simsAwin – mitspielen und verlieren
Mal wieder Zeit ein besonders schlechtes Beispiel zu erwähnen, wie man User im Web abzocken kann. Wer die AGBs übersieht oder nicht richtig liest, zahlt eine Menge Geld, für die Aussicht ein iPhone zu gewinnen.
Wäre doch gelacht, wenn man es nicht schafft, ein paar Usern die die AGBs nicht lesen, ein bisschen Geld aus der Tasche zu ziehen. Und zwar mit diesem dummen Gewinnspiel. Was man nämlich sicher erhält, auch wenn man kein iPhone gewinnt, sind regelmässig SMS und eine schicke Rechnung.
“Durch Mitmachen erhälst Du die Chance, ein iPhone 3G S zu gewinnen. Dies ist ein wöchentlicher Abonnements-Dienst. Jede Woche erhälst Du 2 SMS zu 5 Fr. Zusätzlich kostet die Teilnahme einmalig 5 Fr. ” heisst es da ganz lapidar in den AGBs.
Mal mit dem spitzen Bleistift gerechnet macht das 545,- Fränkli im Jahr. Da ist jedes normale Abo beim Mobilfunkanbieter ein Klacks gegen. Mit garantiertem iPhone dabei! Es geht aber noch weiter, sofern (!) man nochmals auf Terms & Conditions klickt (schön in englisch angeschrieben):
“Stoppt der Spielteilnehmer das Abonnementverhältnis nicht von sich aus, nimmt der Spielteilnehmer nach Auslosung des Gewinnes automatisch an der nächsten Gewinnrunde, resp. Verlosung, teil. ” Das ist wohl der Gipfel der Frechheit.
Wie zu erwarten, es gibt keine Adresse, keinen Namen, nicht mal eine echte Firmenbezeichung. Nur die Domain simsawin.ch, eine Hotline für Beschwerden und eine Helpdesk E-Mail Adresse. Unter der direkten Domain findet sich auch überhaupt kein Content. Und man hält sich auf der sicheren Seite, indem man nur “Vermittler” ist und der Vertragspartner der Gewinnspielanbieter. Wer das ist, darauf gibt es auch keinen Hinweis.
Das unmoralischste finde ich jedoch: Auf wen zielen solche Sachen ab? Auf User die sich wohl ein normales Abo mit iPhone oder das iPhone separat nicht leisten können. Denen zieht man dann das Geld aus der Tasche in winzigen Portionen, damit es nicht auffällt auf der Handyrechnung. Übel!
Ich würde mich freuen, wenn auch Ihr den Namen dieser Subjekte ein streuen könntet, vielleicht bewahrt man den einen oder anderen zu schnell klickenden User vor einer dicken Rechnung.
Was denkt Ihr über solche Leute?


Wenn ich heute über Abzocke im Internet spreche, so ist dies nur ein kleiner Auszug. Eine komplette Liste betrügerischer und zweifelhafter Methoden, wäre sicherlich so umfangreich wie das Schweizer Strafgesetzbuch. Deshalb im folgenden nur zwei interessante Beispiele.
Das Internet ist ein wundervoller Ort, doch durch sein schnelles Wachstum hatte es bei Zeiten den Hauch vom gesetzlosen Wilden Westen. Vor allem Privatleute und kleine Unternehmen ohne fundierte Erfahrung in Fragen des Copyrights und Nutzung von Inhalten auf der eigenen Webseite, tappen in die Rechtefalle – und zweifelhafte Anwälte freuen sich.


Neuste Kommentare