Okt 07

Seit ein Paar Tagen ist nun auch noch Facebook zu den ortsbasierenden Diensten vorgedrungen. Ich habe es mal ausprobiert und mir so meine Gedanken dazu gemacht.

Google Latitude, Gowalla und Foursquare waren bisher die Vorreiter von Diensten, bei denen die User ihre augenblickliche Position auf der Welt per Handy bekannt geben. Zum einen verfolgen diese Dienste den Zweck, zu sehen, wer von seinen Freunden gerade wo ist oder aber es wird zur virtuellen Schnitzeljagd um Badges, Punkte oder Mayortitel.

Es ist natürlich klar, das diese Art von Service sehr schön in das Konzept von Facebook passt. Endlich ist es möglich, festzustellen, ob sich gerade einer seiner Facebook Freunden in der Nähe befindet. Ich denke dies wird bei der Facebookgemeinde auf ziemlich grosse Resonanz stossen.

Allerdings zeichnen sich auch schon Wolken am Facebookhimmel auf, die Schatten auf diesen Dienst werfen. Seit er in der Schweiz gestartet wurden, sind immer mehr Stimmen zu hören, die sich darüber beklagen, dass die Timeline (Neuigkeiten) zu sehr von diesen Meldungen im Stil von “Hans Müller ist hier: Veloständer Bahnhof” Meldungen überflutet wird. Bereits wurde schon eine Facebookgruppe mit dem schönen Namen “Please let me hyde places checkins of my friends, Mr. Zuckerhill” gegründet.

Ich finds Facebook Places eigentlich eine gute Anwendung, würde es allerdings dennoch begrüssen, wenn es möglich wäre, diese Statusmeldungen in einem separaten Kanal zu führen. Oder dann wenigstens die Möglichkeit, diese auszublenden. Eine Möglichkeit wäre auch, das ganze nur in der mobilen Anwendung anzuzeigen. Wenn ich es mir Zuhause gemütlich gemacht habe, interessiert es mich eigentlich wenig, wo meine Facebook Freunde gerade hocken.

Wie seht ihr das? Nervt das ganze mehr oder machts Spass? Würde mich interessieren, ob ich der einzige bin, der das ein wenig zwiespältig sieht.

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Mai 14

Letzte Woche sind Informationen an die Öffentlichkeit gedrungen, wonach Facebook noch im Mai eine Location-Funktion für Nutzer und auch Firmen integrieren will.

Das neue Feature soll Gowalla oder Foursquare nachempfunden sein. Die User können in Restaurants, Läden etc. einchecken. Noch nicht klar ist, ob man auch selber Aufenthaltsorte hinzufügen oder anpassen kann. Das erste Unternehmen, das Facebook Location testen wird, ist McDonalds. So kann der Kunde via Facebook einchecken und seine Freunde sofort informieren, was er denn an der Theke bestellt hat. Für Foursquare und Gowalla könnte das gefährlich werden, da Facebook auf diese Weise 400 Millionen Mitgliedern mobilisiert.

Voilà, sage ich da nur. Für alle anderen ist somit Schluss. Warum noch Gowalla & Co. nutzen, wenn Facebook jetzt alles kann? Sollte sich das Feature in der Facebook-Community verbreiten, wird aber eine weitere Diskussion zum Thema Privatsphäre und Social Media angezettelt. Noch lange nicht alle User wissen, wie sie ihre Daten schützen können.

Ist das ein Grund um sich mal konsequent bei allen Diensten zu löschen?

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Feb 24

social media - alles zu schnell?Das wir in einer Zeit der Reizüberflutung und immer schneller werdenden Informationskanälen stehen ist wohl für niemanden eine Überraschung. Wer allerdings wie wir Online Marketer ständig den Finger am Puls der Zeit haben muss, der fragt sich schon ob das Tempo noch zu halten ist, in dem neue Ideen und Kanäle aus dem Boden schiessen – und oft genauso schnell wieder verschwinden. Zwei Beispiele:

Zunächst jedoch sei gesagt, es besteht kein Grund zur Panik. Nur weil viele Unternehmer und Marketingleiter nicht so richtig wissen wie sie mit dem Thema Social Media in der Unternehmenskommunikation umgehen sollen, muss man sich keine Sorgen machen, dass das Thema eine reine Blase ist und wieder verschwunden, sobald man grosse Summen des Werbe Etats dort versenkt hat. Kanäle wie Facebook, Youtube, Twitter laufen schon seit Jahren stabil. Und sie werden auch nicht über Nacht abgelöst. Doch bei neuen Ideen sollte man Unterscheidungsvermögen an den Tag legen.


gowalla

Kaum ein halbes ist es her, da sorgte die iPhone App Gowalla für Furore in der Szene. Mittels GPS Signal kann die Applikation den persönlichen Standort ermitteln und zeigt entweder von anderen Nutzern erstellte Ortsmarkierungen an oder man hat die Möglichkeit selber einen Landmarke zu erstellen. Markiert wird so ziemlich alles. Von Sehenswürdigkeiten über Bahnhöfe, Firmenadressen und der eigenen Wohnung. Ist ein Ort erstellt, kann man immer wieder einchecken, sobald man in direkter Nähe ist. Und in kürzester Zeit waren alle Geeks dabei, zu Stosszeiten bekam ich im Minutentakt Nachrichten wer gerade wo eingechekt hat. Doch so schnell wie es kam, wurden die Nutzer auch schon wieder gelangweilt. Ein klassisches Beispiel dafür wie schnell dieser Prozess ablaufen kann, bevor die grosse Masse der normalen Internetnutzer überhaupt bemerkt hat, dass es Gowalla überhaupt gibt. R.I.P.

google_wave
Dieses Schicksal ereilt nicht nur kleine Start Ups, denen es an ausreichend Budget für langem Atem und grosse Werbekampagnen fehlt. Google Wave, das so verstandene Cockpit für alle etablierte Kommunikation im Web (Chat, Mail, Datenaustausch, in die sich alle einklinken können), wurde von Google in einem Stundenvortrag vor dem Launch lauthals beworben. Das an sich ist schon erstaunlich, denn Google entwickelt normalerweise im dunklen Kämmerlein und stellt neue Anwendungen ohne Mitteilungen einfach bereit. Wird schon einer finden.
Zunächst verteilte Google nur einige tausend Zugangscodes zur Betaversion – und wer über Twitter ein Ticket in die Welle anbot wurde heiss umworben. Alle wollte endlich sehen was Google hier versprochen hatte. Jedoch kämpfte das System – ebenfalls ungewöhnlich für Google – mit vielen Systemfehler, war extrem langsam, viele Features waren nur als funktionslose Buttons integriert und ein paar tausend User reichten nicht aus um eine Welle zu erzeugen. Es blieb bei ein paar Wasserring als hätte man einen kleinen Kiesel in einem trüben Tümpel geworfen. Wer heute twitter, er hätte noch einen Zugang für die Wave, der erntet nur noch gähnen. R.I.P.

Ob Wave nun tatsächlich den Grabstein von Google auf den Kopf gestellt bekommt, oder sich nochmals wie Phoenix aus der Asche erhebt bleibt abzuwarten. Denn der Grundgedanke ist gut, aber es braucht noch viel Nachbesserung.
Auch wenn wir uns täglich mit der Materia beschäftigen, es bleibt eine echte Herausforderung zu entscheiden, in welchen neuen Hype man seine Zeit und Energie investiert, in Zeiten in denen Top und Flop so eng beieinanderliegen.

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Feb 22

Dieb1Wer unterwegs ist und seinen aktuellen Aufenthaltsort via Web bekannt gibt, verrät damit gleichzeitig, dass er gerade nicht zu Hause ist. PleaseRobMe auf ungewöhnliche Art und Weise davor, das zu tun. Twitter findet das aber gar nicht lustig – und sperrt kurzerhand den Twitter-Account von PleaseRobMe.

PleaseRobMe zeigt einfach an, wer momentan nicht zu Hause ist. Standortmitteilungen werden so zu Einladungen für Einbrecher, die nach verwaisten Bleiben suchen.

Natürlich steckt dahinter auch eine pädagogische Absicht: Zeigen, wie gefährlich es sein kann, zu viele Informationen in die Social Networks zu stellen.

Natürlich würde niemand seinen PleaseRobMe direkt seinen Standort verraten, aber das ist auch gar nicht nötig: Die Information wird über einen Feed vom Geo-Social-Network Foursquare abgezogen. Pleaserobme sendet automatisch via Twitter eine Warnmeldung an den betroffenen Nutzer zurück. Die Warnung ist als kleiner Denkanstoss für den Sender gedacht, damit dieser über seine Informationsfreigabe nachdenkt.

Twitter selbst hat den Feed mittlerweile gesperrt. Foursquare reagiert in einem Blogposting ebenfalls ein bisschen gekränkt, da man den Datenschutz ja sehr ernst nehme.

PleaseRobMe basiert in erster Linie auf Twitter. Dort werden die Mitteilungen der Nutzer ausgelesen und mit einem neuen Wortinhalt versehen, der besagt, dass der Nutzer nicht daheim sei. Steigt nun wegen Foursquare die Zahl der Einbrüche? Wohl kaum. Dasselbe würde prinzipiell auch funktionieren, wenn Foursquare dabei gar nicht genutzt würde. Es genügt, bei Twitter nach “Unterwegs nach” zu suchen.

Wie wahr, wie wahr. Wenn jemand bei Facebook eingibt, dass er jetzt für zwei Wochen im Urlaub sei, dann ist das schliesslich auch ein Freipass für Diebe. Darum sollte man das jetzt nicht gleich auf diese beiden Dienste reduzieren. Ob es einfacher ist jemanden auszurauben, wenn er seinen Aufenthaltsort online kommuniziert, sei mal dahingestellt. Den Tätern kommt man auf die Schliche. So oder so.

Was denkt ihr darüber? Sollte man bei Gowalla oder Foursquare aufpassen?

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Jan 12

gowalla2008 war es Facebook. 2009 war es es Twitter. Und was kommt 2010? Dienste wie Gowalla sollen der Trend von morgen sein. Gowalla was?

Gowalla kombiniert ein soziales Netzwerk mit einem virtuellen Stadtführer. Beantworten wir beim Microblogging-Dienst Twitter in 140 Zeichen die Frage „Was passiert gerade?“, geht es bei Gowalla um „Wo bist du gerade?“. Es braucht lediglich einen Klick und schon ist der eigene Standort auf Gowalla – und auf Wunsch gleichzeitig auch automatisch auf Twitter und Facebook – bekanntgegeben.

Das funktioniert so: Ich bin in der Stadt unterwegs und suche nach Inspiration. Wo gehe ich heute Abend Essen? Wo gibt es guten Kaffee? Oder wo ist etwas grad Aktion? Plattformen wie Qype sind da schön und gut – aber dort weiss ich nicht, was meine Freunde gerade machen, wo sie hingehen! Was also tun, um an diese Infos zu kommen? Gowalla auf dem Smartphone installieren, registrieren und los geht’s.

Mein Handy zeigt mir fortan an, wo meine Freunde derzeit sind und welche Orte – auch Spots genannt – sich in meiner Umgebung befinden. Komme ich in ein Cafe oder Restaurant, “checke ich ein”, um meine Freunde zu benachrichtigen, dass ich gerade dort bin. So sind meine Freunde über meine Lieblingslocations informiert – und ich kann neue Leute kennenlernen.

Ein spielerisches Element kommt noch dazu: Gowalla-Mitglieder tragen virtuelle Gegenstände mit sich herum. Die Palette reicht vom Becher Kaffee über Küchengeräte bis zur Maske. Diese “Items” können am aktuellen Standort eingetauscht werden gegen solche, die jemand vorher dort deponiert hat. Interessant ist das besonders dann, wenn sich besonders wertvolle Gegenstände gelegentlich in reale Dinge umtauschen lassen – ein weit offenes Feld für virale Aktionen.

Aber: Erstmal ist Gowalla einfach wieder ein Dienst mehr. Und Geotagging hatten wir doch schon mal – erinnern wir uns an Plazes. Mitteilen, wo ich grad bin, kann ich mit der neuen Geo-Tagging-Funktion von Twitter auch, wenn mein Client diese Funktion unterstützt. Ob die gute Umsetzung von Gowalla und die Spielchen mit den Items für den ganz grossen Durchbruch reichen werden, muss sich wohl erst noch weisen.

Zur Zeit pusht Gowalla alle paar Minuten eine Standortmeldung auf mein iPhone. Ob es in ein paar Wochen immer noch so sein wird? Was haltet ihr von der Idee? Und wie lange seid ihr schon dabei?

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Jan 05

kompassMobile Social Networks wie Gowalla und Foursquare boomen. Apple lässt Google Latitude nicht in den iTunes App Store – wohl mit Absicht. Location Based Services scheinen das nächste grosse Ding im Internet zu werden.

Seit Mitte 2009 beisst sich Google regelmässig am Aufnahmeverfahren für den iTunes App Store die Zähne aus. Weder die Telefonieanwendung Google Voice noch Google Latitude fanden Gnade vor den kritischen Augen der Prüfer.

Bei Google Voice ist das nachvollziehbar: iPhone-User müssen über ihren Netzanbieter telefonieren, sonst ist das Geschäftsmodell von Apple in Gefahr. Ziemlich an den Haaren herbeigezogen erscheint jedoch das Argument, der Positionierungsdienst Google Latitude sei der Standard-Kartenanwendung auf dem iPhone zu ähnlich und verwirre die User.

Und tatsächlich scheinen Hintergedanken im Spiel zu sein. Wie ein aktueller Patentantrag zeigt, werkelt Apple an einem eigenen Location Based Service, der Google Latitude sehr nahe kommt. “Apple Maps”, mit dem sich iPhone-User gegenseitig ihren Standort bekanntgeben können, soll Google Maps auf dem iPhone über kurz oder lang ablösen. In dieses Bild passt auch, dass Apple bereits vor ein paar Monaten PlaceBase übernommen hat – einen kleinen, aber feinen Konkurrenten von Google Maps.

Der Markt für Location Based Services ist also in Bewegung. Ob aus diesem Trend ein dauerhaftes und nachhaltiges Geschäft ensteht, wird sich aber dieses Jahr noch zeigen.

Wo liegt für dich der Nutzern von Location Based Services? Welche Dienste nutzst du? Welchem gibst du die besten Chancen?

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