Facebook Places – Brauchts das auch noch?
Seit ein Paar Tagen ist nun auch noch Facebook zu den ortsbasierenden Diensten vorgedrungen. Ich habe es mal ausprobiert und mir so meine Gedanken dazu gemacht.
Google Latitude, Gowalla und Foursquare waren bisher die Vorreiter von Diensten, bei denen die User ihre augenblickliche Position auf der Welt per Handy bekannt geben. Zum einen verfolgen diese Dienste den Zweck, zu sehen, wer von seinen Freunden gerade wo ist oder aber es wird zur virtuellen Schnitzeljagd um Badges, Punkte oder Mayortitel.
Es ist natürlich klar, das diese Art von Service sehr schön in das Konzept von Facebook passt. Endlich ist es möglich, festzustellen, ob sich gerade einer seiner Facebook Freunden in der Nähe befindet. Ich denke dies wird bei der Facebookgemeinde auf ziemlich grosse Resonanz stossen.
Allerdings zeichnen sich auch schon Wolken am Facebookhimmel auf, die Schatten auf diesen Dienst werfen. Seit er in der Schweiz gestartet wurden, sind immer mehr Stimmen zu hören, die sich darüber beklagen, dass die Timeline (Neuigkeiten) zu sehr von diesen Meldungen im Stil von “Hans Müller ist hier: Veloständer Bahnhof” Meldungen überflutet wird. Bereits wurde schon eine Facebookgruppe mit dem schönen Namen “Please let me hyde places checkins of my friends, Mr. Zuckerhill” gegründet.
Ich finds Facebook Places eigentlich eine gute Anwendung, würde es allerdings dennoch begrüssen, wenn es möglich wäre, diese Statusmeldungen in einem separaten Kanal zu führen. Oder dann wenigstens die Möglichkeit, diese auszublenden. Eine Möglichkeit wäre auch, das ganze nur in der mobilen Anwendung anzuzeigen. Wenn ich es mir Zuhause gemütlich gemacht habe, interessiert es mich eigentlich wenig, wo meine Facebook Freunde gerade hocken.
Wie seht ihr das? Nervt das ganze mehr oder machts Spass? Würde mich interessieren, ob ich der einzige bin, der das ein wenig zwiespältig sieht.




Das wir in einer Zeit der Reizüberflutung und immer schneller werdenden Informationskanälen stehen ist wohl für niemanden eine Überraschung. Wer allerdings wie wir Online Marketer ständig den Finger am Puls der Zeit haben muss, der fragt sich schon ob das Tempo noch zu halten ist, in dem neue Ideen und Kanäle aus dem Boden schiessen – und oft genauso schnell wieder verschwinden. Zwei Beispiele:

Wer unterwegs ist und seinen aktuellen Aufenthaltsort via Web bekannt gibt, verrät damit gleichzeitig, dass er gerade nicht zu Hause ist.
2008 war es Facebook. 2009 war es es Twitter. Und was kommt 2010? Dienste wie Gowalla sollen der Trend von morgen sein. Gowalla was?
Mobile Social Networks wie Gowalla und Foursquare boomen. Apple lässt Google Latitude nicht in den iTunes App Store – wohl mit Absicht. Location Based Services scheinen das nächste grosse Ding im Internet zu werden.


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