Jul 05

Der Foto-Sharing-Dienst Flickr hat einen grossen Schritt in Richtung Vermarktung gemacht. Die Nutzer erhalten nun die Option, Fotos über den Flickr-Partner Getty Images selbst lizenzieren zu lassen. Fotografen wählen selbst aus, welche Bilder sie zum Verkauf anbieten wollen und warten dann, bis Interessenten das Bild verwenden wollen.

Die Vorstufe zu diesem entscheidenden Schritt gibts allerdings schon etwas länger. Seit 2008 ist die Bildagentur Getty Images Partner von Flickr und kann auf dessen Fotopool zugreifen. Zunächst funktionierte dies, indem die Bildagentur für sie interessante Fotos aus Flickr auswählte und deren Fotografen kontaktierte. Später konnten die Flickr-User selbst auswählen, welche ihrer Fotos sie gerne von Getty ansehen lassen wollten. So hat die Agentur ein Archiv von mittlerweile 100’000 Bildern aufgebaut.

Mit dem neuen Schritt wird die Mitsprache der Flickr-Fotografen deutlich ausgebaut. Bei Teilnehmern am Lizenz-Programm scheint neben dem ausgewählten Bild ein “g” (Getty-Symbol) auf. Wer das gekennzeichnete Bild verwenden will, gelangt zu Getty Images, das die Nutzererlaubnis besorgt und den Preis regelt.

Sofern ein Flickr-Fotograf der Anfrage zustimmt, soll er je nach Grösse und Qualität des Bildes zwischen sechs und fünfhundert Euro pro Foto erzielen können. Flickr rechnet mit durchschnittlich 120 bis 200 Euro. Damit will das Fotoportal nicht zuletzt professionelle Fotografen verstärkt anlocken.

Wer von euch “klaut” Bilder – oder wurde schon “beklaut”?

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Mrz 03

skittlesIch habe schon etliche gute Social Media Kampagnen gesehen – zum Beispiel die Burgerking-Kampagne in Facebook. Morgen berichte ich hier über Twitter-Experimente einer Medienfirma in der Schweiz. Was Bonbon-Hersteller Skittles gestern aber lanciert hat, stellt vieles in den Schatten. Eine clevere, hochwirksame Kombination von Web 2.0-Diensten.

Twitter als “Viral-Multiplikator”
Skittles nutzt die Twitter-Suchmaschine als Motor. Wer Skittles.com aufruft, wird mit Tweets in Echtzeit zu “Skittles” beliefert. Die Folge: es wird über Skittles getwittert, um ebenfalls zu erscheinen. Diese Tweets bringen wiederum neue Website-Besucher. So läuft der Motor rund. Und zwar so gut, dass Twitter deswegen Performance-Probleme kriegt.

Facebook, Wikipedia, Youtube und Flickr für nachhaltige Kontakte
Skittles blendet eine rote Steuerungsbox mit Menupunkten ein. Beim Klick auf “Products” beispielsweise, wird im Hintergrund eine Skittle-Wikipedia-Seite geöffnet. Unter “Media – Videos” öffnet sich ein Youtube-Videochannel, bei “Pics” ein Flickr-Photostream. Facebook wird bei “Friends” eingebunden – da tummeln sich bereits über 580’000 Fans.

Durch Nutzung mehrerer Web 2.0 Plattformen hoher Viral-Wert
Nun geht die Kampagne um die Welt und durch die Medien. Diese gelungene Mischung wurde noch nie in dem Ausmass genutzt – das wird zu zusätzlicher Aufmerksamkeit führen. Die neuen Mitglieder und Fans in Film-Channels, Photostream und Facebook-Page können danach praktisch kostenlos weiterhin beworben werden.

Simpel, günstig und effektiv
Aus technischer Sicht ist die Implementation eine eher simple Applikation, die nun einschlägt wie eine Bombe und den “Return of Investment” wohl schon am ersten Tag erreicht hat. Bravo!

Welche Art von Kombi-Kampagnen werden wir bald auch in der Schweiz, als starkes Facebook- aber bisher schwaches Twitter-Land, sehen? Wird hier der Motor eher in Facebook zu finden sein? Kann das funktionieren – oder müssen wir auf Twitter warten?

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