Feb 04

Seit Amazon.com damit begonnen hat, ihre Kunden die gekauften Bücher rezensieren zu lassen, wird diese Art des Erfahrungsmarketings zunehmend in Online Shops eingesetzt. Sind diese Bewertungen für einen potentiellen Käufer wirklich wichtig? Wo sind die Haken an diesem System?

Gerade gestern habe ich mich über einen geplanten Hardwarekauf informiert, in dem ich mich auf der Produkteseite eines Onlineshops über die technischen Daten und den Preis schlau gemacht habe. Da mir noch einige Angaben fehlten, habe ich kurz die “Twittergemeinde” befragt, ob jemand das Gerät im Einsatz hat und ob er damit zufrieden ist. Als Antwort darauf bekam ich den Hinweis, ich solle doch mal die Bewertungen bei ebendiesem Online-Shop anschauen.

Ah ja, als ich den Antworttweet gelesen hatte, war es mir auch wieder klar. Genau diese Bewertungen sind etwas, an das ich gar nie denke. In diesem Fall waren sie auch nicht besonders hilfreich, aber hätte ja sein können. Mich würde mal interessieren, ob diese Bewertungen im allgemeinen von den Usern übersehen werden oder ob das an mir liegt. Irgendwie suche ich auf einer Site eines Händlers gar nicht nach Erfahrungen von den Kunden oder mein Unterbewusstsein vertraut meinen “Freunden” aus den Social Networks oder dem realen Freundeskreis mehr, als den Bewertungen auf der Händlersite.

Das gleiche gilt für das Thema Bewertungen abgeben. Wenn ich von einem Bekannten gefragt werde, wie mir denn dieses oder jenes Produkt gefällt, gebe ich gerne meine Meinung preis. Wenn ich z. B. ein Buch bei Amazon gekauft und gelesen habe, komme ich Wochen nach dem Kauf aber nicht mehr auf die Idee, ich könnte ja noch eine Rezension darüber schreiben. Es würde vielleicht anders sein, wenn ich vom Verkäufer eine Erinnerung bekommen würde.

Wie handhabt ihr diese Sache? Habt ihr schon mal eine Bewertung geschrieben? Macht ihr das regelmässig, wenn ihr die Möglichkeit dazu habt? Beachtet ihr Bewertungen? Mich würde Interessieren, ob ich da ein Einzelfall bin.

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Okt 21

Seit dem 1. September ist es nun möglich, sich auf der neuen Social Media Plattform DigaDing! eine eigene Celebrity-Homestory zusammen zu zimmern. Den Gründern Patrick Müller und Marc Oliver Leuzinger war der Aspekt aufgefallen, dass vielfach Freunde untereinander die gleichen Produkte und Marken cool oder uncool fanden. So kam ihnen die Idee, Menschen über Marken und Produkte zusammen zu bringen.

Wer sich bereits auf Facebook bewegt, kennt das Feature, Fan von irgendwelchen Produkten, Personen, Gruppierungen etc. zu werden. Diese Neigung der Webuser sich als Fans zu outen nutzt DigaDing! und stellt für jeden angemeldeten User einen Platz zu Verfügung, auf dem er seine eigene Homestory publizieren kann.
Die persönliche Homestory erstellt man, in dem man seinem Profil die Produkte oder Marken, die einem gefallen, zuordnet. Dabei entsteht eine Collage von Produkten mit dem User im Zentrum. Auf die Produkte lässt sich klicken und es öffnet sich ein Kontext Menü, in dem per Multiple Choice ein Interview zum Produkt erstellt wird. Dabei kann angegeben werden, ob man das Produkt besitzt, sich wünscht etc.

Natürlich lassen sich die so erstellten Profile der anderen User auch ansehen. Mit der Suchfunktion lassen sich User suchen, die ein bestimmtes Produkt in ihre Homestory eingebaut haben und kommt so vielleicht schon zu ersten Informationen über das Produkt. Die erstellten Interviews zu den Produkten können eingesehen werden und es lässt sich auch über eine Pinnwand, wie man es von Facebook kennt, in den Dialog mit dem anderen User treten. Selbstverständlich erhält man mit Klick auf das Produkt auch die Gelegenheit, es sich über diverse Quellen, gleich zu kaufen.

Meiner Meinung nach könnte sich die Plattform zu einer interessanten Sache entwickeln. Markenhersteller können hier den Puls der Konsumenten fühlen, Konsumenten finden hier Erfahrungen von Usern, die ein Wunschprodukt bereits besitzen und nicht zuletzt können User mit gleichen Interessen auch untereinander Kontakte knüpfen.

Was denkt ihr? Spielt hier das Erfahrungsmarketing? Hat DigaDing.com eine Zukunft?

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