Feb 17

fischamhakenDas der Wurm dem Fisch schmecken muss und nicht dem Angler ist ein alter Bart im Marketing. Heutzutage ist die Fische fragen dank Social Media Portalen einfacher denn je. Und man kann auch gleich die Fische die Entscheidungen treffen lassen, welchen Wurm man an den Haken hängen soll.

So macht es zum Beispiel ganz vorbildlich das Schweizer Start-up Unternehmen myswisschocolate. Bis dato gibt es nur den Blog, denn das Unternehmen ist noch gar nicht operativ tätig. Was es anbieten wird, ist personalisierte Schokolade aus selbst zusammengestellten Zutaten.
Nun sind derlei personalisierte, individuell zusammengestellte Produkte natürlich nicht die Neuerfindung des Rades. Weithin bekannt ist beispielsweise der Shop NikeID für solche Services. Doch myswisschocolate setzt noch viel früher an.

Welchen Logoentwurf sollen wir nehmen, fragt man die Zielgruppe und lässt diese entscheiden. Verpackungsdesign?Sagt ihr uns doch wie ihr es am schönsten findet. Welche Toppings wünscht ihr euch auf der Schokolade – damit wir beim ersten Einkauf gleich keine Fehlbestellungen machen, die dann im Regal vergammeln.

Erinnert mal wieder sehr an das schon übererfolgreiche Modell der Superstar Shows: Sagt uns doch bitte vorab was ihr morgen als CD und bei iTunes kaufen wollt, damit wir keine Flops mehr produzieren und Geld in den Sand setzen.

Schlau ist das Konzept und die Resonanz ist schon vor Produktionsstart riesig. Weiter so Jungs von swisschocolate, ihr werdet so das Unternehmen zum Erfolg bringen. Und die Zielgruppe freut sich auch, weil man auf ihre Wünsche gleich von vornherein eingeht.

Natürlich ist es für ein Start-up viel leichter den Fisch zu fragen als für ein bestehendes Unternehmen mit eingeführter Produktpalette. Aber es ist ja auch immer Zeit für neue Produktlancierungen – und da hat man dann wieder die grosse Chance.

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