Timotheus Bruderer

Google Penguin Update aufgeblasen?Google hält uns schon seit mehr als 1 Jahr mit seinen Algorithmus Updates ständig auf Trab. Das Ganze scheint sich mit den teilweis Angst einflössenden Spekulationen und vielseitigen Theorien immer mehr zu einem Spektakel zu entwickeln, sodass ich mich langsam frage, ob uns da Google an der Nase herumführen will.

Ich meine hier konkret das Penguin Update. Das Ziel dieses Updates war und ist es, gegen “Überoptimierung” vorzugehen, vor allem im Linkbuilding-Bereich. Auch als Webspam Penalty bekannt, bestraft es diverse Spam-Faktoren, durch die versucht wird, bei Google besser gelistet zu werden, wie z.B.  das Keyword-Stuffing.

Weshalb nun mein Verdacht mit der Hysterie? Hier einige Gedanken:

1. Anzahl Updates und das Ausmass der Auswirkungen

Erstmals eingesetzt wurde es am 24. April 2012, das laut statistischen Angaben 3,1% der Anfragen beeinflusste. Die nachfolgenden Updates im Mai und Oktober 2012 wiesen vernachlässigbare Auswirkungen von weniger als 1 Prozent auf. Ich weiss nicht, wie andere SEO-Agenturen diese Updates erlebt hatten, doch wir hatten davon nichts bemerkt.

2. Spekulation im Google-Casino

Um die Algorithmus Updates von Google brodeln seit jeher die Gerüchte-Küchen. Es wird spekuliert, mit statistischen Zahlen um sich geworfen und die Leser werden mit etlichen Best Practices zugedeckt. Gleichzeitig weiss aber niemand so genau, was wirklich läuft. Und hat jetzt Google das Update bestätigt oder nicht? Wer garantiert mir, dass die Aussagen der Wahrheit entsprechen? Vielleicht liegt es auch nicht primär an Google, sondern mehr an solchen, die es mögen, aus der Mücke gleich einen Elefanten zu machen.

3. Qualität der Suchergebnisse lässt nach

Nebst den positiven Versprechungen von Google hat das Penguin Update eher zu einer erheblichen Senkung der Qualität in den Suchergebnissen geführt. Seiten, die nicht existieren resp. nicht aufgerufen werden können (404), ranken zum Teil in den Top Positionen, auch Duplikate und parked Domains. Demzufolge wurden gute Seiten durch diese Error-Seiten verdrängt. Bereits Philipp Sauber berichtete in seinem Videopost Anfangs Monat darüber.

4. Mit dem Disavow-Tool wird alles besser

Nach Einführung des Penguin Update ging ein regelrechtes Wettrennen los, schlechte Backlinks loszuwerden. Schon beinahe ohnmächtig vor Link-Tabellen erfreuten wir uns am sog. Disavow-Tool, das uns bei der Befreiung dieser bösen Links helfen würde. Eines aber verstehe ich nicht: Google “beruhigt” uns mit der Aussage, dass schlechte Links nicht zur Bewertung berücksichtigt werden. Warum müsste ich mich also darum bemühen, solche Links zu entfernen? Ich kann doch unmöglich alle meine Backlinks kontrollieren. Oder kann ab jetzt einfach jemand willkürlich schlechte Links auf meine Website richten, damit ich 100 Stunden darum investieren darf, diese wieder loszuwerden? Ich kann mir schlecht vorstellen, dass dies der Vorstellung von Google entspricht.

5. Ich les’ recht wenige Erfolgsgeschichten

Das mit dem Penguin Update mag ja wahr sein und meine Vermutugen falsch. Doch ich finde praktisch keine Erfolgsgeschichten. Das “berühmte” Recovery von WPMU.org jedenfalls schaut für mich eher nach einem manuellen Vorgang seitens Google aus als eine normale Auswirkung eines Algorithmus. Ein schönes Exempel statuieren und dadurch die SEO-Agenturen einschüchtern?

Was haltet ihr von meinen Vermutungen? Könnt ihr diese untermalen oder habt ihr Punkte, die diese widerlegen? Kennt ihr Erfolgsgeschichten auch von kleineren, 0815-Unternehmen? Ich freue mich auf eure Feedbacks!

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Timotheus Bruderer

Google’s “Tierpark” hat die SEO-Welt in den letzten Monaten ziemlich auf Trab gehalten. Zuerst das Panda-Update, jetzt noch das von Pinguin. Dazwischen wurde noch das Update des Seiten Layout Algorithmus gezwängt. Was aber verfolgt Google mit diesen Updates, was sind ihre Ziele? Und worauf sollten wir als Website-Betreiber achten? Hier ein kurzer Überblick mit ein paar Empfehlungen.

Panda Update
Diese Algorithmus-Veränderung, die seit ihrem Rollout im Februar 2011 bis heute etliche Updates erhielt, dient dem Zweck, auf den Textinhalt der Webseiten mehr Wert zu legen. Seiten, die qualitativ besseren Content aufweisen, sollen bevorzugt werden.

Was macht die Qualität einer Seite aus? Wenn sie dem Besucher einen Mehrnutzen bietet, sprich, wenn der Google-Nutzer das findet, wonach er auch gesucht hat. Deshalb sollte der Inhalt immer für den Leser und nicht für Suchmaschinen erstellt werden. Man kann sich selbst fragen: Würde ich diesen Text durchlesen wollen?

Seiten Layout Algorithmus
Der Grund für dieses Update im Januar 2012 ist folgender: Ich suche bei Google z.B. nach einem Blumenladen in Zürich, klicke auf ein Suchergebnis und muss zuerst scrollen, bevor ich den Textinhalt zum Thema finde. Das spricht nicht gerade für Relevanz. Der Algorithmus schaut sich also das Layout einer Seite an und untersucht, an welcher Stelle das entsprechende Keyword vorkommt. Steht es erst weiter unten im Text, kann es sein, dass das Ranking zurückgestuft wird.

Auch hier gilt, dass die Seite in erster Linie für den Leser gestaltet werden sollte. Wenn wir dazu noch die “magischen 2 Sekunden” im Usability beachten, sollten wir uns gut überlegen, was alles vor dem eigentlichen Inhalt zu erscheinen braucht. Seiten mit Werbeanzeigen oberhalb des Contents werden nicht benachteiligt, solange dies nicht übertrieben wird.

Pinguin Update
Vor der Benennung wurde es vor allem unter dem Begriff “Over Optimization Penalty” diskutiert. Das Ziel ist dasselbe wie bei Panda – einfach die andere Seite vom Pferd, die “Überoptimierung”. Dieser Algorithmus sei auch eine Art Generalüberholung der Suchmaschine im Kampf gegen Webspam.

Durch dieses neueste Update, das Ende April 2012 unter dem Namen “Penguing Update” live ging, sollen die Taktiken von Webspamern schneller aufgespürt und abgestraft werden. Unter Webspam sind all die Techniken und Bemühungen zu verstehen, die gegen die derzeitigen Google Richtlinien verstossen. Durch diese Techniken wird oft versucht, den Weg in die Top Rankings abzukürzen.

Empfehlenswert ist hier, vor allem auf die Keywords-Verteilung (oder Überfüllung) auf der Website, im Title-Tag und besonders auf das Linkbuilding zu achten. Und natürlich die Google Richtlinien studieren. :)

Fazit
Ob und welches Algorithmus-Update die eigene Webseite trifft oder nicht, kann nur vermutet werden. Die Ranking-Entwicklung und Google-Nachrichten in den Webmaster Tools kann Hinweise geben. Wichtig zu wissen ist, dass Google den Fokus immer mehr darauf setzt, die Handlungsfreiheit von blosser Suchmaschinenoptimierung auf qualitätsarmen Webseiten einzuschränken. Denn seit ihrer Gründung möchte die Suchmaschine dem Google-Nutzer noch besser das liefern können, wonach er sucht: guten, hilfreichen Inhalt auf seine Suchanfragen.

Welche Erfahrungen habt ihr mit den Algorithmus-Updates gemacht? Wie steht ihr zu den Google-Bestrebungen?

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Yves Moret

Neuerungen im Google Such-Algorithmus

von Yves Moret, Mittwoch 16.11.2011
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Google Algorithmus SEOGoggle ist und war in der Regel ja nicht gerade freizügig mit der Bereitstellung von Informationen betreffend der Algorithmen in ihrer Suchmaschine. Vor kurzem äusserte sich Matt Cutts, vom Google Search Quality Team, wieder mal zu diesem Thema.

Google nimmt im Jahr ca. 500 Änderungen am Algorithmus ihrer Suchmaschine vor. Meist sind dies kleinere „Feineinstellungen“ die in der Regel kaum in den Rankings bemerkt werden. Dann gibt’s natürlich die grösseren Updates, die dann schon einen spürbaren Einfluss auf die Platzierungen in der Google Suchmaschine haben.

Matt Cutts stellte nun in seinem Blogpost einige Änderungen im Algorithmus vor. Ich werde hier nur auf die wichtigsten Punkte eingehen. Den ganzen Post von Matt Cutts findet sich auf englisch in seinem Blog.

Snippets

Mit Snippets sind die Beschreibungen unterhalb des Seitentitels in den Google Suchergebnissen gemeint. Wenn in den Meta-Tags keine Description definiert ist, zieht Google einen Textausschnitt (Snippet) aus dem Inhalt der Seite und verwendet diesen als Kurzbeschreibung. Soweit ist dies nichts neues. Neu aber ist, dass Google dort relevantere Informationen zeigen will. Das heisst zum Beispiel bei Restaurants, dass der Google-Suchende statt eines flachen Begrüssungstext direkt die Öffnungszeiten und Adresse zu sehen bekommt. Bei anderen Produkten hingegen, können das dann gleich Preis und Rezensionen sein.

Seitentitel

Die Algorithmen werden den Seitentitel jetzt noch differenzierter betrachten. Um die Relevanz der Titel zu bewerten, achtet Google nun noch stärker auf die Linktexte der Backlinks. Wenn ich also im Titel von Gemüse schreibe, aber die Backlinks in der Mehrzahl von Schokolade handeln, wird Google die Seite nicht gut ranken.

Bevorzugung von offiziellen Sites

Google probiert festzustellen, ob eine Site ein offizieller Auftritt einer Behörde, Amtes oder einer Unternehmung ist. Ensprechend wird dann diese Site in den Suchergebnissen besser gelistet.

Frischer Content

Google will mehr Frischfleisch am Knochen. Das will heissen, dass Google Inhalte besser bewertet, wenn sie über neuen Content verfügen. Dies macht in meinen Augen auch wirklich Sinn. Wer mal nach einem Windowsproblem gegoogelt hat und in den vorderen Rängen auf Foreneinträge aus dem Jahr 2000 gestossen ist, weiss wovon ich rede.

Das sind mal die wesentlichen Änderungen am Algorithmus. Die anderen Änderungen werden kaum zu gravierenden Umwälzungen in den Suchresultaten führen.

Was meint ihr? Ist Google hier auf einem guten Weg, den Usern immer die relavantesten Ergebnisse zu liefern? Wie immer freue ich mich auf Feedback aller Art. Falls der Artikel gefallen hat, drückt doch einfach auf … na, ihr wisst schon. 

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Yves Moret

Google OptimierungNachdem Google Ende Februar den Farmer / Panda Update ausgerollt hatte, wurde dieser, leicht erweitert, nun auch weltweit für die englische Sprache online geschaltet. Zeit also, sich mal ein paar Gedanken darüber zu machen.

Der ursprüngliche Wechsel auf den neuen Algorithmus in den USA sorgte vor allem für Furore, weil er Inhalte von sogenannte Contentfarmen, wie zum Beispiel mahalo.com, deutlich schwächer oder gar nicht mehr bewertete. Betroffen waren vor allem Websites, die usergenerierten Content auf ihrer Site horten und diesen mit Werbung anreichern. Google hatte durch diese Contentfarmen das Problem, dass sich die Qualität der  Suchergebnisse für den User konstant verschlechterte.

Beim Update in den USA wurde für den User auch die Möglichkeit geschaffen, dass der angemeldete Google User in den Suchergebnissen Sites, die er als schlecht bewertet, für sich selber blocken kann. In den Suchergebnissen hatte dieses Blocken zwar noch keine unmittelbaren Auswirkungen, wobei Google dies im Hintergrund auswertete.
Der Panda Update in den USA beeinflusste, gemäss Google, rund 12% der Suchergebnisse. Die Suchqualität konnte damit deutlich gesteigert werden und Google zeigt sich aufgrund des Userfeedbacks sehr zufrieden damit.

Beim jetzigen Update auf den englischsprachigen Suchergebnissen werden zusätzlich die User Feedbacks aus den Blockings in den Algorithmus einfliessen. Google schätzt, dass zusätzlich ca. 2% der amerikanischen Suchanfragen davon betroffen sein werden. Eine erste Analyse stellt Searchmetrics in ihrem Blog bereit.

Diese Updates zeigen deutlich in welche Richtung sich die Optimierung von Sites für Google entwickeln sollte. Während Google früher noch auf die Backlinks angewiesen war, um die Qualität einer Site zu beurteilen, sind sie, und werden sie in Zukunft, immer weniger darauf angewiesen sein. Der Spruch “Content is king” war schon immer wichtig und wird immer wichtiger. Während bisher eine Site mit schwachem Content durch genug PageRankstarke Links doch noch den Weg zu Top Rankings finden konnten, wird dies in Zukunft immer schwieriger werden, da Google die Qualität von Content mitlerweile sehr gut selber beurteilen kann und dies auch immer besser können wird.

Je länger, je mehr sollte also bei der Site bewusster auf den Content geachtet werden. Offpage Massnahmen werden nichts mehr bringen, wenn die Site nicht über relevanten Content verfügt und dieser auch “suchmaschinenfreundlich” daher kommt. Dies meine Meinung. Was meint ihr dazu?

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