwas ernsthafte Konkurrenz zu Google in diesem Bereich kann für alle jedoch nützlich sein. Es wird sicherlich Auswirkungen haben auf die Google-Dienste – letztendlich profitiert als der treue Google-Anhänger auch davon.

Update: Die Suchmaschine ist schon vor dem geplanten Lancierungstermin nun live gegangen. Das Hintergrundbild lässt sich nur wechseln, wenn man oben rechts das Land auf “United States” stellt. Auch sonst sollte man umstellen, denn nur so kommen die neuen Funktionen (und Resultate) ans Licht. Zudem interessant: Microsoft will 100′000′000 USD fürs Marketing von Bing ausgeben.

Wie treu seid ihr der Suchmama Google ergeben? Kommt für euch in Frage, die bevorzugte Suchmaschine zu wechseln? Auch zu einem Microsoft-Dienst? Feedbacks dazu in den Kommentaren sind wie immer sehr willkommen.

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