Nov 24

Krisenmanagement im Bereich Social Media Diese Woche gab es (un)erwartete Turbulenzen in der Social Media Welt. Über Adidas und Continental brach ein regelrechter „Shitstorm“ herein, welcher ihre Social Media Präsenzen überflutete. Der Auslöser? Die gezielten Tiertötungen in Zusammenhang mit der Fussball-EM 2012.

Continental und Adidas sind zwei der offiziellen Sponsoren der Euro 2012 in Polen und der Ukraine nächsten Sommer. Rund um das Grossereignis haben sich nun jedoch Tierschützer aus der ganzen Welt zu Wort gemeldet, um sich dagegen zu wehren, dass für die Euro 2012 angeblich eine gezielte Vergiftung streunender Hunde und Katzen in der Umgebung der Veranstaltungsorte angelegt wurde. Um für ihr Anliegen Aufmerksamkeit zu generieren legten sie einen Grossangriff auf die Facebook-Seiten der Sponsoren Continental und Adidas an. Ein solches Szenario fordert Kommunikationsfachleute auf das Parkett und zeigt, wer sich im Vorfeld für Krisensituationen gerüstet hat.

Continental reagierte mit Verständnis, Information und aktivem Handeln, indem sie bekannt gaben, mit der UEFA über das Problem gesprochen zu haben und halten seitdem die Community auf dem Laufenden. Innert kürzester Zeit hatten sie ihre Fans wieder auf ihrer Seite und die Tierschützer versammelten sich auf ihrer Seite, um über die neusten Ereignisse informiert zu werden – eine äusserst vorbildliche Handhabung der Situation!

Continental's Facebook Post zum "Shitstorm"

Adidas brauchte für das Management etwas länger, was die Situation zum Eskalieren brachte, dies nachdem sie doch erst vor kurzem von einem heftigen Hackerangriff heimgesucht wurden. Da sich das Unternehmen mit der Reaktion Zeit liess und (nach Angaben der Nutzer) auch Kommentare löschte, geriet die Situation völlig ausser Kontrolle.

Was lernen wir daraus? Jeder Facebook-Auftritt, vor allem wenn es sich um grössere Unternehmen handelt, braucht eine sichere, gezielte und klar definierte Strategie für die Krisenkommunikation auf Sozialen Netzwerken. Die meisten Grossfirmen sind zwar erfolgreich auf den verschiedenen Netzwerken, bieten jedoch eine enorme Angriffsfläche. Ohne Strategie wird oft schlecht oder gar nicht auf die Situationen eingegangen, was nicht nur online sondern meist auch in den traditionellen Medien für ungemein schlechte Publicity sorgt.

Ist jedoch ein Plan für das Online Krisenmanagement vorhanden, kann ein „Shitstorm“ schnell abgefangen werden und  bietet dadurch ein enormes Potential für gute Publicity über alle Kanäle.

Hast du schon Erfahrungen gesammelt mit Online-Angriffen? Wie würdest du auf eine Attacke reagieren? Wann und wie sollte geantwortet werden?

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Feb 19

hundfacebookDie jüngsten Entwicklungen zeigen: Soziale Medien sind nicht mehr länger nur ein Privileg des modernen Menschen. Auf Facebook, Twitter und Xing folgen nun Dogbook, Catster und Petster.

Lillika, Kitzekatze und Fluffytiger sind die besten Freunde. Virtuelle Freunde. Haarige Freunde. Und: Sie sind gehören zu den Top-Usern des Monats Februar. Ob Katze, Hund Meerschweinchen, Hamster oder Pferd – Soziale Netzwerke und Kontaktbörsen für Tiere sind der neue Renner unter den Netzwerkportalen.

Jedem Tier sein eigenes Profil
Wer «den besten Freund des Menschen» vernetzen will, dem sind so gut wie keine Grenzen gesetzt. Denn das Angebot an animalischen Social Networks ist gross. Tendenz steigend.  Erst in den Staaten etabliert, schwappte der neue Trend über den grossen Teich. Mit Erfolg: DoggySpace, MyCatSpace, Catster, Dogster, Petster und zu guter Letzt auch Dogbook und Catbook – als kostenlose Erweiterungen von Facebook – sind längst auch in Europa bekannt. Und beliebt.
Auf Dogbook beispielsweise kann jeder Hund seine eigene ganz persönliche Profilseite im Social Network bekommen. Ein individueller Steckbrief mit dem Geburtstag sowie den Vorlieben und Eigenschaften des Hündchens gehören ebenso dazu wie der eigene Fotoordner oder Videos. Zusätzlich erlauben spezielle Suchfunktionen, dass Besitzer einer bestimmten Rasse oder Hundebesitzer der gleichen Stadt bequem und einfach zu einander finden. Dogbook kann aber auch von unterwegs genutzt werden: Für iPhones und andere Smartphones gibt es hierfür spezielle Anwendungen.

Verzweifelte Suche nach Anschluss?
Das Potential der digitalen Tierfreundschaften ist wohl noch nicht einmal im Ansatz ausgenutzt. Doch warum vernetzen Tierbesitzer ihre Lieblinge und wie weit soll die Vernetzung noch gehen? Böse Zungen könnten behaupten, bei der Vernetzung des eigenen Haustieres könnte es sich eventuell um einen verzweifelten Versuch auf der Suche nach sozialem Anschluss und Kontakten handeln. Und somit um eine Instrumentalisierung des domestizierten 4-Beiners.
Eine etwas gemässigtere Sichtweise wäre wohl, dass es sich vielleicht einfach nur um eine weitere Ausprägung von Vernetzung handelt – und dem einen oder anderen Tierbesitzer einfach nur Spass bringt. Wie lange es aber noch geht, bis reale 4-Beiner tatsächlich  in der virtuellen angekommen ist, wird sich zeigen.

Und wie sieht es bei Euch aus? Habt ihr Eure tierischen Hausgenossen bereits sozial vernetzt? Oder was haltet Ihr von denjenigen Leuten, die Ihren Tieren in sozialen Netzwerken ein Profil erstellen?

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