Mrz 11

Kaum klingelt der Wecker, werfe ich einen kurzen Blick auf Facebook. Es könnte über Nacht ja etwas Spannendes passiert sein. Auf dem Weg zur Arbeit checke ich alle zwei Minuten meine Mails, ohne die Augen von Twitter zu lassen. So zieht sich das den ganzen Tag durch, bis abends spät kurz vor dem Einschlafen noch ein letzter Tweet in die Nacht hinausgeht.

Kommt dir das bekannt vor? Fakt ist: Wir konsumieren zu viele Informationen aus zu vielen verschiedenen Medien. Überall sind sie, diese bösen Informationen – und wollen verarbeitet werden. Kann man von zu viel Medienkonsum geistig dick werden?

Erst wenn einem alles über den Kopf wächst oder die Waage zu viel anzeigt, unternimmt man etwas. Meist radikal. Doch die Abstinenz für einen bestimmten Zeitraum bringt auf die Dauer nichts. Zu schnell ist man wieder drin und kommt nicht mehr weg.

Mal kurz bei Twitter reinschauen – ist fast wie ein Riegel Schokolade zwischendurch. Beides dehnt sich nämlich aus. Noch viel schlimmer wird es dann, wenn man sagt: “So, ich surfe jetzt mal ein bisschen”. Denn wir wissen ganz genau, ein bisschen geht nicht. Meist hängt man dann eine Stunde fest. Ist wie mit einer Tüte Chips. Einmal angefangen, muss sie geleert werden.

Wer beruflich viel mit dem Web zu tun hat, muss sich in beiden Welten, der digitalen und der realen, behaupten. Der Tag hat nur 24 Stunden. Verbringt man einen grossen Teil dieser Stunden online, bleibt am Ende keine Zeit mehr für einen selbst.

Wenn man zu schwer wird, sollte man weniger essen und sich sportlich betätigen – doch wenn die Zeit für das reale Leben aufgrund von Online-Aktivitäten zu knapp wird, muss man dafür sorgen, den Social Media Konsum zu optimieren.

Ich behaupte: Mit einem Diätplan kann man sein Essverhalten kontrollieren – mit einem Nutzungsplan kann man den Social Media Überkonsum in den Griff bekommen.

Doch wie könnte so ein Social Media Diät-Plan aussehen?

Ist es zwischendurch nicht einmal schön zu wissen, dass iPhone und Computer ausgeschaltet sind und man sich einfach den schönen Dingen in der echten Welt widmen kann?

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Feb 25

swissairEs ist noch nicht lange her, da war MySpace die Nummer eins unter den Social Networks. Inzwischen verliert die Firma, die zum Medienimperium von Rupert Murdoch gehört, gegenüber Facebook immer mehr an Boden.

Der Konkurrenzkampf um Werbegelder, die immer spärlicher fliessen, ist hart. Im Mai 2009 hat Facebook MySpace an der Spitze abgelöst. Zwar versuchte MySpace-CEO Owen van Natta – sinnigerweise ein früherer Facebook-Kadermann – das Steuer herumzureissen. Inzwischen hat er sich aber auch aus dem Staub gemacht. Nun steht MySpace kurz vor dem Aus. Das Netzwerk bietet den Usern einfach zu wenig.

Wie konnte es überhaupt soweit kommen?

Anscheinend liegt es an Tycoon Rupert Murdoch selbst. Er soll keinerlei Verständnis für das Eigenleben und die Dynamik sozialer Netzwerke aufbringen.

So ist er felsenfest überzeugt, dass die User irgendwann für Inhalte im Web bezahlen werden wie einst für die Zeitung. MySpace macht auch viel weniger klar, wofür die User das Portal nutzen können. Bei Facebook weiss jeder, was er erwarten kann.

Wo sich zwei Anbieter um die Nummer 1 balgen, gewinnt normalerweise der Stärkere. Es sieht so aus, wie wenn MySpace seinen Zenit überschritten hätte und das Feld nun definitiv Facebook überlassen müsste.

Die Frage ist nur: Schreibe ich in zwei Jahren dasselbe über Facebook?

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Feb 12

hörsaalIhr Wachstum ist rasant. Ihre Bedeutung nimmt ständig zu. Und ihre Nutzer verbreiten sich wahrscheinlich schneller als die Schweinegrippe. Soziale Netzwerke boomen. Und: in England können sich seit vergangenem Herbst Studierende gar einen Master für soziale Medien holen.

Facebook. Twitter. StudiVZ. Soziale Netzwerke sind beliebt. Und der Vernetzungswahn nimmt kein Ende. Denn: innerhalb des letzten Jahres hat sich beispielsweise die Zahl der Facebook-Mitglieder verzehnfacht. Und so sind die sozialen Netzwerke längst integrativer Bestandteil der individuellen Kommunikationswelt eines jeden geworden. Zumindest von denjenigen, die regelmässig online sind.
Auf diesen exorbitanten Boom hat nun auch die Wissenschaft reagiert. Als eine der ersten bietet die Universität von Birmingham nun einen Studiengang für Soziale Netzwerke an. Ausgezeichnet werden die Studis nach erfolgreichem Abschluss mit einem «Master of Arts in Social Media».

Am Anfang nur belächelt
Ganz einfach hatten es die Initianten des zukunftsweisenden Studiengangs zu Beginn aber nicht. Bereits vor der Lancierung meldeten sich viele kritische Stimmen zu Wort – vor allem von Studierenden anderer Fachgebiete. Sie klassifizierten das Studium gar als «Verschwendung von akademischen Ressourcen». Denn schliesslich könnten die meisten User das Facebook auch ohne Studium bedienen. Zwischenzeitlich sind wohl auch diese Kritiker verstummt. Denn die grosse Nachfrage nach dieser Ausbildung gibt den Machern Recht.

Wissenschaftliche Fragen zur virtuellen Welt im realen Alltag
Denn natürlich geht es in Birmingham künftig nicht in erster Linie um eine adäquate Bedienung sozialer Medien. Das wäre wohl zu einfach. Viel mehr geht es darum, Social Media und deren Entwicklung wissenschaftlich zu begleiten und zu hinterfragen: «Ist das Netz demokratischer als andere Medienformen»? «Haben Power-User mehr soziales Kapital als andere»? «Führt dies zu einer Hierarchie unter den Nutzern»? «Wie können diese neuen Vernetzungen auch ökonomisch genutzt werden»?
Ein weiteres Argument, warum es diese Ausbildung sicherlich braucht: Das Phänomen der Social Media wird die Kommunikation in Unternehmen vollkommen revolutionieren. Findet ein Unternehmen die richtige Vernetzung zu einer Zielgruppe, ist der Erfolg im wahrsten Sinne des Wortes vorprogrammiert. Denn der sozial vernetzte Verbraucher wird sich bei seinen Konsumentscheidungen künftig stärker auf seine Freunde im Netz verlassen als auf die konventionelle Werbung. Und an genau diesem Punkt kommen die Absolventen des neuen Studienganges in ihrem späteren Arbeitsfeld zum Einsatz. Alles andere als überflüssig also – diese künftigen MA of Social Media.

Und was glaubt ihr? Macht ein solcher Studiengang überhaupt Sinn oder ist er total überflüssig? Und wie werden die sozialen Medien künftig unsere Zukunft prägen?

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Feb 08

teenagerAmerikanische Teenies haben kein Interesse mehr an Blogs. Und mit Mikroblogging-Diensten können sie grad auch nichts anfangen. Das geht aus einer Studie des Pew Research Center hervor. Blogs sind für US-Jugendliche definitv Geschichte. 2006 waren noch 28 Prozent der Teenager für diese Publikationsform zu begeistern – letztes Jahr waren es nur noch schlappe 14 Prozent. Bei Twitter bahnt sich etwas Ähnliches an. Der Microbloggingdienst spielt für sie keine Rolle, nur 8 Prozent beschäftigen sich damit.

Dass die Teenies nicht mehr Bloggen wollen, bedeutet aber nicht, dass sie ihre Meinung nicht im Web preisgeben. Sie tun das einfach nur noch auf den sozialen Netzwerken. 86 Prozent aller Teenager, die auf Facebook und Co. aktiv sind, kommentieren dort auch die Aktivitäten ihrer Freunde, 83 Prozent hinterlassen ab und zu einen Kommentar unter Fotos.

Bei den Erwachsenen schaut es anders aus. Ein Fünftel von ihnen nutzt Twitter. 26 Prozent der Erwachsenen kommentieren online, 30 Prozent teilt über soziale Netzwerke oder Bookmarking-Dienste im Netz Inhalte mit Freunde, Bekannten und Interessenten. 73 Prozent der Erwachsenen haben ein Profil bei Facebook, nur 14 Prozent sind auf der Geschäftsplattform LinkedIn unterwegs. Mehr als 50 Prozent geben an, mehr als zwei Profile in Social Networks zu haben.

Eine Studie die wieder mal beweist, dass Teenies lieber konsumieren, statt produzieren. Und wenn sie produzieren dann nur etwas was sie ins helle Licht stellt. Bei den Erwachsenen ist es anders. Auch die konsumieren gerne, aber produzieren auch selber gerne etwas und sind auch daran interessiert, was andere über diverse Themen denken. Zwar ist der Anteil Blogger unter den jungen Erwachsenen auch ein bisschen gesunken, meine Wahrnehmung ist jedoch eine andere.

Und: Ich vestehe nicht ganz, warum so wenig Studenten auf Twitter sind. Ist der Platz zu beschränkt, um sich auszutauschen? Gerade während der Studienzeit kann so einen Plattform durchaus nützlich sein, um Kontakte für das bevorstehende Berufsleben zu knüpfen.

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Feb 03

farmvilleImmer wieder bekomme ich Anfragen von Freunden doch endlich bei Farmville, Mafia Wars und anderen Games auf Facebook mitzumachen. “Du brauchst gar nicht spielen, aber ich krieg Punkte wenn Du die Einladung annimmst”. Und dann nimmt das Unheil für viele seinen Lauf.

Denn oft werden die User, welche ob der vielen Bettelei weich werden, schnell mit dem Virus infiziert. Nur mal gucken was das denn für ein Game ist. Schon ist es um sie geschehen. So unverständlich es für die einen ist, so unverzichtbar ist es für die Aktiven.

Auf Farmville gibt es rund 65 Millionen Landwirte, ca. 26 Millionen davon füttern täglich bis zu 2 Stunden Kühe, zupfen Unkraut und killen die Maulwurfplage, die die Ernte zu vernichten droht. Doch woher kommt diese Begeisterung für das virtuelle Landleben oder den Aufstieg in die Elite der Mafia?

Die Freunde als Konkurrenz und der belohnte Fleiss
Allen Spielen gemein, ist der einfache Einstieg. Die ersten Aufgaben kann man schnell in der Kaffepause im Büro erledigen, doch das ist ebenso schnell vorbei. Immer schwieriger wird es das nächste Level zu erreichen und besser als der Nachbarsbauer unter seinen Freunden zu sein, so werden Stunden in zweistelliger Millionenhöhe online verbraten. Wer seine Games vernachlässigt kommt kein Stück weiter und durch die ständige Beschallung in den Statusmeldungen, dauernde Geschenke und Anfragen zur Aushilfe halten die Spieler gegenseitig bei der Stange. Eine moderne Version der alten Drückerkolonne, die der Oma immer wieder Abos angedreht hat. Der Umut bei den Genervten macht sich in Antigruppen bereits breit: “Schick mir noch eine Farmville Einladung und ich fackel deine Farm ab!!”

Viel schneller gehts mit Geld – echtem von der Kreditkarte
Natürlich kann man theoretisch die ganzen Spiele einfach mit Fleiss durchspielen, die Chance zum weltklasse Bauern oder Don Corleone zu werden ist aber ebenso gering wie zeitintensiv. Und die anderen ziehen davon, weil sie mit harter Währung dauernd tolle Sachen dazukaufen, wie Traktoren oder Maschinengewehre.
Farmville Cash pay for Credits with real money
So bekommt das Wort Cash Cow beim Hof bewirtschaften eine ganz neue Bedeutung. Auch wenn für viele unverständlich, das Konzept geht auf. Im Monat bezahlen mehr als eine Millionen Nutzer nur bei Farmville durchschnittlich 5 USD um sich tolle neue Sachen zu kaufen.  Das heisst für den Hersteller Zynga stattliche 60 Millionen USD – und Farmville ist nur eines von momentan 19 Spielen auf Facebook. Ausserdem lässt Zynga sich die Spiele noch per Werbung finanzieren und bietet Spiele ebenfalls auf Myspace, Yahoo, Friendster, Bebo, Tagged und dem iPhone an.

Milliardenmarkt und kein Ende abzusehen
Die ganze Branche zu denen auch Anbieter aus Europa gehören (z.B. Bigpoint in Deutschland)
machte 2009 einen geschätzten Umsatz von 1 Milliarde USD.

Warum bin ich eigentlich nicht auf die Idee gekommen?

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Jan 20

kasse Die Gerüchteküche heizt sich bei diesem Thema immer wieder an. Müssen sich Facebook User darauf einstellen bald ihr Scherflein zu entrichten um den Service zu nutzen?

Kurz vorweg, gemäss den Pressesprechern von Facebook gibt es nach wie vor keinen Plan die 350 Millionen angemeldeten Nutzer zur Kasse zu bitten. Sicherlich nervt es die Betreiber mittlerweile auch enorm, diese Gerüchte immer wieder dementieren zu müssen.

Doch zwei andere Dinge sind sehr interessant. Ein Bezahlsystem das die wenigstens bisher wahrgenommen haben und ein übler Betrugsversuch.

Pay with facebook

Bereits im Mai vergangenen Jahres gab es die ersten Livetests mit dem Facebook Bezahlsystem. Neben den Möglichkeiten kostenpflichtige Services auf Facebook per Kreditkarte zu bezahlen, kann man auch Credits erwerben und diese dann beim Kauf einlösen. 10 Credits = 1 US Dollar. Verfügbar ist der Service auch nur in Amerika. Klar ist, Facebook hat immense Kosten und muss langsam mal Anfangen richtig Geld in Kasse zu spülen. Mit Werbung wird es sicher nicht funktionieren – das leuchtet jedem ein, der sich die Click Through Rates anschaut.

Wird also Facebook als grösstes Social Network nun noch zur Nr1 der virtuellen Geldbörsen? Oder -noch weiter gedacht- zur offiziellen Online Währung? Nun, erstmal müssten sie den Service global anbieten, denn die US-Nutzer machen nur 30% der Gemeinschaft aus. Und dann das Problem der Wechselkurse. Bleibt es beim Wert des US-Dollars könnten Kurswechsel Facebook schmerzliche Erfahrungen auf dem Konto bescheren.

Auf der anderen Seite hat es wohl noch nie ein derart grosses Potential an Mitgliedern und Vertriebsgebiet gegeben wie hier. Oder hat von euch noch jemand etwa “Geld” auf der Second Life Bank gehortet? Es wird noch ein spannendes Kapitel, das sich hier entwickelt. Oder aber heimlich still und leise wieder verabschiedet, weil ein virtuelles “Weltwirtschaftssystem” dann doch die kühnen Ideen von Herrn Zuckerberg übersteigt.

Der böse Nepp
So richtig laut wurde das Gerücht über bezahlte Mitgliedschaften bei Facebook zuletzt durch eine Gruppe auf dem Netzwerk, welche sich als Protest gegen die 4,99 USD darstellte und versuchte Mitglieder zu werben – mit dem Vorwand Facebook in die Knie zu zwingen. Die Seite zierten jede Menge Statements und Vermutungen, warum es auf der Hand läge, dass es eine Zahlungsaufforderung geben werde. Geschmückt mit vielen bunten Bildern die zum Beitritt der Gruppe aufriefen.

Allerdings installierte ein Klick durch Sicherheitslücken hindurch Malware auf den Rechnern der bedauernswerten und geneppten Mitdemonstranten. Ein perfektes Beispiel wie kriminelle Elementen Hypes und Meinungsmache ausnutzen um Leute übers Ohr zu hauen.


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Jan 15

hugobossDas Modelabel Boss hat einen Modelwettbewerb auf Facebook veranstaltet. Ein schönes Beispiel, wie Luxusmarken versuchen, auf den Social Media Zug aufzuspringen.

Das Mode-Unternehmen Boss hat kürzlich einen Modelwettbewerb auf Facebook lanciert. Dabei wurden zwei nichtprofessionelle Models gesucht, die auf der Boss-Schau während der Berlin Fashion Week laufen sollen. Zehn Bewerberinnnen und Bewerber von 1700 kamen in die engere Auswahl. Wer das Rennen macht, durfte anschliessend die Facebook-User entscheiden.

In erster Linie ist die Boss-Aktion ein weiterer Versuch einer Luxusmarke, in der Welt der sozialen Netzwerke Fuss zu fassen. Seit ein paar Monaten kann man nämlich beobachten, wie die Modebranche versucht, das nachzuholen, was sie in den vergangenen zehn Jahren verpasst habt.

Das britische Traditionslabel Burberry forderte junge Menschen auf, Bilder von sich im Trenchcoat auf der Firmenseite zu veröffentlichen. Innerhalb einer Woche sollen an die 200′000 Bilder eingegangen sein. Burberry wollte dadurch mit folgender Botschaft an die Kunden gelangen: Die Marke Burberry ist weltweit zu finden. Burberry macht Mode zum Mitgestalten, ob sie jetzt die junge schwedische Studentin trägt oder der Banker in Hongkong.

Modekonzerne haben also verstanden, worum es geht. Das Internet ist momentan die Werbeplattform Nummer 1. Werbung in Zeitungen oder Beilagekataloge kommt beim jungen Zielpublikum nicht mehr an.

Der Mensch und sein Umfeld sind immer noch der beste Werbeträger, um an die Kunden zu gelangen. Den wem vertraut man mehr als seinen Freunden? Daher liegt es nahe, auf einem Portal wie Facebook präsent zu sein. Etwa 8 Millionen User werden täglich „Fan“ von einer Marke. Hugo Boss hat derzeit rund 200′000 Fans auf Facebook, Spitzenreiter ist Louis Vuitton mit über 780′000 Fans.

Social Media-Dienste wie Facebook oder Twitter ist kostensparend Marktforschung nur einen Klick entfernt: Die Kommentare der Fans zeigen ganz direkt die Reaktion auf ein Produkt. Was gefällt? Was wird vermisst? Welche Anzeigen kommen an? Wenn etwas gefällt, wird es weiterempfohlen. Ganz ohne Druck und Gelder.

Social Media Marketing funktioniert nur dann, wenn etwas rauskommt, das den User fordert und zugleich überrascht. So hat der User auch das Verlangen, diese Kampagne viral unter seine Freunde und Bekannten zu bringen.

Verlässt Du Dich auch auf den Rat von Facebook-Freunden, um Kaufentscheidungen zu treffen?

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Jan 06

iphone460Wenn jemand der Welt mitteilt, was er oder sie grad tut, kommt das mitunter recht skurril heraus. Facebook, Twitter oder Youtube waren 2009 eine wahre Fundgrube für bizarre Geschichten. Über manche konnte man gar in den News-Spalten der Zeitungen lesen.

Um all diese Storys aufzuzählen, reicht ein einziger Blogpost nicht aus. Aber hier mal die, die besonders hohe Wellen schlugen:

Craig „Lazie“ Lynch brach vor einiger Zeit aus einem südenglischen Gefängnis aus und ist seither auf der Flucht. Er lässt auf Facebook immer wieder Statusmeldungen wie „Ehrlich, ich bin kein schlechter Kerl“ raus. Die Polizei, die ihm das nicht recht glauben mag, hofft jetzt auf das „Gute“ in der Community und bittet ebendiese um Unterstützung bei der Fahndung nach dem Entflohenen.

Noch nicht auf der Flucht voreinander ist unseres Wissen das Paar, das vor kurzem seine „Trauung interrupta“ feierte. Unmittelbar nach dem Jawort aktualisierten beide vor den Augen der Hochzeitsgemeinde ihren Beziehungsstatus auf Facebook und twitterten ihr Glück in die weite Welt hinaus. Das Video der glücklich Vermählten gibt’s hier zu sehen.

Auf Toiletten werden nicht nur kleine und grosse Geschäfte erledigt. Mitunter passieren offenbar auch weitaus verbreitenswertere Dinge. Ein Klopapierhersteller hatte in einem Wettbewerb fünf Restroom Ambassadors auserkoren. Sie empfingen während sechs Wochen die notdürftigen Gäste öffentlicher New Yorker Toilletten mit gebotener Freundlichkeit und posteten deren Erfahrungen auf Facebook und Twitter. Komplett jugendfrei, versteht sich.

Und nicht einmal vor Tieren machen die Social Networks halt. Orang Utan Dame Nonja wurde von den Medien als erster Affe auf Facebook gehypt. website-marketing.ch berichtete.

Und zu guter Letzt: Die USA wären nicht die USA, wenn dort nicht auch noch vor den Gefahren des Twitterns und Facebookens hinter dem Lenkrad gewarnt würde: „Die neuen Technologien, die uns Multitasking im Alltag bieten, und die immer populärer werdenden sozialen Netzwerke stellen eine schwer zu widerstehende Herausforderung dar”, meint etwa der Präsident der US-Automobilklubs AAA, Robert Darbelnet.

Ja, was die Medien nicht alles für interessant halten! Was war das Schrägste, was dir 2009 im Internet untergekommen ist?

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Dez 23

xfactorSeit vier Jahren werden Musikliebhaber auf den britischen Inseln mit Weihnachtssongs regelrecht auf das kommende Fest der Liebe eingestimmt.

Der einzige Wermutstropfen: Man weiss schon im Voraus, wer die Weihnachtshitparade gewinnen wird. In aller Regel kommt dem Sieger der britischen Casting-Show „The X Factor“ diese Ehre zuteil. In diesem Jahr freute sich folglich der X-Factor-Sieger Joe McElderry mit seinem Song „The Climb” – leider etwas zu früh.

Den beiden Musikliebhabern Jon und Tracy Morter ging der alljährliche Einheitsbrei nämlich tüchtig auf den Senkel. Um den Zuckerwatten-Song des X-Factor-Siegers etwas entgegen zu halten, gründeten sie kurzerhand die Facebook-Gruppe „Rage Against the X-Factor“. Dort baten sie die Facebook-User, statt McElderrys Song das 17 Jahre alte Lied „Killing in the Name“ der US-Rockgruppe „Rage Against the Machine“ herunterzuladen. So war für neuen Wind in der Teppichetage der Weihnachtshitparade gesorgt.

Fast eine Million Facebook-User schlossen sich der Gruppe an und brachten den Song von „Race Against the Machine“ auf den ersten Platz. Simon Cowell, Chefjuror bei X-Factor, bezeichnete die Kampagne des Ehepaars zwar als Kampagne des Hass-Mob, konnte aber dann doch nicht anders, als den Siegern zähneknirschend zu gratulieren.

Mehr Freude herrschte auf der Seite der Gewinner. Ein sehr zufriedener Jon Morter meinte zum Ergebnis: “Wer „Social Networking auf dem richtigen Weg nutzt, kann alles schaffen”. In der Tat zeigt diese etwas andere Weihnachtsgeschichte schön auf, wie stark Social Media geworden sind.

Welches ist dein liebster Weihnachtssong? Und gegen welchen würdest du sofort auf die Facebook-Barrikaden steigen?

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Dez 16

ripDas Internet wächst schneller als Shanghai, bringt uns ungeahnte Fortschritte und zeigt auch immer wieder seine Tücken. Glücklicherweise schaffen diese mitunter auch neue Dienstleistungzweige und damit Arbeitsplätze – selbst in grössten Krisenzeiten. In diesem Beispiel sogar für Kunden die nicht mehr in den Genuss der Services kommen.

Oft wird gerätselt wieviel der bei Social Networks registrierten User auch aktiv sind. Mit diesen Zahlen gehen die Betreiber nicht gerne an die Öffentlichkeit, weil die Userzahlen Garanten für Werbebuchungen sind. Eine Frage die mittlerweile die Runde macht ist, wieviele der regisrierten Nutzer leben eigentlich noch? Denn im Falle des Ablebens kann man sein Profil nicht mehr löschen, es sei denn man hat seine Zugangsdaten für die Hinterbliebenen irgendwo zugänglich abgelegt.

So kann es sein, dass man zwar im realen Leben “offline” gegangen ist, post mortem aber immer noch Energy Packs von Mafia Wars bekommt (die leider niemanden zurück bringen), anderen bei Farmville aushilft und neuen Usern als Freund vorgeschlagen wird. Und sollte man niemandem seine Zugansdaten gegeben haben, kann es durchaus ein Kampf mit dem Betreiber werden, bis die Hinterbliebenen das Profil des schmerzlich Vermissten löschen lassen können.
Um diesem Problem frühzeitig entgegen zu Wirken, haben ein paar findige Schweden die digitale Nachlassverwaltung mywebwill.com gestartet. Nach dem Ableben werden Emails an Freunde und Verwandte versendet, Profile gelöscht, Newsletter abbestellt und das digitale Leben in den offline Modus gestellt.

ableben

Ich warte schon gespannt darauf, wann die ersten Polemiker schreien, es sei abstruse Geldmacherei mit dem Leid der Menschen. Das halte ich allerdings für totalen Unsinn, denn der Notar, der einen “realen” Nachlass regelt wird ja auch nicht beschimpft für seine Arbeit. Einer muss den Job schliesslich machen.

Wie findet Ihr diesen Service des digitalen letzten Willens? Makaber oder einfach eine konsequente Zeiterscheinung unseres Lebens im Web 2.0?

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