Dez 29

Klout ScoreDer Begriff “Klout Score” ist momentan in aller Munde. Was misst dieser Klout Score eigentlich genau? Klout ist eine Plattform, welche ihre Social Media Aktivitäten misst und diese mit dem sogenannten Klout Score darstellt. Klout berücksichtigt vor allem Social Media Netzwerke wie Facebook, Twitter und Google+. Ferner können auch andere Plattformen wie LinkedIn, Foursquare, Youtube und WordPress etc. eingegeben werden. Heraus kommt dann der Klout Score, eine Messgrösse für den Einfluss bzw. den Social Impact.

Klout.com

Der Klout Score wird aus ca. 40 unterschiedlichen Variablen berechnet. Am schwersten gewichtet werden folgende Werte:

True Reach: Wieviele Personen werden direkt von ihnen beeinflusst.

Amplification: Wie stark beeinflussen sie diese Personen? Erzeugen sie Involvment? Klout untersucht dabei, wie viele Kommentare ihre Beiträge erhalten und wie oft diese mit anderen geteilt werden.

Network Impact: Welchen Einfluss üben sie über ihre Kontakte hinaus aus?  Gehen Meinungsführer auf ihre Beiträge ein und teilen diese Meinungsführer ihre Inhalte?

Bei Klout kann sich jeder anmelden. Sie benötigen dazu nicht mal einen Login. Die Anmeldung erfolgt über ihren Twitter oder Facebook Account.

Welche Anwendungsmöglichkeiten bringt Klout?

Damit kann der Einfluss von Berühmtheiten gemessen werden. Justin Bieber ist im Bereich Social Media zum Beispiel einflussreicher als Barack Obama.

Arbeitgeber können den Klout Score für Recruitment nutzen. Damit kann der Einfluss den potentielle Bewerber haben gemessen werden.

Marketing: Im Zeitalter der Informationsüberflutung fasst Klout den digitalen Marktwert einzelner Personen und Unternehmen in Zahlen. Dank dem Klout Score können besonders einflussreiche Meinungsführer identifiziert oder miteinander verglichen werden.

Kritikpunkt:

Der Klout Score darf nicht überbewertet werdern. Unter anderem darum, weil Klout nicht alle Netzwerke für die Messung einbezieht. Nicht Jeder ist angemeldet und nur Wenige haben all ihre Netzwerke mit Klout verlinkt. Xing wird zum Beispiel nicht unterstützt. Ebenso werden selbstgehostete Blogs nicht berücksichtigt. Lediglich die Blogger, die ihren Blog online bei WordPress hosten, können ihren WordPress Account mit Klout verlinken.

Was sind eure Erfahrungen mit Klout? Nutzen sie den Klout Score und wenn ja für was?

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Dez 16

Wie besser Kunden zu binden als mit einem Onlinevoting, das die Community aktiviert und perfekt die Social Media Mechanismen nutzt? Aber Vorsicht ist geboten, denn schnell kann der Schuss nach hinten los gehen. Was da losgetreten werden kann und wie darauf reagiert wird lest ihr im folgenden Beitrag.

Ich nehme hierzu den Adventskalender von AXE. Die Sache ist einfach: Unter http://www.axe.de/excite/ kann ich irgendeinen Begriff vorschlagen, für das andere dann voten. Der Begriff, der am Ende des Tages die meisten Stimmen erhält, wird von der AXE Filmcrew mit der Schauspielerin Sarah Brandner (ihres Zeichens die Freundin des Deutschen Fußballspielers Bastian Schweinsteiger) umgesetzt und drei Tage später veröffentlicht.

Solche Online Votings rufen jedesmal Hacker und Online Communities auf den Plan und als Einzelner hat man jeweils null Chancen zu gewinnen. Besonders die Gamer Communities können innerhalb von wenigen Minuten Hunderte von Votes sammeln (“Votings riggen“), und deshalb stehen dann am Ende des Tages Namen wie “Creeper”, “Salazar” oder “Gronkh”, und Begriffe wie “Isomorphismus“, “DerGerät” (basierend auf dem Ausschnitt in TV Total) oder “Rüttelplatte” zuoberst. Dies sind Begriffe aus Online Games, Namen von in der Szene bekannten Zockern und unmögliche Wörter, die von diesen Communities vorgeschlagen wurden, um dann zu sehen, wer mehr Teilnehmer aktivieren konnte. Da einige dieser Jungs und Mädels natürlich auch technisch was auf dem Kasten haben, versuchen sie auch auf unerlaubten Wegen zu mehr Stimmen zu kommen. Dabei muss man einfach nur den Datenverkehr zwischen dem Flash Frontend und dem Server analysieren, die Antwort vom Server im JSON-Format auseinandernehmen, die Verschlüsselung aufgrund des Actionskripts in dekompilierten SWF-Datei knacken, das Flashteil als Script nachbauen und somit unendlich vielmal voten, da so auch das Captcha übergangen wird  (detailliert beschrieben in Online Foren).

Unilever hat auf diese Aktionen reagiert und auf ihrer Facebook Fanpage ein Statement platziert, das aber eher unbeholfen wirkt und mit ihrer Provokation wohl das Gegenteil bewirken wird (s. rechts). Komisch dabei ist nur, dass diese Aktion bereits letztes Jahr durchgeführt worden ist und es zu unglaublichen Kreationen wie Schokomettigel (plus Reverse Version), Tafflyer oder Kackeldackel geführt hat, die dann tatsächlich verfilmt worden sind.  Anscheinend kümmert es Unilever wenig, dass am Zielpublikum vorbei Werbung gemacht wird, ausser die Mitglieder dieser Communities sind tatsächlich ihr Zielpublikum. Und weiter: “Diese Community soll sowohl eine Plattform für eure Selbstdarstellung bieten als auch AXE Effekt’s Werte reflektieren.” Na wenn Kackeldackel AXE’s Werte reflektieren soll…

Wie geht ihr als Auftraggeber mit solchen Votings um? Was für Massnahmen trefft ihr als Programmierer um solche Missmanipulationen zu verhindern? Gibt es überhaupt ein allbewährtes Mittel gegen Spamming? Macht ihr noch bei Online Votings mit, oder denkt Ihr euch, dass eh alles nur Lug und Betrug ist?

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Dez 12

Wedding Entrance Dance auf YoutubeVon der Erfindung der Sozialen Netzwerke profitierte anfangs vor allem eine Marketingform: das virale Marketing. Hierzu einige Facts und Beispiele. Die primären Ziele einer viralen Marketing-Kampagne sind: Image, Kundenakquisition, Kundenzufriedenheit und Bekanntheitsgrad. Also in erster Linie alles ausserökonomische Ziele.

Definition

Ein unterhaltsames, nützliches und überraschendes Kampagnengut dient als Köder, welcher dann von den Empfängern selbstständig weiterverbreitet wird. Ein kurzer Clip, ein lustiges Bild – jeder hat doch schonmal eine virale Nachricht, die Teil einer geplanten Kampagne war, weitergeleitet. Sei es per Mail oder wie eingangs erwähnt, eben in einem sozialen Netzwerk. Gerade die sozialen Netzwerke sind ein ideales Medium für solche Botschaften, da die Weiterverbreitung an Freunde oder Follower sehr einfach ist.

Verbreitung:

Hierbei ist v.a. das Seeding rsp. das Aussäen der Botschaft entscheidend. Sehr selten wird eine Botschaft von alleine viral. Mittlerweile gibt es sehr viele Inhalte, welche ein virales Potential besitzen. Nur werden diese nicht alle viral. Es kommt also auf das zielgruppengerichtete Platzieren des Inhalts an. Meistens werden hier einige Opinion Leaders ausfindig gemacht, und zur Verbreitung der Botschaft animiert. Allerdings besteht nie die Garantie, dass eine Kampagne viral wird. Und wie erfolgreich eine Kampagne wird, kann erst recht nicht gesteuert werden. Was man aber tun kann, ist mit einem gezielten Seeding die Voraussetzung für Viralität schaffen.

Kritikpunkt

Virale Kampagen lassen sich wie erwähnt irgendwann nicht mehr steuern. Sobald eine Botschaft wie ein Lauffeuer verbreitet wird, kann nicht mehr eingegriffen werden. Zudem kommt die eigentliche Botschaft nicht immer an. Und, obwohl es mittlerweile im Onlinebereich gute Tools gibt, ist es schwierig, eine Erfolgskontrolle durchzuführen.

Beispiel:

Eine der erfolgreichsten Kampagnen mit viralem Marketing im Jahr 2009 war das YouTube-Video “JK Wedding Entrance Dance“. Auf Youtube verzeichnet der Clip mittlerweile über 70 Millionen Views. Eigentlich sollte für den Titel “Forever” von Chris Brown geworben werden. Nur wenige User erkannten den Werbezweck dahinter, der Song wurde aber dennoch einigermassen bekannt.

Versteht ihr jeweils die Botschaft hinter den viralen Kampagnen?

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Nov 21

Vom 27. Juli 2012 bis 12. August sind alle sportinteressierten Augen nach London gerichtet, auf die olympischen Sommerspiele in London. Was in der Antike als Fest für die Götter begann ist heute das grösste Sportspektakel der Welt. Neben der Faszination für Ergebnisse, Rekorde und Emotionen ist immer interessant zu beobachten, wie die neuen Medien wie Facebook, Youtube oder Twitter eingebunden werden. Sind die Olympic Games 2012 auch die ersten wahren Social Media-Games? 

Im ersten Moment könnte man  sagen: Moment, erst kommt noch der Winter, die Sommerspiele sind noch weit weg. Na ja, der Vorverkauf läuft seit März 2011 und die meisten Athleten bereiten sich bereits seit Jahren auf den Event vor. Auch in der Kommunikation ist langsam Bewegung zu spüren. Die offizielle Facebook-Fanpage oder der Twitter-Account zeigen bereits ein beachtliches Involvement der Community, nicht zuletzt auch dadurch bedingt dass man nicht nur einfach Vorverkaufs-Informationen streut sondern auch spannende Inhalte, Beiträge, News und Informationen integriert.  Erste Emotionen werden unter anderem durch den Einsatz von Bild- und Filmwelten vermittelt. Das Beispiel in der Folge ist aber nicht vom offiziellen London 2012-Youtube-Channel, sondern entstammt einer Promo-Idee aus den USA, wie man leicht bemerkt.

Neben den offiziellen Social Media-Kanälen eröffnen sich natürlich etliche Nebenschauplätze, u.a. durch unabhängige Facebook-Fanpages wie Olympia 2012. Einige kann man durchaus als wertvoll bezeichnen, andere hingegen wiederum als Ärgernis. Ganz interessant ist jedoch die Tatsache, dass Social Media nicht einfach ein Teil des Online-Marketings der Organisation darstellt, sondern wirklich auch Thema für Beteiligte, Athleten etc. ist. Folgender Beitrag von Julio Romo informiert über die Bemühungen des olympischen Komitee’s, Social Media-Guidelines für London 2012 aufzubereiten. Aktuell kann man sicherlich noch bilanzieren, dass London 2012 in der digitalen Welt noch keine Rekorde oder Bestergebnisse erziehlt hat, man könnte sagen die Olympia-Norm betreffend Social Media wurde knapp erfüllt. Bleibt abzuwarten ob man die Chancen nützt, welche sich auf Grund der Vielfalt an Themen, Emotionen, Siegen & Niederlagen, Tragödien, komischen Erlebnissen etc. anbieten werden. Wir werden regelmässig über das Sport-Highlight des kommenden Jahres berichten und seinen Weg, auch als Social Media-Games in die Geschichte einzugehen.

Inwieweit ist ein Anlass wie die olympischen Spiele, egal ob Sommer oder Winter, überhaupt die geeignete Plattform für den Einsatz der Social Networks, aus Sicht des Veranstalters? Wird es auch bezüglich Social Media Marketing wieder heissen: “I declare the olympic games 2012 in London as the best games ever”?

 

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Nov 14

Google+ Badge Preview PictureLetzte Woche hat Google sein Social Network für Business Pages freigeschaltet. Interessant. Und es gibt bereits gute Beispiele für Schweizer Auftritte auf G+: Rhätische Bahn, Blick am Abend. Allerdings besteht meiner Meinung nach in einigen Punkten noch Handlungsbedarf.

Administratorenrechte: Momentan ist es noch nicht möglich, mehrere Administratoren zu einer Google Plus Page hinzuzufügen.

Vanity URLs: Leider bietet Google noch keine Vanity URLs an. Ich hoffe, das holen sie nach. Letzten Donnerstag veröffentlichte Sascha Lobo eine interessante Möglichkeit für kurze Firmen G+-URLs. Und natürlich gibt es auch bereits diverse private URL Shortener. Aber genau dies zeigt ja, wie sehr wir auf Vanity URLs warten.

Youtube Video Integration: Viele Firmen stellen ihre Firma in einem Youtube Video vor. Es würde Sinn machen, wenn man diese Youtube Videos in die Profilseite der Firma integrieren könnte.

Google Plus API: Darauf warten alle Programmierer sehnlichst. Eine richtige Schnittstelle würde die Tür für Apps und Zusatzanwengungen öffnen und dies täte Google Plus extrem gut. Leider geht hier Google nur zögerlich voran.

Landing Pages und iFrames: Auf Facebook können Firmen eine eigene Landing Page gestalten und mittels iFrame gar eigene Microsites einbauen. Dies ist bei Google Plus noch nicht möglich.

Statistiken: Mit Google+ Ripples hat Google zwar das erste Statistiktool freigeschaltet. Dies genügt allerdings noch nicht. Hier wird Google garantiert bald handeln und Google Analytics oder ein ähnliches Tool integrieren.

Und was haltet ihr vom neuen Social Network Google+?

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