Mrz 02

Die Funktionen von “Google Search Plus your World” werden angeblich bald auch in Deutschland, Österreich und der Schweiz lanciert. Nach dem Launch in den USA spalteten sich die Meinungen. Andere Anbieter wie Twitter veröffentlichten im Januar 2012 starke Proteste und sprachen sogar vom “schwarzen Tag des Internets”. Nun bietet Google jedoch neu die Möglichkeit an, der drohenden “Bubble” zu entfliehen, und dies mit einer einfachen Einstellung. 

Die Idee hinter Google Search Plus scheint mir einerseits Sinn zu machen, andererseits stellt sich durch die Funktion vermehrt die Frage, ob wir auf dem besten Weg zur Informationsisolation sind. In Kürze: die Suchresultate, welche mir von Google gezeigt werden, basieren grösstenteils auf den +1 Angaben und Google+ Profilen meiner Kontakte und sind somit auf meine Person und Interessen zugeschnitten. Ich finde also was ich hören will – und eventuell sowieso schon weiss. Dies bedeutet nicht nur eine Herausforderung für jeden SEO-Spezialisten, sondern bietet mir auch ein eventuell stark verzerrtes Weltbild.

Sogar Fotoergebnisse werden in den USA neu so gestaltet, dass Bilder, welche von einem meiner Kontakte auf Google+ geteilt worden sind, prominent auf der ersten Seite erscheinen. Gekennzeichnet werden diese Bilder lediglich durch ein “Limited” am rechten unteren Bildrand.

Das Feature konnte bisher nicht viele Fans gewinnen. Daher gab es bis heute zahlreiche Anfragen, wie Google Search Plus your World deaktiviert werden könne,  um wieder weltweit relevante Suchergebnisse zu erhalten.

Und neuerdings ist die Einstellung einfach, dank einem neuen Feature, welches von Google eingeführt wurde: Neben der Anzeige der personalisierten Resultate befindet sich ein Button, welcher, ähnlich wie bei den Privatsphäre-Einstellungen bei Facebook oder Google+, die Möglichkeit der Auswahl des Figürchen und der Weltkugel bietet:

Auf diese Weise erhofft sich Google, mehr Akzeptanz für das Feature zu erhalten. Und ich muss ehrlich sagen, auch wenn mir die Sache anfangs unheimlich war, mit der neuen Filterfunktion bringt Google Search Plus your world erhebliche Vorteile. Und die Gefahr der “Social Bubble” wird zumindest minimiert.

Wie sich das Projekt vor allem auch in Europa entwickelt? – wir bleiben gespannt und warten auf den Launch in der Schweiz.

Was denkst du über Google Search Plus your world? Wo siehst du Potential und wo die Gefahren? In welche Richtung sollten sich Suchmaschinen deiner Meinung nach entwickeln? 

 

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Feb 17

JavaScript FrameworksEgal ob es sich um komplexe Business Lösungen oder einfache Formulare handelt, stehen heute für die Realisierung von Web-Lösungen sehr mächtige Frontend Libraries zur Verfügung. Dabei spart man nicht nur Zeit und Geld bei der Umsetzung, sondern stellt gleichzeitig auch sicher, dass die Lösung technisch korrekt daherkommt – sofern man die wichtigsten Tipps und Tricks einhält.

Wenn man sich auf die 5 wichtigsten JavaScript Frameworks konzentriert (jQuery, ExtJS, Prototype, MooTools, YUI), kann man sagen, dass alle die folgenden Merkmale besitzen:

  • Ajax Support
  • Element Selektoren
  • DOM Durchwanderung
  • DOM Manipulation
  • Event Handling
  • JSON
  • Cross-Browser Kompatibilität

Welches Framework aber soll ich dann im eigenen Projekt verwenden?

Nach Auflistung der Stärken der einzelnen Libraries sollte es einfacher fallen sich für die am besten geeignete Library zu entscheiden:

  • jQuery beinhaltet nur einen kleinen Satz von User Experience (UX) -Verbesserungen; User Interface (UI) -Komponenten können nur durch die zusätzliche Einbindung des jQuery UI Frameworks bewerkstelligt werden
  • Protoype: Beinhaltet keine zusätzlichen UI-Komponenten oder UX-Verbesserungen. Diese können aber durch die Einbindung  des Frameworks Script.aculo.us hinzugefügt werden
  • Mootools beinhaltet ebenfalls keine UI-Controls, sondern nur in Verbindung mit MooTools.More
  • YUI und ExtJS beinhalten eine grosse Anzahl von vorgefertigten UI-Komponenten, sogenannten Widgets, die Out-of-the-Box verwendet werden können

Der Nachteil an den Komplettlösungen YUI und ExtJS ist, dass die Ressourcen sehr gross werden können und so einen Abstrich bei der Ladegeschwindigkeit im Browser hingenommen werden muss. Und das Customizing, also die individuelle Erweiterung von Komponenten, ist bei diesen beiden Lösungen komplexer als bei den anderen drei Frameworks.

Zusammenfassend kann zum Einsatzgebiet der einzelnen Frameworks gesagt werden:

  • jQuery und Prototype eignen sich hervorragend zur Erweiterung von grafischen Web-Oberflächen
  • ExtJS und YUI sind die beste Wahl, wenn applikatorische Lösungen gebaut werden
  • Mootools ist stark bei Animationen und grafischen Gestaltungen

Dass es aber auch durchaus sinnvoll sein kann, zwei unterschiedliche Frameworks in ein und derselben Lösung zu verwenden, haben wir beim Projekt Blacksocks gezeigt: Hier wird für die Administrationsoberfläche im CMS G3 ExtJS, auf der normalen Webseite aber jQuery verwendet.

Die genannten Frameworks bieten auch Versionen für mobile Plattformen. Diese beinhalten vorgefertigte UI-Komponenten, die das Verhalten von nativen Apps klonen.

Die wirtschaftlichen Aspekte beim Einsatz von JavaScript Frameworks sind auch vielfältig:

  • mehr Zeit für Kundenbedürfnisse, da Problematiken wie z.B. Crossbrowser-Kompatibilitäten eliminiert werden können
  • Konzentration aufs Wesentliche
  • Erleichterung in der Programmierung dank vielen modularen Out-of-the-Box Features
  • Wiederverwendung auf allen Ebenen, so z.B. im Mobile Bereich
  • hohe Qualität für Kundenlösung, da für jedes Bedürfnis ein Plugin oder Widget vorhanden ist
  • Innovation ohne Investitionen, da diese durch grosse Communities getrieben werden
  • schnelleres Time-To-Market

Was habt ihr für Erfahrungen mit JavaScript Frameworks gemacht? Kennt ihr noch weitere erwähnenswerte Frameworks? Lohnt es sich überhaupt als Entwickler Kenntnisse in mehr als einem oder zwei Frameworks zu haben, oder lohnt es sich Spezialisten für jede Sprache zu haben?

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Feb 08

Suchmaschinen-Marketing, welches sich in die Kernbereiche Suchmaschinen-Optimierung (SEO – Search Engine Optimization) und Suchmaschinen-Werbung (SEA – Search Engine Advertising) unterteilen lässt, wird nach wie vor immer wieder bei Entscheidungsträgern hinterfragt. Eigentlich erstaunlich, gemessen am Kosten/Nutzenverhältnis. In diesem Beitrag legen wir den Fokus auf die Suchmaschinen-Optimierung. 

Suchmaschinen-Optimierung (SEO): so werden Sie gefunden!

Suchmaschinen-Optimierung (SEO): so werden Sie gefunden!

Ein nicht unwesentlicher Anteil der Entscheidungsträger innerhalb von Unternehmen und Marketingabteilungen ist nach wie vor etwas zurückhaltend mit dem Mitteleinsatz für für die Suchmaschinen-Optimierung. In diesem Blog wurde in der Vergangenheit immer wieder auf das Warum (reason why) und das Wie (Knowhow & How To) bei der Suchmaschinen-Optimierung eingegangen. In der Folge als Reminder einige der wichtigsten Gründe, warum die Suchmaschinen-Optimierung eine wichtige Rolle innerhalb des (Online-)Marketing-Mix spielt. Diese Auflistung könnte dabei noch weiter ergänzt werden, in den kommenden Wochen werden wir auf einige Punkte im Detail und vertieft eingehen bezüglich der wirkungsvollen Umsetzung.

1. Awareness & Bekanntheitsgrad: Kunden, Partner und Konsumenten suchen die Produktinformationen heute mehrheitlich im Internet, dabei spielen Suchmaschinen, allen voran Google, eine entscheidende Rolle. Entsprechend kann eine Website noch so gut aussehen: wenn man diese über die Suchmaschinen nicht auffindbar macht ist das vergleichbar mit einem schönem Prospekt welcher im eigenen Keller verstaubt.

2. Geringer Streuverlust: Mit einer soliden Optimierung kann sichergestellt werden, dass vor allem jene angesprochen werden, welche auch nach den entsprechenden Inhalten suchen. Das heisst der Streuverlust ist hier massiv geringer als z.B. bei einem sehr teuren Massenversand, bei welchem der Grossteil der Empfänger nicht angesprochen wird.

3. Cross-Media: Wer eine Kampagne auffährt sollte sicherstellen, dass die Inhalte der Website nicht nur auffindbar sind, sondern auch zur jeweiligen Kampagne passen. Nach wie vor werden potentielle Kunden z.B. mittels flankierenden Massnahmen (Radio, Plakat, Inserat etc.) angesprochen und suchen später Informationen dazu im Internet auf der Basis der Kampagnenbotschaften. Wenig erfolgreich ist dabei die die Angabe von Website oder Landingpage innerhalb der Werbe-Formate, der User kann sich das auf Grund der Reizüberflutung kaum merken und sucht eher mit Stichworten/Keywords später via Suchmaschine.

4. Konkurrenzvorteil: Speziell in Verdrängungsmärkten, bei welchen der Wettbewerb der verschiedenen Anbieter gross ist, ist der Vorteil resp. Vorsprung gegenüber dem Mitbewerber eminent wichtig. Neben einer soliden On-Page-Optimierung kann dabei vor allem dank dem zielgerichteten Einsatz von Off-Page-Massnahmen gegenüber der Konkurrenz ein Vorsprung erarbeitet werden.

5. Qualität & Controlling: Solide Suchmaschinen-Optimierung stellt vor allem auch sicher, dass Aufbau und Inhalt einer Website auf die jeweiligen Anspruchsgruppierungen und deren Ansprüche und Informationsverhalten zugeschnitten sind. Dabei sind viele der Erhebungs-Tools, z.B. Google Analytics, kostenlos und generieren keine Einstandskosten, nur die Ressourcen (Knowhow, Personal, Zeit) müssen hier eingeplant werden. Damit kann sichergestellt werden, dass der shift von der Absenderorientierung zur empfängergerechten Kommunikation sichergestellt ist.

Welchen Stellenwert geniesst die Suchmaschinen-Optimierung bei euch?

 

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Jan 20

MR Burns CryAm Mittwoch kämpfte das ganze Web für die Freiheit des Internets! Und dies mit Erfolg. Obwohl das Ganze noch nicht ausgestanden ist. Immerhin, die SOPA-Front bröckelt: Einige Abgeordnete haben nach eigenen Angaben die Seite gewechselt. Andere fordern Nachbesserungen und wollen die Abstimmung über die Gesetze verschieben.

Hier die Eckdaten und Bilder des Protests:

  • Während 24 Stunden war die englischsprachige Seite von Wikipedia nicht erreichbar, Google zensierte sein Logo.
  • Die beiden Aktionsportale SOPAStrike und AmericanCensorship riefen zum E-Mail Protest auf. Nach eigenen Angaben haben Leute bis zu 350.000 E-Mails an Kongressabgeordnete versendet.
  • Gemäss  “Los Angeles Times” unterzeichneten gestern nicht weniger als 4,5 Millionen Menschen eine Petition gegen SOPA.
  • 25’000 WordPress Blogger haben ihre Seite via WP-Plugin verdunkelt.
  • Gemäss Twitter wurden zwischen Mitternacht und 4 Uhr Nachmittags (NY Zeit) mehr als 2.4 Mio Tweets mit dem Hashtag #SOPA Verfasst.

Weitere Bilder vom SOPA Protest in dieser Gallerie:

Mehr über SOPA in Jennys Blogpost vom 1. Dezember.

Und wie stehen sie zum Thema “Piraterie”? Sind überhaupt Gesetze notwendig und wenn ja wie weit sollen diese Gesetze gehen?

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Jan 13

In Analyse-Tools, wie beispielsweise Google Analytics, Webtrends oder etracker wird durch umfangreiche Reports und Trackingvarianten die Conversion aufgezeigt und optimiert. Das ist sinnvoll und wichtig und sollte auch möglichst exakt durchgeführt werden.

Man darf aber dabei nicht vergessen, was mit all den Besuchern passiert, die das gewünschte Ziel – zum Beispiel ein Kaufabschluss – nicht tätigen. Da liegt ein enormes Verbesserungspotenzial, denn oft sind das mehr als 90% aller Besucher. Nur mit weiteren Optimierungen, verbesserter Benutzerfreundlichkeit und noch besserem Nutzererlebnis alleine kann man die Conversion nicht endlos steigern. Modernes Internetmarketing hilft einem, die verpasste Verkaufschance doch noch zu nützen.

E-Mail-Benachrichtigung

Hat der Besucher sich schon registriert, also seine E-Mail-Adresse angegeben, sollte man dies nützen. Es ist wichtig, dass man den Besucher anregt, den Kaufvorgang doch noch zu beenden. Dies muss schnell geschehen, denn über 50% aller erfolgreichen Warenkorb-Rückgewinne finden innerhalb der ersten paar Stunden statt. Falls nicht, sollte man später nochmals darauf hinweisen, denn weitere 10% werden innerhalb der nächsten 48 Stunden verzeichnet. Dabei sollte man es aber belassen, nicht dass das E-Mails als Belästigung – oder sogar als Spam – wahrgenommen wird. Tipp: In der letzten Benachrichtigung darauf hinweisen, dass der Warenkorb bald verfallen wird, was zum Handeln auffordert. Unbedingt den gespeicherten Warenkorb verwenden und nicht einfach auf die Startseite linken.

Mit Partner verbinden

Aber was, wenn der Besucher – und das ist vermutlich die Mehrheit – sich noch nicht registriert hat? Sind die Besucher für immer verloren? Nein, es gibt immer noch gute Chancen, den Besucher zu seinem Glück zu zwingen. Durch übergreifende Partnernetzwerke, Affiliate-Systeme und Keyword-Advertising kann man den Besucher auch zu einem späteren Zeitpunkt – oft sogar über mehrere Wochen – „verfolgen“. Dies geht in aller Regel über Cookies oder IP-Adressen. So können bei Suchmaschinen, News-Anbietern und diversen anderen Seiten nun genau passende Text-, Bild- und Videoanzeigen platziert werden. Diese Werbemöglichkeit können fast uneingeschränkt ausgebaut und optimiert werden. So sollte man sich merken, wo der ursprüngliche Abbruch des Kaufprozesses – z.B. bei der Auswahl der Lieferart – stattgefunden hat oder welche Artikel im Warenkorb waren. Mit diesen Informationen schaltet man nun für genau den Besucher passende Werbeanzeigen mit Gratislieferung oder mit verlockenden Angeboten zu den präferierten Produkten. Dabei holt man wieder den gespeicherten Warenkorb, zeigt die richtigen Produkte auf der Startseite und benutzt das Empfehlungsmarketing zum Erfolg.

Und nicht vergessen in allen Links und Anzeigen die speziellen Kampagnen Tags benutzen, um die wiederkehrenden Kunden exakt über Google Analytics auswerten zu können.

Ich finde dieses Marketingpotenzial einfach gewaltig. Und Du? Hast Du auch schon Erfahrungen dazu gemacht? Man muss doch die 90% der Besucher zu ihrem (Kauf-)Glück zwingen! 

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