Mai 15

twitter-tauchen

Wir haben schon Etliches über den Twitter-Boom geschrieben, der langsam die Schweiz anfängt zu erreichen. Neben allen Hypes ist es für mich sinnvoll, mich mit verschiedensten neuen Plattformen, die zurzeit die Web-Landschaft verändern, auseinanderzusetzen. Dazu gehört zurzeit Twitter.

Ohne mich auf eine bestimmte Plattform einschiessen zu wollen und in eher kritischer Stimmung habe ich den Sprung gewagt. Aus dem Schnupper-Tauchgang wurde mehr. Hier fünf mal ein E für Interessierte, die in diese neue Welt eintauchen wollen.

  1. Erkennen – Twitter ist ein komplexes Biotop
    Es entwickeln sich laufend neue “Lebensformen”, Tools und Trends innerhalb von Twitter – unterstützt von Applikationen für Smartphones, ergänzende Plattformen (zB Twitpic für Bilder), Mashups, Desktop-Applikationen und cleveren Aktionen wie #followfriday #chch (die ich gerne auf Anfrage direkt in Twitter erkläre).
  2. Eintauchen – in die Twitter-Welt
    Ich höre manchmal: “das ist doch Unnützes Zeugs”, “für Leute, die keine Freunde haben” oder “ist doch dasselbe wie Facebook-Statusmeldungen”. Das faszinierende Biotop lässt sich begreifen, wenn man richtig drin eintaucht. Rumplantschen zählt nicht. Taucher wissen, was ich meine.
  3. Erleben – sich an das neue Feeling gewöhnen
    Der Sprung ins Wasser ist schon mal ein Anfang. Eine neue Welt tut sich auf. Schwerelosigkeit und Stille. Damit muss man erst mal zurecht kommen. Lernen, wie man sich bewegt. In Twitter wären das Themen wie Followers, @replies, #Hashtags, Twitter-Search, sich kurz halten (max. 140 Zeichen), Link-verkürz-Dienste wie TinyURL.
  4. Entdecken – nass werden reicht nicht
    Bei Tauchgängen habe ich selten die schönsten Szenarien direkt unter dem Tauschschiff gesehen. Das gemütliche Bewegen ist Teil des Erlebnisses – man möchte aber auch was sehen. Gelbe Fische zwischen roten Korallenbäumen. In Twitter muss man hinschauen. Via Twitter-Suche einige Branchen-Leute followen. Vielleicht auch der INM, unseren Web-Tidbits. Als Basis, alle hier empfohlenen folgen.
  5. Engagement – ist erstmal ein Geben
    Wer als Erstes Instant-Gewinne sucht, muss umdenken. Dafür geht man in die Aqua-Abteilung des nächsten Zoos. Auch ist dieses Twitter-Biotop keine Abfallhalde für Werbespruch-Dumping – das System hat dagegen Mechanismen entwickelt. Werde Teil der Unterwasserwelt – nimm daran teil. Sei kreativ und originell. Bewirb keine eigenen Angebote, bis du sicher bist, dass die Zeit dafür da ist.

Ich empfehle, mal einen ernsthaften Tauchgang zu unternehmen. Über die Entdeckungen, die ich in Twitter gemacht habe, könnte ich Vieles schreiben. Beispielsweise Beziehungsweise darüber, wie mein neuer MacBook mich lieb gewonnen hat.

Eingetaucht in diese neue Tweetosphäre? Wie waren deine ersten Erlebnisse? Bin sehr an euren Geschichten rund um euren (ursprünglichen) Einstieg bei Twitter interessiert. Entweder hier in den Kommentaren oder als Antwort in Twitter.

Foto: Coral Garden, Jenny – Some rights reserved – Quelle: piqs.de

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