Jan 21

In wenigen Tagen feiert die von Google ins Leben gerufene Wissensplattform Knol ihr halbjähriges Bestehen. Das Google Projekt, dem aufgrund der deutlichen Konkurrenzposition zur Online-Enzyklopädie Wikipedia zu Beginn nur bescheidene Erfolgschancen eingeräumt wurden, entwickelt sich mittlerweile äusserst positiv.

Nach nur sechs Monaten zieht Google eine erste Bilanz zu Knol und freut sich über den grossen Erfolg der Wissensplattform. Vor wenigen Wochen wurde der der 100‘000te Knol-Eintrag veröffentlicht, die Beiträge werden in 59 Sprachen bereitgestellt und die Besucher der Plattform kommen aus 197 unterschiedlichen Ländern der Welt. Seit dem Start Ende Juli 2008 sind Knols zu allen erdenklichen Themen erschienen. Von der Sinus-Infektion und der Erkundung der Arktis bis hin zu Langstrecken-Motorradfahrten sei dabei alles vertreten.

Gemäss Google soll Knol der Wissensverbreitung im Internet dienen und eine zentrale Informationsquelle bieten. Im Gegensatz zu Wikipedia, das auf das “Wissen der Massen” setzt, rückt bei Knol der einzelne Autor in den Mittelpunkt. So veröffentlichen auf dem Portal vor allem Einzelautoren oder kleinere Gruppen von kooperierenden Autoren unter ihrem realen Namen Beiträge.

Die erfolgreiche Entwicklung des Projekts erklärt Google sich nicht zuletzt durch die kontinuierliche Weiterentwicklung der Funktionalität der Wissensplattform. “Wir haben versucht, die von unserer Autorenschaft meistgewünschten Features so schnell wie möglich zu integrieren”, schildert der verantwortliche Produkt Manager Cedric Dupont. Beispiele hierfür ist etwa eine Statusanzeige, die Aufschluss über das Ausmass der Leseraktivität zu einem bestimmten Knol gibt oder die inzwischen mögliche Einbindung von Rich-Media-Formaten wie Videos, Tabellenkalkulationen oder Diapräsentationen.

Googles Wissensplattform Knol ist noch immer ein sehr junges Projekt. Nach einem äusserst positiven Start, wird sich wohl auch künftig noch so einiges bewegen. Wie steht Ihr heute zu Knol? Nutzt jemand die Wissensplattform regelmässig? Oder gehört Knol trotz der vermeintlich guten Nachrichten auch zu den Google-Diensten, die eingestellt werden sollten?

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Sep 09

Am 7. September 1998 setzten Larry Page und Sergey Brin mit der Gründung der Suchmaschine Google den Grundstein einer Erfolgsgeschichte. Nach nur 10 Jahren nämlich gehört die ehemalige Garagenfirma aus Kalifornien zu den mächtigsten Unternehmen der Welt. Mit dem Ziel, alle weltweit verfügbaren Informationen zu organisieren und den Usern universell zur Verfügung zu stellen, verbreitete sich die Leistungsfähigkeit der Google-Anwendungen im Netz im Eiltempo. So hat der Konzern inzwischen eine riesige Palette an Programmen und Diensten aufgebaut und ein Ende ist nicht absehbar.

Wie alles begann…
Die beiden Informatik-Doktoranden Page und Sergey lernten sich 1995 an der Elite-Universität Stanford kennen und befassten sich intensiv mit der Frage, wie man im Internet relevante Informationen findet. In einem Projekt entwarfen sie eine Suchmaschine nach dem Prinzip, je öfter per Hyperlink auf eine Website verweist, desto wichtiger muss sie sein. Nach einer ersten Testphase und mit 1,1 Millionen US-Dollar Startkapital im Rucksack wagten die beiden den Sprung ins World Wide Web, gründeten eine Firma namens Google und zogen in eine Garage im Menlo Park, Kalifornien. Bereits zwei Jahre später ist Google die führende Suchmaschine im rasant wachsenden Internet.

Google heute…
Nach wie vor nutzen die meisten Menschen Google vor allem zur Suche im Internet. Heute stehen Google Sites mit 19 Milliarden Suchanfragen an erster Stelle auf der Rangliste der führenden Suchwebsites in Europa. Dies macht einen Anteil von 79% des gesamten europäischen Suchmarktes aus. Millionen von Anwendern schätzen zudem die Qualität und Nützlichkeit der verschiedenen Google-Dienste;

Die Programme AdWord und AdSense verknüpfen Werbe-Anzeigen mit Internet-Suchergebnissen und lieferten damit die Grundlage für den Aufbau eines Milliarden-Geschäfts. Die Karten-Dienste Google Maps und der virtuelle Globus Google Earth dienen als Plattform für unzählige ortsbezogene Anwendungen. Googles kostenlose Anwendungs-Programme treten gegen Microsofts etabliertes Office-Paket an. Und der E-Mail-Dienst Google Mail konkurriert erfolgreich mit anderen ähnlichen Angeboten.
Das grösste aktuelle Projekt neben dem Browser Chrome ist das von Google mitinitiierte Handy-Betriebssystem Android, das dem Konzern helfen könnte, seine starke Position auch auf die mobile Internet-Nutzung auszuweiten. Das Wissens-Projekt Google Knol ist eine Alternative zur Online-Enzyklopädie Wikipedia. Und auch die heftig umstrittene Initiative Google Book Search, bei der Google alle veröffentlichten Bücher einscannen und online durchsuchbar machen will, könnte noch an Bedeutung gewinnen.
Hier eine Übersicht über weitere Google-Produkte.

Google hat einen eigenen Markt entwickelt, den es vorher nicht gab. Die Erfolgsformel: Eine hohe Reichweite und die geschickte Vermarktung von Werbung auf der eigenen wie auch bei Partner-Seiten. Doch was unzählige Internet-User fasziniert, löst bei manch anderen Sorge und Bedenken aus. So warnen Kritiker vor einem Wissensmonopol des Konzerns und dem Missbrauch der von Google gespeicherten Daten (dies aber wieder ein anderes Tehma).

Was haltet Ihr von der Erfolgsgeschichte des Suchmaschinen-Giganten Google? Welche Dienste nutzt Ihr regelmässig, welche Tools würdet Ihr weiter empfehlen?

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