Im Web 2.0 spielt die Musik
Einer der größten Motoren für das Web ist und war der Austausch von Musik. Ich denke, dass es einiges weniger Breitband Anschlüsse geben würde, wenn dadurch nicht der Austausch von Musik vereinfacht werden würde. In den Anfängen wurde Musik vorallem als MP3 Dateien Peer to Peer getauscht. Da diese Art des Austauschs nur durch Urheberrechtsverletzungen möglich ist, kommen in den letzten Jahren immer mehr Webdienste auf, die die Musik streamen.
Zum einen entstanden unzählige Internetradios, die mit geeigneten Radiogeräten, auch ohne Computer, direkt über W-Lan gehört werden können. Für User die dort die Interaktivität vermissen, entstanden Portale wie z.B. pandora.com. Diese brachten den Vorteil, dass der User sich sein Musikprogramm in Playlisten selber zusammenstellen konnte. Diese Playlisten konnten mit Freunden getauscht werden.
LastFM ist ein Dienst der den Gedanken des Web 2.0 ziemlich weit verfolgt. Über eine spezielle Software kann der User die Infos seiner gespielten Musik, egal ob ab Computer, IPod oder IPhone, zu LastFM übertragen. In LastFM selber entstehen Listen, die aufzeigen was der User gehört hat. Es werden ihm von LastFM Vorschläge präsentiert, die seiner gespielten Musik ähnlich sind. Auch spielt der Social Media Gedanke mit, indem man dieselben Informationen seiner Freunde einsehen kann. Die verschiedenen Musikprofile werden auch untereinander verglichen und nach Gemeinsamkeiten gerated. Man sieht also welche Freunde den gleichen oder einen ähnlichen Musikgeschmack haben.
Blip ist ein Musikdienst, der sich sehr eng an Twitter anlehnt. Man braucht kein spezielles Login, sondern logt sich mit dem gleichen Benutzernamen wie in Twitter ein. Über die Suche findet man seine gesuchten Musikstücke oder Interpreten und kann sie sich gleich anhören. Gefallen sie einem und möchte man die Welt daran teilhaben lassen, werden sie “geblipt”. Das heißt, es öffnet sich ein Texteingabefeld, indem man einen Kurztext eingeben kann. Dieser Text wird dann, zusammen mit einem Link auf Blip, in Twitter veröffentlicht. In Blip selber kann der Song zu den Favoriten hinzugefügt werden, was dazu führt, dass man mit der Zeit über eine eigene Playlist verfügt. Von den anderen Usern kann man für das “blipen” mit sogenannten Props belohnt werden. Diese können und sollen natürlich wieder weitergegeben werden.
Ich selber benutze diese Dienste sehr gerne und immer mehr. Sie sind für mich die perfekte Verschmelzung von Musik und Web 2.0.
Wie haltet ihr es mit Musik und Internet? Kennt Ihr diese Dienste oder setzt ihr andere ein? Wie könnte sich das Musikhören im Internet weiterentwickeln?





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