Nov 07

Im letzten Beitrag sind wir auf das Berufsbild des Social Media-Managers eingegangen. Innerhalb der zunehmend komplexer und vielschichtiger werdenden Welt des Online-Marketings entstanden weitere Berufsbilder, unter anderem der SEO-Spezialist oder Spezialist für Suchmaschinen-Optimierung.

Berufsbild SEO-Spezialist

Berufsbild SEO-Spezialist

Man kann die Statistiken konsultieren oder Mutmassungen anstellen wie viele Websites heute noch nicht wirklich suchmaschinentauglich sind. Sogar in konservativ geführten Marketingabteilungen hat sich mittlerweile das Bewusstsein etabliert, dass Suchmaschinenmarketing (SEM) ein zentrales Element im Online-Marketing darstellt. Die eigene Website muss nicht nur Usability- und Design-Aspekten genügen, sondern auch den Anforderungen der Search Enginges, hierzulade heisst das vor allem Google. Da bei der Entwicklung von Websites in vielen Fällen zwar vielschichtiges Know-How einfliesst, aber oftmals das Wissen über Funktionsweise und Merkmale der Suchmaschinen fehlt, nimmt die Zahl an Aufträgen für die Optimierung von Web-Auftritten laufend zu. Viele Firmen, Organisationen und Agenturen beschäftigen mittlerweile eine beachtliche Anzahl an Suchmaschinen-Spezialisten. In vielen Fällen beinhaltet diese Aufgabe vor allem die Suchmaschinen-Werbung (SEA, AdWords). Die ständige Weiterentwicklung bei Google, Bing, Yahoo fordert aber immer mehr Know-How, zum Beispiel hat der Rollout des Farmer- resp. Panda-updates von Google etliche Websiten-Betreiber vor Probleme gestellt, dabei aber glücklicherweise auch Trickser wie Content-Farms oder Scryper Sites. Gefordert sind hier nicht nur ein gewisses Mass an technischem Wissen (u.a. auch HTML und CSS-Kenntnisse), sondern immer mehr auch eine geschickte Hand bei der Kommunikation und idealerweise auch Webpublishing-Erfahrung. (Content is King!) Und da eine Website nie fertig optimiert ist, da permanent äussere Einflüsse auf die Performance einwirken, ist der geübte Umgang mit den Analyse-Tools (z.B. Google-Analytics) ein must. Die abwechslungsreiche Tätigkeit eines Suchmaschinen-Experten wird dabei nicht selten unterschätzt und inskünftig sicherlich noch mehr Bedeutung erhalten. Nicht zuletzt auch deshalb weil immer mehr klar wird dass die Wirkung von qualitativ guten Suchmaschinen-Treffern weitaus höher ist bei weniger Kosten als z.B. der Einsatz von Display-Kampagnen mit Skyscrapern, Bannern etc., auch wenn auch man diese beiden Marketing-Disziplinen nicht direkt miteinander vergleichen sollte. (Push vs. Pull)

Das Leid des SEO-Experten!

Das Leid des SEO-Experten!

Welches sind aus eurer Sicht die wichtigsten Anforderungsmerkmale an einen kompetenten Suchmaschinen-Spezialisten? Beschafft ihr euch das Know-How diesbezüglich extern oder sind in eurer Organisation eigene SEO-Experten am Werk?

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Jan 26

Jede Suchmaschinenoptimierung bringt nur dann was, wenn die richtigen Keywords (Schlag- oder Schlüssel-Wörter) eingesetzt werden. Zudem sollte man sich überlegen, ob man ein Keyword nach der Suchhäufigkeit und/oder der Qualität des Besuchers auswählt.

Wie man die richtigen Keywords aufspürt und was der Long Tail damit zu tun hat erkläre ich im nachstehenden Video.

Wie Suchmaschinenoptimierung funktioniert und auf was geachtet werden sollte, habe ich in einer Serie von Posts aufgezeigt. Hier die Themen der Posts.

Generelle Info
1.) Indexierung, 2.) Was Google sieht, 3.) Keywords richtig wählen
Onpage Optimierung
4.) Title Tag, 5.) Metatags, 6.) Seiteninhalt, 7.) Hürden für Google
Offpage Optimierung
8.) PageRank, 9.) Linktext, 10.) Link-Technik, 11.) Inhalt der Linkseite
12.) Analyse von SEO, 13.) Pagespeed

Was ist Eure Taktik bei der Wahl des richtigen Keywords? Und welche Tools setzt Ihr dabei ein?

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Aug 28

Google will sein AdSense-System in absehbarer Zukunft – laut dem E-Mail von Google “schon bald” – für andere Werbenetzwerke öffnen. Damit versprechen sie den Website-Betreibern höhere Einnahmen. Vor allem für Google selbst wird diese Massnahme allerdings interessant: sie kommen so an Kunden von Konkurrenten, werden für die Vermittlung der Werbeflächen eine fette Summe abschneiden.

Wer verliert? Na, da es hier schlussendlich darum geht, die Einnahmen zu vergrössern, werden die für den laut E-Mail “maximalen Gewinn” zahlen, die auf der Geldgeber-Seite dieser Maschine sitzen. Also die Inserenten.

Bisher ist es für Leute, die sich in den Tiefen von AdWords und der geschickten Handhabung von Keyword-Tools auskennen sehr günstig, via Google Werbung zu schalten. Die dadurch anvisierten Benutzer sind auch generell eher in Kauf-Stimmung, als jemand, der sich auf Facebook rumtummelt. Wird sich das ändern?

Ein Ausschnitt aus dem E-Mail von Google:
google-adsense-multiple-networks

Für Werbeflächen-Anbieter
Für Betreiber von Websites, die durch Einnahmen aus dem AdSense-Programm finanziert werden (und das sind einige) könnte das interessant werden. Die Einnahmen pro Klick könnten – falls weitere Bewerber für die Werbefläche wirklich vorhanden sind – durch das Gebotsverfahren steigen.

Für Werbende
Wer nun via AdWords Werbung schalten will, muss davon ausgehen, dass er “schon bald” gegen anderen Werbern aus anderen Netzwerken antreten muss für eine bestimmte Fläche. Diese Konkurrenz-Situation wird den Preis eher ansteigen lassen.

Wie wird der “maximierte Gewinn” aussehen?
Ich bezweifle, dass durch diese Systemänderung plötzlich einen so hohen Überdruck an Werbemitteln daher kommt, dass sich Werber wirklich um Werbeflächen reissen müssen. Denn: an der Gesamtanzahl der verfügbaren Werbeflächen in den beteiligten Netzwerken ändert sich vorerst nichts – auch nicht an der Anzahl der Werbenden. Warum sollten sie also mehr ausgeben, wenn Angebot und Nachfrage gleich bleibt?

Es entstehen nur ein paar weitere Möglichkeiten für bisherige Kunden der kleineren Netzwerken. Allenfalls werden diese durch den neuen Zugang zum riesigen AdWords-Netzwerk sogar günstiger werben können (auf Kosten von bisherigen AdWords-Kunden). Merkliche Steigerungen im Gewinn erwarte ich durch diese Änderung nicht.

Übrigens schaltet Google nach und nach diese externen Netzwerke auf. AdSense-Kunden können in ihrem AdSense-Konto diese externen Netzwerke auch blockieren.

Artikel zu diesem Thema:
Google To Open The AdSense Gates To Other Ad Networks — That They Approve Of
Google To Open The AdSense Gates To Other Ad Networks — With Google’s Approval
Google öffnet AdSense-System für andere Werbe-Netzwerke

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Dez 09

Die in Schieflage geratenen US-Autobauer Ford, General Motors (GM) und Chrysler setzten in ihrer ungemütlichen Situation auf das Web 2.0 um Propaganda für ihr Kreditbegehren beim US-Staat zu betrieben.

Die US-Autoindustrie befindet sich in der Krise und die drei grossen Hersteller haben beim US-Staat einen Kredit über 34 Milliarden Dollar beantragt. Um ihre Forderungen in der Bevölkerung abzustützen und Nachdruck zu verleihen, haben die Autokonzerne diverse Kampagnen auf Webseiten und Social Networks wie Google, YouTube, Facebook, Twitter und Blogs gestartet.

So hat Ford für seine Sanierungspläne eine eigene Webseite eingerichtet und diese mit Videos, Blogbeiträgen und AdWords bekannt gemacht. Andere Autobauer benutzen YouTube für PR, Twitter für Corporate Micro-Blogging und Facebook für die Gründung von Gruppen die Organisation von Events. Mit diesen Aktionen betrieben die US-Autoindustrie Web-Lobbying in einer noch nie dagewesenen Form. Für die Autobauer sind diese Massnahmen die kostengünstigste Variante um direkt und ohne grosse Streuverluste an ihre Zielgruppe zu gelangen.

Wird die US-Automobilindustrie dank dem Web 2.0 an ihre Milliarden kommen und wird diese Aktion der endgültige Durchbruch für das Web 2.0 im Business-Bereich sein?

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Okt 17

Google: Starkes Umsatzwachstum

Google | Autor: Dirk Worring-Ramstoeck 4 Kommentare »

Der Suchmaschinengigant Google hat seine dritten Quartalszahlen veröffentlich und glänz mit einem starken Wachstum im Bereich Online-Marketing.

Im dritten Quartal hat Google einen Umsatz von 5.54 Milliarden Dollar erzielt. Das ist im Vergleich zum Vorjahresquartal eine Steigerung von 31 Prozent. Dagegen beträgt das Wachstum zum Vorquartal nur gerade 3 Prozent. Der Gewinn konnte nochmals gesteigert werden auf 1,35 Milliarden Dollar. Die detailierten Zahlen vom dritten Quartal hat Google hier veröffentlicht. Der grössten Brocken von den Einnahmen machen AdWords mit 67 Prozent und mit 30 Prozent die AdSense Partnerseiten aus.

Inzwischen arbeiten für Google rund 20‘123 Mitarbeiter weltweit. Die Zahl hat sich nur geringfügig nach oben verändert. Eine Folge davon, dass Google auf die Kostenbremse getreten ist und den Gewinn steigern will.

Die positiven Zahlen von Google belegen einmal mehr, dass das Online Marketing nachwievor am Wachsen ist. Immer mehr Unternehmen sehen den Vorteil dieser Werbeform verlegen die Budgets in den digitalen Bereich.

Persönlich verwundert es mich, dass Google nur zwei Einnahmequelle besitzt: AdWords und AdSense. Sollte einer dieser Bereiche einmal einbrechen, dann hat Google einen enormen Umsatzverlust. Müsste Google nicht versuchen weiter kostenpflichtige Angebote auf den Markt zu bringen, um die Dominanz von AdWords und AdSense zu brechen?

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Sep 25

Gestern stellte Yahoo sein, mit Spannung erwartetes, neues Werbe-Programm “Apt from Yahoo” vor. Yahoo erhofft sich durch dieses Werbesystem endlich wieder mal ein wenig Boden gegen den grossen Konkurrenten Google zu gewinnen. Nach Schätzungen hält der von Jerry Yang geführte Suchmaschinenbetreiber rund 15 Prozent Marktanteil am Internet-Werbemarkt in den USA. Im Vergleich dazu hält Google seit der Übernahme von Doubleclick Inc. rund 30 Prozent des Werbemarktes.
Das neue “Apt from Yahoo” erlaubt es Yahoo, Werbung auf Websites effektiver und zielgerichteter auf die Websurfer abzustimmen. Das System kann Websurfer nach Alter, Geschlecht und Wohnort unterscheiden und dementsprechend gezielt verschiedene Werbung platzieren. Vorerst soll das Programm für ein Konsortium von Zeitungen in den USA zu Verfügung stehen. Dieses Konsortium arbeitet schon seit zwei Jahren mit Yahoo zusammen und erhofft sich mit der verbesserten Online-Werbung einen Ausgleich der Verluste in anderen Werbebereichen.

Ich wage zu bezweifeln, dass Yahoo mit “Apt from Yahoo” erfolgreich sein wird. Das ganze Programm riecht mir zu sehr nach einem Abklatsch von Google AdWords. Auch wenn Yahoo vor einem Jahr das Anzeigennetzwerk BlueLithium übernommen hat, werden Sie Mühe haben, wirklich relevante Benutzerprofile zu erstellen. BlueLithium war darauf spezialisiert, das Surfverhalten von Internetusern mit Hilfe von Cookies aufzuzeichnen.

Wenn es um Werbung geht, die auf den jeweiligen User zugeschnitten ist, sehe ich die Zukunft eher bei Socialnetworks wie zum Beispiel Facebook. Nur solche Plattformen kommen an genügend persönliche Daten über ihre Nutzer.

Wie seht ihr das? Wird “Apt from Yahoo” ein Erfolg? Wie wird sich die individualisierte Werbung weiterentwickeln? Hat sie überhaupt eine Zukunft?

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Sep 18

Google hat gestern die Parameter für die Festsetzung des Qualitätsfaktors bei den AdWords Anzeigen angepasst.
Der Qualitätsfaktor dient Google dazu, zu bestimmen wie gut die Relevanz zwischen Keyword, Inseratetext und beworbener Zielseite ist. Bisher ergab der Qualitätsfaktor einen Mindestpreis der für einen Klick auf eine geschaltete Anzeige bezahlt werden musste. Folgende Parameter für den Qualitätsfaktor wurden nun angepasst:

Qualitätsfaktor wird dynamisch ermittelt

Bisher wurde der Qualitätsfaktor einmal dem Keyword zugeordnet. Dies erfolgt nun dynamisch bei jeder Google Suchanfrage. Dabei werden zahlreiche spezielle Eigenschaften der Anfrage neu berücksichtigt. Welche Eigenschaften dies genau sind legt Google natürlich nicht offen. Diese Massnahme soll für die User relevantere Anzeigen bringen und somit für die Werber qualitativ hochwertigere Besucher.

Mindestgebot wird zu “First page bid”

Da der Qualitätsfaktor nun dynamisch berechnet wird, fällt das bisherige Mindestgebot weg. Ersetzt wird es durch die “First page bid”. Dies ist eine Schätzung für das Gebot, das nötig ist, um die Anzeige auf der ersten Seite zu listen. Dieser Preis ergibt sich aus der dynamischen Qualitätseinstufung und der aktuellen Konkurrenzsituation bei diesem Keyword.
Allzu ernst sollte man diese Schätzung nicht nehmen. Wir haben die Erfahrung gemacht, dass Adwords auch mal ein Gebot für 120 Fr. für eine Platzierung auf der ersten Seite schätzt. Da wird wohl noch ein wenig Feinarbeit gefragt sein.

“Inaktiv” gibt es nicht mehr

Da das Mindestgebot weggefallen ist, gibt es auch den Status “inaktiv” nicht mehr. Keywords mit schlechtem Qualitätsranking werden nun zwar weiterhin ausgeliefert, allerdings hat Google schon betont, dass Keywörter von schlechter Qualität nur noch sehr selten eine Anzeige schalten.
Die Qualität der Keywords ist nun in 10 statt nur 3 Stufen ersichtlich. Es ist zu vermuten, dass die Anzeigen weniger angezeigt werden, je schlechter die Qualität ist. Dies wird sich auch nicht durch die Erhöhung des Gebotes korrigieren lassen.

Die Folgen

Die Massnahmen werden zur Folge haben, dass der Aufwand zur Pflege einer Adwords Kampagne deutlich zunehmen werden. Da der Qualitätsfaktor von jedem Keyword ständig ändern kann, ist eine striktere Überwachung und ein vermehrtes Tuning der Kampange nötig.
Für die User von Google haben die Massnahmen den Effekt, dass sie viel relevantere AdWords angezeigt bekommen, währen die Advertiser von qualitativ hochwertigeren Besucher profitieren werden.

Die Fragen

Lässt sich der erhöhte Aufwand bei der Verwaltung der AdWords noch rechtfertigen? Oder – fährt man nicht doch besser, wenn man seine Website auf die Bedürfnisse der Suchmaschinen optimiert um dort besser gelistet zu werden?

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