Jan 06

iphone460Wenn jemand der Welt mitteilt, was er oder sie grad tut, kommt das mitunter recht skurril heraus. Facebook, Twitter oder Youtube waren 2009 eine wahre Fundgrube für bizarre Geschichten. Über manche konnte man gar in den News-Spalten der Zeitungen lesen.

Um all diese Storys aufzuzählen, reicht ein einziger Blogpost nicht aus. Aber hier mal die, die besonders hohe Wellen schlugen:

Craig „Lazie“ Lynch brach vor einiger Zeit aus einem südenglischen Gefängnis aus und ist seither auf der Flucht. Er lässt auf Facebook immer wieder Statusmeldungen wie „Ehrlich, ich bin kein schlechter Kerl“ raus. Die Polizei, die ihm das nicht recht glauben mag, hofft jetzt auf das „Gute“ in der Community und bittet ebendiese um Unterstützung bei der Fahndung nach dem Entflohenen.

Noch nicht auf der Flucht voreinander ist unseres Wissen das Paar, das vor kurzem seine „Trauung interrupta“ feierte. Unmittelbar nach dem Jawort aktualisierten beide vor den Augen der Hochzeitsgemeinde ihren Beziehungsstatus auf Facebook und twitterten ihr Glück in die weite Welt hinaus. Das Video der glücklich Vermählten gibt’s hier zu sehen.

Auf Toiletten werden nicht nur kleine und grosse Geschäfte erledigt. Mitunter passieren offenbar auch weitaus verbreitenswertere Dinge. Ein Klopapierhersteller hatte in einem Wettbewerb fünf Restroom Ambassadors auserkoren. Sie empfingen während sechs Wochen die notdürftigen Gäste öffentlicher New Yorker Toilletten mit gebotener Freundlichkeit und posteten deren Erfahrungen auf Facebook und Twitter. Komplett jugendfrei, versteht sich.

Und nicht einmal vor Tieren machen die Social Networks halt. Orang Utan Dame Nonja wurde von den Medien als erster Affe auf Facebook gehypt. website-marketing.ch berichtete.

Und zu guter Letzt: Die USA wären nicht die USA, wenn dort nicht auch noch vor den Gefahren des Twitterns und Facebookens hinter dem Lenkrad gewarnt würde: „Die neuen Technologien, die uns Multitasking im Alltag bieten, und die immer populärer werdenden sozialen Netzwerke stellen eine schwer zu widerstehende Herausforderung dar”, meint etwa der Präsident der US-Automobilklubs AAA, Robert Darbelnet.

Ja, was die Medien nicht alles für interessant halten! Was war das Schrägste, was dir 2009 im Internet untergekommen ist?

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Dez 11

social-networking-failureTwitter wächst kaum mehr, China zensuriert weiterhin grosse Teile des Web, und Google Wave war auch nicht innovativ genug, um dem darum entstandenen Hype gerecht zu werden. Kein gutes Jahr für die IT also.

Neigt sich ein Jahr dem Ende zu, schiessen Listen wie Pilze aus dem Boden. Die besten Feuerwehrautos, die besten Energydrinks oder die besten Handys. ReadWriteWeb hat auch so eine Sammlung ins Web gestellt.

Bei dieser Liste geht es aber nicht um das Beste von irgendwas, sondern darum, was 2009 nicht optimal lief. Einige spannende Dinge sind drauf, die im Stress des zu Ende gehenden Jahres schon fast wieder drohen vergessen zu gehen.

Beispielsweise gibt es immer noch kein ordentliches TouchPad. Twitter ist zwar im 2009 ordentlich gewachsen, aber eine wirkliche Innovation haben die EntwicklerInnen nicht zu Stande gebracht.

In China wird “The Great Firewall” immer dicker und höher. Eine Lockerung der Internetzensur liegt in weiter Ferne. Ob Twitter , Youtube oder Facebook – alles was mit Social Networks zu tun hat, wird weiterhin stark zensuriert oder gleich ganz geblockt.

Google Wave hat sich zu einer grossen Enttäuschung  entwickelt. Erst war der Hype gross, doch die Innovation ist gering. Der neue Dienst scheint noch lange nicht am Ziel seiner Möglichkeiten angelangt zu sein.

Weiter zählt ReadWriteWeb zu den schwärzesten Momenten des Jahres, dass Microsoft und Don Dodge getrennte Wege gingen und der Launch von Spotify in den USA verschoben werden musste.

Der grösste Fail überhaupt sei aber der Werbespot von LeapFish – der sei einfach nur unerträglich und dämlich.

Naja. Hoffentlich wird das IT-Jahr 2010 wieder besser.

Was wünscht ihr euch? Wo kann noch mehr Hirnschmalz investiert werden? Wo lauern die nächsten Fallen?

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