Jun 26

Was verändert sich zurzeit massiv in unserem Umgang mit Informationen? Weshalb verzeichnet YouTube seit einer Woche 400% mehr mobile Uploads?

post-election-kenya-kiberaWährend den politischen Unruhen in Kenia (2008) sassen wir zeitweise im Guesthouse in Nairobi fest – dummerweise genau zwischen dem Kibera-Slum und dem von den Slumbewohnern anvisierten Demonstrationsplatz. Meute und Schüsse waren zu hören. Besonders verunsichernd die Mediensperre: keine Infos mehr am TV.

Aber ich hatte meinen HTC TyTN II dabei – unser Fenster zur Welt. Es war nicht nur für Telefonate zur Botschaft von Nutzen, sondern auch als Quelle für News von CNN oder dem EDA. Auch dann, als wir wegen blockierten Strassen per Flugzeug aus der Stadt flohen: mitten im “Busch” war CNN verfügbar. Das Internet ist zunehmends in unserer Tasche.

Internet in der Tasche: jetzt für alle
Damals (2008!) wurde ich noch als Freak angeschaut, mit dem HTC im Guesthouse-Garten – heute ist der iPhone Mainstream. Andere Hersteller müssen sich daran messen, daran wachsen. Es kommen laufend Modelle auf den Markt, die mit Web-Funktionen punkten müssen (Bspw. Nokia N97). Nach und neben dem iPhone werden Smartphones mit dem Google-System Android eine starke Rolle spielen.

htc-heroiPhone und Android setzen neue Massstäbe
Ich hatte über den mittlerweile erfolgten Android-Start in der Schweiz geschrieben. Es geht weiter: im Juli kommt HTC Hero. Das teflonbeschichtete Phone ist intuitiv gebaut und lässt sich leicht für den geschäftlichen bzw. privaten Einsatz optimieren. Mobiles Internet ist nicht mehr nur für Business. Im Apple Store Zürich beobachtet man Gruppen von Über-50-Jährigen bei kostenlosen iPhone-Schulungen. Mobiles Internet verändert die Gesellschaft.

 

Smartphones – smart genug für 90% unserer Computeraufgaben
E-Mails lesen und versenden, Fotos hochladen, Facebook checken, Musik hören, YouTube surfen, Termine koordinieren, Skypen und sogar Dokumente bearbeiten – das geht immer besser direkt am Mobiltelefon. Wofür müssen die Leute heute noch an einem warmen Sommerabend an den PC? Genau: nur noch zum Gamen.

Websites müssen auch mobile Versionen bereitstellen
Dies hat Auswirkungen auf die Anforderungen von Websites – wer eine Website betreibt, die nicht auf Mobiltelefonen funktioniert, steht heute wesentlich schlechter da als vor einem Jahr (aber noch besser als in einigen Monaten). Google erbringt einen Beweis für das veränderte Benutzerverhalten: seit dem Verkaufsstart des neuen (videofähigen) iPhones vor einer Woche, sind die Uploads von Mobiltelefonen um 400% gestiegen.

Hast du schon Erfahrungen gemacht mit Websites, die positiv/negativ auffallen beim Aufruf via Mobiltelefon? Wie hat dein Mobiltelefon dein Surfverhalten (PC vs. mobil) verändert? Ich bin gespannt auf deine Erfahrungen. Die Kommentarsektion ist offen.

\\ tags: , ,
7 Kommentare »

Mai 29

htc-magic-schweiz-lieferbarkeitTelefone mit dem Google-System Android erreichen offiziell die Schweiz. In wenigen Tagen sollten erste Phones lieferbar sein – obwohl Händler das erste Android-Handy “HTC G1″ schon seit einiger Zeit importiert haben.

Google erwartet 18 neue Android-Modelle im 2009
In diesem Jahr sollen 18 neue Android-Smartphones von verschiedenen Herstellern wie HTC, Samsung und Motorola erscheinen. Im Gegensatz zum ersten Android-Phone G1 sollen etliche neue Geräte zuerst in Europa lieferbar sein, erst nachher in den USA.

Google stellt Android 2.0 vor
An der Entwicklerkonferenz in San Fransisco stellte Google auch die nächste Version 2.0 von Android vor. Passend dazu wird eine neue Android Developer Challenge wird lanciert – dabei werden die besten Applikationen erkoren. Entwickler können eigene Programme auf dem “Android Market” zum kostenlosen oder kostenpflichtigen Download durch Android-Benutzer einstellen. Diesmal erhält der Sieger der Challenge USD 250’000.

Die ersten “Google-Phones” in der Schweiz
Neben dem G1 (HTC Dream), das schon als Import aus Deutschland erhältlich ist, sind mir zurzeit folgende Android-Phones bekannt, die nächstens in der Schweiz lieferbar sein werden:

  • HTC Magic
  • Samsung I7500

Zudem sind Bilder von zwei weiteren Samsung Android-Handies erschienen, die später im Jahr mit der Version 2.0 von Android erwartet werden.

Habt ihr schon mit einem Android-Phone herumspielen können? Wie sind eure Erfahrungen damit gewesen? Wisst ist vielleicht sogar von weiteren Phones, die bald in der Schweiz eintreffen sollten? Die Kommentarsektion ist eröffnet.

\\ tags: , , , , , ,
22 Kommentare »

Feb 26

mobile-omMit dem Erscheinen von Handys, die immer mehr den mobilen Gebrauch des Internets in den Vordergrund stellen, stellt sich die Frage, wie sich das Onlinemarketing in Zukunft weiterentwickeln wird. Da die Internetuser in nächster Zeit immer mehr Wert auf den mobilen Gebrauch legen werden, schadet es sicherlich nichts, wenn man sich heute schon Gedanken darüber macht, wie sich diese Zielgruppe in Zukunft bewerben lässt.

Mit dem Erscheinen des iPhone von Apple, den neuen Handys auf Grundlage der Android Plattform oder des neuen Nokia N97, wird sich auf dem Onlinemarketing Sektor einiges verändern. Auch die vermehrte Nachfrage nach Netbooks wird sich sicherlich in diesem Bereich niederschlagen.

Da diese Geräte in der Regel meist GPS unterstützen, wäre es theoretisch möglich, zu jedem Zeitpunkt zu erfahren, wo sich das Gerät genau befindet. Dies bedeutet, dass mit einer entsprechenden Applikation, der Internetuser genau die Werbung zugespielt bekommen könnte, wenn er sich geographisch am richtigen Ort befindet.

In einem Praxis Beispiel würde dies so aussehen: Der User ist auf einem Shoppingbummel in der Stadt. Wenn er nun zum Beispiel länger als 10 Sekunden vor dem Schaufenster einer Boutique steht, könnte eine Meldung auf seinem Display erscheinen, die ihm einen Rabatt auf bestimmte Labels dieser Boutique zusichert. Um den Kunden sofort in den Laden zu ziehen, könnte dieser Gutschein natürlich auch zeitlich z.B. auf eine Viertelstunde limitiert werden.
Der potentielle Kunde zieht es nun vor, nicht auf dieses Angebot einzugehen. Da er noch Lebensmittel einkaufen muss, wird er in das Geschäft eines Grossverteilers gehen. Der Grossverteiler registriert, dass ein Kunde das Geschäft betreten hat, der die Applikation dieses Supermarktes installiert hat. Da diese Applikation nur läuft, wenn der Kunde Teilnehmer des Kundenbindungsprogrammes ist, kann er vom Grossverteiler direkt identifiziert werden. Über die History der bisherigen Einkäufe, kann er nun leicht feststellen, wo die Interessen des Kunden liegen. Nun kann die Person direkt auf ihrem Handy zielgerichtet beworben werden.
Das Ganze wäre natürlich technisch noch einfacher zu handhaben, wenn die mobilen Geräte mit RFID ausgerüstet wären. Ich könnte mir gut vorstellen, dass dies nicht lange Zukunftsmusik bleiben wird.

Jetzt fragt man sich natürlich, welcher Internetuser wird sich auf so etwas einlassen. Im Moment werden sicherlich alle abwinken. Wie sieht das aber aus, wenn z.B. der Handy Provider keine Gesprächsgebühren mehr verlangt, wenn das Handy für solche Werbung freigeschaltet wird? Ich bin überzeugt viele mobile Internetuser werden da schon mal schwach werden. Auch für die Handyprovider öffnet sich hier vielleicht ein interessantes Geschäftsfeld.

Wie seht ihr die Zukunft für mobile User? Ist dieses Szenario für euch eher beängstigend oder haltet ihr es für realistisch? Wie stellt ihr euch die mobile Zukunft vor?

\\ tags: , , ,
8 Kommentare »

Dez 18

Nach nicht mal vier Monaten seit dem Beta-Launch (wir berichteten darüber) ist der Webbrowser seit dem 11. Dezember aus dem Betastadium entwachsen. Grund genug für uns, einmal eine kurze Bilanz zu ziehen.

Während der Beta-Testphase haben sich rund zehn Mio. User den Browser heruntergeladen. Gemäss Google konnte sich dank der Rückmeldungen der User und den Störungsprotokollen konnte der Browser massiv verbessert werden. Am meisten zu schaffen machte den Entwicklern  die Rückmeldungen betreffend der Nutzung von Video- oder Audio-Inhalten. Ein weiterer Kritikpunkt betraf die Kontrolle über die Datenschutzeinstellungen. Beide Probleme wurden in der Final-Version massiv verbessert. Chrome wurde so zu einem sehr schnellen Browser an dem die Datenschutzeinstellungen zentral und übersichtlich vorgenommen werden können.

Über die Verbreitung von Chrome existieren viele Zahlen und Statistiken. Sicher ist aber, dass der Marktanteil bei diesem Browser noch immer unter 1 Prozent ist.

Wie könnte der Marktanteil noch gesteigert werden? Meiner Meinung nach muss ein Webbrowser unbedingt mit Add-Ons erweiterbar sein. Nur so kann man sich einen Browser auf die persönlichen Bedürfnisse zuschneiden. Hier wird sich in Chrome noch einiges tun. Die Entwickler bei Google haben bereits die Arbeit an einem Erweiterungssystem aufgenommen.

Ein weiterer Schub würde es bringen, wenn Chrome zusammen mit neuer Hard- oder Software ausgeliefert würde. Bei der Dominanz von Windows allerdings kein leichtes Unterfangen. Am meisten Chancen sehe ich hier bei der Auslieferung mit dem Android-Betriebssystem.

Ein heftiger Kritikpunkt beim Launch war die Tatsache, dass Chrome sehr viele persönliche Daten an Google weiter leitet. Hier ist aber auch für Abhilfe gesorgt. Bei SRWare kann der Iron Browser kostenlos heruntergeladen werden. Dieser setzt auf den Google Chrome auf, wurde aber von sämtlichen Diensten befreit, die persönliche Daten an Google senden.

Was denkt ihr? Kann sich Chrome einen nennenswerten Anteil am Browsermarkt sichern? Was findet ihr negativ an Chrome? Gibt es auch positives?

\\ tags: , ,
3 Kommentare »

Sep 24

Gestern hat Google gemeinsam mit dem Netzbetreiber T-Mobile und dem Hersteller HTC in New York ganz offiziell sein neues Handy, das HTC Dream G1, vorgestellt. Wo sich an anderen Tagen Stars und Sternchen tummeln, feierte der lang erwartete iPhone-Rivale seine Weltpremiere.

Eine neue Stil-Ikone am Smartphone-Himmel?

Das G1, auf Basis von Google’s neuem Betriebssystem Android, ist weitaus mehr als nur ein Handy. Ganz ähnlich wie das Apple iPhone will auch Google’s G1 lieber eine mobile Entertainment- und Informationskonsole sein, als nur ein schönes Telefon. Etwas dicker und ein wenig schwerer als das Apple-Smartphone kommt das G1 daher, aber keineswegs unhandlich. Modebewusste iPhone-Nutzer, die ihr Gerät als ganz persönliches Fashion-Accesoire verstehen, wird das Design sicherlich nicht vom Hocker reissen. Doch die Optik ist letztlich Geschmackssache und die Entwickler haben sich statt auf die modischen eher auf praktischen Aspekte konzentriert und kurzerhand eine vollwertige Tastatur unter dem Display eingebaut.

Obwohl an der gestrigen Pressekonferenz kaum technische Details bekannt gegeben wurden, finden sich im Web erste Anhaltspunkte.

Das komplette Internet auf einem mobilen Endgerät? Mit diesem Versprechen schickte Apple vor rund anderthalb Jahren das iPhone ins Rennen und punktet bei vielen Anhängern. Mit dem G1 legt der Suchmaschinen-Gigant die Messlatte noch ein wenig höher, denn kaum ein Gerät zuvor war je so gut auf die Dienste eines einzelnen Anbieters abgestimmt.

Jede Menge Google-Software

So versteht es sich fast schon von selbst, dass bereits jede Menge Google-Software vorinstalliert ist: Von Google Maps, über Google Street View bis zum Google Mail und Google Talk oder YouTube ist alles dabei. Browser des neuen Gerätes wird eine speziell für mobile Endgeräte abgespeckte Variante des Browsers Google Chrome. Unter dem Dach von T-Mobile wird zum ersten Mal das quelloffene Google-Betriebssystem Android zum Einsatz kommen. Um die Software-Sammlung schnell und einfach zu erweitern ist ausserdem ein Link zum Android-Market integriert. Die Internet-Nutzung ist über Wlan oder UMTS möglich. Jedoch müssen die künftigen G1-Besitzer ein Google Mail-Konto besitzen, um das Smartphone überhaupt richtig verwenden zu können.

Ein Newcomer mit Charme?

Das Google-Phone G1 ist nicht etwa das bessere iPhone, vielmehr ist es mit all seinen Features eine ganz neue Art Smartphone. Besonders die Offenlegung des Quelltextes und die Nutzung von Linux als Grundlage des Androiden machen das Gerät für viele Experten interessant. Doch bereits sind warnende Stimmen von Datenschützern laut geworden und in der Blogosphäre wird heftig über die Nachteile diskutiert. Trotzdem scheint das G1eine echte Konkurrenz für das iPhone aus dem Hause Apple zu sein.

Was haltet Ihr vom neuen G1? Das erste Google-Handy, ein absolutes Must-Have? Welche Vor- und Nachteile seht ihr?

Das G1- für satte 179 US-Dollar – wird in den USA bereits ab dem 22. Oktober, in Grossbritanien ab November erhältlich sein. Fans aus Deutschland, der Schweiz und Österreich werden sich wohl oder übel bis im Frühjahr 2009 gedulden müssen.

\\ tags: , , ,
5 Kommentare »

Sep 09

Am 7. September 1998 setzten Larry Page und Sergey Brin mit der Gründung der Suchmaschine Google den Grundstein einer Erfolgsgeschichte. Nach nur 10 Jahren nämlich gehört die ehemalige Garagenfirma aus Kalifornien zu den mächtigsten Unternehmen der Welt. Mit dem Ziel, alle weltweit verfügbaren Informationen zu organisieren und den Usern universell zur Verfügung zu stellen, verbreitete sich die Leistungsfähigkeit der Google-Anwendungen im Netz im Eiltempo. So hat der Konzern inzwischen eine riesige Palette an Programmen und Diensten aufgebaut und ein Ende ist nicht absehbar.

Wie alles begann…
Die beiden Informatik-Doktoranden Page und Sergey lernten sich 1995 an der Elite-Universität Stanford kennen und befassten sich intensiv mit der Frage, wie man im Internet relevante Informationen findet. In einem Projekt entwarfen sie eine Suchmaschine nach dem Prinzip, je öfter per Hyperlink auf eine Website verweist, desto wichtiger muss sie sein. Nach einer ersten Testphase und mit 1,1 Millionen US-Dollar Startkapital im Rucksack wagten die beiden den Sprung ins World Wide Web, gründeten eine Firma namens Google und zogen in eine Garage im Menlo Park, Kalifornien. Bereits zwei Jahre später ist Google die führende Suchmaschine im rasant wachsenden Internet.

Google heute…
Nach wie vor nutzen die meisten Menschen Google vor allem zur Suche im Internet. Heute stehen Google Sites mit 19 Milliarden Suchanfragen an erster Stelle auf der Rangliste der führenden Suchwebsites in Europa. Dies macht einen Anteil von 79% des gesamten europäischen Suchmarktes aus. Millionen von Anwendern schätzen zudem die Qualität und Nützlichkeit der verschiedenen Google-Dienste;

Die Programme AdWord und AdSense verknüpfen Werbe-Anzeigen mit Internet-Suchergebnissen und lieferten damit die Grundlage für den Aufbau eines Milliarden-Geschäfts. Die Karten-Dienste Google Maps und der virtuelle Globus Google Earth dienen als Plattform für unzählige ortsbezogene Anwendungen. Googles kostenlose Anwendungs-Programme treten gegen Microsofts etabliertes Office-Paket an. Und der E-Mail-Dienst Google Mail konkurriert erfolgreich mit anderen ähnlichen Angeboten.
Das grösste aktuelle Projekt neben dem Browser Chrome ist das von Google mitinitiierte Handy-Betriebssystem Android, das dem Konzern helfen könnte, seine starke Position auch auf die mobile Internet-Nutzung auszuweiten. Das Wissens-Projekt Google Knol ist eine Alternative zur Online-Enzyklopädie Wikipedia. Und auch die heftig umstrittene Initiative Google Book Search, bei der Google alle veröffentlichten Bücher einscannen und online durchsuchbar machen will, könnte noch an Bedeutung gewinnen.
Hier eine Übersicht über weitere Google-Produkte.

Google hat einen eigenen Markt entwickelt, den es vorher nicht gab. Die Erfolgsformel: Eine hohe Reichweite und die geschickte Vermarktung von Werbung auf der eigenen wie auch bei Partner-Seiten. Doch was unzählige Internet-User fasziniert, löst bei manch anderen Sorge und Bedenken aus. So warnen Kritiker vor einem Wissensmonopol des Konzerns und dem Missbrauch der von Google gespeicherten Daten (dies aber wieder ein anderes Tehma).

Was haltet Ihr von der Erfolgsgeschichte des Suchmaschinen-Giganten Google? Welche Dienste nutzt Ihr regelmässig, welche Tools würdet Ihr weiter empfehlen?

\\ tags: , , ,
3 Kommentare »