Dez 04

n190010092116_7812Jetzt entdeckt sogar die Tierwelt das Web 2.0. Nonja – ein Affenweibchen im Wiener Tiergarten Schönbrunn – lädt seit Anfang Dezember völlig selbständig Bilder auf ihren Facebook-Account.

Der existiert erst seit vier Tagen und hat schon über 18’000 menschliche Fans. Die oft verwackelten Bilder, die Nonja schiesst, treffen zwar eher den Geschmack von Affen: Salat auf Stein, Kletterseile oder die Mitbewohner ihres Geheges. Das scheint ihre Facebook-Fans aber nicht zu stören.

Nonja feiert mit dieser Aktion eine Art Comeback. Ihre Künstlerkarriere im Tiergarten Schönbrunn begann vor ein paar Jahren, als sie mit ihrer Malerei in Österreich zum Medienstar wurde. Sie malte mehr als 250 Werke. Ein Bild von ihr wurde für über 2000 Euro verkauft.

Dem Tiergarten geht es mit dem Projekt primär darum, für Abwechslung im Gehege zu sorgen. Dass die Kampagne sowohl in sozialen wie auch in klassichen Medien für viel Aufsehen sorgt, dürfte aber weit mehr als nur ein willkommener Nebeneffekt sein.

Auch der Elektronikhersteller Samsung profitiert. Nonjas Digitalkamera – natürlich hat sie sie von Samsung geschenkt bekommen – ist nämlich die erste, die Bilder vollautomatisch via WiFi auf Social Media Plattformen wie Youtube, Flickr oder Facebook publizieren kann. Die Message könnte klarer nicht sein: Was ein Affe zustandebringt, ist auch für den Anwender kinderleicht.

Dass Nonjas Hintermänner und -Frauen ihr Social Media-Handwerk verstehen, zeigt auch die Fanseite auf Facebook selbst. Wer Fan wird und anschliessend eine kleine Applikation aufruft, kann nämlich jede Woche eine Digitalkamera oder zwei Eintrittskarten in den Tiergarten gewinnen. Natürlich fehlt auch eine Funktion nicht, um seine Freunde zu Nonja und zum Wettbewerb einzuladen.

affe

So haben alle etwas von dieser Aktion. Der Zoo bekommt mediale Aufmerksamkeit und neue Besucher, Samsung kann ein Produkt pushen, die Leute auf Facebook können etwas gewinnen. Und Nonja in ihrem Gehege hat auch ihren Spass.

Eine Kampagne die zeigt, dass Tiere auch im Social Media-Bereich ziehen. Oder was meint ihr?

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Apr 27

kooaba-logoKooaba hat eine innovative Kampagne für die Automatenbetreiberin Selecta lanciert. Sie bringen modernste Technologie in den “Bahnhofsalltag” hinein. Wir haben mit Marc Steffen, Marketing & Sales Manager bei kooaba über die Kampagne gesprochen.

Sam Steiner: Bevor wir die Selecta-Kampagne genauer anschauen – wer oder was ist kooaba, eine Werbeagentur?

Marc Steffen: kooaba ist Anbieter einer Technologie zur Bilderkennung über Mobiltelefone. Sie erlaubt die Verbindung von physischen Objekten mit digitalen Informationen über die Handykamera ohne den Einsatz von zusätzlichen Codes oder Tags. Wir bieten solche Services sowohl im B2B- als auch B2C-Bereich an.

Aus den Medien hat man schon von eurer Filmplakat-Suchmaschine gehört. Wie kann diese Technologie denn nun von euren Kunden genutzt werden?

Unsere visuelle Suchmaschine liefert anhand eines Handy-Fotos relevante Zusatzinformationen zum fotografierten Objekt. Unsere Datenbank enthält bereits Infos zu hundertausenden von DVDs und CDs. Brands und Verlage können so statischen Print oder Produkte interaktivieren und mit Zusatzinformationen aber auch Gewinnspielen, Coupons, Votings bis hin zu direkten Kaufmöglichkeiten verlinken.

Selecta-AutomatZur neuen Selecta-Kampagne: Wie interaktiviert Selecta ihr Sortiment? Wie läuft die Promotion aus Sicht des Teilnehmers ab?

Der Teilnehmer hat die Aufgabe, mit dem Handy sein Lieblingsprodukt aus dem Automaten zu fotografieren und das Foto zur Erkennung an kooaba zu senden. Dabei stehen ihm zwei Kanäle zur Auswahl: MMS oder E-Mail. Als Feedback erhält der Nutzer eine auf das Produkt bezogene Teilnahmebestätigung. Als attraktiven Anreiz zur Teilnahme verlost Selecta einen brandneuen Peugeot 207.

Gibt’s auch eine Smartphone-Applikationen zu dieser Kampagne (iPhone & Co.)?

Wir bieten neben den softwareunabhängigen Kanälen MMS und E-Mail eine kostenlose kooaba Search Applikation fürs iPhone an. Über die Anwendung lassen sich wie erwähnt Filmplakate, DVDs und CDs fotografieren und relevante Zusatzinfos abrufen. Weitere Smartphones unterstützen wir in Kürze ebenfalls.

Im Fall der Selecta-Kampagne sind die Produkte nur über MMS und E-Mail verlinkt.

Was genau will Selecta erreichen?

In erster Linie eine Beschäftigung der Konsumenten mit ihrem Sortiment. Über diese Promotion entsteht dank der visuellen und interaktiven Komponente ein intensiver Markenkontakt mit ihren Produkten. Davon profitieren wiederum die Lieferanten.

Viele Teilnehmer löschen die Produktfotos nach dem Versand nicht sofort. Jede weitere Durchsicht der Fotos erzeugt wertvolle, zusätzliche Markenkontakte. Weiter können wir Marktforschungsdaten liefern, indem wir ausweisen, wie oft welches Produkt von den Konsumenten fotografiert wurde bzw. welche bei der Promotion am beliebtesten sind.

MarsWo seht ihr weitere Einsatzmöglichkeiten für ein solches System in Zukunft?

Neben Medien wie DVDs, CDs, Games und Bücher über unsere visuelle Suche sehen wir die Zukunft in der Möglichkeit vom mobilen Abruf zusätzlicher Produktinformationen im Retail. Konsumenten können über ein einfaches Foto einer Produktanzeige oder einer realen Verpackung über ihr Handy zeit- und ortsunabhängig zusätzliche Informationen über das Produkt abrufen und es direkt kaufen. Damit wird ein echtes und intuitives One-Click-Shopping möglich und jede Werbefläche zum Point of Sale.

Weiter bildet Bilderkennung die Brücke von physischem Print zu relevanten digitalen Zusatzinformationen im Verlagsbereich. Ohne dass Codes oder Tags in Zeitungen und Magazinen abgedruckt werden müssen, können bestehende Layouts einfach und schnell über Bilderkennung interaktiviert werden.

Wir arbeiten derzeit an einem weiteren spannenden Produkt, das wir anlässlich des MobileMondays am 12. Mai an der Orbit präsentieren werden.

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