
Wer auf das neue iTunes Version 10 umgestellt hat, wird neben ein bisschen Design update vor allem das neue Icon bemerkt haben. Im Vergleich zum alten kein Geniestreich. Was sich aber ebenfalls mitinstalliert ist Ping, Apples neue Social Network Komponente. Hier ein Überblick was Ping ist und kann.
Bevor ihr nun einen kalten Schauer bekommt, weil es schon wieder ein neues Network gibt, erstmal Entwarnung. iTunes könnt ihr auch wie gewohnt weiterhin benutzen ohne Ping beitreten zu müssen. Wer es sich anschauen will, findet in der linken Menuleiste unter Store das Ping Icon mit zwei Sprechblasen. Ein klick und es erscheit der Screen wie ihr ihn oben sehen könnt. Anmelden über den Store und ein paar Angaben zu Euch, ein Foto, fast fertig. Dann noch schnell Lieblingsmusik angeben und schon ist man drin. Und dann?
Vorschläge welchen Künstler man folgen sollte.
Das ist mal der erste Screen. Funktioniert mal gar nicht! Weil Ping sich nicht dafür interessiert was ich für Musik höre und bewerte, sondern anscheinend völlig willkürliche Vorschlage macht (mir wurde empfohlen z.B. Cher zu folgen!?) Kein grosser Wurf an dieser Stelle, da muss noch dran gearbeitet werden, denn Genius funktioniert sehr gut. Warum man die Daten da nicht verknüpft ist mir schleierhaft.
Ping weiss nicht was ich gerne in der eigenen Library höre
Noch seltsamer, Ping liest nicht einmal aus, welche Songs ich in der eigenen Library mit wieviel Sternchen bewertet habe um zu schauen was ich lieber mag als anderes. Das finde ich nun wirklich schwach.
Nur Musik, nur iTunes
Ping ist kein Network das jeder Nutzen kann, es exitiert nur innerhalb von iTunes. Ausserdem kann man momentan nur auf der Musikschiene fahren. Videos, Podcasts, Apps – zu all dem kann ich keine Angaben machen und mich austauschen.
Privatsphäre
Das funktioniert hier mal wirklich einfach, so wie bei twitter. Mein Profil ist grundsätzlich öffentlich und für jeden auffindbar. Ich kann entscheiden ob mir jeder folgen darf, oder ob ich genehmigen muss. Man kann noch in den “privaten” Modus stellen, dann kann niemand (nicht mal Freunde) sehen was ich schreibe. Was dass für einen Sinn macht erschliesst sich mir nicht. Ebenso kann man auch im öffentlichen Modus verhindern, dass andere meinen (peinlichen?) Musikgeschmack sehen können. Wer also immer noch grosser Roxette oder Dr. Alban Fan ist, muss sich hier nicht öffentlich lächerlich machen.
Fazit
Ping sieht mal auf den ersten Blick nett aus, wie alles was Apple macht. Allerdings sind die Funktionen noch rudimentär, hackelig und nicht zu Ende gedacht. Wird an den Schwachstellen noch nachgebessert könnte es für echt Musikfans (und Filmfreaks, Podcaster und App lovers) eine interessante Plattform werden. Mit ein bisschen Geschick und den nötigen Funktionen sogar ein würdiger Nachfolger für myspace – allerdings nur in iTunes
Habt Ihr schonmal reingeschaut? Was haltet ihr von Ping? Könnte das noch was werden?
\\ tags: Apple, iTunes, ping, Social Network
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