Jan 12

gowalla2008 war es Facebook. 2009 war es es Twitter. Und was kommt 2010? Dienste wie Gowalla sollen der Trend von morgen sein. Gowalla was?

Gowalla kombiniert ein soziales Netzwerk mit einem virtuellen Stadtführer. Beantworten wir beim Microblogging-Dienst Twitter in 140 Zeichen die Frage „Was passiert gerade?“, geht es bei Gowalla um „Wo bist du gerade?“. Es braucht lediglich einen Klick und schon ist der eigene Standort auf Gowalla – und auf Wunsch gleichzeitig auch automatisch auf Twitter und Facebook – bekanntgegeben.

Das funktioniert so: Ich bin in der Stadt unterwegs und suche nach Inspiration. Wo gehe ich heute Abend Essen? Wo gibt es guten Kaffee? Oder wo ist etwas grad Aktion? Plattformen wie Qype sind da schön und gut – aber dort weiss ich nicht, was meine Freunde gerade machen, wo sie hingehen! Was also tun, um an diese Infos zu kommen? Gowalla auf dem Smartphone installieren, registrieren und los geht’s.

Mein Handy zeigt mir fortan an, wo meine Freunde derzeit sind und welche Orte – auch Spots genannt – sich in meiner Umgebung befinden. Komme ich in ein Cafe oder Restaurant, “checke ich ein”, um meine Freunde zu benachrichtigen, dass ich gerade dort bin. So sind meine Freunde über meine Lieblingslocations informiert – und ich kann neue Leute kennenlernen.

Ein spielerisches Element kommt noch dazu: Gowalla-Mitglieder tragen virtuelle Gegenstände mit sich herum. Die Palette reicht vom Becher Kaffee über Küchengeräte bis zur Maske. Diese “Items” können am aktuellen Standort eingetauscht werden gegen solche, die jemand vorher dort deponiert hat. Interessant ist das besonders dann, wenn sich besonders wertvolle Gegenstände gelegentlich in reale Dinge umtauschen lassen – ein weit offenes Feld für virale Aktionen.

Aber: Erstmal ist Gowalla einfach wieder ein Dienst mehr. Und Geotagging hatten wir doch schon mal – erinnern wir uns an Plazes. Mitteilen, wo ich grad bin, kann ich mit der neuen Geo-Tagging-Funktion von Twitter auch, wenn mein Client diese Funktion unterstützt. Ob die gute Umsetzung von Gowalla und die Spielchen mit den Items für den ganz grossen Durchbruch reichen werden, muss sich wohl erst noch weisen.

Zur Zeit pusht Gowalla alle paar Minuten eine Standortmeldung auf mein iPhone. Ob es in ein paar Wochen immer noch so sein wird? Was haltet ihr von der Idee? Und wie lange seid ihr schon dabei?

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Nov 11

Im Web 2.0 zeichnet sich ein neuer Trend ab. Mit dem sogenannten Geotagging werden die Fotos, die zum Beispiel in die Alben von Flickr oder PicasaWeb gestellt werden, mit den Koordinaten aus dem GPS angereichert. Dadurch kann der Aufnahmeort eines Fotos direkt mit einer Landkarte verknüpft werden.

Natürlich müssen die GPS Daten mittlerweile nicht mehr von Hand den Fotos zugeordnet werden. Es gibt schon erste Kameras, die bereits einen GPS-Empfänger eingebaut haben und die Koordinaten zum Zeitpunkt der Aufnahme gleich mit dem Foto speichern. Preisgünstiger ist es, mit einem üblichen GPS-Gerät den zurückgelegten Weg zu tracken und nach der Rückkehr die geschossenen Fotos mit den Daten aus dem GPS zu synchronisieren. Mit einer Software, wie z.B. RoboGeo kann diese Synchronisation am PC ziemlich einfach vorgenommen werden. Bedingung dafür ist, dass man die Zeitangaben in der Kamera vor Beginn des Trips mit dem GPS Gerät abgeglichen hat. Die Software holt sich dann die richtigen GPS-Koordinaten aufgrund des Zeitstempels im Bild und trägt sie auch in den EXIF Daten des Bildes ein.

Im Moment sehe ich darin noch eine nette Spielerei, denke aber, dass sich diese Technik im Web 2.0 ziemlich schnell verbreiten wird. Je mehr mobile Endgeräte (Mobile Phones, Digicams etc.) mit GPS ausgerüstet sind, um so mehr wird sich das Geotagging auch verbreiten. Natürlich ist GeoTagging nicht auf Fotos beschränkt. Wie lange wird es gehen, bis Statusmeldungen in Twitter oder Facebook einen GeoTag aufweisen?

Wo seht ihr die Vorteile von GeoTagging? Seht ihr, wie ich auch, noch mehr Anwendungsmöglichkeiten? Vielleicht hat die Sache sogar kommerzielles Potential?

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