Jun 06

Es gibt wohl in der Musikbranche keine Band, die sich besser im Social Media Bereich vermarktet als die 1996 in Los Angeles gegründete Band Linkin Park. Ein genialer Streich der zweifachen Grammy-Gewinner ist unter anderem die App “8-Bit Rebellion” für iPhone und iPad, welche seit Anfang dieses Jahres im App Store zum Download bereitsteht.

Im Game ist der Spieler dann mit einer selber erstellten Spielfigur unterwegs und kann dabei mit anderen Spielern im Multi-Player Modus kommunizieren. Es geht primär darum, die Musik von Likin Park zu retten. Das Spiel verbindet somit Spielspass mit Social Networking und bringt auf Grund der Thematik auch die Musik von Linkin Park unter die Spieler. Neben einigen Originalversionen kommen im Spiel auch diverse, spezielle 8-Bit-Remixes von einigen der größten Hits der Band vor, darunter New Divide, One Step Closer, In The End, Crawling, QWERTY, Hands Held High, Faint und No More Sorrow.

Auch die Musiker der Band kommen als Charaktere im Spiel vor und jedes Bandmitglied hat darin einen eigenen Bereich. Nach dem erfolgreichem Beenden des Spiels schaltet die App zudem einen exklusiven Track frei. Der Song Blackbird, ist somit der erste Musiktitel, der über eine Mobile Applikation veröffentlicht wurde! Linkin Park zeigt mit “8-Bit Rebellion” eindrücklich, wie eine zeitgemässe Social Media Vermarktung aussehen kann und setzt damit neue Akzente in der Musikbranche.

QR-Code Linkin Park AppSomit erstaunt es nicht, dass die Kalifornier auch mit ihrem Facebook Auftritt ganz vorne dabei sind und mit fast 30 Millionen Fans eine riesige Fangemeinde aufgebaut haben. Seit neustem wird dort auch mit einem QR-Code für das neue Musik Video “Iridescent” und ihre Android/iPhone App geworben. ;-)

Kennt ihr noch andere Bands, die derart erfolgreich Soziale Netzwerke als Vermarktungsinstrument einsetzten und was haltet ihr davon? Wird das in Zukunft zum Standard in der Musikbranche?

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Mai 20

Gestern startete das Online-Netzwerk LinkedIn mit einem Wert von 45 Dollar pro Aktie an der New Yorker Wall Street. Der Start erfolgte mit einem Startkapital von rund 350 Millionen Dollar.

Erfolgreicher Börsenstart von LinkedInDer Börsengang verlief für LinkedIn mehr als erfolgreich, denn der Wert der Aktie stieg schon nach wenigen Stunden stark und war bei Börsenschluss bei über 90 Dollar! Doch bereits jetzt werden Stimmen laut, die den Ausgabepreis der Aktie als zu niedrig bezeichnen. Davon profitiert haben jedoch die beiden Emmissionshelfer Bank of Amerika und Morgan Stanley, welche mit der LinkedIn Aktie ihren Stammkunden ein tolles Geschäft vermitteln konnten…

Und so kommt unweigerlich die Frage auf, ob sich solche Börsengänge am Ende gar als neue Internet-Blase entpuppen, denn auch andere Web 2.0 Unternehmen, allen voran Facebook und Twitter, könnten die nächsten Kandidaten für einen Börsengang werden.

Irgendwie kommen hier Erinnerungen an die Internet-Blase der 90er Jahre auf…

Was denk ihr über den Börsengang von LinkedIn? Was glaubt ihr, wie sich die LinkedIn Aktie weiter entwickeln wird?

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Mai 04

Wie baue ich eine Community auf? Bevor ich eine Kampagne starten kann, brauche ich eine Community, die ich für die virale Verbreitung einsetzen kann. Ohne Community werde ich viel mehr Geld in die klassische (Online-) Werbung stecken müssen. Zudem lässt sich eine Community nachdem die Kampagne durch ist wieder einsetzen aber eben nur wenn ich vorher schon kräftig “gebuildet” habe

Bei Social Media Kampagnen wird dieser Punkt immer wieder vernachlässigt. Die Gründe liegen meistens beim Timing, denn der Aufbau einer soliden Community braucht je nach Branche Zeit und vor allem Geduld.

Social Media Marketing How To, die Themen der Serie im Überblick
1.) Attention statt Interruption, 2.) Community Building, 3.) 4Cs der Social Media Kommunikation, 4.) Social Media Funnel, 5.) 5 Hürden des Social Media Marketings, 6.) Vermarktung & Traffic generieren, 7.) Social Media Kampagne, 8.) Social Lead generieren, 9.) Facebook Site Dos & Donts, 10.) Youtube richtig nutzen, 11.) Slideshare – Leads Dank Präsi, 12.) Werben auf Twitter, 13.) Suche in Social Networks 14.) Social Media Monitoring

Auf was achtet Ihr beim Aufbau einer Community?

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Dez 07

cow-brandingEin Produkte oder eine Dienstleistung zu kreieren ist das ein. Ihm nachher das richtige Image zu verpassen das andere. Als Social Media noch weniger verbreitet war konnte man sich den Brand, zusammen mit den Medien, selber definieren. Heute brandet die Community mit und das macht den Job nicht einfacher.

Es geht mir in meinem Post nicht darum, wie man eine Marke aufbaut, sondern was die Fans, Freunde und Follower bei dem Prozess für eine Rolle spielen.
Dass der Schuss hierbei auch hinten rausgehen kann, zeigen zwei Beispiele im Video.

Was ist eure Fans-, Freunde- und Follower-Management Strategie? Kümmert Ihr euch darum oder überlässt Ihr’s dem Zufall, wer in eurer Community auftaucht?

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Okt 23

youmenet.logoEs geschah im Frühjahr 2007. Damals machte sich eine junge Crew von webbegeisterten Menschen auf, das Web zu revolutionieren. Sie setzten sich das Ziel, eine Schweizer Community-Plattform im Stile von (damals) MySpace oder Youtube aufzubauen. Die Community-Zentrale gabs nicht nur virtuell, sondern auch als mobilen Glaskubus, der immer mal wieder in einer anderen Stadt war.

Unterdessen sind drei Jahre vergangen und das swiss social network youme.net ist Geschichte. Die Plattform besteht zwar noch, wird aber nicht mehr genutzt.

Die Truppe hinter youme.net bestand aus ehrgeizigen Köpfen, die alle einen Traum hatten: Innert möglichst kurzer Zeit eine erfolgreiche crossmediale Plattform aufzubauen. Quasi eine virtuelle Spielwiese für all jene, die ihre Talente mit anderen teilen möchten. Die Macher investierten einige Liter an Herzblut, animierten Leute zum Mitmachen und produzierten wöchentlich eine schräge Web-TV-Show. Das Projekt wurde finanziell durch das Medienhaus Ringier unterstützt. Ringier schwebte vor, die Beiträge über verschiedene Kanäle wie Fernsehen oder Print zu streuen und den usergenerierten Inhalt zu verkaufen.

Doch anscheinend war dies den Schweizern zu progressiv. Auch die Nähe, die durch den mobilen Glaskubus entstehen sollte, brachte nicht viel. Die Passanten nahm es zwar Wunder, was dieses Glashäuschen sollte, sie meldeten sich dann aber nicht auf der Plattform an.

In der Community tummelten sich stehts die gleichen paar Nasen. Da den Usern nicht wirklich etwas Grossartiges geboten wurde und sie keinen eigenen Nutzen aus der Plattform ziehen konnten, liessen sie ihre Profile verwahrlosen. Im Herbst 2008 wurde dann definitv der Bettel hingeworfen und der Glaskubus wurde auf ebay versteigert.

youme.cube

Meines Erachtens viel zu früh. So ein Projekt braucht einfach seine Zeit bis es überhaupt einmal beachtet und verstanden wird. Das geht nicht einfach so von heute auf morgen.

Know-How, Kreativität und Geduld sind die Zutaten, die ein Projekt auf die Dauer geniessbar machen. Bei youme.net waren zwar alle drei Zutaten vorhanden doch hatte es von einem zu viel und vom anderen zu wenig. youme.net war seiner Zeit einfach voraus.

Das einzige was von dem Projekt übrig geblieben ist, ist die Web-Technologie. Die wird nun bei der Blick am Abend-Community oder bei news1.ch eingesetzt.

Woran ist eurer Meinung nach das Projekt gescheitert? Ist so ein crossmediales Projekt  in der Schweiz überhaupt möglich? War man einfach zu geblendet von den amerikanischen Projekten? Wäre der heutige Zeitpunkt realistischer für so ein Projekt?

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