Jun 21

Alles begann mit einem Foto einer fetten Katze – und dem Spruch “Can I has cheezburger?”. Vor drei Jahren kaufte Ben Hu einen Blog mit lustigen Katzenbildern.
Mittlerweile ist das “Lolcats”-Meme eines der bekanntesten Phänomene im Web. In Zusammenarbeit mit anderen Blogs von Huhs Netzwerk zog die Seite im Mai 16 Millionen Unique Visitors an.

Den Katzenblog haben ursprünglich zwei hawaiianische Blogger gestartet. Huh witterte den Erfolg und kaufte die Seite mit der Unterstützung von Investoren und einem grossen Batzen aus seinem eigenen Portemonnaie. Seither war kein zusätzliches Kapital mehr nötig. Mit Werbung und viel Klimbim wird in diesem Jahr voraussichtlich ein siebenstelliger Betrag erwirtschaftet. Mittlerweile arbeiten über 40 Leute für die Firma, die vom ersten Tag an schwarze Zahlen schrieb.

Das Cheezburger-Haus ist auf 53 Blogs angewachsen. Wittert Huh einen neuen Trend, wird sofort eine neue Webseite gestartet. Im Fail Blog gibt’s besondere Dummheiten in Bild und Video. There, I Fixed zeigt schlechte Reparaturen. Bei Lolcats werden Katzenbilder mit grammatikalisch und orthografisch falschen Sprüchen hochgeladen: Täglich gehen über 18’000 Einsendungen ein.

Doch längst nicht alle Projekte sind erfolgreich. 20 Prozent aller Blogs werden nach kurzer Zeit wieder eingestellt. Ein Beispiel dazu: Pandaganda – ein Blog mit Pandafotos.

Und was machen die Fans? Genau. Sie kaufen T-Shirts, Kalender und andere Merchandising-Produkte. Bislang wurden sogar schon fünf Bücher veröffentlicht, in denen die besten Bilder der Blogs landeten. Auch Cheezburger-Events finden statt, wo bis zu 1000 Leute auftauchen.

Was meinst Du – warum machen so viele Leute sowas mit?

Share |

\\ tags: , ,
3 Kommentare »

Feb 08

teenagerAmerikanische Teenies haben kein Interesse mehr an Blogs. Und mit Mikroblogging-Diensten können sie grad auch nichts anfangen. Das geht aus einer Studie des Pew Research Center hervor. Blogs sind für US-Jugendliche definitv Geschichte. 2006 waren noch 28 Prozent der Teenager für diese Publikationsform zu begeistern – letztes Jahr waren es nur noch schlappe 14 Prozent. Bei Twitter bahnt sich etwas Ähnliches an. Der Microbloggingdienst spielt für sie keine Rolle, nur 8 Prozent beschäftigen sich damit.

Dass die Teenies nicht mehr Bloggen wollen, bedeutet aber nicht, dass sie ihre Meinung nicht im Web preisgeben. Sie tun das einfach nur noch auf den sozialen Netzwerken. 86 Prozent aller Teenager, die auf Facebook und Co. aktiv sind, kommentieren dort auch die Aktivitäten ihrer Freunde, 83 Prozent hinterlassen ab und zu einen Kommentar unter Fotos.

Bei den Erwachsenen schaut es anders aus. Ein Fünftel von ihnen nutzt Twitter. 26 Prozent der Erwachsenen kommentieren online, 30 Prozent teilt über soziale Netzwerke oder Bookmarking-Dienste im Netz Inhalte mit Freunde, Bekannten und Interessenten. 73 Prozent der Erwachsenen haben ein Profil bei Facebook, nur 14 Prozent sind auf der Geschäftsplattform LinkedIn unterwegs. Mehr als 50 Prozent geben an, mehr als zwei Profile in Social Networks zu haben.

Eine Studie die wieder mal beweist, dass Teenies lieber konsumieren, statt produzieren. Und wenn sie produzieren dann nur etwas was sie ins helle Licht stellt. Bei den Erwachsenen ist es anders. Auch die konsumieren gerne, aber produzieren auch selber gerne etwas und sind auch daran interessiert, was andere über diverse Themen denken. Zwar ist der Anteil Blogger unter den jungen Erwachsenen auch ein bisschen gesunken, meine Wahrnehmung ist jedoch eine andere.

Und: Ich vestehe nicht ganz, warum so wenig Studenten auf Twitter sind. Ist der Platz zu beschränkt, um sich auszutauschen? Gerade während der Studienzeit kann so einen Plattform durchaus nützlich sein, um Kontakte für das bevorstehende Berufsleben zu knüpfen.

Share |

\\ tags: , ,
4 Kommentare »

Okt 27

In vielen Blogs wird, wie in diesem Blog auch, eine Blogroll (hier als “Links”) geführt. Für die Blog-Neulinge sei es hier kurz erklärt. Die Blogroll ist eine Auflistung von “befreundeten” Websites und Blogs die im Sinne einer Empfehlung dem Leser zu Verfügung gestellt wird. Diese Links in der Blogroll sollten natürlich auch eine Empfehlung an Google sein und somit der Zielseite ein wenig vom eigenen PageRank abgeben.
Doch funktioniert dies heute noch so? Um dieser Frage nachzugehen, habe ich mal verschiedene Schweizer Blogs auf das Vorhandensein einer Blogroll untersucht und mir die Links in der Blogroll angesehen. Dabei ist mir aufgefallen, dass Blogs, die ganz ohne Blogroll oder anderer ausgehender Links, wie z. B. Textworker.ch sehr schnell einen guten PageRank bekommen haben. Andere Blogs wie z. B. Leumund.ch, die eine Blogroll auf der Titelseite führen, kommen nicht mehr über einen PageRank 3 hinaus, auch wenn sie über viele und starke Backlinks verfügen und vor ca. einem Jahr noch den doppelten PageRank hatten. Anders z. B. Krusenstern.ch. Dort fällt auf, dass die Linkliste nicht mehr auf der Titelseite untergebracht ist. Ist dies der Grund für einen PageRank 5?

Ich vermute mal, dass auch die Themenrelevanz der Links in der Blogroll ein wichtiger Faktor ist. Wenn Google viele ausgehende Links findet, die nicht mit den Inhalten auf dem Blog korrespondieren, wird Google diese wohl als für den User unnütze Werbung einstufen.

Wie sind eure Erfahrungen mit der Vernetzung per Blogroll? Liegt euch der PageRank noch am Herzen? Nutzt ihr die Blogroll als Leser?

Share |

\\ tags:
10 Kommentare »

Switch to our mobile site