Aug 30

facebook community pagesDa ich immer wieder Anfragen bekomme, was denn die Community Pages bei Facebook seien, schreibe ich heute nochmals einen Überblick was dahinter steckt. Auch wenn die Community Pages noch nicht wirklich gestartet wurden aber still und leise einfach aufgetaucht sind, hier die Fakten soweit Facebook sich äussert.

Die Community Pages, oder Gemeinschaftsseiten wie sie in der deutschen Sprachversion heissen, sind eine neue Form von Inhalten, die Facebook selbst betreibt. Quasi über Nacht erstellten die Plattformbetreiber 6,5 Millionen dieser Seiten, zum Start wurden diese Communities zu allgemeinen Themen wie “Kochen”, “Radfahren”, “Wandern” usw. Damit reagierte Facebook wohl auf ein Problem, dass User nicht nur Fanpages für Marken und Promis erstellt hatten, sondern auch massenweise zu diesen ganz allgemeinen Themen.

Mittlerweile findet man jedoch nicht nur Geimeinschaftsseiten zu Interessen, sondern auch zu Städten oder Arbeitgebern. So gibt es Community Pages zum Beispiel von Arbeitgebern wie der Migros. Da diese Seiten automatisch erstellt werden, aus den Angaben der Interessen und Likes der User, hat das System seine Tücken. Zur Bank Coop finden sich beispielsweise gleich mehrere Seiten. Bank Coop, COOP BANK, Bank Coop AG.

Stösst man auf eine solche Seite, so findet man einen (wohl ebenso automatisch geladenen) Eintrag aus Wikipedia und den Hinweis:

“Wir möchten aus dieser Gemeinschaftsseite die beste Wissenssammlung zu diesem Thema zu machen. Wenn du von COOP BANK begeistert bist, registriere dich und wir teilen dir mit, wenn wir deine Hilfe benötigen. Du kannst uns zudem helfen, indem du einen relevanten Wikipedia-Artikel oder die Offizielle Seite vorschlägst.”

Sollte es schon einschlägige Posts von Usern geben, so werden diese auch innerhalb der Seite angezeigt. Direkt Beiträge liefern, Bilder oder Videos hochladen kann man jedoch noch nicht.

Zum einen wird es dazu führen, dass Facebook die internen Verlinkungen von Interessen, Heimatstadt, Arbeitgeber usw. mit den Gemeinschaftsseiten Verknüpft werden. Ob das für mehr Ordung sorgt wird sich zeigen, denn wie man am Beispiel Bank Coop oben sieht muss da noch einiges nachgebessert werden.

Ausserdem möchte Facebook wohl auch noch alle internen Inhalte und das Wissen der User ganz im Wikipedia Stil zusammentragen. Möglich dass der Traffichungrige Konzern hier eine Chance sieht sich ein wenig von Wikipedia Abzuschneiden.

Weiterhin ist wichtig zu wissen, Eigentürmer und Administrator der Seiten ist und bleibt Facebook. Wer sich als Unternehmen hier findet, der kann seine offizielle Unternehmensseite auf Facebook als Referenz vorschlagen oder einen entsprechenden Wikipedia Artikel empfehlen. Mehr nicht.
Empfehlenswert ist es, sollte man als Unternehmen noch keine offizielle Seite haben, diese umgehend einzurichten und mit der Gemeinschaftsseite zu verlinken.

Hier noch ein Artikel von den tollen Jungs von facebookmarketing.de und ein Artikel bei Techcrunch.

Sind Euch in dem Zusammenhang noch ein paar kuriose Dinge aufgefallen? Der Algorythmus scheint ja noch sehr störanfällig zu sein.

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Aug 23

In den letzten Wochen gab es einige Neuerungen bei Facebook. Manche aufregender als andere, praktisch finde ich sie dennoch alle. Hier ein kurzer überblick was sich getan hat.

1. Galerien auf einen Blick
Die Galerien
haben die lästige Seitenaufteilung verloren. Hat man nun eine ganze Menge Bilder, werden diese auch komplett in einer Ansicht als Thumbnails dargestellt. Damit erspart man sich das nervige durchklicken mehrerer Seiten um ein Album zu betrachten. Sicherlich kein Meilenstein in der Geschichte aber praktisch

2. Reiter mit eigenen Inhalten verkleinert
Bisher war es so, dass man die selbstgestalteten Inhalte von Reitern über die gesamte Breite anlegen konnte – natürlich abzüglich des Platzes für die Werbung. Die war immer da. Nun wurde die Breite auf 570 Pixel geschrumpft und am linken Rand erscheinen wie auf der Pinnwand, Logo, Info und die Boxes. Diese kann man auch hier individuell anpassen. Der Wechsel war schon eine Weile im Gespräch und diesmal hat Facebook auch rechtzeitig informiert und nicht einfach über Nacht geändert.

3. Notizen Reiter wird ein abgespeckter Blog
Bei den Notizen hat Facebook den Umfang deutlich erweitert. So hat man im Notizen Feld nun einen einfachen Texteditor (Bold, Italic, Underline), in dem man auch Bilder und Links einsetzen kann. Und über die neue Funktion “Tags” kann man den Notizen Eintrag mit Schlagwörtern versehen. Ausserdem kann man auch andere Personen und Gruppen / Seiten zu einer Notiz markieren und so wieder einmal direkte Bezüge und Verknüpfungen der Inhalte innerhalb Facebook erstellen.

4. Facebook Places
Das war sicherlich das am heissesten diskutierte Thema der letzten Wochen. Der location based Service erlaubt es nun zu teilen wo man gerade ist, mit welchen Facebook Freunden man dort ist und zu sehen wer in der Nähe ist.  Live ging es am 19. August für Amerika, wann es bei uns verfügbar ist bleibt noch abzuwarten. Nutzen kann man den Service ausschliesslich über Mobilgeräte (was ja auch Sinn macht) über touch.facebook.com oder die iPhone Applikation.
Informationen zur Places API gibt es hier im Developerteil von Facebook.

5. iFrames statt FMBL
Facebook wird sich bis zum Ende diesen Jahres von FBML verabschieden. Danach werden Applikationen und Tabs auf Seiten nur noch als iFrames erlaubt sein. Facebook hat verlauten lassen, dass alle Entwickler von Applikationen sofort auf die iFrame Variante umsteigen sollen. Bestehende Seiten und Applikationen werden allerdings bestehen gelassen und müssen nicht erneut als iFrame Lösung integriert werden.

Habe ich noch was vergessen? Schreibt gerne wenn Euch noch etwas aufgefallen ist oder wie ihr die Neuerungen findet.

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Aug 18

Auf der letzten f8 Konferenz wurde es schon angekündigt, die Strategen und Entwickler wollen ihren eigenen location based service als weitere Option anbieten. Wie immer gab es kein genaues Datum und die Gerüchteküche brodelt gespannt. Ist es nun soweit?

Ein Indiz sind die in den letzten Tagen verschickten Einladungen zur Pressekonferenz auf dem Facebook Campus in Palo Alto. Die Blogs überschlagen sich mit Meldungen wie “Facebooks Foursquare steht unmittelbar bevor” oder “Was erzählt Facebook Mitwoch? Location Location Location” und alle sind gespannt wie die kleinen Kinder.

Vor zwei Monaten sagte CEO Zuckerberg selbst, das Location Based Feature sei Momentan zweite Prio, da man sich gerade um das in der öffentlichen Diskussion heisse Thema Privatsphäre kümmern müsse. Doch im Juni sprach er selbst das Thema wieder an auf der Facebook Developers Garage in London. Demgemäss sei man dabei Design und Code auf hochglanz zu polieren und bald damit live zu gehen. Doch ebenso wie viele andere Giganten und Hinterhof Buden im Web 2.0 Universum, hört man “Beta”, “kommt bald” oder “wir arbeiten mit Hochdruck” leider sehr oft, verbindlich ist es äusserst selten.

Das Facebook einen solchen Service einführt macht natürlich Sinn, wenn man an den Erfolg von anderen Anbietern wie Foursquare denkt. Was die Einführung der Location Based Services auf dem grössten Netzwerk aller Zeiten im Netz bedeutet für die Newcomer und Start Ups ist ungewiss. Jedoch ist es eine beängstigende Entwicklung, wenn eine Riese mit entsprechendem Drehmoment jeden erfolgreichen Service selbst in die Hand nehmen kann und damit kein Raum mehr bleiben könnte für die Kleinen auf dem Markt. Droht uns die Monopolisierung des Social Web? Aber, vielleicht kommt heute auch etwas ganz anderes, woran noch keiner Gedacht hat und was Facebook in dunklen Entwicklerkellern geheim hielt? Es bleibt eben einfach abzuwarten.

Was haltet Ihr von den Location Based Services bei Facebook? Macht das Sinn, wollt ihr das Feature? Oder macht ihr Euch auch Gedanken, ob der Riese alles vom Platz fegt?

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Aug 13

Männer. Frauen. Kinder. Grosseltern. Alle tummeln sie sich in den sozialen Netzwerken. Doch: Frauen haben auf der ganzen Welt bei Facebook&Co. die Nase vorn.

Es ist ein alter Hut: Frauen reden gerne. Und viel. Schon früher hiess es : „das Telefon ist weiblich“. Dies belegten zahlreiche Studien aus der Telefonforschung. So verwundert es kaum, dass das weibliche Geschlecht Facebook als neues Kommunikationsmedium für sich entdeckt. Diverse Studien aus den USA, Australien und Europa belegen, dass Frauen markant mehr Zeit in Social Networks verbringen, als ihre männlichen Zeitgenossen. Gemäss einer Erhebung aus den USA ist die Facebook-Nutzung der Frauen derart intensiv, dass über ein Drittel der befragten Frauen zugaben, des Öfteren mit ihrem iPad einzuschlafen, während dem sie in sozialen Netzwerken unterwegs waren. 26 Prozent springen – gemäss Befragung – nachts sogar extra aus den Federn, um noch einmal ihre Nachrichten zu checken. Wohlgemerkt, dies sind Zahlen aus Amerika.

Shoppen in Social Media
Und wenn wir schon dabei sind, und um das Klischee noch weiter zu bedienen: auch die feminine Shopping-Passion ist der Verweiblichung von Facebook mehr als zuträglich. Denn: Für 72 Prozent der weiblichen User ist Facebook der Ort, an dem sie auf neue Produkte treffen, Sonderangebote suchen, bewerten und danach oft auch kaufen. Diese neue Einkaufsmöglichkeit lässt wohl nicht nur das Shopping-Herz von Frauen höher schlagen, sondern gleichermassen jenes von Marketing-Verantwortlichen. Die neuen Erkenntnisse über die geschlechterspezifische Nutzung von Social Media werden daher wohl künftig besonders hilfreich für die Marketingabteilungen sein.

Und wie seht ihr das, liebe Social Media-Männer und –Frauen? Wird Facebook langsam aber sicher von der Frauenwelt erobert?

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Aug 06

Alle sind bei Facebook. Und trotzdem ist niemand so richtig zufrieden damit. Das zeigt eine Konsumentenbefragung aus den USA.

Bald sprengt Facebook die 500-Mio-User-Grenze. Das Netzwerk boomt. Der Vernetzungswahn nimmt kein Ende. Die meisten Nutzer loggen sich täglich mindestens einmal bei Facebook ein. Und trotzdem: Die meisten Facebook-Nutzer sind mit dem sozialen Netzwerk nicht so richtig zufrieden. Dies geht aus einer Konsumentenbefragung aus den USA hervor. Nur 64 von insgesamt 100 möglichen Punkten vergaben die befragten User im so genannten American Customer Satisfaction Index (ACSI). Ernüchternd: das ist eines der schlechtesten Ergebnisse aller befragten Unternehmen und Websites.

Zu wenig Datenschutz
Am meisten stossen sich die Befragten erwartungsgemäss an den in den vergangenen Monaten so oft thematisierten Datenschutz- und Sicherheitsbestimmungen bei Facebook. Ebenso sind die User von ständigen Änderungen auf der Seite – aber auch von Werbeanzeigen – genervt. Die Verärgerung der Facebook-Nutzer macht Sinn: denn bereits im vergangenen Sommer haben Verbraucherschützer Facebook vorgeworfen, wiederholt und wissentlich datenschutzrechtliche Bestimmungen zu missachten.

Trotz der Unzufriedenheit der Nutzer, werden diese Facebook wohl nicht davonlaufen. Denn durch die unglaublich grosse und stetig steigende Benutzerzahl hat sich Facebook eine eigene Art von Monopol in den sozialen Netzwerken aufgebaut und gesichert. Im Moment.

Und wie zufrieden seid ihr mit Facebook? Was stört Euch besonders – oder was findet ihr besonders toll an diesem sozialen Netzwerk?

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Aug 04

Liest man Facebook und Amazon zusammen, denkt man als erstes an die Konkurrenten im Shopping Bereich. Amazon, der Übershop mit jahrlelanger Erfolgsquote und Facebook, der Aufsteiger mit frischer Eigenwähnrung. Warum in aller Welt sollten die beiden sich zusammenschliessen, wenn zunächst auch nur für diesen Pilot mit Max Factor von Procter & Gamble? Weil es ein win-win-win Coup ist!

Schaut man sich den neuen Shop von Max Factor auf Facebook an, sieht man schnell, dass der eigentliche Einkaufsprozess (Warenkorb, Bezahlung, Logistik) nicht eigenständig ist, sondern von Amazon UK gehandelt wird.

Warum Procter & Gamble mit macht
Die Kunden des Kosmetik, et al. Giganten sind zum weitaus grössten Teil Händler und nicht Endkonsumenten. Warum diese vergraulen mit dem Direktangriff auf den Endkunden? Weil man es oberflächlich gesehen schon lange macht. Die Produkte sind schon seit geraumer Zeit bei Amazon erhältlich. Da man aber Amazon benutzt um den Facebook Shop zu betreiben, stärkt man die Beziehung zum Online Shopping Urgestein. P&G verkaufen weiter an den Händler und nicht an den Endkunden. Nur nutzt man nun gemeinsam die weltgrösste Internetplattform.

Warum Amazon gerne mitspielt
Eigentlich sollte man denken, Amazon will sich nicht von den Social Media Flegeln in die Suppe spucken lassen, die sie seit so langer Zeit erfolgreich kochen. Auch wenn Amazon ein sehr ausgeklügeltes und gutes Empfehlungsmarketing hat, so sehe ich immer nur was “Andere” gekauft haben, nicht aber was meine direkten “Freunde” kaufen, bewerten und empfehlen. Die Social Networking Komponente ist ein Mauerblümchen bei Amazon. Somit nutzt man gerne diese Stärken von Facebook mit seinen 500 Millionen Nutzern und wird freudestrahlend und kasseklingelnd Erfüllungsgehilfe für alles was f-commerce ist.

Warum Facebook auf den Zug springt
Gerade hat Facebook seine eigene Währung in Umlauf gebracht, warum sollte man da einen Partner suchen, der das Shopping handelt und echtes Geld statt Facebook Gold an Amazon bezahlt wird? Weil Facebook ebenfalls etwas fehlt. Die enormen Ressourcen und Tools von Amazon zu Lagerhaltung, Logistik und Abrechnung. Somit kann Facebook diesen aufwändigen und kostspieligen Teil einfach dem Branchenriesen überlassen und sich weiter aufs Kerngeschäft Networking konzentrieren, aber dennoch seinen zahlenden Kunden – den Shopbetreibern – einen enorm umfangreichen Service bieten.

Was es für all die anderen grossen und kleinen Händler bringt
Wenn das System Schule macht und als Komplettpaket angeboten wird, mit nahtloser Integration, bedeutet das, dass wir alle das beste aus beiden Welten nutzen können um unsere Produkte loszuschlagen. Auf dem grössten und meistbesuchten Portal des Internets. Mit all den tollen Social Commerce Vorteilen. Mit Word of Mouth und was “Andere” gekauft haben. Mit einer Shop Infrastruktur im Hintergrund die seines Gleichen sucht.
Plus ein einfaches Shoppingerlebnis für den Endkunden bedeutet, ohne dass er seine liebste Seite -Facebook- verlassen muss.

Ein Geniestreich wie ich finde, wer denkt anders? Die Diskussionsrunde ist eröffnet.

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Jul 14

Die Aufregung beim Online Einkauf, die früher ebay verursachte erlebt ihren zweiten Frühling beim Group Buying. Als sei der gemeinsame Einkauf die neue Entsprechung des gemeinsamen Shopping Trip mit der besten Freundin. Portale schiessen aus dem Boden und die Erfolge sind Schwindelerregend. Dieses Geschäft wollen sich Facebook und Twitter auch nicht entgehen lassen.

Seiten wie Groupon und Vente Privee haben es vorgemacht und erfreuen sich nicht nur grosser Beliebheit, sondern auch an prall gefüllten Bankkonten. Start Ups gibt es zu genüge und auch diese scheinen sich noch dicke Scheiben vom neuen Kuchen abschneiden zu können.

Das Schweizer Startup deindeal bietet einen ganz ähnlichen Service wie Goupon. Man macht Partnerschaften mit Anbietern in den grossen Städten der Schweiz und bietet ein Produkt oder einen Service zu massiv reduzierten Preisen an. Gestern waren es Kontaktlinsen und Pflegemittel zu 50% des Ladenpreises. Kaufen genügend User (Mindestanzahl ist vordefiniert) kommt der Deal zustande. Kommt die Mindestkäuferanzahl nicht zusammen, platzt der Deal und keiner muss irgendetwas bezahlen.

Auch das vor 18 Monaten gegründete Portal Naked Wines legte gerade Zahlen vor die beeindruckend sind. Man verkauft im ähnlichen Prinzip Wein online. Nach diesen 1,5 Jahren zählt man 80.000 Mitglieder, 25.000 davon bezahlen 20 £ im Jahr als Unterstützung für derzeit 22 kleine Winzer ihr Business aufzubauen. Aktuell versendet man 35.000 Flaschen Wein in der Woche – das ist eine Flasche alle 17,5 Sekunden.

Facebook und Twitter springen auf den Zug
Auch die momentanen Giganten der Social Media Welt wollen mitspielen (=mitverdienen) und haben jüngst die Türen und APIs für das Gruppen Shopping Erlebnis geöffnet.

So stellte Twitter gerade @earlybird vor, bei ausgewählte Partner (wer ist bis dato noch nicht klar) leckere Angebote durchs Web zwitschern kann. Im gleichen Strickmuster soll es auch hier danach gehen, dass möglichst viele “Freunde” zusammenkaufen und damit der virale Mitmacheffekt gleich eingebaut ist. Ausserdem ist dies das erste sinnvolle Modell das ich gesehen habe, um für Twitter Geld zu verdienen, ohne alle bisherigen Nutzer zu vergraulen.

Facebook hat sich nichtmal selbst den Kopf zerbrochen und die Entwicklung der ersten vollintegrierten App Wildfire überlassen. Das System arbeitet derzeit mit PayPal, ich bin gespannt wann die Facebook eigenen virtuelle Währung hinzukommt. Wie genau Facebook mitverdient war zum “Redaktinsschluss” noch nicht bekannt.

Wie findet Ihr das Thema Group Shopping? Überraschen Euch die Erfolge oder seit Ihr selbst so gebannt vom Thema, dass Ihr den Erfolg gleich mitbegründet?

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Jul 12

Facebook betreibt mehr als 60’000 Server. Im Herbst 2009 waren es noch knapp 30’000. Jeder User surft im Durchschnitt täglich 40 Minuten auf Facebook.

Über 400 Millionen Nutzer rund um den Erdball wollen unterhalten werden. Darum sah sich Facebook gezwungen, 2010 seine Server-Anzahl drastisch zu erhöhen. Insgesamt verbringen die Nutzer täglich mehr als 16 Milliarden Minuten auf Facebook, berichtet Datacenter Knowledge. Umgerechnet macht also ein typischer Facebook-Tag etwa 267 Millionen Stunden oder 30’000 Jahre aus.

Die Zahlen wurden von Facebook-Manager Tom Cook anlässlich einer Technologie-Konferenz präsentiert. Nimmt man die 16 Milliarden Minuten und legt sie auf die Nutzer um, macht das eine durchschnittliche Nutzungsdauer jedes einzelnen Mitglieds von rund 40 Minuten pro Tag.

Cook veröffentlichte auch, dass jeden Monat mehr als drei Milliarden Fotos auf Facebook hochgeladen werden. Mehr als eine Million davon werden jede Sekunde von Nutzern angesehen. Insgesamt werden pro Woche sechs Milliarden Inhalte, also Statusmeldungen, Bilder, Videos oder Notizen, hochgeladen.

Mit dieser Veröffentlichung reiht sich Facebook ein in die Riege der Unternehmen mit den grössten Server-Infrastrukturen. Zumindest derer, die ihre Zahlen offen legen. Unangefochten auf Platz eins liegt aber immer noch Intel mit mehr als 100’000 Servern. Unbekannt ist, wieviele Rechner Google betreibt, genausowenig sind Zahlen von Microsoft, Amazon oder eBay bekannt. Es ist aber anzunehmen, dass auch diese Unternehmen weit über 50’000 Server einsetzen, um ihre Dienste zu betreiben.

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Jul 07

Facebook open graph einfach erklärtDer open graph von Facebook ist schon eine Weile im Gerede und auch in Gebrauch. Allerdings höre ich oft Fragen was die open graph Schnittstelle denn nun wirklich sei. All die schönen “in a nut shell” Artikel sind auch nicht gerade einfach geschrieben. Deshalb hier der Facebook open graph ganz untechnisch erklärt.

Worum geht’s grundsätzlich?
Darum, die Möglichkeit zu bieten, externe Inhalte mit dem Facebook Netzwerk zu verbinden. Jeder Inhaltsanbieter soll in der Lage sein, die Vernetzungen innerhalb Facebooks zu nutzen.

Wie funktioniert es?
Wieder einmal über die Basis RDFa (in abgespeckter Form) die man als System für das Semantic Web entwickelt hat. Einfach gesagt, ich kann nun auch für externe Inhalte Metadaten hinzufügen, welche von Facebook gelesen und ausgewertet werden. Somit kann ich spezifizieren, was für ein Inhalt es ist und nicht nur wo er ist.

Wie geht es in der Praxis?
Zunächst sollte man sich für unser Beispiel mal das eigene Profil anschauen. Dort findet sich im Bereich “Gefällt mir und Interessen” eine Auflistung von Dingen wie Aktivitäten, Musik, Filme, usw.

Klickt man in diesem Beispiel auf  einen der Links, kommt man zur Facebook Seite des jeweiligen Inhaltes. Der Clou mit dem open graph ist nun, dass hinter diesen Links auch externe Inhalte verborgen sein können.
Das bedeutet ich kann einen Inhalt auf meiner Webseite mit Metatags versehen und einen Like Button hinzufügen. Dazu muss ich dem Inhalt einen Objekttyp und einen Wert zuordnen, sowie URL und Bild.

Objekttyp: “Entertainment” + Wert: “Movie” + URL des Inhaltes + Bild.

Klickt nun jemand auf den Like Button auf meiner Website, dann erscheint es innerhalb seiner Kategorie “Gefällt mir” / “Filme”.  Hinter dem Naked Lunch Link verbirgt sich dann nicht die  Facebook Seite, sondern mein externer Inhalt.

Was bringt es dem Inhaltsanbieter?
Neben der Tatsache das Inhalte über die Social Networks gestreut werden von Usern, sehe ich als anbieter auch wem meine Inhalte gefallen. Und jeder Besucher sieht, wie vielen FB Nutzern dieser Inhalt schon gefallen hat. Ausserdem schaffe ich mir damit SEO relevante Backlinks von einer enorm starken Seite (hier macht es natürlich die Menge der “likes” aus).

Was bringt es Facebook?
Genau wie Google, lechzt Facebook nach Nutzerinformationen. Über den open graph kann nun Facebook diese Informationen auch aus den externen, teilnehmenden Quellen sammeln. Bevor nun aber wieder alle Privatspäre schreien, bitte mal eins im Sinn behalten: Für uns als Nutzer gibt es keine Personalierung der Informationen, ohne dass wir einem System oder Anbieter etwas über uns erzählen. Wie gerne würde ich im Fernsehen nur Werbung zu Sportwagen und Südseereisen bekommen, da Personalisierung aber hier nicht möglich ist, bekomme ich Waschmittel und Monatshygiene angepriesen.

Habt ihr schon Erfahrungen mit den open graph Funktionalitäten gemacht, als Nutzer oder Anbieter? Oder seht ihr das System auch so kritisch wie verängstigte Datenschutzfanatiker?

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Jul 01

Seit geraumer Zeit versucht Google mit eigenen Diensten in den Social Networks Fuss zu fassen. Bisher leider eher vergeblich. Orkut war, ausser in Brasilien nie der Renner, Google Wave scheiterte am Konzept, das wohl nur die wenigsten wirklich zu nutzen wussten und Google Buzz ist mittlerweile zu einem Mashup von Google-Reader Empfehlungen und Twitter verkommen. Der richtige Reisser fehlt noch immer. Nun verdichten sich die Zeichen, dass unter Hochdruck an “Google Me” gearbeitet wird.

Am letzten Wochenende veröffentlichte Kevin Rose (Gründer von Digg) folgenden Tweet, der aber inzwischen wieder gelöscht wurde:

Mehr zu sagen hatte dann am Montag darauf Adam D’Angelo über sein von ihm selbst gegründeten Frage-Antwort Portal. D’ Angelo war vorher im Technikvorstand von Facebook vertreten. Er äusserte sich dahingehend, dass Google Me tatsächlich ein Projekt bei Google ist, an dem viele Leute mit oberster Priorität arbeiten. Google habe verstanden, dass sie ein vollständiges und erstklassiges soziales Netzwerk, nach dem Vorbild von Facebook benötigen. Google hatte das Wachstum von Facebook schwer unterschätzt und bekommt nun langsam kalte Füsse.

Warum Google einen Facebook Klon braucht

Google leidet zunehmend daran, dass sich immer mehr des Lebens im Web in geschlossenen Communities à la Facebook abspielt. Dort verpassen die Google Spider sämtliche Informationen, die nur den Nutzern der ensprechenden Communities vorbehalten bleibt. Die führt zu einer immer grösseren Lücke im Google Index. Dieser Umstand sorgt dafür, dass Google immer weniger das Ziel erreicht, das ganze Web in ihrem Index abzubilden.

Wie müsste Google Me aussehen, um Facebook die User streitig zu machen?

Google könnte Facebook komplett klonen. Viele Dienste die Facebook bietet, hat Google ja bereits ähnlich im Portefeuille. Was meiner Meinung nach aber auf keinem Fall kopiert werden darf, ist die ganze Geschichte mit der Datenhoheit. Gerade jetzt mit den vielen Datenschutzdiskussionen rund um Facebook, gieren ein guter Teil der Facebook User nach einer Alternative, mit der die Daten wirklich beim User bleiben. Wenn Google es jetzt noch hinkriegen würde, dass man seinen Account mit allen seinen eigenen Inhalten mit ein paar Klicks exportieren könnte und woanders wieder importieren könnte, dann wäre wohl der Traum einiger Facebookuser erfüllt.

Google wird es sehr schwer haben, Facebook die User abspenstig zu machen. Das grösste Problem wird der Umstand sein, dass die User Facebook die ganzen Inhalte überlassen, wenn sie das Netzwerk verlassen. Dies beinhaltet natürlich auch das ganze “Freundenetzwerk”. An diesem Punkt braucht Google gute Argumente, um die Facebook User abzuwerben. Wer will den seine Community in mehreren gleichen Netzwerken parallel pflegen?

Was meint ihr, was muss Google bringen, damit ihr Facebook untreu werdet?

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